Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

Bernn Konserbalive: Berliner Wahlkreis einen Au a ——— 3 aE5Sn—e— — — 
Slendel E— e e eintreten und für ihn agitieren Die Nationan 
e e Zenttu; n iberalen haben den Konservativen für etwaige Wahl 
Qunabrü Sbe a Gi gie ne * ozlal· hilfe die wertere Ueberlassung des Landtagsmandats in Monn 
Mörs Ro enfeld ul) Bell ir Zi des Wahlkampfverkaufs es erraten n * 333 ben t ee ertienra Vure nent pueden 
h bi⸗ 3 alttid e tkonservative Wahler es verschmäht, dieser 3 ahn Zu Seoaldemn otratzl 
waid (W va) W Vva delne leisen und in den Wahltten n n eeeee ee 
Freisnmige in der Stichwahl m eis in dem das Kaiser⸗ Liberalen Kandidaten Stöve aus, der mit dem Zen 
Am 25. Janar ist ein freisinniger Fandidat in der Stich⸗ 28 e he seen 
wal in Bunzlau, Liegnit. Glogau, Sirschberg, Schweinitz — — e Beitscheld Soʒaldemolrat geworden. Ber lin, 21. Jan 
Wittenberg, Nordhausen, Altena-Iserlohn, Lennep⸗Mettmann. parole gaben die in dem Wahltre bÊ en Der Fuhrer der Demokratischen Vereinigung, Breiischeid. en 
eb bi dlen die nemn meralen ee e eee e e n Nãärt, zur Sozialdemokratie übertreten zu wollen. Ein anderer 
i en e e e ee t 79 ichen Führer der Vereinigung, Dr. Moses, soll diesen Uebertrit 
wi in v. Breitenbach erschien der Staatssekretär de 7 
e Finnland schneller russisch werden soll. eend den ne bar der Landwirtschaflominster Auuα 
Lubed 23. Januar v. Schorlemer-Lieser und der Sandelsminister Sy do w 277 England. 
Es ist eine sehr auffällige Eile mit der Rußland sich folgten. Auch der Minister des Innern v. Dallwitz gab Das englische Expeditionslorps im Kriegsfalle. Im An— 
brubliauch bemuht, sein Regierungsprogramm für Finnland seine Stimme ab. Ferner war der Finamzminister Dr. Lentze schluß an Erörterungen über die Möglichleit der Entsendung 
nen n delchem Rahnen das desheben soln daßs ier der ersten Wabler in seinem Wahllolal. Um 12 uhr eine uglcen Lzpeditionslorps nah dem Feltland im Fall 
weist die Frankfurter Zeitung sehr instruktiv durch die Sr erschien der Reichskansler v. Bethmann Sollweg tines deutsch fransbsischen Krieges wird dem Temps aus Lvndon 
wähnung der folgenden fünf Hauptyunkte nach, auf die jetzt mit seinem Unterstaatssekreiär Wahnschaffe an der Wahlurne. berichtet. die hierbei geäußerten Zweifel gäben leineswegs 
das beschleunigte Tempo zur Anwendung gelangen wird. Bie agliche Nundschan bemerki hieiu sehr richnig, di⸗ die Ansicht der amtlichen Stellen in der Admiralität und 
ettn v si ee t Beamten sollen diszipliniert Unterzeichner ijenes merkwürdigen Aufrufs an die rechtsstehenden dem Kriegsamt wieder Es gebe in England eine kräftige 
a n elelen 3 Wähler hätten dies vorauswissen und sich die peinliche Kritik gegen jede Einmischung in die Dinge auf dem Fest— 
i Befehle des usschen Minsterrts die ngg e Mparen nnen. die dieses prompte Eischeinen der Minster an is zu welchem Maß aber diese Strömung zu einem ge— 
3 e g al m esrt Diipun an der Wahlurne an ihrer Weisheit übt. *33 — un un d in seinen Entschließungen 
ie dur ssen b. h. durch v2 — 2 erde, lasse sich natürlich nicht voraussagen. B 
fen 5 83 shon in Sroe a n Weshalb Gãdle nicht mehr Mitarbeiter des Verliner Tage⸗ rein militärischen Standpunkt aus sei jedoch lein Zweifel n 
eßß Prinip hudigen dah das Boll 92 1 Gädle hat in einer demolra⸗ lich. In der Abmtralnat wie im Kriegsamt gebe man vin 
2 Devreffe ß era und reglementiert wer- vbr n am Ber zu, daß, wenn England entschieden Partei in dem Konflitt 
3 eet die Redalleure haben nur das zu schreiben, eetlee ondern n nseitigem reinlommen nähme, die sofortige Einschiffung eines Erpedilionskorps ge 
enn er finnländische Generalgouperneur gestattet u gekündigt habe, weil dieses boten sei; sie würde auf keine ernstlichen Schwierigleiten 
l aee nablen rir a S neutrale Saltung wahrend des Wahl⸗ stoßen. Ueber die Führung der Operationen und die Einzel— 
95 du an n ale 5 ee pfes in einem lötzlichen Tobsuchtsanfall“ aufgegeben habe. heiten des Vorgehens gingen die Meinungen noch stark aun 
e is, fpielt fur den Muisterrat teine Rolle Zentrums wahlagitation auf der Kanzel in Bingen-⸗Alzen. einander; hier würde der neue Marinestab für Einheit sorgen; 
ene e gefügig gemacht werden. In dieser Der Vorstand des Freisinnigen Vereins in Alzey-⸗Bingen über die grundsähliche Frage seien iedoch Soldaten und See— 
eabeite senche eee eeeet lun r veröffentlicht im dortigen Beobachter die Erklärung, 1. dal leute einis. 
nd bets r eue tet und rg nne ie Herr Pfarrer Metzger den Landtagsabgeordneten Pfarrer Ko— Italien. 
hien n e enin de dehandnen hn adisden il lroh dessen wiederholter Aufforderung bis lebl nicht ber⸗ Kiderlen⸗-Waechter im Vatifan. Sonntag vormittag hat, 
unr e zu ersetzen. klagt hat, 2. dah Serr Pfarrer Metzger auch in diesem Wahl- wie schon gemeldet, der deutsche Staatsselrekär den Kar— 
lun e eie en eeann n kampf die Kirche und sein Amt als Priester zur Wahlagitation dinal-Staatsfetretät des Vapstes im Vatilau auf. 
3 bffentliche Leben muß derfelben Pol iwilltüt nierws i mißb aucht hat wo ur den geriht ichen Bew is zu erbri gen, gesucht. Im Verlaufe seiner Unterredung mit Merry del 
3 pi n lande Sah ber ehiae Haet mic jedenen der Vorsland des Fresinnigen Vereins Mey en Val berührte Kiderlen-Waechter alle Fragen, die zwischen 
83 n als Grundgeseß garantiert hat, ist der bötis itftj. Vatikan und Deulschland schweben. Es heißt, daß auch 
e éesehe nber politische Verbr nνν nν ei den Snnhen aul en den Wahlen in Deutschland gesprochen wor⸗ 
indert den nca , 537 20. Jan. wurden in 77 n een e n u he un Sallung dess361 
begeht ein polinsches verbrechen 125 21 t atikan wolle dem Zentrum absolute Freiheit 
ind lann als solher nit vor en finnländishes Gericht geft reunde des Sansabundes aewählt. i 7 
ert ellt in seiner Politik lassen. In der A 1 
wedt s e e ie ; d. Kiderlen⸗Waechter und der Essener Prozetß. Wir haben Erzbistums einigten a n B 
Gerichte. u eee Essener Prozeß die Aussagen, die den die Angelegenheit vorläufig noch ruhen zu lassen, da zurzeit 
n de trengen Durchführung dieser Maßregeln sieht das Moroti etaͤr Liderlen betrafen und seine Saltung in der eine beide Teile befriedigende Lösung nicht gefunden werden 
Spenallomitee fur fnicbisce Angelegenteuen bei arokloangelegenheit. wenn die Zeugenaussagen zutreffend fönne. 
wãären, überaus widerspruchsvoll erscheinen lassen mußten, jeden⸗ Vortuanl. 
aicaeene eee ν élee falls eine Gegenäußerung des Staatssekretärs notwendig mach⸗ d. Zur deutschen Erwerbung Angolas. (Information.) In 
Erachtens trotzdem kaum verhehlen wollen, daß er das wahre unserem Korrefpondenten in Rom telegraphisch Uebereinstimmung mit den Erklärungen des porlugiesischen 
Wesen und den wirklichen Zwed der neuen russischen Reichs— eu 2 netn ten en r prrnn dn 
chaebung nu dar deaq νν * gen zur Rücäußerung vorzulegen. Wir erhielten hier⸗ em Deutschen Reich und Portugal keinerlei Verhand 
auf folgendes Telegramm unseres Korrespondenten in Rom: lungen über die Erwerbung von Angola, San Thome und 
denten in Rom: Principe im Gange sind. 
Inland und Ausland. — — —s 
n p ener Prozeßz auf Grund Ihres Telegramms vor⸗ vGunstige Beur leilung der Bernfloeffigen Du lovtarite 
24? a lo m 3 e en eeeeee den ee t 
lin 25. Jan Grwanuei mer n Ooutlook über die marokkanische Frage veröffentlicht han 
zeigen) 3 bß n v der Lübedischen Au⸗ WMan wird also die Rüclehr des Staatssekretärs nach wird von der gesamten Presse nachgedruckt. Die meisten 
abend der sozialdemo kratische Deutschland ubwarten müssen, bis man über diese Ange— Zeitungen erörtern ihn im Leitartikel Die Washington 
i e VParteivorstand die Prusentierung segenheit Klachen achalt. Da sie im Ausland reihüch ausgen Post sagt. der Arlitel sei ein Zhen der Zeit Zriher häte 
re cinb u Reinstas definitiv beschlossen. nũtt wurde, wird das lange Schweigen naturgemäß der an gehlaubt die foloreihe Diplomatie musffe in effie 
3. 445828 auf den spãteren Erllärung Abbruch tun. — Muysterium gehüllt sein. Der erfolgreichste Diplomat unserc 
e 22 e Aux. Ein Dichter als Wähler. Am Wahltage fanden die Tage aber sei der, der am besten die öffentliche Meinung zu 
her Reichsnag anf den Febenae been n. in Mobisdorfer Bauern (Thüringen), wie der Internat. Korr. gewinnen verstehe. Die freie Erllärung des deutshen Bot 
en ene der rufen worden. emelde wird. in lhrer Wahluene einen Zeltei auf dem man schafters müsse die Stellung der deutschen Regierung gegen 
20. und 22. Januat. esen lonnte über Amerila verbessern. Die Newyort Tribu ue Nneint 
e ee a „den wir unter dieser Spitz⸗ „Ein Schriftsteller, ein Advolat, dazu ein Landgerichtsrat, der Artilel sei eine wohltuende, lichtverbreitende Darlegung 
5 r . der ersten Seite aus tech— Davor behũte Gott uns früh und spat. des Falles. Zu bedauern sei, daß verschiedene offenllich 
e se e ommen geblieben. Die Ge⸗ Totz aller Wahlfinessen. Sat unser Vieh doch nichts zu Aeußerungen in Deutschland auch außerhalb der Presse früher 
e eee er 7 3 fressen e erregt hätten. Der Newyorkt Sun ist der Au— 
rud gelangt. — icht, daß der Artikel zweifellos die Kritik herausford 
e den Stichwahlen * Artikel zweisellos die Kritik heraussfordern 
a een en der Minister iu Berlin 1. Der 20. e n e 9 werde, die amerilanischen Leser mit einer offenen und maß 
den an e rechtsstehen⸗ nuar stattfindet, wollen die Konservativen inua 3 en e e s 
ie ge chw 112 e acht zu e iuialiden 
iv * ahl *2* i e,Qumu.Ü.. 12 offenbar unter einer unzulänaliche! 
wenn Baron von Maltzahn ein Geheimnis se hre nu vÊ — — ———— —— — — ff ra 
22 — r wenn — 2 8 z ——SS— — — 
e i e einem Konig und seinem Lande von ae e t aufgetragene Farben. Die so außerordentlich komische Figur des 
2 722 h um 8 Uhr, wenn Sonntag beigegeben war. Das leine friwole 2 i ern e e en eee 
2 erden, über den Neumarlt gehen. Von ngeworfene Snd 2* höpft. Dieser griechische Violinvirtuose muß noch viel rampo 
ree ied dann enand auf n pommen ee en he d e nierter, mit ganz dünnen, langen Haaren ꝛc. und lünstlerisch ver 
der betreffend wird. Uebrigens hat n Dpeten oder briegte Dper genanmt wird e a e e et in eih 
esh bereits die Ehre gehadt, den e e s ννν da auch noch manche kleine wirhame Episode einzuflechten. es 
24 4 auch e ee worden. * be seinen bigentuch innermahrenden Nufenthaln in Paris, so dnn e vÊ Schorn nur noch ein wenig über— 
* S5 err o Festes beim bel französische Ideen ei 2227 eitet zu werden. ngelina Mara hatte die Eurydice 
Grafen Brühl. Da ist die Brgegnung erfolgt el französiss n eingesogen, daß wir ihn kaum noch den ecir 5 2 
⸗ ie Br — eren nennen sonna me 2 2 e nommen. och fönnte es nicht schaden, wenn sie ihre Partie 
et dies 2 um zu nenten Musiler, in seiner *8 eeee n zu 4 n e e 
2 22 nberufenen in die Hände siele, zerriß er sonen, ganz besonders i a * p mancher Verstoß gegen den Taklt gemacht wurde. Im übrigen 
n deben vie e, en e Feder zeichnet T sie sich graziös, schuf aber mehr eine moderne Operettenfigur. 
d e verbrane e an n en Dasselbe, in bezug auf Auffassung, müssen wir auch leider von 
oft nen s e Sen⸗ ellen romten Weld ain Rontren ihen dief * Herrn Seydeder als Sans Styr sagen, so sehr ihm auch 
g peruhrt tt. Die Vorsehuno schidt ihn mir: Also vollen Operette und dem modernen faden ana rauschender Beifall zur Seite stand. Gleich mit modernen po— 
2 7233* — 2* e iese m eg⸗ md die iue dufte 2 n litischen Couplets zu beginnen /stört das Milieu wesentlich nament- 
er * * 2 3 2 s lommen. Mit großer Sorgfalt und Liebe ee 2** 8 m nie e eee e eee 
als die So sam. Um die Sr e assen. Der auschte Styx ist eine höchst dankbare Auf— 
lanschen und über seinen Jotigang in Untlaren zu lassen Auffuhrung angenommen; da fehlte nichts an habe für einen Schauspi d ug 
* 2 a ãußerem Glanz und stimmu pabe inen Sch spieler und muß durch trübsinnigen, ein— 
2 er. e er seine hohe Gestalt in einen dunllen nd dernen n sförmigen Gesang wirlen wie ein Leierlasten, nicht aber durch 
gehüllt, durch ein Sintervfortchen das Haus. Zu der in rechten Autos Rechnung getragen worden. Das Aehrenfeld m lomisch sein sollende Verzerrungen. Nach den da capo-Rufen. 
Schreiben angegebenen Stunde wanderte er über ersten Alt mit Wheben im Hintergrunde, die schlafenden, „in die sich stets einstellen, könnten ja immerhin ein paar moderne 
Obgleich er unbefangen tat, spähte er scharf Mißlredit geratenen“ Götter in dem in parodistischer Weise n. Verse eingefügt werden. „Die öffsentliche Meinung“ (Irl. von 
Seiten u dieser Zageszeit war der Platz nicht geordneten Olhmp, das rote Zinner“ bei Pluto und das Fei Neuendo rf h), die dem Orpheus nicht nur als ernste Mahnerin, 
sehr ebt Der Durm der lleinen Frauentirche hob sich ab mahl bei dem Sollenfürsten waren ellatante Beweise der scnen sondern auch in der verführerischsten äuheren Erscheinung entgegen— 
von den blauen Simmel. Im Züůstet hãuschen schimmerte Licht; Regiekunst unseres Direltors, der stets das Beste will. Auf der trat, war wohl dazu angetan, den armen Sterblichen bei seinem 
sah, wie jemand mit einem Kienspan im Hausflut han⸗ Bũhne herrschte Leben und Bewegung, wenn auch der persi— Sang zum Nirten in doppelter Weise warm zu machen. Die 
— V ehre Juno wie deren Tochter und Gefoloschaften fanden in 
die weihen Flügel ichimmerten silbern in der blauen richtige Sumor stellte sich erst ein, als sich alles um eren ver ihrer Eigenart sämtlich gute Verkretung. Herr Siegfried 
uft. —— hrien Sn Schend als Zuper grupperten Wenn wir Blumann entwichelt sich erfreulich in seinem Dirigentenamt; 
Fortsetuna polat. — niemals Ursache haben, den Rollen diefes hochtalentierten d Auffuührungen tragen den Stempel ernsten 
— —— — ie ee en e a s i Vorwãrtsstrebens. wenn auch gestern noch heine Entgleisungen 
Theater, Kunst und wissenschaft. boch ein weng, ob es ihn gelngen wirde, den e e ee vorlamen. Die Ouvertüre hätten wir gerne in den Posaunen 
Lubed, 23 Jan Derwandiung als dlege und in seinen ganzen Gebahren glaub— twas weniger bombastisch gehdrt; im Mahhalten zeiat sich der 
Stadt· Theater. würdig u gestalten. Wir hatten uns gruͤndlich geirrt; Serr S Allen Freunden gesunden Humors können wir die 
Orpheus in der Unterwelt· * b. Schend war von überwältigender Komit leichtfüßig und wußte rilante Operette auf das wärmste empfehlen; sie ist von zwerch 
Operette in 4 Alten von Seltor Cremieuc. alle anzuregen und mit sich fortzureihen. Sein Gegenbild Pluto uterde oni n é aern in disen ste 
B Musik von Jacques Offenbach 24222 n— 
g 52 ung immerhi i i 
2 aller 2*22 für Offenbach und gerade die Unsere hrasischet in Spiel fein konnen; 333 
perinoe heihl e8 doch dem Werlchen ein wenla zu gegenüber muh sich noch anders — Omenbach will flart
	        
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