Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

Gründen, über die ich nicht weiter sprechen will, die aber einen zelnen Teilen des Reiches sehr erhebliche Unterschiede. Denn Vonnerstag oder Freitag inder Norddeutswen 
Wehsel in der Regierung in diesem Augenblick im öffentlichen während in Mitteldeutschland nur 32,3 » der Angestellten Allgemeinen Zeitung veröffentlicht werden, je nachdem 
Iilleresse moglicherweise zu einer Quelle der Wirrnis und Ver— eine Arbeitszeit bis zu 8 Stunden hatten, steigt dieser Anteil dies technisch möglich sein wird. Dem Reichstag wird 
Tenheit machen könnten, denke ich, daß, wenn die Regie— in Süddeutschland auf 59,7 und in Nordwestdeutschland auf der Gesetzentwurf beim Wiederbeginn der Sitzungen vorliegen. 
ng jetzt verzichtete. sie gegen die besten Traditionen der 63,8 0. In Berlin arbeiteten nicht mehr als 40,6 aller Die Standard Oil Co verdoppelt unterdessen ihre Bestre— 
Noalischen Polilit und gegen ihre Verantwortlichleit verstoken Angestellten höchstens 8 Stunden. Eine Ueberarbeit hat in bungen, um der Einführung eines Reichsmonopols Schwierig- 
würde. GBeifall bei den Ministeriellen.) 780 Betrieben stattgefunden, wobei 2727 Personen beteiligt keiten zu bereiten. So betreibt sie einen Petitionssturm der 
Im Laufe der erhihten Debatte, die auf diese Rede waren. In Süddeutschland war die Ueberarbeit am seltensten von ihr abhängigen Detaillisten an den Reichstag. Sie 
folgte. nannte der Unionist Sir William Bull den Premier— (174 6 aller Angestellten), in Norddeutschland am häufigsten scheint auch hinter einer Petition zu stellen, die dem Reichs— 
siisler anen Verräter und wurde zur Ordnung gerufen, als (317 0). Sonntagsarbeit wurde ermittelt bei 15,1 o aller schakamt von Detaillistenverbänden zugegangen ist. Darin 
ich wegerte, diesen Ausdrud zurüdzunehmen. Der Sprecher Angestellten; bei etwa einem vierten Teil von ihnen er— wird der Regierung nahegelegt, nicht den Banken den Ver— 
Mes ihn as dem vSause. Bull leistete dieser Aufforderung stredte sich die Sonntagsarbeit auf 40 bis 52 Sonntage im trieb des Petroleums zu überlassen, sondern einer aus De— 
Folde und verließ das Saus Jahre, und bei 220 dauerte sie mehr als 2 bis 3 Stun— taillisten zu bildenden Monopolgesellschaft, die 
Bonar Law, der Führer der Opposition, sagle: Nur zwei den bei 6,5 0 sogar mehr als 3 Slunden. Erleichkerung die zum Betrieb für erforderlich erachtete Summe von 60 
ehrenvolle Möglichleiten bleiben der Regierung offen: nämlich während der Gerichtsferien erhielten 68,0 o6 aller Ange- Millionen Mark ebenso gut aufbringen könne, wie ein 
Rüdtritt oder Auflösung. Ich mache jedoch eine Einschränkung stellten, Urlaub unter Fortgewährung der Bezüge 849 96. Banklonsortium. (7) 
Der Premierminister bezog sich auf die auswärtige Lage. Ich Bei 12,4 0 dauerte der Urlaub höchstens 7 Tage, bei Aus dem preuß schen Abgeordnetenhaus. Berlin, 13. Nov. 
gebe durchaus zu, daß dies vital ist. Ich möchte nicht wün— 55,1 8 bis 14 Tage, bei 135 o0 15 bis 21 Tage und Die zweite Lesung des Wassergesetzes vollzog sich heute im 
schen. daß die Regierung unter den gegenwärtigen Umstãnden bei 39 22 Tage und mehr Eine Kündigungsfrist war Abgeordnetenhause ohne die sonst übliche allgemeine Be— 
zurüdtritt oder auflöst. Die Rgierung tönne auf die hoch mit 66.7 0 aller Angestellten nicht vereinbart; unter denen, sprechung. In der Einzelbesprechung entspann sich zunächst eine 
herʒige Unterstüßzung der Opposition rechnen, bis die Krisis die eine Kündigungsfrist hatten, waren nur 18,1 20 mit längere Debatte über das Eigenkum an Wasserläufen erster 
borüber ist; aber dann müßte die Regierung natürlich nach einer Frist von 6 Wochen, die auf den Vierteliahrsschluß Ordnung. Während der Entwurf in 5 7 dem Staat das Eigen⸗ 
Beendigung der Krilis an das Land appellieren. Mit ihrem fallen mußte, angestellt. Die Lohnzahlung erfolgt meist tum als diesen schlechthin zuspricht, wollten die Freisinnigen 
jetigen Verfahren ninmt sie das Recht fur sich in Anspruch bei 90,1 aller Angestellten) monatlih. Die Vereinbarung ihm nur das landrechtliche gemeine Eigentum, die Sozialdemo⸗ 
ju tun, was ihr beliebt, ohne Rüchsicht auf das Voll, das der Fortbezahlung des Lohnes bei vorübergehender Dienst— kraten gar kein privates Eigentum zug stehen. Ein Kommissar 
ju vertreten sie vorgibt. behinderung ist verhältnismähig selten; nur für 3 o6 aller des Justizministers wies nach, daß durch die Bestimmung des 
Zu erregten Zwilchenfällen kam es neuerlich als Angestellten ist solche Forkbezahlung mit oder ohne Anrechnung 8 7 der bestehende Rechtszustand nicht geändert, sondern nur 
die Qpposition dem Generalstagtsanwalt dadurch, des Krankengeldes bei Krankheiten vereinbart. Sehr häufig zweifelsfrei gestellt werde. Der Staat erhalte nicht mehr Rechte 
en V n e en ee machte Gei 77,1 aller Angestellten) ist jiedoch die Fortbezahlung als bisher; im Gegenteil müsse er sich außer dem Gemein— 
Nachdem der Lärm eine Zeitlang angedauert hatte, vertagt⸗ des Lohnes bei Krantheiten gebräuchlich. mmn. gebrauch auch die Verleihung zefallen lassen. Beide Anträge 
der Sprecher mit Rüdsicht auf die hwere Unordnung unter wurden mit großer Mehrheit abgelehnt. Nach einer Reihe von 
lautem Beisfall der Opposition die Sitzung um eine Stunde hl— e 22 
— J J d 4 Einzeldebatten von geringerem allg meinen Interesse wurde dic 
As das Haus wieder versammelt wat, zeigte sich daß die nmand un us and. Frage der Haflung der Unlernehmer wegen schuldhafter Ver— 
Opposition beabsichtige, die Taktik der Unruhe fortzusetzen. So— Deutsches Reich unreinigung d massenn⸗ 24 a) von ean aller Partei 
bald der Generalstaatsanwalt sich wieder erhob, um zu sprechen — ver zr areen 
e e ie ee i er ννν ν Anfechlung amtlicher Verfügungen. Der Abg. Schiffer hat erörtert, wobei der Vertreter der Sozialdemokratie wieder 
n in erene en s ee nunmehr seinen Antrag betreffend Anfechtung amtlicher Ver— Gelegenheit fand, heftige Vorwürfe gegen die Industrie und 
2*58* * fügungen gemeinsam mit dem Abg. Bassermann auch im den Großkapitalismus zu richten, welche der konservative Ab— 
Wort ergreifen, doch die Opposition schrie fortgeseßzt: Ver— 4 
2 Reichstag eingebracht. Es handelt sich belanntlich darum, daß geordnete v. Maltzahn energisch zurückwießs. Von seiten der 
fagen!“ Schliehlich verlagte der Sprecher unter großem Beifall a 3 
der Den dan pan α alle Entscheide, Verfügungen, Anordnungen usw. von Be— egierung wurde erklärt, daß der von der Kommission ein— 
hörden, deren Anfechtung an die Innehaltung einer Frist geschaltete Paragraph zwar entbehrlich aber in der jetzigen 
gebunden ist, am Schluß die Eröffnung enthalten müssen, gemilderten Fassung sür die Industrie unbedenklich sei, denn et 
Die Anwaltsgehilfen. nnerhalb welcher Frist in welder Form und an weilcher unterscheide sich von dem geltenden Recht nur dadurch daß er 
Ueber die Abeitsverhältnisse der Angestellten bei Rechts— Stelle die Anfechtung anzubringen ist. Die Ausdehnung des dem Unternehmer den Nachweis pflichtmähiger Sorgfalt auf— 
anwälten hat das Kaiserliche Statistische Amt im Februar 1911 Antrags auf das Reich ist lebhaft zu begrüßen, da damit erlege. Die Beschwerde der Industrie hätte sich auch nur gegen 
eine Erhebung angestellt, deren Ergebnisse Lürzlich veröffent⸗ seine Wirkung bedeutend erweitert und der Kreis derer, denen die weit schärfere Fassung der ersten Lesung gerichtet. Der 
licht wurden. Sie gewähren, lroß mancher Mängel in der der Antrag zugute lommt, erheblich verarößert ist. Redekampf wogte hin und her, und war zeitweilig recht leb— 
Anlage der Erhebung, genug des Interessanken, das in der mm. Das Narzellierungsgeseß. Unlängst ist im preubischen haft. Nachdem Schluß gemacht war, nahm das Haus mit sehr 
demnächst erscheinenden Nummer der Deutschen Juristenzeitung Abgeordnetenhause erklärt worden, daß das PVarzellierungs— groher Mehrheit die 55 20 bis 242 nach den Vorschägen der 
jusammengestellt st. geseß noch in dieser Session an den Landtag lommen werde. Kommission an Bei dem Tilel Gemeingebrauch entspann sich 
Danach waren in den 2745 Betrieben, die erfaßt wurden, Wie wir hören, enthält es Bestimmungen gegen die Güter— eine längere Debatte über die von Mitgliedern der national— 
10 988 Angestellte beschäftigt, und zwar 9048 männliche und schlächterei in der ganzen preußischen Monarchie. Die Auf⸗ liberalen und konservativen Fraktion und des Zentrums be— 
1940 weibliche Es lommen also auf einen Betrieb genau teilung der Güter wird an sehr erschwerende Bedingungen ge— antragte Ausdehnung des Gemeingebrauchs auf die Kahnfahrt 
bier Mgeslellle, von denen 33 männlich und 0,7 weiblich knüpft, jedoch ist man von der Absicht einer Wertsteuer zu— Auch hier verbirrten die Sozialdemokraten die Verhandlung 
waren. rüdgekommen. Gemeinnũtzige Siedelungsgesellschaften, wie durch unmögliche Anträge und noch unmöglicherer Begründung 
In Berlin entfallen auf jeden Anwalt 5,96 in Samburg solche teilweise sogar mit Staatsunterstüßung in verschie— Das Haus nahm den Kahnantrag nach dem dombinierten Antrage 
sogar 6,68 Angestellte. Sinsichtlich der geographischen Lage denen Landesteilen bestehen, bleiben von diesen Bedingungen des Zentrums und der Konservativen mit großer Mehrheit 
herrschen erhebliche Verschiedenheiten; während im nordöstlichen befreit. Sie werden also damit begünstigt. Betroffen wer⸗ an. Dann vertagte das Haus die weitere Beratung bis 
Deutsschland durchschnittlich 494 und in Mitteldeutschland 4,63 den insbesondere die pohnischen Parzellierungsbanken. Der Donnerstag 10 Uhr. 
Angestellte auf einen Rechtsanwalt kommen, beträgt in Nord— Entwurf dürfte schon in nächster Zeit dem Landtage zu— bpt. Die püpstliche Enzullila zum Gewerlschaflsstreit wird 
westdentschland die Zahl nur 4,10 und in Süddeutschland sogar gehen und damit ein aller Wunsch des Dstmarkenvereins er— von der sozialreformerischen Soßialen Praxis im wesent⸗ 
nur 222 Selbst in der Großstadt München kommen nur füllt werden lichen folgendermaben beurteilt: Des Rund brebe de vane 
263 Angestellte auf den Anwalt. Auch hinsichtlich der Ge— Zur Frage der Vollsversicherung. Es ist bekannt, daßz wird an dem hergebrachen Gang der Gewersschaftsentwickelung 
schlechter der Angestellten macht die geographische Lage einen die So ialdemokratie ein großes Versicherungsunternehmen unter den Ghristlich nationalen Arbeßtern Deutschlands n 
großen Unterschied; denn während im ganzen Reich 17,7 der plant, um mit Silfe ihrer Gewerkschaften und Konsumver— wesentliches ändern. Wenngleich eine besondere Vorliebe 
Angestellten weiblich sind, in Mitteldeutschland sogar nur eine eine allgemeine Volksversicherung zu schaffen. Nach den des heiligen Vaters für die reinkatholischen 
12, 1 beträgt in Sũddeutschland der Anteil des weiblichen Erfahrungen, die man bei den Krankenkassen gemacht hat, ist Arbeitervereine auch auf dem Gebiete wirtschaftlicher 
Geschlechts 26.22 20. In München steigt der Prozentsatz der mit Sicherheit zu erwarten, daß die Sozialdemokratie auch Interessenvertretung nicht zu verkennen ist und sogar eine Enp— 
weiblichen Angestellten auf 52,7 0, und 12.4 0 der Anwalt⸗ hier nicht bloß wirtschaftliche und sozialpolitische, sondern fehlung des bloß kartellartigen Zusammengehens von latho— 
bureaus haben dort weibliche Bureauvorsteher, in Berlin nur zugleich politisch⸗agitatorische Zwede verfolgt. Um dieler Ver— lischen und nichtkatholischen Berufsvereinigungen der Arbeiter 
0,9 e; in BSamburg gibt es weibliche Bureauvorsteher über— quidung von gemeinnützigen Aufgaben und Parteibestrebungen Gon Arbeitgebern ist in der Enzytlika nicht die Rede!) aus 
haupt nicht. Teilt man die beschäftigten Personen in Alters— entgegenzutreten, ist auf den 25. d. M. eine Konferenz ein— gesprochen ist, so ist doch anderseits die Duldung der 
klassen, so sind 2035 unter 16 Jahre, 2458 16 bis 18 Jahre berufen, die auf absolut neutraler Grundlage die Ange— gemischten christlichen Gewerkschaften mit Rüd— 
und 6495 über 18 Jahre alt. Was die Arbeitszeit anlangt, legenheit erörtern soll. Diese Neutralität erstredt sich nicht sicht auf die deutschen Verhältnisse offen erklärt. Und 
so hatlen nach Wzug der Unterbrechungen (Pausen) 3,4 bloh auf das politische, sondern auch auf das wirtschaftliche das ist sür die Praxis das Ensscheidende. Die christlichen Ge— 
aller Angestellten eine Arbeitszeit von 7 Stunden und weniger, Gebiet. Deshalb sind sowohl die Einladungen von Mit— werlschaften werden in ihrem Bestande und ihrer Gemeinschafts— 
48, 6 9 eine solche von mehr als 7 bis 8 Stunden, 44,9 gliedern aller bürgerlichen Parteien unterzeichnet als auch arbeit von latholischen und evangelischen Arbestern durch die 
eine von mehr als 8 bis 9 Stunden, 2,9 o eine von mehr Vertreter und Kenner der privatrechtlichen wie der öffentlich— päpstliche Enzytlika nicht berührt. Die christlichen Gewerk 
als 9 bis 10 Stunden und 0,2 eine von mehr als 10 rechtlichen Lebensversicherungen zugezogen. schaften haben auf dem Dresdener Kongreß ihre Haltung 
bis 11 Stunden. Mbeitszeiten von mehr als 11 bis 12 Stun— min. Das Neichspetroleummonopol. Wie wir hören, ist unverzüglich festgelegt auf dem Grunde vollkommener innerer 
den lamen nur vereinzelt, am meisten in Berlin mit 04 der Gesehentwurf über den Verkehr mit Mineralöl nebst der und äuherer Einheit von Katholiken und Evangelishhen in der 
zor. Auch bei der Wbeitszeit finden sich zwischen den einn umfangreichen Begründung in Drud gegeben und wird am Gewertlschaftsarbeit 
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„Nein!“ rief er plötzlich, das wirlt denn doch zu über— j in München. In beiden Städten erzielte das Werk Ersolge, 
zeugend. Hier geht Gradißz ja viel zu weit. Noch ein Dutzend Cheater. Kunst und Wissenschast. die sogar die Triumphe von Richard Strauß bei seinen Dresdener 
solcher Auffäße und die lleinen Zechen sind wirklich von ihrer Sezessionsdämmerung. Unser Berliner R Br. Uraufführungen in den Schalten stellten. Ganz besonders inter 
Schwäche voll überzeugt und verlängern mir das Syndikat Mitarbeiter schreibt: Es lriselt wieder einmal in der essant war die Münchner Erstaufsührung, weil Hermann W 
ohne weilleres. Ein wenig müssen sie sich doch sträuben und Berliner Sezession. Lovis Coxinth hat das Prãfidium nieder⸗ von Waltershausen, der Dichterkomponist des Werles, Münch 
perren.“ gelegt, Paul Cassirer soll es aufnehnen. Wenn nicht heute, Jo ner ist und erst jeßt Oberst Chabert“, nachdem es sich bereits 
Und nun setzte sich Serr Trenkmann in seinen Lehnstuhl doch in absehbarer Zeit. Es würde dann also ein Kunsthändler die Opernbühnen des In⸗ und Auslandes erobert hatte, in 
zurecht und diklierle seinem Geheimnsekretär einen Aufsatz, der einer Vereinigung von Zünstlern vorstehen. Das wãre zweifellos München zur Erstaufführung gelangte. Der Abend war in 
Ungefähr das gerade Gegenteil von dem enthielt, was sein eine Pilanterie, vielleicht aber auch eine Demonstration. Vor München eine lünstlerische Sensation in des Wortes schönster 
Angestelller Kurt Gradiß soeben in seinem Auftrage und aus aller Augen wäre das Zeichen aufgerichtet daß ein Znstler Bedeutung, denn Sermann W. von Waltershausen wurde in 
obdller Ueberzeugung vertreten und behauptet hatte. Er setzte bund nicht nur ideale, sondern auch merlantile Interessen und München in einer Weise gefeiert, wie man sie bisher im 
auseinander, daß Gerechtigleit walten müsse, wenn eine solche diese nicht an letzter Stelle vertreten hat. Ein durchaus rich⸗ Münchner Hoftheater noch nicht erlebt hat. Der Komponis 
Inleressengemeinschaft, wie das Kausyndikat auf die Dauer er— tiger Standpunkt und durch niemand besser zu erfüllen als durch verwies bei den mannigfachen Ve brugungen dankend auf das 
prießich wirlen solle und er machte den Großzechenbesitzern Paul Cassirer, den Urtyp des modernen Kunsthändlers. Cassirer Orchester und auf die Mitwirkenden, die tatsächlich dem Werle 
ernstliche Vorhaltungen, daß diese alles Fett von der Suppe handelt nicht mit Kunst weil er zufällig nichts anderes zu ver⸗ eine Wiedergabe zuteil werden liehen, die in jeder Bezlehung 
schöpfen wolllen und allzu wenig Rüdsicht auf die schwächeren Hleihen hatte, vder weli er einsehen lernte, daß an Bildern sich der dramatischen wuchtigen Arbeit gerecht wurde. Die nächste 
Glieder der Vereinigung nähmen — Erstaufführung von Oberst Chabert“ ist in der Wienen 
Wia diesen Auflah las, der muhte unbedingt au der freund. i re an Sofo per, wo Dieltor Gregor selbst die Inßenierung leite⸗ 
— 5.* zeugung in unbedingten einung, in 9 und die Rollen mit seinen ersten Kräften besetzt hat. 
Ueberzeugung lommen, daß sein Verfasser der treueste Freund und äußersie Kunst der Gegenwart zu propagieren. Er ist 
der Kleinzechen sei und daß die Sache dieser lleinen Betriebe io hchast lein Kramer lein Spetulant, und es ist dur haus S Rhythmische Gymtnastit im St Pet reburger Erziehnngs 
iberhaupt gar nicht so schlecht stünde. it mnsehen warnn e den Vorsn der Schesffion nicht nach institut. Das unter dem unmittelbaren Proteltorat der Zautin 
Diesen Aufsah mußte der Geheimsekretär Brederoff sofort en nslerishhen Motiven und Mahstäben verwalten könnte stehende und von der Furstin Liven geleitete Erziehunasinstit 
aus dem Stenogramm säuberlich niederschreiben, und noch mit Er wiude es, vorausgeseht, er sei ein ebenso großer Diplomat Smolny für adelige junge Mädchen hat die Rhythmische Gum 
det Milagnes n e an ene Rebenion ab, die dem all Vie Moalen jedensalls Achiger und dielbewußter tun können, nastil als Unterrichtsfach eingeführt und die Lehrerin der Peters 
mächtigen Generaldirekltor unbedingt ergeben war als dies den Künstlern, diesen leicht Erregbaren bisher ge— burger Zweiganstalt der Dalerogeshule in den Stant 
irne ntn an ent belriebiat lang. Eins freilich bleibt zu bedenten: Cassirer ist weit mehr der offiziellen Lehrkräfte mit Pensionsberechtigung aufgenommen 
vor 3 hin. Du bist mir doch zu siebe mein lieber Vertreter des Impressionismus, als die Impressionisten selber Neue Operette Die Brettldiva, Josef Snagas neut 
4* —*5 das sind. Er wird vielleicht jene Scheidung vornehmen, der Operette, zu der Rudolf Lothar das Textbuch geschrieben hat is 
Graditz bist mir allzusehr genau. Ich muß dir ein wenig 22 ee ene we en m 
itent ischen deinen Weigen slreuen aber ch denke, das zum Exempel die jetzige Sezessionsausste ung aus dem ge soeben vom Stadttheater Magdeburg zur Uraufführung erworber 
irn n zu gehen versuchte, die Scheidung von den Inasten den worden und wird bereits im Dezember di J. zur Aufführun— 
SE —— Neu-Nzarenern, den Expresstonisten, oder wie man sonst will. gelangen. Josef Snaga ist belanntlich der Verfasser de— 
Der Kampf der Meinungen wird jetzt mit verdoppelter Auch das wird um der Karheit der Entwicklung willen nur „Rodelzigeuners“. 
Energie losbrechen und ich werde meine lieben Freunde nicht sein Ob er nicht die Gotlerdämmerung der Sezession Die Robelprense sür Vhusit und Cheme. Die schwe 
so leicht mer einen vut belonmen e t er Die No teise für Physi und C emse. Die schwe 
— * edeuten wũrde, eben bleibt die Frage. dische Mabene der Wissenschafen hat den dies ährigen Robel 
An diesem Augenblich lopfte es an der Tur. Ein Diener „Oberst Chabert· in Samburg und München. Die preis für Physik dem Oberingenieur Dalen in Stocholm zu 
trat herein und brachte eine Karte. erfolgreichste Oper der Gegenwart „Oberst Chabert“, die bis erkannt und den Preis für Chemie zwischen Prof. W. Grina 
„Ich lasse bitlen!“ rief Trenkmann und herein trat der jett ca. 74 Annahmen an ersten Opernbühnen des In⸗ und Aus⸗ in Nancy und dem Prof. an der Universikät Toulouse P. Sa 
Oheringenier Fredersen. —4 landes zu verzeichnen hat, erlebte am 2. Nov. ihre Erstauf⸗ batier geteilt. Jeder Preis beträgt in diesen Jahre 10047 
Mortsetzung folot.) führung in Samburg und am 3. Nov. ihre Erstaufführuna Kronen.
	        
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