Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

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Srnaeid n enbea Surch die Vost bezogen bꝛe uluugen 1 At. d Zelle Tabellen ·. wieriger 
n ari. Eingelnumuera 10 Vls. ¶ Sat den Ansorderungen entsprechend boͤber· 0 
Umisblatt der freien und Hansestadt Lũbed 162. Jahrgang Nachrichten sür das Herzogtum Lauenburg, die 
Beiblatt: Gesetz⸗ und verordnungsblatt v gürsteniũmer Ratzeburg, Lübed und das angren⸗ 
ßßvÊ tνννν jende medlenburgische und holsteinische Gebiet 
Drud und Verlag : Gebruder Borkers G. m. k. S. in ahe — c* naus (Koniastr. 46). Fern sprecher 9000 u. 8001. 
Ausgabe M. Grohe Ausgabe) Donnerstag, den 31. Oktober 1912. Morgen⸗Blatt Ur. 553. 
—F — Die griechische Armee. wesir und Demel Eddin zum Scheich ul Islam. Ihre Er— 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt. V. Athen, 80. Oli Wie aus Koschani telegraphiert fahrungen und Fähigkeiten sind allgemein bekannt. Wir über⸗ 
— — —————— — wird, ist Verria gestern durch die griechische Armee ohne Wider— lassen Ihnen die Bildung des Kabinetts, die Oraanisation 
Umfang der heutigen Nummer 8 Seilten. stand beseßt worden. Die muselmanischen nn m in v n un e m g d 
— — — —— * de Sladt gebleben Die muselmanischen Notabeln erschienen Kiamil tam dann zur Pforte. Trotz der großen Wenshen 
Nichtamtlicher TCeil. vor dem eeen um ihre Unterwerfung zu bezeugen. Die menden auf den Strahen kan es nirgends zu Demonstrationen. 
Eisenbahnverbindungen Verria und Monastir sind unterbrochen. Zusammenlunft der Ballanlönige. * 
Tũrlische Meldungen. Paris, 30. Olt. Man spricht hier von einer bevorstehenden 
Saleniti 30. ne e berlauen dah es den kurlischen Zusammenkunft der Könige von Bulgarien, Serbien, Griechen— 
J 2 * Kampfe mi land und Montenegro unmittelbar nach dem Ausgang der 
Streitlraften gelungen sei, Sersidie heltinem Keampfe un zur Stiunde noch unentschiedenen Schlacht bei Adrianopel. Sollte 
Dperationen der bulgarischen Armee. ben Zu 2 wleber au 8 nbruae der Ellede sich das Waffenglüd auch diesmal den Bulgaren zuwenden, so 
Sosia, o Olt. Zelli Pascha zieht sich auf die Stellung Vl Snden pud aul er * lrden sid die dier Konige im Haupiuartier des Konigs 
8 — Salo niti Konslanlinopel ein Bomben-⸗Attentat verũbt, jedoch 
zwischen der Bahnstation Gewgeli und dem Orte Dorigan am en de e iederheraellen. so daß die verbtndung von Montenearo zusammenfinden. 
ennen See urnd. Sier wollen die Türken Widerstand zwischen Saloniki und Konstantinopel nicht mehr 22 ist. Die verhandlungen der Mãchte. 
Wien, 30. Olt. Der Spezialberichterstatter der Reichs— * n e ae n M. London, 30. Olt. Dem Reuterschen Bureau zufolge 
i i lhat in der pondene ich er de 212 setzlen die Mächte die Besprechungen untereinander nachdrücklich 
post berichtet aus Konstantinopel: Vor Wrianopel h cen e keit D stärkte militärische Zensur der 
urch rurten chwierig eiten e p, — fort, um die Meinungen der verschiedenen Regierungen bezüg— 
beroangenen Nacht gegen Ub Uhr das Bombatdement durh Zeitungen ist jeht auch auf die nichttürkischen Zeitungen aus— s 
die in Position gebrachten Kruppschen Geshütze von den Sõhen 42 lich einer Intervention auf dem Brmn e er 
bei Elmeldschilos begonnen. Die Türlen n e ena sich daß die Regierung eine vorläufige Erhöhung d nen ienen de m 
san e genze Nan hindurc de det Zolle uner der Form einer Steuer von 4 p3t. beschlossen hee Aition nert Eie amenen 
euer bulgarischer Truppen, die aus der Reserveformation stam⸗ die ie mo. i ahoht. Dic fotle meint ezüglich einer gemeinsamen tion unverändert. 
en und mehn einmal Nisorm besitzen, wohl aber Gewehr, de de eeee e et e eeeen boller Sarmonie, doch ist natürlich ein endaultiger Beschluß über 
e ee en d an der Mächte für diese Form der Erhöhung eine erntin ehe enend n 3 
in Iu. Ae see * efunden hat. onders bemerklenswerte Geschäftigkeit herr 
vnn e n Doa⸗ ntablatt veröffentlht ein provisorisches e dun 33 in vu Londons. Die Botschafter halten Be— 
— inopel das ein Kredi von 45 370 Pfund ausgeworfen wird far den sprechungen umereinander ab und machen häufig Besuche im 
marameec 5 englische Meilen von Konstantinopel entfernt. ge e e nnon die mtent vaen soll rechung 
nommen. Diese Nachricht ist jedoch mit Vorsicht aufzunehmen, * —— uh e e eei eenlicht eine Auswãrtigen Amt. 
ee ee e e eeee ecet e een nn onnn t Beler⸗burg, 30. Ott. An hiesigen unterrichteten Stellen 
lichen Eilmärschen die rechte Flanke der Türken umfaßt haben. rpnunn Berschãrfuns des elagerungszus * 3 hãlt man eine Intervention der Mächte nach der ersten ent— 
— Die Regierung hat beschlossen. die Wahlen zur Fammer. shheidenden Schlacht fur wahrscheinlich Augenbliglich wird die 
Vom serbischen Kriegsschauplatz die am 15. November isammentreten loll, aufzuschieben 
25— 2——— age erörtert. welche Macht es übernehmen soll, die Balkan— 
Belgrad, 30. Olt. Die vereinigten serbischen Kolonnen Die Safenbehörde hat zahlreiche ariechische Schleppdampfer, alen pon berebenen Sorberungen zurüdzuhaltenn Wahr— 
werden jetzt nack Suden in der Richtung auf Salonili mar— darunter solche die vor dem Kriege an Franzosen verlauft waren, scheinlich werde man sich auf Rußland und Oesterreich-Ungarn 
schieren und dieses im Verein mit den Griechen angreifen. Die sowie mehrere Segler beschlagnahmt. en 
Armee des Generals Ziwlowitsch wird sich mit den Montene- Der Militärattachs in Wien Blague Bey ist zum Divpi- London, 30. Olt. Die Times schreiben: Wenn das 
grinern zu vereinigen suchen, um wenn nötig, gegen Slutari lionsgeneral befördert worden. Die Blätter melden noch zahl⸗ europäische Konzert den lokalen Krieg nicht verhindern lonnte, 
zu marschieren Nach der Eroberung Skutaris soll der Er— reiche andere Beförderungen zu Genexalen. — so war es doch in den Bemuhungen erfolgreich, den europäischen 
oͤberungsʒug nach der adriatischen Küste fortgesetzt werden. M Konstantinovel. 30 Olt. An Stelle Abdullahs hat Frieden zu bewahren. Dieses greifbare unschäßbare Ergebnis 
Belgrade 30 Ott. Aus Vrania wird amtlich gemeldet: Nazim Pascha das Kommando der Ostarmee übernommen. ist in höchstem Maße der ruhigen Zurücdhaltung der Mächte zu 
Die gande türkische Armee Mazedoniens, 80 000 Mann stark, Großwesir Kiamil Pascha. verdanken, die an der Balkanfrage am stärksten interessiert 
hat an der Schlacht von Zumanowo teilgenommen. Die Konstantinopel, 30. Okt. Ueber die Ernennung Kiamil sind. Die amtliche Saltung sowohl Oesterreich-Ungarns als 
Serbien hatten 400 Tote und 200 meist leicht Verwundete. Paschas zum Großwesir wird noch folgendes bekannt: Der bis- auch Rußlands ist kraftvoll und konsequent für den Frieden 
Die Turken hatten 16 000 Tote; sie verloren fast ihre ganze berige Großwesir Ghazi Ahmed Mulhtar hatte gestern seine eingesetzt worden. Es gab große Versuchungen, aber man leistete 
Artillerie Im Kampf bei Veles und Köprũlũ, der lurz aber Dem slon eingereicht. Als um 3 Uhr nachmittags Kiamil Pascha jhnen standhaft Widerstand. Das Blatt fährt fort, daß die fried— 
erbittert war hatten die Türken 5000 Tote. Die türkischen mit dem Mmiral Lympas lonferierte, erschien der Sekretär des liche Politil Oesterreichs und Rußlands die Verantwortung der 
Trauppen wurden von neuem in Verwirrung gebracht und in Sultans und überreichte Kiamil Pascha das folgende laiserliche übrigen Mächte wesentlich erleichtert habe und gibt der Ge 
die Flucht geschlagen. Handschreiben: nugtuung Ausdruck, daß, wenn der Augenblick komme, wo eine 
VBranj 30. Oklt. Die Serben haben bisher 22 Städte „Unser Großwesir Ghazi Ahmed Mulhtar hat seine De— Intervention nötig sein würde, diese schwerlich durch künstliche 
genommen mission gegeben. Wir ernennen Kiamil Pascha zum Groß— Differenzen unter den Mächten agestört werden würde 
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legenden sachlichen Fragen seit langem schon die Anschauungen Schauplätzen und stellt damit den Regisseur vor schwierige, 
Cheater, Kunst und wissenschaft. stark auseinandergehen und keine Aussicht besteht, sie zu über— aber auch dankbare Aufgaben. Die Szene des ersten Altes 
nge. Ein Festspiel zunn Regierungsjubiläum des Kaisers. brücken, haben beide Teile den Wunsch, das Verhältnis nicht ist das Künstlerfoyer des alten Wiener Burgtheaters. Herr 
Zum Jubilaum der fünfundzwanzigjährigen Regierung des zu wiederholen. Ueber die Nachfolgerschaft Hagemanns ist noch Robert Leffler Grüher in Lübed unter Direltor Beinrich 
Kaisers Wilhelm II. das bekanntlich im nächsten Jahre, am keine Entscheidung getroffen. Seit je hat Hagemann eine Mitglied des alten Stadttheaters), der mit der Inszenierung 
15. Juni 1913, statifindet, wird im kal. Opernhause zu Ber— V orliebe für die Opernregie bekundet, und, wie es der Uraufführung des Werkes betraute Oberregisseur des Düssel— 
lin eine große Galaaufführung geplann Das Festspiel zu heißt, hat er sich bereits um die Stellung eines Direktors der dorfer Stadttheaters, ist zurzeit mit eifrigen Studien zur 
dieser Aufführung schreibt, wie die „N. G. C.“ milteilt, Jo⸗ Kal. Sofoper zu Budapest beworben; daneben verlautet, daß Rekonstituierung der damaligen Theaterkostüme der „Toni“ 
seph Lauff, der rheinische Dichter, der sich bekanntlich der er — abermals als Nachfolger Bergers — auch den dornen— beschäftigt, welche bekanntlich in Westindien spielt. Die Hand— 
hohen Gunst des Monarchen erfreut und seit geraumer Zeit vollen Posten eines Sofburatheaterdirettors an— lung des zweiten Ates geht in der Hauptsache in der Augustiner— 
der bewährte Festspieldichter des Sohenzollernhauses ist. Joseph strebe. tirche in Wien vor sich, der dritte Att endlich das Schlachtfeld 
Lauff ist bereits bei der Abeit Generalintendant Graf Ur⸗ und Erstaufführungen. Gerhart Sauptmanns Gottesgabe, unweit Schwerin, auf dem Körner fiel. Im Or— 
Sülsen-Saeseler begab sich nach der Einweihung des Drama „Gabriel Schillings Flucht“ erlebte im Les— chester führt Kaiser bei seinem neuen Werk eine Neuerung ein, 
Stuttgarter Softheaters gemeinschaftlich mit Joseph Lauff nach sing-Theater in Berlin eine von starkem Erfolg geklrönte auf deren Wirkung man gespannt sein darf. Er teilt die Vio— 
Wiesbaden, um während eines längeren Aufenthaltes dort Aufführung. Humperdinds Oper ,Königskinder“ linen nicht, wie üblich, in zwei, sondern in drei Gruppen. Durch 
am Wohnsitze des Dichters, gemeinschaftlich mit ihn den Plan gelangte am Théatre de la Monnaie in Brussel zum ersten Male diese Dreiteilung werden ganz neue Differenzierungen im Or— 
des Festspiels zum 15. Juni 1913 au enwerfen. h n rnn n und erzielte einen großen chesterklange erzielt. ohne daß die Instrumente den Gesang über— 
Die ersten Proben im Deutschen Opernhaus. Bu crfola — Die vie e s urg“, ugust Sturms an histo⸗ tönen. 
des Deutschen Opernhauses in see die e en ig anlebnenbe eete e Die Wissenschaftliche Gesellshaft in Freiburg, die anlählich 
Sofrat Maschineriedirekior Branmdi Gerliner ernhaug Uraufführung im Hoftheater zu Gera nur mähigen Beifall. der Einweihung des neuen Kollegienhauses im vorigen Jahre 
auf das vortrefflichste mit allen modernen maschinellen Ein— In ma bit d ot2222 einm a mit einem Kapital von einer halben Million Mark gegründet 
richtungen ausgestattet ist, zeigt schon jetzt, wie praktisch ihre (nach Holger Drachmanns Märchen) vo— Alexrander v. Zem⸗ worden war, hielt Sonnabend vormittag in der Universität 
Einrichtung ist. Sie besteht aus der Hauptbühne, der Neben— nn bel enn ee 22 in Anwesenheit des Prinzen Man von Baden, des Zultusmini. 
und der Hinterbühne. Dank dieser vorzüglichen Anlage können 22 am Mezt su Versdrama * Stefan Zweis. 3 sters Böhm, des Landeskommissars Geheimrat Pfisterer, des 
die Seiten⸗ und Nebenräume in Benuhung genommen werden, u bei seiner Erstauffübrung im Wiener Buratheater einen Oberburgermeisters Dr. Winterer sowie des Professorenkolle— 
wãährend noch auf der Bühne selbst gearbeitet wird. Es ist auten ãäuheren Erfolg, der aber nach dem letzten, ziemli h giums der Universität, ihre erste Festsitzung ab. Dr. Bürklin 
mit den Proben begonnen worden. In der Seitenbühne links eholfen lonstruierten Alt merlbar abflaute und auch mit gab eine kurze Uebersicht über den derzeitigen Stand der 
ist die Dekoration des ersten Alkes von „Fide io“ zur Vorstellung Widerstand zu Nmpfen hatte. — Das von der Schöne⸗ Gesellschaft. Aus den Erträgnissen habe die Gesellschaft vor 
fertig aufgebaut. In der Seitenbühne rechts ist die Dekora Zensur bartnauig vetsolate Drann 2⸗ gotallen einem halben Jahre bereits von 19 Gesuchen um Unterstühzung 
tion des dritten Altes von „Fidelio“ fertiggestellt. Diesa ettlein“ von Franz Dulberg hat sich nun außerhalb der 14 mit einem Gesamtaufwand von 10000 Mefür wissenschaft⸗ 
Rãume sind gegen die Sauplblhne durch eisenne Vorhange her preuhischen Grenze fluchten müssen und ist auf Bremer Gebiet, liche Zwecde berüdsichtigen können. Ziel und Aufgabe der 
nensch abgeschloffen und soe sonen lint, Klabieisadrobe nãmlich im Stadttheater von Bremerhaven, zum erstenmal aufge⸗ Gesellschaft sei die Gründung einer Akademie an der Freiburger 
des ersten Ales und ehls Klavier eet eeen n führt worden und hat einen recht starken Erfolg davongetragen. Universitaͤt, wie solche bereits an verschiedenen Universitäten, 
ohne gegenseiligo Sldeng dleieng stanfinden Auf der * Im Zirlus Busch zu Sam burg gelangte Sonnabend der u. a. in Seidelberg bestehen. 
Sauptbuhne wird noch an dem neuesten und hervorragendsten et b l er ere de eccne Das Königliche Institut für Sygiene und Infeltionslraut⸗ 
Teil der Bühneneinrichtung, dem fahrbaren Kuppelthori— * Schauspielhauses zur Aufführung Die Inszenierung heiten in Saarbruden ist Sonnabend nachmittag in An« 
z gearbeitet. Das Charlo enburger Opernhang fann sich enaaddis die einen tiefen Eindruch machte, fand starken wesenheit von Vertretern der Staats, Kommunal und Militär⸗ 
rũhmen, eines der am modernsten eingeri at⸗ in 2 — behörden und einer großen Zahl geladener Gäste eröffnet 
Kun stlernachrichten Dr. se Körner“ das neue musilalische Schauspiel worden. Ministerialdirektor Dr. Kirchner übernahm das Institut 
trag mit der Deutschen Shaufpieihans i welches im November am Dusseldorfer aus den Händen der Stadtverwaltung und gab die Verleihung 
Samburg mit Ende diejes Thealer jahres ablauft. wird vi n e heater, Direltion Paul Zimmermann, seine Uraufführung einer Reihe von Auszeichnungen bekannt. Das Institut unter— 
lelearaphis been ee ain wie schon erleben wird, das auch der Ausganaspunkt sür den Erfols der steht dem Direktor Professor Dr. Lentz 
iter abschließen. Da in arund— Siella maris“ qgewesen ilt. bielt durchwea auf historischen — ——
	        
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