Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

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Senegeld Mari Einginnummera Vis. — Satz den Auforderungen entlprecheud bõher. 0 
Beilagen: Vaterstãdtische Blãtter. — Der Familienfreund. — — — — — 
Umtsblatt der freien und Hansestadt Lubed 102. Jahrgang ee ee e 
heiblall. Gesetz und verordnungeblattree 3 sũrstentũmer Ratzeburg, Lũbed und das angren⸗ 
ν…Ÿ…Ÿ…Ÿ!νL!ο…2- ααννν zende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
VDrud und Verlag: Gebrüder Borchers G. m. d. V. in Zabed. — Vesche Ue Adreßhaus GKöniastr. 46). Fern sprecher 2000 u. 9001. 
Ausgabe M. Große Ausgabe) Sonntag, den 17. November 1932. Morgen⸗Blatt Ur. 585. 
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hane den Monat setzt, aber große Verluste und wenig Gewinn gehabt, denn die Budapest, 16. Nov. Der Pester Lloyd betont gegenüber den 
Dezember anfangs apathischen Türken haben sich plötzlich zu einer ener⸗ Mitteilungen des montenegrinischen Amtsblatts über die ab⸗ 
— henia gischen, heldennüligen Vertedi ung aufgerafft und machen den lehnende Antwort des Königs Nikolaus auf die 
ite ein arennen n snn n Angreifern jeden Zoll breit Boden streitig. Der Angriff der Intervention des österreichischungarischen Gesandten Giesl wegen 
Lüeckischen Anzeigen“ . dision auf Papastpe bstele einer Brigade 1500 Mann. der Besetzung der albanischen Säsfen? An den Tatsachen, die 
ibrabe Trotzdem wurden die Bulgaren durch einen Machtangriff am durch die unerschütterlichen Forderungen Oesterreich- Ungarns 
enta e leee Abend des 10. Nov. durch die Türken wieder von dieser gegeben sind, kann auch durch diese Kundgebungen nichts ge⸗ 
vVaterstãdtische Blãtter Höhe verdrängt und waren auhßerstande, ihre Verwundeten ändert werden, denen man schlieblich das entschuldigende Momen? 
owie mitzunehmen. Gleichzeitig fielen 30 Gefangene in türkische Hände. der Erregung zugute halten, aber keine zu große Bedeutung 
bestß und Verordnungeblatt Dagegen konnte die serbische Timok-Division einen gleichzeitigen beimessen wird. Der allein wichtige Punkt besteht darin, dab 
der sreien und Hansestadt Lübeck Ausfall abschlagen. Sehr schwach scheint die Belagerungs— die festen Entschlüsse Oesterreich Ungarns und Italiens dem 
mir 31 e e m artillerie zu sein, von der ein Teil vielleicht nach Tschataldscha Königreich Montenegro in nicht mißzuverstehender Weise zur 
Neu eeneu erhalten das Blatt vo. ge ver abgesandt ist. Dorthin ist auch die dritte serbische Division unter⸗ Kenntnis gebracht werden. 
Hestelluna ab bis zum 1. Dezember kostenfrei. 55— wegs. Im bulgarischen Voll hat sich durch das Ausbleiben der ESt. Petersbura. 16. Nov. Minister des Aeubern 
Der Verlag der „LLüb. Anzeigen“. Einnahme von Adrianopel und das Fehlen von Siegesnach— Sasonow äußerte einem Pressevertreter gegenüber, alle Mel— 
— — —wm—úm richten große Niedergeschlagenheit breit gemacht. Ich wurde dungen über Schwankungen in der Haltung der Großmächte, 
unterwegs von Leuten gefragt, worin die Ursache des Aus— soweit die Balkanangelegenheiten in Frage kommen, seien 
Erstes Blatt. hierzu 2. u. 3. Blatt bleibens neuer Siegesnachrichten liege. Die einfachste Erklärung unbegründet. Die Bemuhungen der russischen Diplomatie seien 
sowie „Vaterstädtische Blätter“ Nt. 1. dafür ist die Tatsache, daß die Bulgaren ihren leßten Mann auf eine rationelle, ruhige und friedliche Lösung aller Balkan— 
und ihr letztes Gewehr in die Front geschafft haben. Zu Tau— fragen gerichtet. 
Umfang det e e — & senden sah ich gänzlich unausgebildete Mazedonier, ich glaube, Paris, 16. Nov. Die französische Regierung kennt zur 
Nichtamtlicher Teil. sogar t des vor n on ere e en e Inhalt d d o t die 
gangs sin on unterwegs. iesen Eindruck haben auch im en verbündeten Balkanregierungen der orte erteilt werden 
Volt die enormen Verluste seit Kirkkilisse gemacht. Für die soll. Man versichert, daß sowohl von Paris wie von St. Ve— 
3 Verwundeten ist nicht genug gesorgt, verwundete Offiziere tersburg aus Aenderungen bezw. Milderungen des Textes dieser 
er alkan rieg. müssen in Viehwagen auf Stroh liegen; aus Mangel an Laza— Antwort an die Pforte vorgeschlagen wurden. 
* retten müssen die Verwundeten nach Hause entlassen werden. Nach einer Privatdepesche aus Konstantinopel hält 
Die Lage vor Mrianopel. Eigenartig ist troß der Siege die Wneigung gegen das Offizier— Kiamil Vascha seinen Einfluß auf die Kommandanten von 
Berin, 16. Nov. Der Berliner Lokal-Anzeiger bringt fol— korps. Wohl um diese Gegensätze zu versöhnen, werden viele Adrianopel und Skutari für nicht stark genug, um ihnen die als 
genden Bericht seines Spezialkorrespondenten im bulgarischen Unteroffiziere zur Besförderung zu Offißzieren vorgeschlagen. Preis des Waffenstillstandes geforderte Uebergabe der genann— 
HSauptquartier:· Nicht unerwähnt darf bleiben, daß das Verhältnis zwischen ten Festungen sowie der dortigen Kriegsvorräte befehlen zu 
Sofia, 16. Nov. (Aus Mustafa Pascha durch Boten über serbischen und bulgarischen Soldaten kein einträchtiges ist und tönnen. 
die Grenze gebracht.) Die Situation vor Adrianopel hat sich die Offiziere beider Heere sich aus den Wege gehen. Die Bul— Belarad. 18 Nov. Sier erwartet man die Anlunft der 
erheblich zu Ungunsten der Bulgaren verschoben. Die ursprũng⸗ garen hlicken auf die Serben herab, obwohl gerade diese einen Ministerpräsidenten der Balkanstaaten zur ge— 
liche und zwecmãhige Absicht war, den Hauptangriff gegen die vorzüglichen Eindrud machen. Erstens waren die Serben besser meinsamen Beralung über die Ste lungnahme zu dem Streitfall 
Sũdfront anzusetzen. Da die dortigen Forts am schwächsten und vorbereitet. Sie haben sogar eine neue bulgarische Division zwischen Oesterreich Ungarn und Serbien. Es verlautet, daß 
am meisten vernachlässigt sind, hätte der Angriff schnell zum bewaffnet, und zweitens erscheinen sie nach dem Feldzug am eine Zusammenkunft der Könige Peter und Ferdinand bevor 
Ziele geührt. Aber zwei Hochwasserperioden haben den Plan besten verpflegt und gut ausgestattet mit besseren Sanitäts— stehe. Rußland habe Serbien den Zugang zur Adria und 
umgestoßen. Bei der zweiten Hochwasserperiode erreichte die olonnen und namentlich Pferden bei der Artillerie. Auch ihre die Besitzergreifung eines Hafens garantiert, habe es aber dafu 
Flut am 10. Nov. die Kronen der Uferbãume der Maritza und Offiziere stehen den westeuropäischen näher als bei den Bulgaren. zum Verzicht auf die Besitzergreifung Abbaniens bestimmt. 
etzte die von bulgarischen Pionieren erbauten Brüden bei Pasa— Belgrad, 16. Nov. Nach hier umlaufenden Gerũchten sind 
und wen dononbrügen südih von Kadntbe nter auf üulatisen eete beee b e und Großkapital und nationale Politik 
Wasser und machte die Ufergelände zum Meer. Belehrt durch 40 000 Verwundete zu verzeichnen Vom Geheimen Regie Nichard Wi 
die erste Erfahrung, hatten die Bulgaren bereits die Truppen In der iss e 7 
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zu dem schwierigeren Angriff auf die Westfront verschoben: Verhandlungen. hat dehaira n en do öln a. Rh 
Zwischen Mariba und Nda steht die bulgarise 8 Divon, auf Verin. 16 Rop n e iee Vor iltelunge eee tnd nn rrltng n e en 
in ur ia nt 22 rag über das höchst altuelle Thema „Groh— 
eren, dem linken Ufer der Maritza die serbische Timok Srschlag soll die AWtretung eines etwa 12 km breiten tapital und nationale Politik“ gehalt dessen Inhalt 
Division. An diese reiht sich die neugebildete bulgarische 11. Di— Streifens mit den beiden Hafenstädten Alessio und San Gio— wir folgendes mitzuteilen g ber 7 n en uba 
vision und die serbische Donaudivision zweiten Aufgebots. vanni zur gemeinsamen Besttzung von Serbien und Montenegro, Die Prasidentschatam ne n ta vollzog sich unt 
Südlich der Arda liegt eine Brigade der bulgarischen 9. Di— die Sicherung der Bahnkonzession der Orientgesellschaft auf dem Schlagwort aen gel 
vision. Die vier zuerst genannten Divisionen haben die Bul— weitere 30 Jahre sowie eine Verbindung der Linie Saloniki eine Gleisteiuig 8 und verh dnn 
2* seit zehn Tagen zur Erfämpfung des Vorgeländes einge— Mitrowitza mit den bosnischen Bahnen anregen schlechterdinas abgelehnt werden; eine Korruption, die 
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Cheater. Kunst und Wissenschaft. und mit Bosheiten gegen eine recht anfechtbare Legitimität und tavalier“, werden in dem neuen Pariser Theater des 
Die Berl ner Opernhausentwürfe. Die Berliner Mitalieder gegen ein muhiggüngerishes Abanagen verschlingendes Pra⸗ Chamups Elysses im nächsten Frühiahr zur Aufführung gelangen 
der Sochbauab leitnng der ton tabemte des Bau tendentum nicht larg bedacht. Aber das bibchen Sandluns. — Die Zaiserin des Balkans“, eine dreiaktige dra— 
wesens haben nach mehrlägiger, sehr angestrengter Täsigkeit insbesondel⸗ bis Schlub pergeblihen Bemũhungen der uber⸗ matische Dichtung des Königs Nikolaus von Monte 
— reifen Exkönigin um die Zärtlichleit des von ihr berufenen negro, die den jetzt ins Leben getretenen Balkanbund schon 
Mittwoch trafen die auswärtigen Mitglieder, der Akademie in Prinzenerziehers schleppen sich über zu weite Streden hin. vorher prophezeit hat, wird demnächst in deutscher Uebersetzung 
Berlin ein, um gemeinschaftlich mit den Bener Mademenn— enn Stimmung, die u taltsihhere Pegie zu wecen von Dr. Heinrich Stamche an die Bühnen verschict werden. 
aliedern die zweite Prüfung zu beginnen, die möglichst u n pelnde nuch dem Syiu der rau Reisenhoffer als Cosima Wagner ist in Bayreuth an einem Herzleiden 
noch in dieser Woche beendet werden soll. Obwohl von seiten gne sie nur zu sehr magvarisiort hat und Herrn schwer erkrankt. Sie hatte schon D tag beãnastigend 
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eigen beobachtet wi ßz s 2* Ite 
fuchen, den eee ee liebte Kokotchen den zur Entsagung bestimmten Thronerben e e h berufen wein 
u und vern Deklot Sitla dar diemoal lad be ian noch spät abends am Krankenlager. Die Krankheit der Greisir 
vird davon gesprochen, daß die Ausführung des Baues späler 2 leider wieder nicht den ist recht besorgniserregend 
lrotz des Weltbewerbes anem banmnen eheaetfoeie schon dringend erforderlichen Schlager gefunden hat, begnügte 
isen sberiragen werben soil. e3 t e des zweiten Hofmeisters, dessen e n Die 
mmn. „Prinzenerzehnig“. Maurite Donnays br.i atemlosen Eifer er sehr lustig gab. ovent· Garden⸗-Oper in London ist von ihrem jetzigen Besitzen 
tisierte Satire „Prinzenerziehung“ wurde, n 4 uustlernacricten. Ottilie Metz ger- Lattermann und ee e ee en bh 
feten elinen serbee e ern n Therber a n werden n ane ne n n ie 7 zehn Jahren gegen eine jahrliche Pacht · 
chrieben wird, im Residenztheater sehr sauber und liebens— findenden deutschen Tristan“ Festoorstel lung mit 2 t, i pe n e n 
vürdig gespielt Man lachte über vieie Schetzen die un wirken und zwar als Brangäne und als König Marke. An * bsicht. in der Covent Garden Oper in Zulunft Licht- 
plasierter Leichtigkeit zwischen einer sehr harmlosen Politik und der „Tristan-⸗Aufführung beteiligten sich noch Heinrich Knote, vie vorzusũhren. 
wenig harmvollen Liebesspielen hin und her schaukeln. Der Hermann Weil und Frau Leffler-Burdhardt. — Arthur Ni— Gustav Frenssen als Dramatiker. Gustav Frenssen hat ein 
Bearbeiter Bolten Baeders hatte sie sür deuische Ohren in seiner hisch hat eine Tournee durch Ruß land angetreten, gelegent-⸗ Drama geschrieben, das unter dem Titel „Sönke Erichsen“ so⸗ 
twas handfesten Art zum Teil überkräftig verdeutlicht. Aber lich derer er u. a. Soflonzerte in Petersburg und Mos— eben bei G. Grote in Berlin erschienen ist. 
nan merkte dem weitläufig angelegten Spaß doch die zehn kau sowie eine Aufführung der Aglaide“ von Tschaikowsky Bath Seba, das Weib des Uria“, das neue Drama 
Jahre an die er hinter sich bat und wenn er auch im Vor— Kaiserl. Theater in Petersburg leiten wird. — Dr. Karl von Marimilian Böttcher, ist soeben von Direktor Lantz fu 
ahre in Paris eine muntere Wiederauferstehung feiern konnte, ucd wurde bei dem von ihm geleiteten ersten Sinfonie- das Deutsche Schauspielhaus in Berlin erworben worden, wo e⸗ 
die altuellen Anspielungen — der kleine Prinz, der im galanten onzert in Boston enthusiastisch gefeiert. — Rudolf Chri— als nächste Neuheit nach der erfolgreichen Komödie „Der gut 
Paris auf Wunsch seiner königlichen Stiefmutter das Leben stians hat sich für eine große Tournee durch Amerika ver— sitzende Frack“ in Szene geht. Das Stüd wird auch an meh— 
rda m soll, ist ein verbannter Ballanthron— a e e hat sich der Künstler das neue Werk reren namhaften Provinzbühnen zur Aufsührung gelangen. 
e — haben die Ueberholtheit dieser Satire noch unterstrichen. iener Autors Rudolf Strauß Mesallian ce“, das 
Es scheint den Ballankönigen nach Kirkkilisse ähnl ch zu 3 im Drei-⸗Masken-⸗Verlag erschienen ist, gesichertt u en Theaterverhãltnisse Am 26. Nov. 
wie dem Milado nach Mukden. Der Opere te und den bequemen Von d i 5 i ig fi 2 2 annn Quer ibre dlen Su zri 
wW un en Bühnen. Im Hoftheater in Braunschweig findet Wie man uns unter dem 1. Nov. aus Chicago schreibt, waten 
e er i verschlissene Interessantheit sind sie plötzlich Sonntag, den 24. Nov., die Erstaufführung der ‚Ariadne m genannten Tade bereus fur soo ooo Viabe borbesleli 
u sen. So lann man über eine ganze Reihe von Drollig⸗ auf Naxos“ von Richard Strauß, zu spielen nach dem heute wird die Summe eine Million M sicherlich überstiegen 
eiten, die Donnay dem fernen Balkanreiche am Schwarzen Bũ ls E oli 
en d ee * rʒ „Bürger als Edelmann“ des Moliere von Hugo von Hof— haben. Unsere deutschen Theaterdirektoren werden aufseuf⸗— 
* 9 h uena in Brand stecen wollen, nicht mannsthal statt. Somit ist Braunschweig die dritte der Bühnen, wenn sie von diesen Summen hören, mit denen die 
u ee e wie einst nach dem Belgrader auf welchen das eigenartige Werk gegeben wird. — Die beiden nischen Direktoren rechnen können, wenn sie die Spielzeil 
ys Dialoge sind mit niedlichen Pikanterien Werkle von Richard Strauß, „Elektra“ und ‚Rosen— beginnen.
	        
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