Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

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Weenilich 18mal 
adends, Sonntags morgens 2 vezuge 22 eeis Qlusaabe 4 ud 
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Vngeeid n eibea Sur die vᷣon bb n⸗ B Visa. sr Auswaris· sd j 
Bestellgeld 3,30 Marl. Eingelnummera 10 Vlg. 33 *X 
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Beilagen: Vaterr ãdische Blãtter. — Der Familienfreund. ——— — 
Amtsblatt der freien und hansestadt cübed 1602. Jahrgang Nachrichten für das herzogtum Lauenburg, die 
Beiblatt: Gesetz· und Verordnungsblattt vt s gũrftenlũmer Ratzeburg, Lübec und das angren⸗ 
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dÊαν ννν zende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
2 und Verlag: Gebruder Bo us . m. o. H. in Lup?⸗ a. elle Adreßhaus (Koniastr. 46) Fern sprecher 9000 u. 9001. 
Ausgabe M. Große Ausgabe) greitag, den 28. Juni 1932. aAbend⸗Blatt Nr. 322. 
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sein. Solange der feste Satß gilt, nehmen die Bundesstaaten ichwahl in hagenow⸗ 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt. weder an den Ueberschussen des Reichshaushalts teil, noch sur heut gen Stichwahl hagenow Grenesmülen 
— —⸗ — — —— — aden sie du Fehlbengen herangesogen Ebemso fällt bei Der „Vorwärts“ teilt folgendes mit: Der Landesvorstand 
Amfana der heutigen Nummer 6 Seiten. nen e eneeen eenen n vinen sontdembtrannen ete teudure nd dr Sr 
— — — der Mindeterttagen den Reihe n Die übrigen Reigs— staud des sozialdemolratischen Wahlvereins sür den Kreis 
nichtamtlicher Teil. nahnen derden endoultig abgeshätt, bevor nan an Hagenow⸗ Grevesmühlen haben beschlossen, die ozialdemolratischen 
Festslellen der Ausgaben geht. Sonst wird man stets ver— arlt enn eeeee m n un 
sfucht sein, die Msabe nach dem Bedarf zu dehnen. Gröhßte aunupene wahl zwischen dem sreismnnige 
Wermuth über das Reichsfinanzprogramm. Vorsicht ist bei der Veranschlagung n ein Fehl⸗ 3 e de rnn ee 
— a 1407 2 uli sür Herrn Sipkovich abzugeben. e haben deshalb bereits 
In dem Juliheft der Deutschen Revue verbreitet sich der frühere e nnter eee en ree e am 24. d. M. folgenden Aufruf erlassen: 
nnuen en n eee eee — dem e iejer mabigen Udesasen neigene Dieset bildet die An die sozialdemokratischen Wähler des ersten medlenburgischen 
i mengefaßte Grundsãtze des von Reserve fü et Wahlkreises! 
e angenommenen und befolgten Finanzprogramms n een eee e en oweit et Parteigenossen! Nachdem der sozialdemokratische Kandidat in 
e e en: neiheetan bond nachn von den aus einer der Hauptwahl ausgefallen, hat nunmehr Stichwahl zwischen den 
Oberster Leitsatz ist: Wahrung des Gleichgewichls. schlimmen Verdengenhen herrnttenden Vapfchtungen grundi 5 bürgerlichen Kandidalen staltzufinden. Wir sordern unsere Wähle 
Nicht eines bloß rechnerischen. sondern des wirtschastlichen Gleich⸗ baftein e n nt allen Minein vahin u arbeiten. daß der auf ihre Sümme dem lberalen Oberlehrer Sivkovich zu geben 
gewichts ¶Also Ausschluß künstlicher Mittel. die über eine augenblid- e en Schuene hen unerrnt wird Bilwere Herr Sipkovich hat unsere Januar-Stichwablbedingungen unte 
liche Verlegenheit hinweghelfen sollen. Die tatsächlichen Ausgaben Abeln verlan da esncen nene Lasten ehalb an den schristlich anerkannt. 
d Jahres müssen mil dessen wirklichen Einnahmen sich außerordentlichen Etat zu bringen weil man früuher bei — 
E— leihen Anlah geleden hate Zen langer Ausgaben nicht in 
2. Damit ist nicht gesagt daß den Finanzen die Alleinherrschaft werbender Art auf dem außero-dentlichen Etat bleiben, um so Die englische Flottenpolitik. 
lber die Ausgabeverhältnisse des ganzen Reichsbetriebs zusteht. Auf größer wird die Gefahr des Rüdfalls. Deshalb ist jede London, 27. Juni. Das Unbehagen, das durch die 
Zuarpheit und Wirhschaftlichleit in den Ausgaben muß die Ueberführung älterer Posten aus dem außerordentlichen in den beabsichtigte Entblößung des Mittelmeers von englischen 
Fmanzverwaltung auch dann dringen, wenn die Mittel reichlich sind ordentlichen Etat ein zwiefach⸗ꝛ Gewinn. Die Anleihe bleibt Schlachtschiffen hervorgerufen worden ist, wird von einem Teil 
Und selbst dringend erwünschte Auswendungen müssen bei unzureichen⸗ offen für werbende Ausgaben im kaufmännischen Sinne. Jedoch der tonservaliven Presse benutt, um bei dem Mange! 
den Einnahmen zurüdtreten. Wenn aber die Notwendigkeit neuer nicht so. daß Aufwendungen, die bisher im ordentlichen Etat an sonstigem Agitationsstoff eine kleine Panikhervor— 
Ausgaben, die in den Finanzplan nicht passen, unwiderstehlich sich stehen, unter der Schumarke „werbende Ausgaben“ auf die zurufen. Man berechnet jetzt, daß auch in der Nordsee die 
geltend macht, so wird neue Dedung geschafft Bei den Ausgaben, Anleihe hinübergeführt werden. Lage verzweifelt ist. deulschland werde binnen kurzer Zeit 20 
welche sich im ordentlichen Etat schon jetzt eingenistet haben, erzielt 5. Die gesetzliche Schuldentilgung wird ernsthaft don ausgeruftete Schlachtschiffe haben, während England jetz 
v bisher nur ungenügende Wirlung. Das in der Weise eingeführt, daß der Reichsschuldenbestand sich bloß über 27 verfügt. Unler der Ucbershrift 29 Kiele 
gilt beispielsweise von der inneren Organisation des Postbelriebes um die e Ueber die im Gesehbe gegen 27 ruft die Daily Mail aus: die eri — 
e en ie i der inrlu der vorgeschriebenen Beträge hinauszugehen, ann nicht in der tenkrisis der letzten Jahr⸗ ist eben jetzt der mns— 
eeen i u pl e Die Fähigkeit Absicht liegen. Aber die Schuldentilgung darf nicht eine hereingebrochen. Alles hängt davon ab, was die Relerun 
m n n rn parungen liegt fast ganz bei Parallelaltion zu neuem Schuldenmachen sein. Erst wenn und die Nation tun Uebrigens herrscht auf konservativer 
Fag ungen se er die Finanzbehörde bringt durch die Schuldentilgungsbeträge nicht mehr von der Jahresanleihe Seite keine Einigkeit über das, was zu tun ist. Manche wollen 
hartnäcligen Widerstand gegen jede Mehrbelastung des Etats das abgeschrieben zu werden brauchen sondern selbständig d vol in jedem Falle mehr Schiffe ander⸗ wünschen bloh die ver 
35 83 vrüft. wo sich durch in Wirlsamkeit treten, erst dann ist eine Schuldentilgung in Kriegsschiffe nach Malta uridgesant zu sehen, was nach 
—8 g ufwendungen Raum für neuen Bedarf Lauf gebracht. 2 gestrigen Antwort der Regierung nicht unmöglich ist, während die 
Zum Schluß sagt Wermuth: „Wer die vorstehenden Sätze Morning Post mit Lord Roberts für die Einführüng der allge 
3. Die Einnahmen stehen als feste Masse den Aus— liest. wird den Eindruck haben, daß sie beinahe nur Selbst— meinen Wehrpflicht plädiert. Es liegen keine Anzeichen vor, 
gegenüber. Einnahmn, welche je nach der Söhe der verständlichlkeiten enthalten. Eine finanzwissenschaftliche Ent— dal die Regierung über die in Churchills früheren Reden ange— 
lusgaber sich nach oben oder unten bewegen lassen. sind hüllung bringen sie keineswegs. Ihr Wert wie der aller deuteten Nachforderungen hinauszugehen beabsichtigt. 
Reich vom Uebel. Deshaͤlb ist es durchaus erforder⸗ Programme erhärtet sich, wenn sie energisch gehandhabt und Wichtige Zahlen Church Ils 
lich, die Matrikularbeiträge — so wenig sie auch im Vergleich beharrlich verteidigt werden. Das ist nicht so leicht wie die u 
zu den snie ieeeen h denenee n een in voran e te ene een nl enr esen Im englischen Unterhause antwortete gestern der englische 
besnnmten Betrag un hollen Kraft polmnsch bindenden Euu- e enu gie n e de ene e Marineminister Churchill auf eine Anfrage, daß die Zahl der in 
schlusses, ohne Verfassungsänderung, ist vorerst der Satz von wird ihnen (auch jetzt noch) von leiner Partei Und tkeinen nn dee n u brlinln onnente un 
80 Pfg. für den Kopf der Bepöllerung festgelegt. Er wird Staatsmann versagt; aber sie möchten weniger erhoben und e d een e ne 
einmal in jeder Finanzperiode zu revidieren, dann aber in fleißiger beachtet sein.“ 1902: England 31, Deutschland 9; 1912: England 16, Deutsch— 
bel euen sa e e c e oe hallen ———— land 12. Was die von beiden Ländern vom Stapel gelassenen 
αα — — — Panzerschiffe betrifft. so aab der Minister folgende Zahlen: 
Ins Q viel. Wenn etwas mich trösten kann, so ie de eeette, MN flog wie in wei n ——77 
Ein Schiffsroman vom olnenlund Wothe m darunter leiden wirst, was ich Dir jetzt tue, daß t eet lon vie e het Srtrnnn durrh die bruulend 
7 n ere Trennung für immer wie eine Befreiung empfinden hatte Jente Lörnsen noch nicht wieder 
Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipeig. Ich sehe weit in die Zukunft, Gül. Unser weihes Sgi elprvchen trogdem Tage vergangen waren, seit sie ihm Id, 
2 — riedes Bu ied⸗ i 
8 * n n mnn nur mit der Hand, die so eisig war, n e Urahne sprach, trͤgt Dich zurnd in e ihren Abschiedsgruß, der ihm so weh in 
ärtlich über das Gesi t und murmelte: „Joriede nunet 98 Im — 
du doch im Traum. Ich lann dich nicht deutlich eeen Unset Snenland lira in Schatlen Gul Wernhagen sel J bn run v n nn ee at r 
es ist ganz dunkel um mich, aber ich fühle deins Nähe, du bist dem es so still in meiner Brust geworden wie in einer Toten— e 9 * nn ani lich en Rol n e 
bei min nun hat dean Tod nichts Schredliches mehr.“ gruft. Ein anderes tut sich jeßt vor mir auf, das Land der Ni s uer prüfen 
VUUnd dann fuhr er geheimnisvoll fort: und ich will beten, daß ich es reinen Herzens durch— jedesmal n un e e men ggran e 
Ich war so hart mit dir, ich wollte dich keinem anderen enn n suhe heilige Kinderaugen sollen mir sens graue Sternenaugen i s e e 
n rlu ihn töten. Nun ist auch das vorbei. Ich scheint da uuch in vpen Schattenunde die Sonn⸗ Die Schiffsgesellschaft war nachdem der Sturm sich gelegt 
will nichts als dein Glück!“ 5 urm lich geleg 
in Gi dem d im Kanal das Wetter sich friedli i i 
Jente Lörnsen mahnte zur Ruhe, ich aber umschloß mit Und so lebe wohl mein Gül, mit dem letzten Gruß der un ich friedlicher zeigte, sehr heiter 
meinen Händen Saschas kalte Hand und flüsterte ihm leife 3 grüße ich Dich, der Liebe, die nicht lassen will und doch v Ta wurde des Aends aetanzt. Bowlen ae 
„Ich will bei dir bleiben Sascha, wenn du mich behalten Pryn meiner gedenlit, so sei es llill, wie man Gül un und Sen vrranlollet 
willst. Verzeihe mir, daß ich dir so viel Kummer zufügte, tiner en prn *. re de ieb 
ich will versuchen lernenn den Vater meiner Kinder zu lieben, Lebe wohl! Meine Kraft ist zu Ende. Wie meinen Bug. Ni zn e e aber er e 
denn er ist groß und gut.“ Seiland. so lebe ich Dich, ohne Begehren gans still bis 8. Nie uchte sein Blich das Steuerrad um den ‚Klabauter⸗ 
Da lächelte er so eigen, daß es mir in die Seele schnitt. zum Ende. Immer Deine Joriede.“ un nben ob er noch treulich Wache hielt über das 
Du tommst spät. Joriede,“ flüsterte er. „Schon breiten Gül von Wernhagen beugte lich tief über die feinen rNah die Wellen stei 
fich buntle Finche über mein Geschin der Tod sigt nur u Blätter und kühßte sie heiß und innig, und er schämte sich d biere ie Wellen steigen und sinken die Sonne aufgehe 
rlen und n nuch an der Snen die anen a e m ralnben und immer klarer und lichter wurdi 
Wir werden ihn verscheuchen, Sascha,“ sagte ich alle mei Und die Willen gi e ele 
8 23 e meine 2 gingen hoch im Golf von Biskaya und Und dann 
eees „Wir werden dich gesund pflegen en den Schiffsplanken, und dunkle Wolken— nãher n n u e 
iesen. wãände türmten sich am westlichen Simmel auf. — u 
un vielleicht ein Krüppel sein, blind, elend zu nichts Sturm gab's die Nacht, und Sturm wollte seine Seele. auf d ene een e laden in ueh eu ni onet 
nütze.“ ergänzle er bitter. ‚Der Tod kann nur befreien, nichts Tie M m 
nehmen.“ Das war eine tolle Fahrt mit dem weiß t und s uelen d e eee 
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en eee ee warf ich mich über ihn, und „Meteor“ durch das weiße Wogengebraus. fliegen h ie elende Zlinnen Ubet dr Dot 
auten über seine linden Augen. WB ieeah Was ist d 
Da lãchelte er weh und * e d HSaushoch stiegen die Wellen und hier und da wurde es doch „Was ist das? fragte er erschregt den Matrosen, der 
„Wie du es willst Joriede, so soll es sein lagte vu n 8 ul wenn zine owerg See Wrr ben u mi d erwalser nrhable 
er dann kehrte er still das Antlitz zur Seite. ß un und ole. Vir lnh u Se wnlen pun in g en nn n 
e gleribte ich, er wäre tot, aber Jente Aber der Kapitän mit den blauen Augen lachte und ver— Flammen.“ Glob er an soln e h dt Llouatlunn 
Er war be der Hand. Da ging ich still hinaus. sicherte: Gül h si d fl 
en. 4 . ül sah sinnend die Feuerflammen sich über Ded rin— 
baln mein u ich Abschied von Dir nehmen. hält 8 ren n n n eeet eee ee e 
immer. Was Du mir gewesen, war so unermeblich Da dla 757* a sah er den „Klabautermann“ auf seinem alten Platz lihen, 
glätteten sich auch die ängstlichen Gesichter, und der unbeweglich und ernst. Die dunkle Gestalt hob sich
	        
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