Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

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Beilagen: Vaterstãdtische Blãtter. — Der Familienfreund. Anlordernnoen 
Umtsblatt der freien und Hansestadt Lubed 162. Jahrgang Nachrichten sür das Herzogtum Lauenburg, die 
Beiblatt: Gesetz· und Verordnungsblatt v Fũrstentũmer Ratzeburg. Libeg und das angren⸗ 
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4ν ν νννν zende medlenburgische und holsteinische Gebiet 
Oruck und Verlag: Gebruder Bouncears G. m. b. v. in Aed. — w ue Adreßhaus (Köniastr. 46). Fern sprecher 90000 u. 9001. 
Ausgabe M.. Große Ausgabe) Dienstag, den 10. September 1912. Abend⸗Blatt Ur. 459. 
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„Wenn die Vorverhandlungen zu einem Ergebnis führen, erfrischend unterscheidet. Und liest man das heutige Kom- 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt. werden wir die größte Sicherheit für unser Gebiet erreichen, muniquẽ, so verfällt man unwillkürlich auf den n 
— — —— — — ohne uns anderen Kriegsgefahren und Verwickelungen auszu— daß ein Formular mit überreichlichem Vordruck verwandt sei 
— —rr ee. !r — der beutigen Lummer 6 Spiuen r solchen, denen uns die Verhältnisse sicherlich auch Doch sei dem, wie es mag: wir würdigen die Gründe, 
j ohne Vertrag aussetzen würden.“ welche die Diplomaten zur Geheimhaltung des wichtigeren 
Nichtamtlicher Ceil. Für die Auffassung des Ministers von Trolle ist in Teiles ihrer Beredungen bestimmen, nämlich des besonderen 
* Dänemark Verständnis schon darum vorauszusetzen, weil beim Inhaltes ihrer Erörterungen. Wir sind zufrieden, daß eine 
Oänemark, Großbritannien und Rußland. dänischen Volk die Erinnerung an das völkerrechtswidrige beiderseitige Uebereinstimmung über alle behandelten Punkte, 
me. Bombardement Kopenhagens, die Fortführung der dänischen insonderheit die Fragen des nahen Ostens erneut festgestellt 
Der Londoner Dbserber begicnet in Fuees Flotte und die Wegnahme der dänischen Kolonien durch Eng— wurde. Ob eine unbedingte Einstimmung unseres Reichs—⸗ 
unbedingter n len ene en en und land im Jahre 1807 noch nicht geschwunden ist. Daß aber lanzlers in das so sehr anfechtbare Projett des Osterreihers 
sn n ane aeeee e e na vom britischen Interesse eine Durchlreuzung der mit dem Nord— eine innertürkische Frage vor den europäischen Areopag zu 
sinet anee erbi ee en aelane die und Ostseeabkommen befolgten Politik, wie der Vorschlag des bringen. diesmal gerade das Richtige getroffen hat, müssen 
e iihen iee n et n e i Observer sie bedeutet, nicht nur nicht gefordert, sondern im wir jetzt, nachdem die Entscheidung von Deutschlands Seite 
e n einen ann ee di ν Gegenteil verboten wird, geht aus dem Kommentar hervor, gefallen ist, allerdings der Zukunft überlassen, zu be— 
schaft für die Erhaltung des status quo bedeuten. Der Stand— mit dem der Daily Graphic am 24. April 1908 die Unter—⸗ urtellen. 
nlt des Obsecere macht angesichls der Talsache, daß der zeichnung jener beiden Abkommen begleitet hat. Das genannte 
ztatus quo für Dänemark durch zwei völkerrechtliche Verträge Londoner Blatt schrieb nämlich: Zum gall Traub 
u in ist, befremdenden Eindruck. lert ee e s teilt uns der „Evangelishe Preßverband für Deutschland“ mit: 
iese völkerrechtlichen Verträge sind das Nordseeabkommen t l g erden. ie werden dazu 5 ründung d its bekannt 
vom 23. April 1908 und das Ostseeabkommen vom gleichen dienen. nicht nur die Heineren Staaten des Norden von großer n n nn ee 
Tage. Das Nordseeabkommen ist von Deutschland, Däne— Besoranis zu befreien. sondern auch aus den Beziehungen der sPeben im Kirchlichen Gefehn und Verordnungsblatt (redigiert 
mark. Frankreich, Großbritannien, Solland und Schweden, Groß mãchte Befürchtungen und Verdachtsmomente auszu— m urcau do engelischen Sberlirhenrat) in seinem Wort⸗ 
das Ostseeabkommen von Deutschland, Dänemark, Rußland schalten, die geeignet wären, unfreundliche Gefühle gegen ein laut erschienen. Er umfaßt 45 daun Wir heben bie 
und Schweden unterzeichnet. Die Vertragsteilnehmer sichern ander auflommen zu lassen. Der Abshbiß der Wlommen ist wesentlichsten Punkte heraus: 
sich gegenseitig die Aufrechterhaltung des jetzigen territorialen gleichfalls zu begrüßen als erstes prakltisches Ergebnis der Die dem Angeschuldigten zur Last gelegte Verletzung seiner 
ztatus quo für ihre an die Nordsee, bezw. an die Ostsee nalisch-deutschen Annäherung die während der letzten zwölf Ante flichten betrifft san ußera ntlibes Verhalten fn⸗ 
grenzenden Besißungen zu. Da das Nordseeablommen von Monate so erfreuliche Fortschritte gemachht hat. Großbri- — m e anaten. nd war de di 
Großbritannien, das Ostseeablkommen von Rußland unter— tannien und Deutschland haben sich nunmehr in der Nordsee ein h nicht darin eunren, 3*. uen wie er si 
zeichnet ist, bedarf die Aufrechterhaltung des status quo für Feld konservativen Zusammenwirkens gesichert, das ganz dem m 
quof 7 auf diesem Gebiete betätigt hat, insbesondere in der Art, wie 
Dänemark offensichtlich ebensowenig einer weiteren russisch⸗ Mittelmeerabkommen zwischen England, Frankreich und Spanien er an den Landeskirche, ihren Behorden und Einrichtungen Krit 
wie einer weiteren deutsch dänschen Burg— e So ist der Anfang zu einer wirklichen Entente ge— zenbi ha 6 5 Audn wird eingangs hervor— 
chaft. ndererseits würde ein derartiger Garantievertrag, nacht. —— 22 * o 
den Dänemark mit Großbritannien und Rußland abschlösse Im Lichte der vorstehenden Ausführungen erscheint die eeeeee 33 b 
eine Spitze gegen das Deutsche Reich enthalten, weil er unter— Anregung des Observer geradezu als eine Treiberei gegen die shel n ltunge 
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pflichtungen den dänischen status quo bedrohe. D 
2 en, wird. St 41). In Uebereinstimmung mit eben diesen Grund- 
ver buchtauer ab tind. e e n e 
bon einem n n ae ee e Der Gesang von Buchlau ist verschollen der Wein ver— übung dieses Rechtes durch die Amtspflichten gesetzt ist Die 
e eeee e ee eee eae raucht. Der Reichskanzler ist aus dem mährischen Grafen⸗ zulässige Grenze wird überschritten nicht nur, wenn bei der 
schlosse in die Fluren seines geliebten Sohen-Finow einge— Kritik die Sach- oder Rechtslage entstellt wird, wenn ungerecht- 
ianlierten Neutralität Schwedens betont hat n; e on der Srbt nilsun einem ur ed bnaen sortate Unterstelumaen Verduchlinnnnen vden Vurse uuer. 
eene e eee hat. i diplomatischen Brauche entsprechend, ist bereits ein Kom— laufen, oder wenn die Form verletend oder herabwürdigend 
Galannerie Reutramnat wurde uns unzweifelhaft die Ab— muniqus über die Gegenstände und die Ergebnisse der Be— ist. Vielmehr muß der beamtete Geistliche — das entspricht 
sprechungen herausgekommen. Die lendenlahme Filtion, die auch den Ausführungen des Oberverwaltungsgerichts — sorg— 
hefahtlichen Weg wird sich Schieden icht een in früheren Jahrzehnten bei solchen Anlässen zu allgemeinem fält?? prüfen, welche Wirkungen die Publikationen in der 
wird feine Neumralttat bemahlen und gleih seine Nab— Sohngelächter festgehalten wurde, daß beileibe nicht über Oeffentlichkeit der er lie übergibt, haben werden. Kann 
nnlei dl z na Politik gesprochen sei, ist endlich aufgegeben. Inhaltlich und muß er bei pflichtmähiger Prüfung erkennen, daß die 
h en n linlle reilich ist man mit der Neuerung nicht wesentlich weiter ge— Leser oder Hörer nach dem Durchschnitt ihrer Bildung und 
e e een nde n umna 5 iangt. Seute lautet die Formel. daß Politik wohl besprochen, Urteilsfähigkeit durch seine Auseinandersezungen zur Verachtung 
22 oung 22222 ieeabrommen: aber nicht „gemacht“ werde, wie die Wiener Reichspost herz— landeskirchlicher Einrichtungen oder Behörden geführt werden, 
— 
Die Dollar rin emnn. land gefunden habt, wenn auch euet Sinn weilet an Irlands Tagen unter uns weilen. Auch eine Tochter Irlands und de 
ae rp inzessit ferner Küste für alle Ewigkeit! Seid gegrüßt! Und nun Fenierbundes führt uns OConnor zu. Eliza, das Kind John 
n sr deae ich v ee unseres heiligen Bundes der OMahonys, unseres geliebten Vaters und Propheten.“ — 
⸗ Fenier, euch, meine Brüder, zu sagen habe! Nach menschlichem Der Red a een 
G. Fortsebung Machdruch verboten.) Ermessen ist der Tag herangekommen, an dem Irland seine Wonetn e eeee ee eer 
An einem dunklen Märzabend näherten sich eine Anzahl jahrhundertelang getragenen Ketten sprengen und die Sold— merksamkeit lausch und vieberholt ihrer Zuftimmung 38 
Gotteshause * verschiedenen Seiten. knechte des britischen Tyrannen von den grünen Fluren Erins drud gegeben 72* 
rei ihnen blieben in einiger Entsernung draußen stehen, verjagen wird. Ihr wißt, daß ets der — ch , 
anscheinend; um einen Wachtdienst n ʒ Bundes bu un d e eeeee Bei den letzten Mitteilungen des Redners aber durchbrauste 
erzen ließen den ar erkennen, über d und drückender 3 talten. r wi daß dur i —2 j 2 
eine blaue seidene sahne ausgebreitet lag. Eine rnn u unseres ; e * hãngenden Fahne des sreien Irlands do⸗ 6 lau⸗ Banner i 
ʒ silbernen Saiten war darauf eingestict. An den schmud— und tatkräftigen Armen bereit waren. Doch das allein genügt e e 8 e Men 5 
befanden sich einige Embleme, Harfen und nicht, um den Kampf gegen die ungeheuren Machtmittel der e das hun⸗ 
t er darstellend. Tyrannei Albions zu unternehmen, denn das so oft unnötig ver— vn der surnene n Vrau⸗: 
Die Angeklommenen etwa 60 an der Zahl, nahmen auf den gossene Blut waderer Kämpfer hat uns gewarnt und belehrt! h die Frangosen sind auf der See 
Bänken der Kirche Platz. Wir haben daher in erster Reihe für die gewaltigen Mittel Saat die arme alte Frau. 
Es ist eine Schande, begann einer von ihnen das Ge— zu sorgen gehabt, die erforderlich sind einen erfolgreichen Auf— Sie werden ohne Verzug lommen 
prãch, „daß wir, die Kämpfer für die Freiheit und Unab— stand gegen England in die Wege zu leiten, und bei Sankt Sagt die arme, alte drau. 
Hängigkeit unserer Heimat, uns in diesem angeblichen Lande Patrid, es scheint so gut wie gelungen!“ Und Irland wird frei sein — 
der ee enu so verbergen üssen, wie in den Sklaven— Die Männer, die dem Sprecher mit wachsender Aufmerksam— Saat die arme, alte drau — 
taaten Europas. — leit zugehört hatten, sprangen bei dieser Mitteilung auf und „Ja, Irland wird frei sein“ wieberhon⸗ ber Bebes 
u Vah entgegnete ein Zweiter, ein nettes Land der Frei— drängten sich mit leuchtenden Augen am Altar der Kirche doch nun Bruder, horet weiter Zwei Maine sind e 
Bei uns herrscht der Sovereian und hier der Dollar usammen. ich mitzuteslon habe. Die nunmehr in ünserenn Bestg 
er Gummischlauch der Geheimpolizisten. Ihr hättet sehen „Ruhe, meine Bruder!“ fuhr der Redner fort. „Ihr wißt, finbliche BaltimoreCarolina Railroad Co. hat ejne Jonlugen 
m 2 wie die Polizei und die Deteltivs gestern auf die daß unser Bund Tausende von Landsleuten aus allen Schichten linie; die Baltimore Allantagesellschaft, die wir Wenfalls 
aus den Lokomotivfabriken sosgegangen sind der Gesellschaft umfaßt. Neben armen Arbeitern und vielen unsere Hände bringen müssen. Mit diesen gewaltigen ber 
ie Revolver krachten und die Knünpel sausten ebenso lustig Beamten der Polizei dieses Landes len wohlhabende Kauf— einken Mitteln und den dalernden Einnahmen aus den beiden 
durch d 62n. * ä —7 S 1* 
ie ust, wie in den Gefilden unserer gesegneken leute und Bankliers zu uns Durch glüdliche Spekulationen ist Bahnlinen sind wir in der Qage Unser Vaterland mit nen 
u es diesen unseren Freunden gelungen, die gesamten Altien der wunderbaren Schlag zu befreieß Wie dies in wenien Tagg 
M. etzt erhob sich be hochgewachsener herlulisch gebauter großen Baltimore⸗Carolina Railroad Co. der bedeutendsten Eisen⸗ auszuführen sein wird, sollt ihr sfort erfahren Vernehn 
eleganter leidung trat zu dem Altar der Kirche, hahngesellschaft des danzen Westens im Werte von mehreren nachi Neinen Plann wie wir in den Besitz der wertvolle 
ie n wie segnend über die nun schweigende Schar Hundert Millionen Dollars in die Sande zu bekommen! Aber zweiten Bahnlinie gelangen können 
n en n enn n ret Sen vu nn et en ee ee ee eeee ee 
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nis! beg r vBruder aus unserer genen Red Star Line Dampfers Zeeland“ meldet mir, daß es mit ihnen ein Polizist in Uniform der die Tur sorgfaltste 
Heimat! Seid gearüht, die ihr herbeigeeilt seid gelungen ist, den Langgesuchten, den helßersehnten zulünftigen bon mnen verschvvss 17 
m — ihr Hãur tlinge Stammesvãter Fuhrer unseres Volles den Sohn des erhabenen Geschlechts Ihn Bruder SDonnel? ies der Vors hende dem Polizel⸗ 
e a e und Connaught! Seid gegrußt der OMeals zu finden Unser Freund OConnor hat ihn an beanten fragend zu. „Was ist geshehen 
un een e hon lange das Joch der Trannei Bord des Schiffeg benn Wie bi hig vermuteten reist Retlet euch Brubene ief der vollgist. In 
gehd ie ihr in diesem Weltteil ein Vater⸗ iter onnningne e n venigen Augenbliden werden die Beamten der Zemralstation hier sei
	        
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