Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

abgetan. Herr v. Hertling hat sagen wollen, wenn die Erbschafts- Der Zerstörer Kestrel der als Beobachtunasschiff für ahnlichen Grundlage ein gleich gutes Einvernehmen zwischen 
teuer in der Form der Erbanfallsteuer wieder vorgelegt die Sydroplane diente, hat seine Mannschaft in Sheerneß beiden Ländern bestehen sollte. Das Blatt bespricht sodann 
worden wäre, würde sie auf den Widerstand Bayerns im Bun— auf die volle Zahl gebracht. Vier Marineflieger von der die Begegnung in bezug auf den italienisch-türlischen Krieg 
bdesrat nicht gestoben sein. Die Erkläruig ist natürlich von be— Flugschul in Eastchurch werden in Portsmouth erwartet; ver⸗ und die Lage der Türkei und fährt fort: Wir wollen 
onderem Wert für die Zulunft, salls auf die Erbanfallsteuer schiedene Probefluge wurden bereits am Mittwoch auf dem nur sagen, daß wir in England etwaige Bestrebungen Deutsch— 
als die geeignetste Besitsteler pon der Reichsverwaltung zu⸗— „Medway“ ausgeführt. lands, Rußland und Oesterreich Ungarn in der Frage der 
üdgegriffen werden sollte. Mit diesem Standpunkt ihrer Re— Im englischen Unterhause erklärte am Mittwoch Unter⸗ Drientpolitik zusammenzuhalten, mit den herzlichsten Wünschen 
zierung werden sich auch die bayerischen Zentrumsabgeordneten staatssekretägr Dr. Mac Namara auf eine Anfrage eines begleiten. Nur so durfen wir hoffen, daß das europäische 
ꝛbfinden müssen, die im Jahre 1909 samt und sonders gegen Abgeordneten, daß es lein schlechter Gedanke sein würde, Konzert wieder hergestellt wi d und unheilvolle Folgen des 
jie Erbanfallsteuer gestimmt haben, um mit dem übrigen Zen— den Parlamentsmitgliedern, die die Flottenschau zu sehen Krieges verhindert werden 
m und der Mehrheit der Rechten Bülow zu stürzen, welche Seemannsrationen an diesem Tage zuzuerteilen. Das — 
achtprobe ihnen ja auch belanntlich gelungen ist ei aber leider nicht mehr möalich, da bereits andere Maß— 
egeln getroffon worden seien Reform des Verdingungswesens. 
Außer den Parlamentsmitgliedern werden auch 150 Presse⸗ Die Reform des Verdingungswesens steht seit länger im 
Deutscher und englischer handel mit Chile. vertreter bei der Flottenschau zugegen sein, für die ein be— Vordergrunde des offentlichen Interesses, insbesondere mit Rück 
Wie sich aus den letten Veröffentlichungen der chilenischen sonderes Schiff zur Verfügung gestellt wird. sicht auf die von verschiedenen Seiten an den Reichstag gerich— 
Generalzolldirektion ergibt, haben Deutschland und England im — — leten Anträge auf eine reichsgesetzliche Regelung der Materie. 
Außenhandel mit Chile ungefähr die gleichen Erfolge zu ver— ãur Raiserbegegnung in valtischport. Nunmehr hat auch der Deutsche Handelstag auf Grund umfang— 
eichnen. Die Verlängerung der Zusammenkunft. reicher Vorarbeiten und eingehender Untersuchung zu der Ange— 
Die deutsche Ausfuhr nach Chile hat dem Werte nach im Berlin, 5. Juli. An hiesiger unterrichteter Stelle wird legenheit Stellung genommen. Auf eine von ihm am 30. Juli 
Jahre 1911 im 17;6 Millionen Pesos, die englische Ausfuhr für wahrscheinlich gehalten, daß der Kaiser seine Zusammen— 1910 eingeleitete Umfrage an seine Mitglieder, die einzelnen 
um 17,7 Millionen Pesos zugenommen. Beide Staaten haben tunft mit dem Zaren in Baltischvort um 24 Stunden ver— Handelskammern usw. war ihm eine Fülle an Mitteilungen, 
weit erfolgreicher gearbeitet, als die Vereinigten Staaten von längert. Genaueres sei allerdings noch nicht ausgemacht, doch Klagen und Wünschen zugegangen, über deren in einem ge— 
Amerika, die in ihrem Ausfuhracschäft nach Chile nur eine sei eine dreitägige Zusammenkunft bereits von Anfang an ins druckten Bericht vorgelegtes Ergebnis der Ausschuß verhandelte. 
Zunahme von 6,6 Millionen Pesos zu verzeichnen haben. An Auge gefaßt worden. Es wurde zunächst eine weitgehende Unklarheit der in manchen 
der Steigerung der chilenischen Einfuhr sind mineralische Pro— Baltischport, 5. Zuli. Kaiser Wilhelm begab sich mit Ausschreibungen enthaltenen Anforderungen festgcstellt und mit 
dulte (dazu rechnen auch Eisenbahnschienen, Stabeisen, Ge— dem Prinzen Adalbert und dem Sefolge gegen 5 Uhr an Bord Rücksicht darauf deren nach Art und Umfang genaue Angabe als 
schütz und Waffenmaterial) mit rund 17 Millionen, Erzeugnisse des Kreuzers Moltke“, wo er kurz darauf den Zaren empfing. notwendig bezeichnet. Der unbestimmte Anspruch auf unentgelt 
der Maschinen- bund Instrumentenindustrie mit rund 163 Mil⸗ Die Maijestäten besichtigten den Moltke“ unter Führung des liche Nebenleistungen sei tunlichst zu vermeiden und dürfe jeden 
onen Pesos beteiltgt. Unter den Erzeugnissen der Maschinen- Kommandanten, Kapitäns Ritter von Mann, eingehend über falls nicht so weit gehen, dan dem Unternehmer jede Mög— 
industrie hat sich namentlich nach Maschinen für landwirtschaft⸗ eine Stunde. Zum Schluß nahmen die Majestäten einen Imbib lichkeit der Kalkulation genommen werde. Die geforderten 
liche, industrielle und bergbauliche Zwede stärkere Nachfrage im der Kajute ein. Kaiser Wilhelm geleitete dann den Zaren Nebenleistungen sollten in den Ausschreibungen einzeln und mög— 
geltend gemacht. Die chilenische Ausfuhr nach europäischen zur Jacht Standart“ lichst genau nach Mah und Zahl aufgeführt werden. Nichtaufge— 
Ländern hat im Jahre 1911 um einige 20 Millionen Pesos Um 7 Uhr empfing der deutsche Kaiser auf der „Hohen⸗ jührte Nebenleistungen mühsten, soweit sie nicht verkehrsüblich 
zugenommen; von dieser Steigerung entfallen 11 Millionen zollein“ die Vertreter der reichsdeutschen Kolonie Reval mit dem jeien, besonderer Vereinbarung unterliegen. Werde die Abnahme 
auf Großbritannien und 8 Millionen auf Deutschland Da-⸗ Konsul Koch an der Spitze. Botschafter Graf Pourtalss stellte einer größeren oder geringeren als der ausgeschriebenen Menge 
gegen ist die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten von die Herren vor, die eine Wresse überreichten und vom Kaiser vorbehalten, so seien die vorbehaltenen Abweichungen ziffern— 
Amerika um 14 Millionen Pesos zurückgegangen. Indessen ist selbst mit Ordensauszeichnungen bedacht wurden. Auch der mãähßig zu berechnen. Hinsichtlich der Friedensbemessung wurde 
wohl mit Sicherheit eine wesentliche und nachhaltige Belebung Reichskanzler zog die deutschen Serren ins Gespräch. geltend gemacht, da für die Einreichung umfangreicher Vor— 
der Handelsbeziehungen zwischen Chile und der nordamerila- Der Kaiser und der Zar haben auch heute eine große anschlãäge u. dergl. genügende Zeit gewährt werden müsse. Auch 
nischen Union zu erwarten, sobald die Panamakanalstraße Anzahl von Orden, Medaillen und Geschenke an die Begleitung die Frist für die Lieferung sei in Rücsicht auf größere Arbeiken 
dem Verkehr übergeben und damit eine wesentliche Verbesse- und die Offiziere der Schiffe, sowie an die Mannschaften ver— und verwickeltere Herstellungsprozesse lang genug festzusetzen 
rung der Verbindungen für den beiderseitigen Reise- und liehen. Unter anderem zeichnete Kaiser Wilhelm den Gouver— Andererseits sei den Bedurfnissen der Geschäfte mit Gegen— 
Büterverlehr herbeigeführt ist neur von Esthland, Korostowetz, und den Adelsmarschall Baron ständen rasch wechselnder Preise Rechnung zu tragen, welche 
2 Dnen e Orden aus. nicht nur möglichst kurze Fristen zwischen Angebot und Zuschlag 
emmung der französischen Presse. berlangten, sondern auch eine längere Hinausziehung der Liefer 
Die Flottenschau in Spithead. Paris, 5. Juli. Zu der Kaiser⸗Zusammenkunft in Baltisch⸗ termine verböten. Eine atßerordentlich große Zahl der bei 
So groß auch die Zahl der vor Spithead zur Feier der vport schreibt der Temps: Kaiser Wilhelm beschäftigte sich jeden⸗ der Umfrage laut gewordenen Klagen gab Veranlassung, nach— 
Krönung des Königs Georg versammelten englischen Kriegs⸗ falls damit, den Einfluß, den er auf Zar Nilolaus zu drücklich die Forderung zu vertreten, daß die Submissions— 
schiffe war, so wird sie dennoch bei weitem übertroffen haben glaube, aufrechtzuerhalten. Die Russen sind mehr bedingungen technisch erfüllbar und zweckmähßig sein müßten. 
werden durch die Reihe von Schiffen, die sich an derselben Asiaten als Europäer, sie sind den Chinesen näher Einmal gestellte Bedingungen seien auch tatsächlich festzuhalten 
Stelle am lommenden Dienstag zur Flottenschau einfinden als uns“ () soll der Kaiser vor einiger Zeit gesagt haben — und durchzuführen. Wenn mit alledem Mißständen entgegen— 
werden. Im ganzen werden an diesem Tage 239 Kriegsschiffe Das Journal des Débats führt aus, daß die guten getreten wurde, welche in einem öfteren Mangel an Sach— 
in sechs Linien aufgestellt sein, die zusammen 48 Kilometer Beziehungen Rußlands und Deutschlands auf allen Grundlagen lenntnis bei den Submittenten wurzeln, so waren doch auch 
lang sein werden. 19 Adm iralsflaggen werden gehißt sein; beruhen, die durch die Ereignisse der Neuzeit keineswegs eine Ausflüsse einer gewissen unbilligen Auffassung ihrer Stellung 
auch die neueste Waffe in der Seeverteidigung, der Sydro- Schwãächung erfahren haben. Trotdem darf man nicht glau— zum Unternehmer festzustellen und zu beanstanden. Es war 
plan, wird sich an der Flottenschau beteiligen und verschiedene ben, daß der Kaiser versuchen werde, Rufland gegen Frankreich daher notwendig auszusprechen, daß die überlegene Stellung 
Schauflüge unternehmen. auszuspielen. In Paris und London betrachte man die Entrevue des Ausschreibenden nicht von ihm benutzt werden dürfe, Rechte 
Es hat sich aber, nach einem Reuterbericht, heraus— ohne Unruhe, allerdings verfüge der Kaiser über eine große und Pflichten in ungleicher Weise zwischen sich und dem Unte 
gestellt daß die Vorbereitungen für die Flottenschau einen Versucherkraft. — Die Liber ts pricht der Zusammenkunft von nehmer zu verteilen. 7 —— 
fühlbaren Mangel an Mannschaffen zeigten. Es waren aller— Baltischport jeden positwven Charatter ab. Die Zusammentkunft Unter diesem Gesichtspuntt seien Sicherheitsleistungen und 
dings genug Leute vorhanden zur Bemannung der Schiffe, sei ursprünglich als rein persönlich geplant gewesen Die Vertraasstrafen in billiger Weise zu bemessen. Bestimmungen. 
die am Dienstag besichtigt werden sollten Aber zu diesem bdeutsche Politik habe jedoch verstanden, aus dieser Entrevue die Eingriffe in das Verhältnis zwischen dem Untern hmer und 
Zwect sind sämtliche Marinebaraden und Depots ihrer Mann— eine große TDat zu machen. seinen Arbeitern beträfen, sollten in die Bedingungen nicht auf— 
schaften beraubt worden. Sieben Kreuzer der Diadem Klasse Englische Vreßstimmen. genommen werden. Streit oder Aussperrung sollten zur Folge 
jedech lönnen trotzdem nicht an der Flottenschau teilnehmen, M. London, 5. Zuli. Die Westminster Gazette schreibt haben. dan die Erfüllung des Vertrages entsprechend hinaus— 
weil fun sie keine genũügende Anzahl von Mannschaften zu der Kaiserbegegnung: Die Beziehuungen zwischen Deutsch— geschoben werde. Die Zahlingsbedingungen müßten den Ge— 
usammenzubringen war. land und Rußland bieten ein gutes Beispiel für die These hräuchen und Bedürfnissen der einzelnen Geschäftszweige ent— 
Die ersten Schiffe werden am Freitag auf der Reede Bülows, daß die Gruppierung der Mächte vereinbar sei mit sprechen; nach Lage des Falles sei die Leistung von Teilzah— 
von Spithead eintreffen. Alle Arlen von Schiffen vom Ueber— den freundlichsten Beziehungen zwischen Mitgliedern verschiedener iungen vorzusehen. Das billigste Angebot dürfe nicht unbedingt 
Dreadnought bis zum Unterseeboot, werden vertreten sein. Gruppen, und niemand, dem der Friede am Herzen liegt, den Anspruch auf den Zuschlag haben. Bei seiner Erteilung sei 
Das Schlachtschiff London“, das mit einer Abflugbahn für wird wünschen, diese Beziehungen gestört zu sehen. Deutsch— auch auf Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Unterneh— 
Flugzeuge ausgerũstet ist. hat am Mittwoch Sheerneß auf land und Rußland haben so viele solide praktische Gruünde, mers Rücksicht zu nehmen. Für die Entscheidung von Streitig⸗ 
dem Wege nach Portsmouth verlassen. Auf der Plattform, den Frieden zu erhalten und Unruhen an ihren Grenzen keiten zwischen dem Ausschreibenden und dem Unternehmer 
die sich von dem vordersten Geschützturm bis zum Bug aus— zu verhindern, daß es nicht im geringsten wahrscheinlich ist, sollten unparteüsche Instanzen vorgesehen werden. Schlieklich 
dehnt, stand ein mit Schwimmapparaten ausgestatteter Short- daß sie sich ohne dringendste Notwendigleit in Streitigkeiten erörterte der Ausschuß auch die Frage einer gesetzlichen Regelung 
Zweidecler fertig zum Abfluge. Kapitän Grafton, der Komman— Dritter verwideln lassen. Das dadurch begründete Gleich— bdes Verdingungswesens, wobei er zu einem wesentlich negativen 
deut der „London“, war während der Flottenbesichtigung, die gewicht entspricht beiden Interessen und hält die unversöhn⸗ Ergebnis gelangte. Eine solche gesetzlliche Regelung unterliege 
der König in Weymouth abhielt, Kapitän des Schlachtschiffes licheren Geister beider Lager im Zaum. Die Engländer und lebhaften Bedenken; für das Reich könne sie unter keinen Um— 
Sibernia“. das damals als Maigzeug⸗Schiff Dienst tat Deutschen mögen sich füglich fragen, warum nicht auf einer ständen in Betracht lommen 
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gebung des Gouvernements in Buea zu zeigen. Nun wurde der Berliner Sezession zugekommen, die eine der einflußreichsten ausstellung Abstand genommen haben. Daß aber ein so 
hm dies zerstört. und für das moderne Kunstleben charakteristische Vereinigung bedeutsames Stuck deutscher Kunst der Ausstellung fehlen wird, 
Sopen Bedmanns stand am sühen Morgen im Shop der ist. Es werden der Ausstellung demnach eine Reihe unserer ist in jeder Hinsicht zu bellagen 
Faltorei und nahm mit Nbop, seinem Faltotum, eine e besten Künstlernamen fehlen. Das ist zu bedauern, noch mehr VBon den Bühnen. Die Stadt Düsseldorf wird noch 
Waren aus den verzinkten Kisten. Schöne Seidenstoffe zu aber, daß die Kluft zwischen den Berliner Künstlervereinigungen im Laufe des Sommers im Schloßpark zu Benrath ein großes 
den einfachsten Kattunfeen, emaillierte Geschirre, Ueine und offenbar unũberbrüdbar ist. Es lag nicht an der Unzuläng⸗ Freilichttheater errichten. Frau Direltor Dumont vom Düssel— 
aröhere Spiegel, Glasperlen, unechte Schmuchsachen Eisenwaren, sichlkeit der Sezession, daß im Slaspalast am Lehrter Bahnhof dorfer Schauspielhaus will das Theater auf zehn Jahre fuür 
Nãgel, Schlösser, Schnupftabaldosen. Tabal und Salz kamen zum nãchstes Jahr nichts von den starken Leistungen ihrer Mitglieder 20 000 Mufür das Jahr pachten — Madge Lessing. 
Vorschein und erregten fortgesezt die Bewunderung des zu sehen sein wird. Sie war gewillt, sich zum Zwed—e einer die frühere Metropoltheater⸗Soubrette, hat bei ihrem Auf— 
Duallajungen. g arohen Sache, die seit Jahr und Tag währenden Reibereien mit treten in Paris, wo sie in einer Revue in französischer 
„Oe, Massal war sein ständiger Ausruf. Sein ganzes den übrigen Berliner Künstlervereinigungen zu vergessen und Sprache spielte, großen Erfolz gehabt. — Das literarische 
Gesicht strahlte vor innerer Freude, als es an die Fässer und mitzutun. Nun kennt man ja die Stellung des Kaisers zur Komitee im japanischen Unterrichtsministerium, das mit 
Krüge mit Rum und Genever ging. In einer Kiste befanden sich mnodernen Kunst und die Satzungen, die dahin lauten, daß zur Ueb ragung der bedeutendsten Literakurwerle der Welt ins 
eine Anzahl Flaschen mit hochgrädigem Spiritus, den Sven Bed— Untkernehmerschaft nur die Mademie und der Verein Berliner Japanisch- betraut ist. hat zunächst die Uebersetzung von 
manns als Sammler von Inselten und Kriechtieren zu ihrer Be⸗ Künstler gehört. Diese Ausstellungsstatuten sollten nun auf Goethes „Faust“, Dantes Divina Comedia! und 
läubung und Konservierung sowie zu ähnlichen Zwecen mitge⸗ die gerechte Forderung der Sezession dahin abgeändert werden, eines buddhistischen Werkes in Angriff genommen. Die japanssche 
nommen hatte. Eine Flasche davon war gesprungen und sickerte dah auch ihrer Vereinigung eine Teilnahme an der Leitung Ueberkragung von Goethes Faust“ dürfte nun vollendet 
aus. Kaum wandte sich Sven Bed nanns einen Augenblid zu der Ausstellung selbst zugestanden werden sollte. Zu dieser sein. Man plant ihre Aufführung in Tolio 
den hohen Regalen um, als Nbop diese schon am Mund hatte Aenderung jedoch hätte sich die Regierung um die Genehmigung Prusident Nissen arf Urlaub. Der Präsident der Genossen- 
und den Wprozentigen Spiritus mit grohem Behagen einsog. des Zassetrs bemühen müssen. Das aber ging nicht an. Zu all schaft Deutscher Bühnenangehöriger Sermann Nissen hat seinen 
Auf einmal aber ließ er die Flasche fallen und erhob ein diesem mutete man der Sezession noch eine illegitime Rolle bies jährigen Urlaub angetreten. Die Führung der Geschäfte 
mörderliches Geschrei, der reine Alkohol brannte ihm im Magen zu. Die Ausstellungskommission hat nämlich der Sezession das hat der Vizepräsident Albert Paul übernommen. Die Ueber— 
und in der Speiseröhre wie Feueer. Angebot gemacht, in besonderen Räumen auszustellen, also eine wachung der Zeitung (Neuer Weg) ist Serrn Wallauer über— 
Sven Becmanns, der sich vasch umsah, begriff sofort die Art Sonderausstellung zu veranstalten. Diese Zumutung hat agen worden. 
Situation, verabreichte ihm erst liebreich einige wohlgezielte die Leitung der Sezession von sich gewiesen und ihre Nicht— Die Diletlantenausstellung der Studenten in Berlin, die 
Badenstreiche, dann aber fößte er ihm Palmöl und rasch her— beteiligung an der Jubiläumskunstausstellung dahin motiviert: von der Kunslableilung der Berliner Freien Studentenschaft in 
beigeholte Ziegenmilch ein. Noch wand sich Nbop vor Schmerzen, dab die Sezession ncht in gesonderten Räumen ausstellen die Wege geleitet worden ist und vom 6. bis 15. u g 
aber nach einiger Zeit liehen diese nach und er lauerte sich und „wie die Kolotte“ abseits stehen, sondern sich zeigen will plant ; ni⸗ n· * 3 ene eeen 
teaungslos in einen Winkel des Verlaussraumes hin. „wie die legitime Frau“. Sie will dem Kaiser zeigen: So sind obent der Sacdlosi leine Kunstausstellung arrangieren kann. 
Fortsetzung folo⸗ wir, so haben wir uns und en — Viau D aus e unlern 
Und d e sie offen und ehrli etonen. Nicht aber nur Frankreichs bestehende Jury erteilte den aus FIrs. und 
Cheater Kunst und Wissenschaft. o 53 eh r son billi en ed bestehenden diesiährigen Preis für die 
abseits und im Gebeinen. Man wird de di hest ianistische Leistung dem Berliner Pianisten Felix 
mmn. Zur Jubilãums lunstausstellung in Berlin. Aus Ber⸗ nicht die Berechtigung dieses ablehnenden Standpunltes bestreiten m 5 blin 33 s nt n 
lin wird uns geschrieben: Belanntlich soll im nächsten können. Die Leistungen dieser Künstlerschaft und ihre Ver— eruehen worden sein. 
Jahre anlähßlich des 25jährigen Regferungsjubiläums unseres dienste um die moderne Kunst stellen sie in den Vordergrund Tournee Jean Gilbert. Jean Gilbert, der erfolgreiche 
Kaisers eine grohe Kunstausstellung veranstaltet werden, die unseres Kunstlebens und verdienen ihr, mit an erster Stelle Komponist von „Polnische Wirsschaft!“ Susanne usw. macht 
ein möglichst einheitliches und umfassendes Bild der deutschen in der großen Ausstellung zu stehen. Man wird es darum l nenen 3 ol 34154 14 e 
gunst bietet. Konnte man nun schon von Anfang an ekliche auch billigen müssen, wenn sich die übrigen deutschen Se— ser ; nteet ee 
Fragezeichen hinter das Zushandekommen dieses löblichen Planes zessionsverbände mit der Berliner Vereinigung solidarisch er— eichen süe auch Frau Anni Danniger vbon Tar Sssuilbe- 
seßen, so ist jest der Ausstellungskommission eine Absage von tlären und gleichsalls von einer Teilnahme an der Jubiläums— Theater in Hamburg gewonnen.
	        
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