Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

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abends, Sonntags morgens) erscheinend Bezuge Zei. 2 Vig. Aleine Anzeigen (Arbeilsmarlt usw.) 
reis ie das vieriei abr S30 Mart einschueich 9 Vig sur Auswartige d Pfa. j. Seschãstl Nut· 
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e inz den Auforderungen entsprechend hõher. o 0 
Beilagen; Vaterstãdtische Blãtter. — Der Familienfreund ν 
Annsblatt der freien und Hansestadt Lũbec 162. Jahrgang Nachrichten für das Herzogtum Lauenburg, die 
heiblau Gesetze und Verordnungsblattt —— Fürsteniũmer Ratzeburg, Lübed und das angren⸗ 
ααννανανο a zende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Vruck und Verlag Gebrsder Boors G.em. b. B. in LWbege — weche oue Adrekhaus (Köniastr. 46). Fern sprecher 9000 u. 8001. 
Ausgabe . Große Ausgabe) Sonntag, den 3. November 1912. Morgen⸗Blatt Ur. 559. 
3 Wo diese aber zu finden sind, ist heute schwer zu sagen. Die Flo ttenbewe en der Muͤchte. 
Erstes Blatt. hierzu 2. U. 3. Blatt ernste Lage auf dem Balkan wird durch die beunruhigende WV. London, 2. Nop. Reutersche Bureau meldet aus 
sowie „Vaterstädtische Blätter“ Nr. 5. Haltung Rumäniens nur noch verschlimmert und es Malta, daß die englischen Kreuzer „Barham“, „Weymouth“ 
— —— — —— ——— — —— die bange Frage, ob es den Diplomaten gelingen wird, die und „Medea“, Dlie sich auf der Fahrt vom Orient nach Malta 
Umfang der heutigen Nummer 12 Seiten. ur r ad e e m den 
u 2 ei all diesen Gegensätßen der gordi en iehli efehl erhielten, em Orien üctzukehren. „Barham“ 
nichtamtlicher Teil. nicht doch durch das Schwert gelöst werden muß. La. ging in die Sudabai, „Weymouth“ und „Medea“ gehen nach 
eee Mian dat so n edenn e im Falle von Vorkommnissen geeignet gelegenen 
o mmer baben, und wenn sei unlten. 
e Aöwen, sei hewwen de Supp dolt pustit, denn hett de W. Varis, 2. Nop. (Meld. d. Ag. Sav.) Der englische 
er 9 kan rieg. Düwel wedder frisch Füer unmn en ist um Mitternacht von Malta nach dem 
Fri euter ient abgegangen. 
E (Aus der Urgeschicht von Melelnborg.) WV. Wwien, 2. Nov. Ein Wiener Blatt enthält heute die 
Rumãnien und der Balkankrieg. ß einem Berliner Blatt entnommene Meldung, nach der das öster- 
Lübeck 3. Nov. n reichisch -ungarische Geschwader den Befehl erhalten habe, unter 
Der Kampf um die Hegemonie auf dem Balkan, der jebt Die Kämpfe um Adrianopel. Salbdampf zu stehen, um sofort in See stechen zu lönnen, falls 
fast vor den Toren Konslantinopels wogt, hat auch die letzte London, 2. Nov. Die Times melden aus Sofici: Scheflet revelutionãre Unruhen gegen die Fremden in der Türkei aus— 
Balkanmacht auf den Plan gernfen, die sich bisher in der Torgut Pascha landete mit 20 000 Mann bei Midia und ver— brechen sollten und der Schutz der österreichischungarischen Staats⸗ 
Nolle de Itillen Zufchauers efel. Trotz aller Dementis ist suchte am 31. Okltober den linken Flügel der Bulgaren zu um— angehörigen besondere Vorkehrungen erfordere. Wie das 
daran nicht mehr zu zweifeln, daß Rumänien in aller Stille gehen. Es wurde von den Bulgaren vollständig geschlagen. Wiener k. k. Telegraphen Korrespondenz-Bureau von zuständiger 
mit fieberhafter Eile rüstet. Es steht auf dem Sprung, um Es ist unbekannt, ob es den Türken gelungen ist, wieder auf Stelle erfährt, entbehrt die Nachricht jeder Begründung. Das 
in den schnellen Gang der Eregnisse auf dem Balkan einzu— ihre Schiffe zu rommen. Geschwade: nimmt gegenwärtig die normalen Uebungen in den 
greifen, wenn nach beendetem schweren Ringen der Vorhang V. Konstantinopel,. 2. Nov. Nach Mitteilungen, die gestern heimischen Gewassern vor. 
sich vor dem blutigen Drama sentt und die von ganz Europa vom Kriegsministerium ausgegangen sind, soll das Um— Die Vermittelung der Großmãchte. 
gefürchtete Stunde naht, in dec über die geänderten Eigen— gebungsmanöver der türtischen Armee erfolg— W. Wien, 2. Nov. In einer dem Neuen Wiener Tagblatl 
tumsverhältnisse auf dem Balkan Entscheidung getroffen werden beich gewesen sein. Die bei Wisa und Lüle Burgas stehen- von besonderer Seite zugehenden Aeußerung wird auf die In— 
soll. Mit seinen 400000 bis 500000 gut ausgebildeten den Koips hätten sich vereinigen Lönnen. Die im Ausland ver— leressengemeinschaft Desterreich⸗ Ungarn⸗ und Italiens hinsicht 
ind modern bewaffneten Soldaten, seinen geordneten finanziellen breitete Meldung, Prinz Asis sei erschossen worden, ist unzu— lich der in er Ballantie befolgenden Polilik hingewiesen 
und wirlschaftlichen Verhältnissen, seinem strategisch günstigen treffend. und insbesondere gesagt, daß der Standpunkt der alen 
Eisenbahnneß das ihm den Aufmarsch seiner Truppen in WV. Sosia, 2. Nov Das Blatt Mir berichtet aus zuver- schen öffentlichen Meinung von der Moantasarteit Abaniens 
kiesler Frist ermöglicht, bedeutet Rumänien einen gefährlichen sässiger Quelle, daß die Türken, bevor sie Demir Hissar ver- sich absolut mit he Slandpuakte Oesterreich Ungarns 4 
Hegnen im Nüden der verbündeten Ballanstaaten. Seine ließen. in der Kaserne zweihundert Bulgaren ein- Dieser gehe auch unwiderleglich aus dem Amslande hervor raß 
Wünsa nach Berüdcsichtigung seiner Forderungen können von schlofsen und die Kaserne in Brand stedten so daß ie e e der Minslershaft Tittoms in der Seseniqueq 
diesen nicht übergangen werden, wenn sie nicht auch einen sãmtliche Bulgaren ums Leben gekommen sind. Im Strumatale bekannt sei schon seit lauger Zeit zwischen Oesterreich- Un 
Krieg mit diesem Staat heraufbeschwören wollen. Welches hätten die Turken bulgarishe Einwohner gruppenweise angebun- und lauen in Wlommen be nnn ben 3 
sind nun die Gründe, die Rumänien zu der kriegerischen den und niedergemeßelt. in der neuen Sitnalon die hlime für die w e n 
Haltung treiben? Diese Frage läßt sich leicht beantworten. WV Konstantinopel, 1 Nov, 6 Uhr abends. Antlich lung Abaniens angebe. Es be daher auch 
Zunächst sind es die Truppenansammlungen Rußlands an der wid ein eicorann berdffenttichte des der Sberkomman— ie welleie Uebereinsnimug sischen ben den, 8 ß 
oͤsterreichischen Grenze, die seine Wachsamkeit herausfordern. die?end Nazim Pascha am 31. Oin an das Großwesirat in Anschung Albanens 
Rum änien befürchtet, wie offizielle Organe zugeben, daß es lichtete: Laut Rachrichten aus Bunar Sissar hatte der Feind m onsianinovel 2. Nov. Die Botschaft nd Ge— 
wischen diesen Staaten in der Balkanfrage doch zu einem in der gestrigen Schlacht beträchtliche Verluste. sand ien daben desloffen bei den Re ae 
Konflikt kommen wird, da Rußland hinter den Balkanstaaten Wir haben eine große Menge Munition, Geschütze und andere lernehmen, damit 3 28 en e 
stest und diese in ihrem Siegesrausche sehr leicht ũber seine Waffen so wie Ausrstungsstüde genommen. Die Schlacht dauert Frembentolonen getroffen werd nnhmen n Su ree 
eigenen und die berechtigten Forderungen Oesterreich-Ungarns fort. Die türkische Presse fährt 2 sich en die Int i 
hinweggehen könnten. Das Interesse Oesterreich Ungarns und Vom westlichen Kriegsschauplatz. auszusprechen. Der Tanin sagt di⸗ v ä 
Rumäniens liegt in der Ballkanfrage in gleicher Richtung. Belgrad, 2 Nop. Sebische Kavallerie ist mit 4000 Mann h ô Ma e n k m einer Inter⸗ 
Mehr aber noch als die Donaumonarchie ist Rumänien an vorgedrungen und war gestern nur 20 Kilometer von Salonili Duppen noch nicht n bus ne 
ene n e pan r e entfernt. Teilweise ist ein Stillstand der Operationen einge— wãre ein⸗ Inlervention die va eenen e 
m, i e Machtverhält⸗ ß 7 22222 
enn sne se ee aee treten. der Törkei zerschneiden würde, und wäre für die Türkei Selbst 
ennn r e undt politischen Verhältnisse ist Ê U—— 2 
an das Gleichgewicht der Kräfte auf dem Balkan gebunden. — — ; —— — — — — 
Wird dieses zugunsten seines nächsten Nachbarn, der Bulgaren. 1 — e n un e vs — 
gestört, so werden sich die Folgen dieser Verschiebung der 2 —S2 — — — 
politischen Machtverhältnisse für Rumänien sehr bald fühlbarn s ——— 
machen. Die Verwirklichung des Traumes der Bulgaren nach 2 N —3 
tinem mächtigen slawischen Kaiserreich unter bulgarischer Führung V 23 2 2 — F — — ? 
liegt zwar noch in weiter Ferne. Aber selbst ein erstarktes D — —— — 53 — 
Bulgotien laht fur Rumanien die Gefahr erstehen, daß dieses 22— — —vyt. 4ßi 
iehnn re nicht schlafen und nicht eher ruhen 51 3 * — 
wird, bis die eisernen Würfel auch über die Vorherrschaft —— * — — — 
auf dem Balkan zwischen Bulgarien und Rumänien entschieden —— — 5 * 
haben werden. Rumänien wird zur rechten Zeit eingreifen, —2 533 ÊνÊÚ 
um Bulgarien nicht zu stark werden zu lassen. Hierbei ge— — S — — 
winnen die Erklärungen erhebliche Bedeutung, die König Karl — — 
anläßlich einer Unterredung einen französischen Berichterstatter 2* A S 5 — 
im Laufe dieses Sommers gab. Es handelte sich damals —2 * * 7 B 2 * — 
um das Gerücht von dem Abschluß einer rumänisch türtischen 2 d. — 
Mililärkonvention, deren Richtigleit der König bestritt. Er 
sagte dann wörtlich: „Wir werden in aller Ruhe die Ent— z 24 
wicklung der Dinge auf dem Balkan verfolgen. Wir werden —— ee — 
abher den großen Fehler nicht begehen, den die französische or 
Regierung im Jahre 1866 machte, indem sie ruhig zusah, * 
wie de Macht sich bildete, die Frankreich im Feldzug 1870 71 — 24— — 
niederschmetterte, anstatt durch ihr Eingreifen in den Krieg —S— —D 
die Absichten Preußens zu durchkreuzen.“ Es kann Rumänien 5 — ⸗2 * —— 
daran un einen Fetzen von der europäischen Türkei — —S— — 
von der es durch Bulgaxien getrennt ist, zu erlangen. Wen 5 — — * 5924 45 
dies sein Wunsch wäre, so hätte es sich eine vorteilhaftere 2 lusnarschhnien νν 
hllon en können, daß es sich dem BVallan.— —————— 2 
bund anschloß. Oder hinderte es hieran doch ein geheimes — 31 5563 ——— 
Abklommen mit der Türkei? Nach den neuesten vVre e 22 7* na 
bungen ist auch die lange erwartete Enssche vungeslaht südh — — * ——— s 
Adrianopels für die Türken unglüclich derlaufen und damit — — — — ———— — srn 5 
die letzte Soffnung auf ernsthafte türkische Waffenerfolge ges —— —Aeochische — 
chnunden. Wir nähern uns jeht der gefährlichsten Krisis in 7 7* S— u2 
n ee ist nicht mehr fern. wo die I I—— — vrne 9 / 
rauhe Arbeit des Soldaten beendet sein wird und die frie idungsanf auf dem Ba — ⸗ 
liche Tätigkeit der Diplomaten n Viele Auf weit A p Kampf⸗ ene ee 22 e 
charfer Gegensätze der beteiligten Staaten untereinander stellen feldern wird die Enischeidung darüber ausgefochten, ob S 
t a — die 3 — für Schlägen vom Gegner genommen sind. Im Osten ist Adrianopel 
die europäischen Diplomaten vor schwere Aufgaben. Die das Osmanentum in Europa noch Platz ist oder nicht. E eint i 7 
Haltung Rumäniens spielt hierbei eine nicht zu unterschätzende so, als ob das Ende für die Türken in Eu ee een e e Bnrn u 
slie eden al wieh biesee Snn sr ne ede en dee n en ropa gelommen sei. Turlken gegenüber, um 50 km von Konstantinopel im Ver— 
t i 2 22 lan gen Heeressäulen der zweiflungskampfe zu ensscheiden, ob das 
rveiterunc Bulaariens entsprechende Kompensationen fordern. Serben, Griechen und Bulgaren in umfassender Einkreisung Halbmond von den se Konstantinopels v de
	        
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