Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

Der Ra um die Jesuiten. ver usammenbruch der Maiseieridee Sulaarieñ 
Der Justißausschuß 3 nach einer Meldung Lubecd, 23. Sert. Deouu. lia 22 n l r 
der al nh in ben naten aen senmentteten um ¶ Bn Verbindung mit der Erdrterung der Chemniger soß seretenti nee 
die von Bayern gewünschte authentische Interpretation“ des zialdemo kratischen Parteitages über die Frage der Maifeier lalch der valtung Sllggriens erhallen habe, und b 
Jesuitengesetzes zu beraten Als Material liegen dem Aus⸗ wurde die Frage der Aufhebung des auf dem Parteitag in ein sofort einderufener Ministerrat die Maßnahmen beralen 
schuß vor: Die Denlschrift des Reichsjustizamtes die Eingabe der Nurnberg im Jahre 1908 gefaßten Beschlusses zur Erörterung habe, die die e liern et else habe 
baheisgen Bischofe und die soeben eingegangens Eingabe der destein Dieser bieher in Geltung dewesene Beschluh lautetz lten e e en et pnnteen 
u ee ge „Alle der ke e n hiinnd⸗ 3 ul mii da die sae 
deringen Ab ungen mit der bayerischen Eingabe Gewerkschaften, die am 1. Mai ohne finanzielle Schädigun. segierung sich von der von ihr eingehaltenen rie e— 
deden soll Die Verhandlungen werden streng vertraulich ge— feiern können, werden durch diesen Beschluß verpflichtet, den lng i n * das 
suhrt Man erwarlet dat der baderishe Weinserprsdent Tegesverdienst an die Vartei abzuliefern Nach sehr leb- n eeeeeeen eeen e 
Frhr. v. Bertling sich während der Verhandlungen längere Zeil hafter Debatte wurde abgestimmt: es erklärten sich 271 cordert burden 
in Berlin aufhalten wird, um seine Ansicht im Bundesrat Delegierte für und 221 gegen die Aufhebung des Nürnberger Tü rlei. 
personlich zu vertreeen. 4 Beschlusses. Das Abstimmungsergebnis wurde von der Mehr— Ein Sandstreich der Kreter. Smurna, 22. Sept. Dreb 
Eine Entsheidung des Bundesrats durfte nicht vor Oltober heit mit lebhaftem Beifall, von der Minderheit mit Pfuirufen hundertfünfzis Kreter, darunter einige Offiziere, lind in 
au erwarten seia.. aufgenommen. Marathon Campos auf Samos ganz unexwartetge— 
— Iin die Mehrheit auch nicht groß so ist sie doh groß net und arhieren gesn sgogn ulh i vun 
Die sinanzielle Krlegsbereitschaft Deuischlands aenug un zu beweisen. daß die Masfeleridee neuenr a den sannenß stie, 
im Seplember 19 dings einen Schlag erhalten hat, von dem siesichnicht verschanzt. Die franßösische Regierung hat sich entschlossen, den 
344 m. wieder erholen wird. Das Ergebnis dieser Abstimmung Vanzerkreuzer Bruien der augenbliclich in Kaneg ist, vah 
7 In bem Shluß wort zu seinem Referat auf dem 4 allge⸗ iot aber wellen daß die Mehlhel der Genossen an agsin 12 lendel. Es wird erwartet, daß England die 
Neinen Banliertag in München über bie Inanspruchnahme der lose Dinge nicht länger finanzielle Opfer wenden will. tiiniel. tolus. Ameril 
aere hat GeheimratSelfferich folgendes über die Zur Lage in Merito n bg 22. Sept Eine De 
g 2 724 —* Vewyork, 22. Sept. Ei 
ne sh Arieasbereitshaft Deutschlan ds im Inland und fQusland pesche 34 das Gaeal n mit einigen an am 
Sertember 1911 ausaefuhrt: 15. Seplember in Marena in Texas wegen Verlehung der 
ee Deunches Neich. t rn 
e um diese Zeit in dulei jubilo gelebt hätten. — ische! in in Muͤn hen— weil die Verhafleten nicht für schuldig befunden wurden, wiede 
e een e e e e ee e n eneeee ee 
alle unsere hweren Sorgen. So töricht bin ich nicht das — e ——— 
irgendwie bestreiten zu wollen. Aber darauf habe ich ir er halb bezogene Films von einer für die katholische Bevölkerung Washington e Sert ZBier gehl das Gerücht 
laubt, hinzuweisen, dah in dieser schweren Zeit der Kapital— einen uitar an einm indat m αν- daß es gestern zwischen den unter dem Konteradmiral 
marlt und die Banlen Deutschlands besser abgeschnitten und 57* 2222 Southerland zum Entsatz der von den Aufständischen bedrohten 
befferen Stand deballen haben e n rantreich das halle ig theater, die sich verpflichtet haben, die Films nur aus Minhen— höheren Mädchenschule für Ausländerinnen nach Granada ab— 
stec 29 3 n ntre 2 Gladbach zu beziehen, und infolgedessen auch den wirtschaft— gegangenen achthundert amerilanischen Seesoldaten und den 
fregt zelaritu e die chlagen dsten Ziffern:· In Laufe lichen Schutz der Zentrums Stadtverordneten genießen. Man Aufständischen zu einem Zusammenstoß gekommen ist. Das 
des Jahres 1011 ist die dreiprozentige Deutsche e— deht in Minchen Sadbah sogar demnnahn dan über, ein⸗ ist bis jeßt ganz ohne Nachricht von dem 
en ee e ee e e eigene Filmfabrik zu erbauen. Die Propaganda dafür besorat lae 
er riνν bble e ele eine besondere Zeitschrift Bild und Film, die im Oltober ihren Schwedische Preßstimmen 
onne. i n e ereenn e ersten Jahrgang vollendet und durch den Verlag des Volks⸗ 
———— een nen aes vereins zu begiehen ist Wenn das Kino erst als Mittel in zu dem Besuch der schwedischen Journalisten 
7 inen le Êννν etrien benutzt werden wird, so kann das gut m neen — 21 
binausgekommen. Auf der Pariser Börse waren die Kurs— 2 7 übedg 21. Sept. 
dane ne bedentend sarter Tie Necierung nruhe vinter teet. n ierauslau det var 3 
den fen ine weneren, In der Borse wer den ulims hin rischen Abgeordnetenlammer stand Freitag abend der Staats⸗ „Stodholhm s 2a 19. Sept. 1912. 
usuhelfen. Bas find estslebende Miechen aber freim Si— vertrag mit Preußen über die Lotteriegemeinschaft zur Ver— Die Sansestädte. 
e * handlunge Sped vom Zentrum wollte, unterstüßt von der Eindrücke von der Deutschland⸗Reise 
lönnen in der Welt herumfragen, wo Sie wollen, bei den Fran— b p 8 Die Deutschland-Reise d i 3 i s 
zosen, bei den Italienern, Engländern, Amerikanern, ja, bei Soʒialdemolratie. eine Notwendigleit, sich nochmals mit der am m ien nginn z 
den Turken, überall würden Sie hören, daß Deut schland Materie zu befassen. nicht anerkennen. Schließlich aber er— irkungepoile Bein Biner des Senale in den auen de 
im September 1911 inanzieltan bittern Ende llärte er, er werde für leine Person sich der Abstimmung ent— würdigen Rathause machte Senator Possehl die Mitteilung 
war echtenb rantceich nnhoch ehaben man Aber all⸗ halten, gebe indessen zu, daß für seine Parteifreunde eine ver— von seiner 100 000 Kronen-Stiftung für Schweden, und kur 
22222 — 7 vorher hatten wir erfahren daß Chefredakteur und Saupt 
Schwierigleiten und in ungeschwächter Kraft dastand. Und woher nderte Qune gelchaffen sei. mit anderen Worten: das 3en mann g D Sqhweiher, welcher mit nie dersagender Energie 
ommt diese Auffassung die mit den Tatsaen in diametralem trum, das im Auni die Vorlage geschlossen abgelehnt hat, und mit sets eich großer Siebenswürdigleit die Reife de 
Gegensatz steht? Sie kommt daher, dah der Ton die Musik wird ijetzt seine Zustimmung geben. Von lberaler ordnet und geleitet hätte, vom Kaiser zum Major ernannt 
macht. Wie bei uns Wn gemacht werden ist, wissen wir ja Seite wurde auch die Frage berührt, ob tatsächlih inr Aus- warde — 
alle. Wenn irgendwo im kleinslten Nest Pommerns oder Oil⸗ schutj die Zentrumssührer versucht haben, fsür die Annahme den 5 t en nd r e ibetunen 
een bon der Spartase 20000 be 100 doß des Staatsvertrages von Preußen Vorteile auf anderen Ge— ct gen en 3 en e n 
hoben wurden rannte man zum Telegraphenamt. Tas Er— bieten zu erreichen. Der Finanzminister stellte benso wie Von Essen ging die Fahrt nach Bremen und danah naäch 
eionis wurde in alle Welt hinausposaunt und am nächsten Tag Dr. Pichler jeden Kompromißversuch in Abrede Die Ab— Hamburg und Lübed. Die Millionenstadt an der Elbe dibt 
stand in den Zeilungen aller Kontinente zu lesen: In Deutsch⸗ simmung ber die Vorlage soll am Montag im Aussvuß een e — 222 
land Run auf Sparkalsen und finanzieller Zusammenbruch“ vorgenommen werden doch erscheint die Annabme nun hen saien ind enen ah beseiligt worden Inrt n 
Ettundigen Sie sich heute in Franlreich welche Summen dort nicht mehr zweifelhaft. in den beiden andern sahen wir so recht die alte Zeit 
in der kritischen Zeit den Sparkassen und nicht aur den Spar— Das bãniiche Nenh in öhn. Wie das Stadtische Nac— Ditelt vom Bahnhof in Bremen begaben wir uns zu 
tassen, sondern auch den Banken en ogen worden sind Sie richtenamt in Köln milleilt. sind die ersten zwei Wagen dä— n Alt⸗Bremer Haus dessen schöne Fassade im Bild hier 
werden Summen hören. die Sie in Erstaunen seßen werden. nisches Rinbfleisch G4 Vierhälften) Donnerstag vor— ee u nde e ea nnnnn 3 
Aber freilich in französischen Zeitungen wärden Sie im roxigen mittag an 64 Kölner Metzger zum Preise von 70 Pfg. das ebenheit her halten vorben it nänich wel darin eine 
Sahr vergeblich Nachrichten über soiche Vorkommnisse gesucht Pfund abgeseht worden. nachdem es noch Tags zuvor schien, Essigfabrikation stattfand, weshalb es auch „Essighaus“ ge— 
haben Ich will Ihnen den Grund sagen. Wenn damals in als ob dee Nachfrage nicht so rege sein würde. Es liegt nun⸗ unt e Um 1890 herum wurden die guten Bremer von 
Frankreich eine Zeitung sich unterstanden hätte, solche alar— mehr am Publikum, durch regen Ankauf zu zeigen daß es auch e e b ueee en 
mierende und Frankreich kompromittierende Nachrichten in die seinerseits die Maßnahmen der Stadt unterstützen will. Von wurde das genze sas ngekauft und einen gründlihen Er— 
Welt zu setzen, einerlei ob falsch oder richtig, dem Journal biesent Ankauf hängen auch die weiteren Maßnahmen neuerung unterzogen. Jetzt findet man einen chtigen Treppen⸗ 
würden an demselben Tage die Fenster eingeschmissen worden der Stadt ab, die in der Lage ist, auch mehr als zwei Wagen snan⸗ u im HBause mit einer Anahl Ueiner Räume 
sen ner Beisan und Bandetiathenh eine setrenn eghen beshaffen Die nate Seng ann eat vin eee n ung an der r de 
verstehen Sie mich nicht falsch Ich will Sie nicht aufreizen, woch oder Donnerstag lommender Woche in Köln eintreffen. Es Walndgemalde über fein gepuhten Wandtafelwerr Ein grober 
bei ãhnlichen Fällen auch bei uns die Fenster einzuschmeißen. sind einstweilen wieder zwei Wagen bestellt. da sich bis jett Festsaal befindet sich im zweiten Stodwert und ist besonders 
Geilerkeit) AWer die Zeiten sind nach wie vor ernst und noch nicht übersehen läßt, ob die bisherige Menge genügt oder n un an d jetzt d eeeeenetre 
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Zurüchaltung. als bisher geubt worden ist. Wenn die heutige Bedarf garößer ist, so wäre es zwedmãhige wenn die Metzger wir jeboch das Saus mil seinen Gängen Rammchleilen, Saͤnd. 
Aussprache Nen Erfolg hat, daß diejenigen, die es angeht, sich ihren Bedarf möglichst bald bei der Schlachthofperwaltung an— steinpfeilern, Zierat, menschlichen und Tierfiguren. 
diejenige Vorsicht und Zuruckhaltung auferlegen, die in anderen meldeten und die Anmeldung, auch später jede Woche wieder— Bremen bot im übrigen außerordentlich viel hinsigtlich 
zivilifierfen ndern die reine Selbslwersländlichkeit sind. so holten domit echtzeitig sür Mehrüeferung atsorat, werden d nasrihtngen der alten eit uf denn Digrtivint 
wird dies von den Ergebnissen des heutigen Tages gewiß kann. Die Fleischlieferungen können immer erst acht Taae eg e n a 533 
nicht das mindest wichtigste sein“ Manaanhaltender Beifall.) nach Bestellunag eintreffe safeiwert und im Rathaussaal selbst wurde ber Eigenart der 
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Plötzlich riß der dritte Neger aus einem Sektkühler eine auch über die Kräfte der besten aller Regien geht: nur auf der dern nur zu einer, nicht immer schönen Kunstfertigkeit rechnet. 
halbvolle Champagnerflasche heraus und stürzte den Inhalt Bühne der Phantasie können diese Wundergebilde zu ihrem dies alles als nicht gerade in den Sommernachtstraum hin 
mit einem Zuge hinunter Asdann begann er die schneeweißen wahren Leben und Weben erwachen. Da müssen wir es nun gehörig lieber vermißt hätte — Neben den Vertretern der 
Zahne zu fletschen wie ein Gorilla, stieß ein lautes Gekreisch um so dankbarer anerlennen, daß es der Kunst unseres auch Elfenwelt sind in dem Stüde, das an eigentlicher Charalter— 
aus und schlug mit den Armen und Beinen um sich Die Zu— als Regisseur so oft schon bewährten Türektors Fuchs, unter— zeichnung so qut wie gar nichts aufweist, nur noch die biedern 
schauer wußten schon, was das zu bedeuten hatte, denn sie stützt von trefflichen Dekorationen und auten Beleuchtungsmaschi⸗ Gestalten der leider sehr geschmacklos oft „Rüpel“ genannten 
begannen sosort talktmähig in die Hände zu llatschen. Die nen, überaus gut gelungen war, den heimlichen Zauber, den Handwerler, insbesondere die des zeitweilig langgeöhrten Dar— 
Banospieler intonierten eine eigenartige Melodie und der laut flimmernden Dämmer einer Waldesmondennacht vor unsern stellerss des Pyramus hinsichtlich ihrer Wiedergabe von Be— 
aufjauchzende Schwarze begann einen wilden Niggerkalewall, Augen sich entspinnen zu lassen, in dem das Lachen und Locken deutung. Nur allzuoft wird dabei des Guten viel zu vie 
so aut es des beschränkte aum gestalttete. Immer lebhafter und Spotten des von Frl. Hueppeden mit prächtigem Tem— getan und statt harmloser Nalurwüchsigkeit und komisch kölpel 
wurden die Sorünge des e immer seuriger die Melodie veramente vortrefflich dargestellten Koboldgeistes gar lustig haftem Ungeschick bei ernsthaftesten, ehrlichsten Absichten sehen 
Mit lauten Zurufen suchten die Zuschauer den Neger zu noch erklang und die bvier verliebten jungen Menschen— wir dann eine Reihe fader, lindischer Gesellen, 
wilderen Sprüngen zu ermuntern: linder, die von den Herren Berton und Schürer und von denen immer der eine den andern noch u 
5Soh hoh, go vn Jimmy, be he! Sop!“ lniefen die den Damen Kaps und Bormann mit gutem Humor dar— übertrotteln bestrebt ist. Mag damit auch der 
BHerren und Damen durcheinander bis der Neger wie ein gestellt wurden, ergötzlich in der Irre herumführte. Um so Beisall der „Gründlinge im Parterre“ mit Sicherheit aus— 
Wahnsinniger herumtobte, woꝛu die Baniospieler einen Söllen⸗ mehr mußte es aber überraschen, daß bei dem jedesmaligen gelöst werden, der gebildete Geschmad sträubt sich gegen eine 
lärm auf ren Instrumenten verübten. geme nschafllichen Auftrelen Oberons und Titanias und ihres solche Verkennung der Absichten des Dichters Wenn die 
Forfsetzung foet Elfengefolges die Regie ihre Herrschaft an die Ballettmeisterin Dorsteller der biederen Sandwerker bei der vorgestrigen Auf-— 
— — — — ——œ— h N ĩ 5 i so hielte 
Theater Unn un Msenan — 
Stadt· Cheater. seiner Stelle bekamen wir ein oder wei Dabend fleischfarbene — Woru dies gesuchte Zueinandertrippeln mit den kurzen, komisch 
Lubed 23. Sept. Trtkotbeine, araziös flatternde Mullschleier und, slatt der nach wirlensollenden Schritlchen, dies plötliche gesuchte Auseinander- 
7 „Ein Sommernachtstraum“, Aussage des Dichters aus Fledermausflügeln gemachten Elfenge⸗ stieben. dies andauernde Herunwerfen mit der Verwechselung 
GAle) von Shalespeare. Musik von Mendelssohn⸗Bartholdy wãnder, grüne, gelbe, blaue, rote Seidenröche und Rödclen, in ebenso des Wortes Thisbe“ mit „Thibse“ — der Dichter weiß 
Ein Sommernachtstraum aber war es wirklich auch buntfarbigen, alle Körperlichkeiten doppelt hervorhebenden elel davon überhaupt nichts, sondern läßt nur einmal den Weber 
immer der Draum des dem heimlichsten Seraschlage der Natur trischen Lichtern erglänzend. zu sehen. O weh! Da half in besonders flötendenn Tone Thisnen sagen — wozu all 
von allen andern am nächsten lauschenden Dichters? Die denn auch die wundersame, das Spiel begleitende Mendels diese und andere Mätzchen? Man sollte sie uns nicht mehr 
TZarstellung dieses lo ganz eigen- und einzigartigen Werles sohnsche Musil über die Zerstörung der Illusion nicht hinweg, vorsetzen, besonders dann nicht, wenn den ZTheaterbesuchern 
steht und fällt mit der Vmnehaltung der Grundstimmung des auch wenn mit dem Verschwinden dieser „Elfenscharen“ das noch eine so prächtige, humorvolle Verkörperung des ehr⸗ 
Gangen. der des Windersanen. Wunderbaren, des ganzen frühere Dämmerlicht der Waldnacht uns wieder umfing, in samen Pyramusdarsteller⸗ wie vor wenigen Jahren die bdes 
lustioen Lebens der Elfenwelt Was cber sind diese Elfen und dem sich, tunlichst im Hintergrunde verloren und in der Farbe jetzigen Direktors Fuchs, in guter Exinneruns ist. 
gobolde anders, als die Gestolt gewordene Poesie des atmen⸗ ber nebelhaften Gewänder der Umgebung angepaht, ein so viel Momos. 
den, M ernden, ragschenden Waldes selbst. des Flingens und besserer und weniger körperhaft werer, vor allem auch weniger 
Mirmelns der Quellen, des nedenden Hallens und Widerhallens zahlreiher Elfenreigen hälte darstellen laffen. Die Sorgflng, Lübed, 28. Sept. 
der Sange und Halden des Duftens und Wiegens der Blumen keit der Einsnderung und Insenerung dieser Balleteinlggen „Samson und Dalila“, 
und tauigen Gräser der bshenden, tanzenden Dunstaebilde der durch die Ballettmeisterin Frl. de Koöcsi und ihre Ausführung Oper in 3 Alten von C Saint-Sasns 
monduberglänzten dännnernden Wiesen? All dies Fimmern, durch die Mitwirkenden, die niedlichen Kinderchen besonders mi VWon den beiden französischen Musikgrößen Saint-Sasns 
Dusten, Raunen und spottende Widerhallen, all diese lustigen eingeschlossen, soll damit natürlich nicht verkannt werden, nur und Massenet, die sich auch in Deutschland durch ihre 
Kobolde diese zarten ne ewhaften Waltd und Blumengeisterchen möchte ich meinen, daß nicht nur jemand, der, wie ich, unser genialen, effeltvollen Schöpfungen einen hochgeachtelen Namen 
erlich auf die Buhne zu banen, ist eine Aufgabe, die hergebrachtes Balletlwesen überhaupt nicht zur Kunst, son— gemacht haben. MWerlebt ersterer seinen jüngeren Kollegen
	        
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