Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

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Sringeeld in Lũbeg. Durch die Von 22 122 Tabellen⸗ u. 2* 
Bestelgeld 8,30 Marl. Einzelnummer; 8 Anforderungen entsprechend hõ 
¶lg dn e enre Beilagen: Vateritadtische Blãtter. — Der Familienfreund. — 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübe 162. Jahrgang Nachrichten 
Beiblatt: Gesetz und Verordnungsblattttte sũrstentũmer Ratzeburg, Lũl 
11 νννννννννν zende medlenburgische und holsteinische Geblet. 
Drud und Verlag Gebruder Boerkeans G. m. p S. in Lubheck. — E te Adrehhaus (Köniastr. 46). Fernsprecher 9000 u. 9001. 
Ausgabe M. Große Ausgabe) Mittwoch, den 16. Oktober 1912. Morgen⸗Blatt Ur. 525. 
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3 Nonstantinopel 15 Olt. Es wird bestätigt, daß Frank— Grenze zurülgeworfen. Die Verluste der Montenegriner sind 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt. — reich die Einberufung einer internationalen Ballankonferenz an⸗ beträchtlich 
Umfang der heutigen Nummer 8 Seiten. Turlisch⸗serbische Kůmpfe. rere Wochen in Eldach zur Kur weilte, ist gestern nach Konstan— 
— ”cee c ——— W. wien, 15. Olt. Die en Freie Presse meldet aus nobel l en 
W. WVW n r ã⸗ 
nichtamt icher e Belgrod: Heute wird ein Regierungskommunique folgenden uif 5 ulnie el hen n 
Inhalts verbreitet werden: sche e ie Buatien venasenden Mohenmedaner aufnehmen. 
überschritten und sich auf serbischem Gebiet verschanzt. Sie — Leiter 
Die Lage am Balkan wurden im Laufe des Nachmittags zurückgeschlagen, wobei wir bee ee e e eeen 3 
geht endlich der vollständigen Klärung entgegen. Bulgarien, einen Verlust von Maein Toten und vier Verwundeten hatten. ee Bearn uler un den ricoe 
das auch n Namen Serbiens und Griechenlands spricht, hat Die Regierung betrachtete diesen Ueberfall wohl nicht als Casus n a e n Presio de eoiner der heute nach 
eene tin der Machte zurucdgewiesen und der belli abet ols eine Provokatiyn und als einen Beweis der 8 n —e 3 ne eee 
Pforte ein igenes Reformprogeomm ubergeben. Da diefes Pro— feindseligen Gesinnung der Türkei. Die Regierung ist gleich- u 2 eß apanij⸗ 
gramm von feinem Urheber selbst radikal genannt wird, braucht wohl entschlossen in korrelter Reserve die Antwort auf ihre rre e he m e Rachncht tartischer Blätter, 
man nicht im einzelnen nachzuweisen, weshalb es als ausge— gestrige Note abzuwarten. m wonahevr ulaten rausamtelen eden die Mohammedaner 
chlossen erscheinen muß, daß die Türkei auch nur auf den Boden Belgrad, 15. Olt. Die Verluste bei dem gestrigen Grens begangen hätten, wird von der hiesigen bulgarischen Gesandt. 
der bulgarischen Vorschläge britt. Wollte sie so weitgehende gefecht sind größer, als ursprünglich angenommen wurde, und schaft leeria emnenlieit. Diefe Nachrichlen beruhen auf 
Forderungen, deren Krönung das Verlangen nach Demobili— zwar betragen sie 80 Tote und 100 Verwundete. Der Kampf Berleumdunge In Bulgarien heruscht auch jebt nach der Mobi 
flerung bildet, wirklich annehmen, dann müßte sie zur Aufgabe soll dadurch entstanden sein, daß einige Grenzwachposten aus slerung genau wie vorher die gröhte Ruhe und Ordnung und 
hrer Herrschaft über die europäischen Wilajets entschlossen sein. dem Sinterhalt auf Bauern des Grenzortes Davidowatsch ile Boller ohne Unlerschied der Religion und Nationalität 
Es bedurfte daher nicht dler Stellung eines förmlichen Ulti— schossen die die Schüsse erwiderten. Zwei Bauern wurden ieen volle renen 
matums von bulgarischer Seit um den Kriegsausbruch zu erschessen Auf das Gewehrfeuer eilten serbische Grenzwacht⸗ a Otu. Dem Drängen der Albanesen 
sichern, und es wäre kein Wunder, wenn die Pforte, die am posten herbei und nachher noch ein Regiment aus Wranja, Nach en i mn ucecusumn il modemen Waffen nach— 
Mend des 13. von den bulgarijchen Forderungen Kenntknĩs wãährend die Türken Verstärkungen aus den umliegenden Grenz— nun en n sich an den Kampfen degen die 
haben konnte, die Antwort darauf durch den Befehl erteilt eeen ene und Serben intensiver beteiligen tönn. 
aß e unn ene Zur Haltung Serbiens und Griechenlands. als bieher, hat die Regierung die nötigen Weisungen 
* n een te me eie kaum V Konstantinopel. 15. Alt. Die griechische und serbische etten anen 
ucenee n ibigen in die Zeit fur biplomalnhe Regierung haben den Vertretern der Türkei in Athen und Bel— Aus Ueslüb wird gemeldet, daß weitere e 
le ei sen ca e se ee nn Wen vderchn— grad gleichzeitig eine mit der bulgarischen übereinstimmende Note sofort nach Eintreffen der Munition zu den am meisten bedrohten 
g o überreicht. Der türkische Gesandte in Athen soll die Annahme Punkten an der montenegrinischen Grenze abgehen werden 
icher, als an en Grenzen utenearvs der Nole verweigert haben. Co. Ronstantinopel, 15. Olt. Grivattelegranrm 
Zum Sieg der Montenegriner. W. Althen, 15. Okt. Meldung der Agence Savas. Der det Lbedischen Anzeigen) Die Pforte hat besalosen ihre 
W Geidelberg, 15 Oll. Grivattelegramm.) Der jugend— genaue Inhalt der Erklärungen, die Ministerpräsident Veniselos Gesandten in Sofia, Belgrad und Athen abzuherufen und 
iche Prinʒ Peter von Montenegro hat dem hiesigen Päda— in der griechischen Kammer über die kretische Verfassung abge— nur einen Sekretür zurüczulassen. 
gogium dessen Zögling er 19031907 war, folgende Depesche geben hat, ist folgender: Der Ministerpräsident erklärte, er 
gesandt: würde sich mit der radikalen Lösung der kretischen Frage nicht Friede zwischen Italien und der Türkeil. 
Grujewatz, den 15. Okllober, 2 Uhr 58 Minuten früh. in isolierter Stellung befinden, indessen, um nicht neue Schwie— oo. Rom, 15. Ott. Grivattelegramm der Lüb. Anß.) 
Heute glänzender Sieagn Zehntausend Türken gefangen mit rigleiten zu schaffen, und den Bemühungen um die Erhaltung des ia Slefen — Die Friedens⸗ 
Die Agenia Stefani meldet um 6 Uhr abends: Die F 
Artillerie. Gruß Peter allgemeinen Friedens nicht entgegen zu arbeiten, verausgesetzt, praliminarien sind in Ouchy unterzeichnet worden. 
Konstantinopel, 18. Okt. Bei Berane findet ein heftiger daß die Verhältnisse sich nicht bis zum Kriege entwickeln sollten, 
Rampf statt, der noch andauert. Die Montenegriner beschossen würde er lich mit einer neuen vorübergehenden Lösung be— 
auch das Sospital. Ein türkisches Detachement hat bei gnügen. Das internationale Statut würde, wie es von den Die gorderungen des deutschen Gewerbestandes und 
Tuzi 2 Divisionen Montenegrinern, durch Malissoren verstärkt, Mächten geschaffen worden sei, respeltiert werden. Griechen— das neue preußische Einkommen⸗ und Ergänzungs 
heldenhaften Widerstand geleistet. Major Kiamil ist gefallen. land würde die Verwaltung der Insel übernehmen und die steuergesetz. 
Der Plan einer Ballanlonferenz. kretischen Abgeordneten sollten zum griechischen Parlament zu— anntlich h eun B 
Wien, 15 Otl Wie berlaue sich Frankreich lale n Aun pirle eet eir di eter u senn edn n eee een * 
Ner und in Petersburg um die Zebeihrung wede einer edn m man den Wunsch ersehen, den Machten gegen— die Wunsche Ves Gewerbestandes zu der wichtigen Frage des 
Konferenz oder einer Verssändigung zwischen Rußland und er Enitgegdenlommen au geigen. neuen preußischen Einkommen- und Ergänzungssteuergesetzes zu— 
Desterreich· Ungarn über alle Eventualikäten eines Ballan— Verschiedenes. sammengestellt. Nunmehr liegen die Ergebnisse der Beschlüsse 
lrieges. W. Konstantinopel, 18. Olt. Meldung der Agence Havas.) der Sleuerkommission des preußischen Wgeordnetenhauses in 
Der französische Botschafter Dumaine hatte gestern Unter⸗ Wie amtlich bekanntgegeben wird, haben türkische Truppen in erster Lesung vor. Zu diesen ist vom Standpunkt der Inter— 
redungen mit dem Grafen Berchtold und mit dem russischen der Gegend von Gusinje, nachdem sie Verstärkungen erhalten essen von Industrie, Mittelstand und Handel zunächst die wich— 
ullchalter v. Giers hatten, die Offensive ergriffen und die Montnegriner über die tiae Tatsache zu konstatieren, daß entsprechend den Vor— 
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Cheater, Kunst und Wissenschaft. durch Monna Vanna und die Flucht der Liebenden durch die Künstlernachrichten. In Berlin erwecte das Auftreten 
Caruso b enn set n Fluren. Der erste Alt mit seinen vorbereitenden Auseinander— des 12jährigen Geigers Jascha Seifetz die größte Sensation; 
n eendiate e sein diesiahriges Gastspiel setzungen hat etwas Sprödes für den Komponisten. Doch hat man feierte den jungen Künstler in stürmischen Ovationen. — 
im Kal. Opernhause zu Berlin als Graf Richard in Verdis ungen 7 
enbalin ver baihne Sanger ar nd i er— Fsvriers in einfacher Sprache die Philosophie des Greises Der Direktor des Münchener Künstlertheaters Georg Fuchs 
5 641 aluns pome Colonna und wirksam die unruhige, gereizte Stimmung des ist vom Prinzregenten durch Verleihung des Titels Professor 
und der Beifallsjubel wollte kein Ende nehmen. Die ein— 
heimishen Naste Fran Kurt ge Arlot de sabii gen Gatten Monna Vannas getroffen. Mit elner eigenartig reiz— ausgezeichnet. Der Berliner Schriftsteller Gustav Kadel— 
ndroben soe gen d se eet pollen Stimmung und Seelenmalerei und mit hochpathetischer burg, der bisherige Mitdirektor des Wiener Karlthea— 
i en e n ien eca n nele Auffunm n Lyril zugleich ist die Musik des zweiten Altes im Zelte erfüllt, ters, tritt, wie man aus Wien meldet, von dieser Direktion 
ohals ein poherntt ede Gesn 2 u und wie der Gesang, so ist auch die Instrumentation von zurüch weil zwischen ihm und seinem Kompagnon Eibenschütz 
e e e Perue eigenem Zauber voll Klang und Feinheit. Bis ans Ende der Mihhelligkeiten eingetreten sind. 
Viiranh von Carnsolarten. Der Handel mit Caruso- een en u und Monna Vanna ist empha⸗ Eine „Zunst schlesischer Lautenspieler“ hat sich nast konsti⸗ 
karten, der in Ber lin wieder einen unglaublichen Umfang an— een bhe tuiert, die es sich zur Aufgabe machen will, das alte deutsche 
genommen hat — die Händler forderten und erhielten bis zu li erten Pisa eine prächtige rihesterbeglen Lautenspiel, das gerade in Schlesien einst in hoher Blüte stand, 
130 Rant n —2 2722 ung in Verbindung mit feierlichen Glodenklängen. Dem dritten llen Geltn 
ark für Parkettylätze — wird für einige Personen recht Akt geht ein ünteressantes und fesselndes Vorspiel Colonnas zut Alten Wultung zu brinan. 
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anennn n 5 eee Zar Vie Eifersucht voran. Der Komponist findet weiter stark dramatische Der schweizerische Tonlünsiler⸗Verein faßte den Beschluß 
sustellen an welge h 8 * Alzente und in den Schlußbildern einen sehr feierlichen Ausdruck in diesem Winter zwei bis fünf Konzerte in Ber lin zu veran⸗ 
imen 3 3 34 ie m 7 7 für die edle Liebe Monna Vannas und Prinzivalis. Nach dem stalten. Es sollen ausschließlich Werke schweizerischer Komponisten 
Jede Karte war n w Lharf. zweiten Alt ertönte in dem ausverkauften Hause stärkster und zur Aufführung kommen. Weiter wurde beschlossen, das nächste 
sen V een e hee oft wiederholter Beifall. So auch nach den Schlußbildern. Der Tonkünstlerfesft Anfang Juli 1918 in St. Gallen stattfinden 
eher en eeen ie anwesende Komponist wurde gerusen. Die musikalische Leitung zu lassen. 
durd die naan find 8 u der Oper unter Prof. Käh ler, die Regie unter Ho Iy waren min. Zum Stillstand der Bersner Museumsbauten schreibt 
e 2 ee e enee n b un vortrefflich. Gleichfalls die Hauptvertreter Frau Udo als unsfer Br.-Mitarbeiter: Nun ist es laut geworden, 
e n eee e n t en Monna Vanna, Serr Gröbke als Prinzivalis Herr Moh— was längst alut war: Die Bauten auf der Museumsinsel stoden, 
— ee a1 1 winke l als Guido und Freiburg als Colonna. Die Oper Der quirlende Grund, der aller Gründung spottet, val sg 
e seecin a e eeenee n be machte einen starken Eindrud. erste den bauführenden Regierungsbaumeister Wille verschluckt. 
nächsten Termine gerundign Sie ist durch den Wonnements „Parsifal“ in Monte Carlo. Aus Paris meldet das B. T.: 5 he u eine dr he Sffmann 
berltag dam berednit der eing Bestinnung enan n der abdil Guünsbour g übersent den Tert des Parsifal ins unn den ne n 
ausdrũcklich verboten wird, daß die Abonnementskarten öffentlich Französische und gedenkt das Werl Richard Wagners in diesem weri euee 
weiterverkauft werden dürfen. Winter in Monte Carlo aufzuführen, noch bevor das Werk re interließ, inwandfrei verwaltet zu sehen, bleibl 
Vom iranzssen Mnfest in Schwerin. Aus Schwerin An der Grohen Oper in Paris gegeben wird unwahrscheinlich. Und dies um so mehr, als man nicht weiß 
lann i a werin h * ob wirklich nur der Moorboden seine Opfer fordert, oder ob nicht 
an * urger Fremdenblatt folgendes melden; An⸗ Ein neuer Roman von Thomas Mann, unser Luͤ— sonst irgendwie die Bureaukratie ihre Politiken spielen läßt. Es 
ni an en r e, Schon seit längerer Zeit arbeitet aibt vielleicht Beamte, die dem toten Messel überlegen zu sein 
Musilkdrama Monna Vann a“ eine 583 Wiedergabe R —— en een o e e be wir 
— oman, itel Die Be eunntniffe des Sosch— entweder ist die sumpfige Insel baufähig zu machen, oder man 
n gegen sein staplers und Soteldiebes Felis Krull“ fũhren soll. wählt einen nderen Bauplat. Aber monatelang Wasser zu 
e e ne n ing Qer noch zwei Vor Beginn des naͤchsten Jahres wird jedoch das Buch mit dem pumpen und Eaperimente zu machen, das dürfte weder aus— 
B rinzivalis aus dem Kerker vielversprechenden Witelhelden voraussichtlich nicht erscheinen. sichtsreich noch billig sein.
	        
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