Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

Ausgabe 4. Sonntag, den 23. Juni 1912. Morgen⸗Blatt Ur. 312. 
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Cagesbericht rüclzuführen, daß sich Mädchen in erheblich größerer Zahl als zum Preise von 250 Mefür Erwachsene und von 1,50 Mfur 
früher an die Stellenvermittling gewandt haben. Die Qua— Kinder verabfolgt. Wer sich in den Besitz einer solchen Karte 
Ordensverleihung. Dem Oberingenieur Brinkmann lität der sich an die Stellenvermittlung wendenden Personen— sett, kann für den billigen Preis von 2,00 Meoder 150 M 
von der Germania-Werft wurde der Rote Adlerorden 4. Klasse kreise hat sich unverlennbar gehoben. Unter den im Mai 1912 wãhrend der Gültigkeitsdauer der Ferien— oder Monatslarten 
verliehen. Oberingenieur Brinkmann war belanntlich srüher Vermittelten waren 713 Mädchen (1911: 43), 3 Bausdiener nicht allein die Badeanstalt benutzen. er hat auch das Recht 
Direltor der Schiffswerft von Henry Koch in Lübed. 2) Aushilfen u 28). e en enn m ee di e 
ir Travemünde. *X — ellen g 4911: 158). avon betrug die Za r eansta riwall enthä uskleideschrãnke. ußerdem 
eeee esee n ne Neumeldungen 138; diese setzten sich zusammen aus 120 Mãdchen ist ein sehr geräumiges Familienbad vorhanden. Der vorge⸗ 
lumgen über die Zurüdstellung einiger Samburger Verkehrs— ¶011: 133), 15 Aushilfen und Tagesmãdchen ¶o11: 2) und lagerte schöne Strand eignet sich vorzüglich fur die jetzt so be⸗ 
wünsche wird uns geschrieben: Wenn sowohl die Ablehnung 3 Sausdienern (1911: 4). Von Stellungsuchenden liefen 102 liebten Sonnenbäder. Wer billig und angenehm baden will, 
des Samburger Wunsches lach Einstellung eines durchlaufenden Meldungen ein (1911: 96) und zwar von Mãädchen und Stũtzen der gehe also diesen Sommer nach dem Priwall. 
Nachmittags⸗Eilzuges Hamburg Lübeck- Travemünde (Hamburg aller Art 80 1911: 5)), von Frauen und Tagesmãdchen 19 Wie man Butter frisch erhält. Ein ebenso einfaches wie 
ab 5,08) wie auch nach Früherlegung des Zuges 53 (jetzt Trave⸗ ¶911: 33) und von Sausdienern 8 (1811. 6). Hinzu kamen probates Verfahren, die Butter in der Sommerhitze frisch zu 
münde ab 7,40, Samburg an 9,10) auf den Widerspruch aus dem April übernommene Meldungen, so daß im ganzen erhalten, wird den Hausfrauen von einem französischen Che— 
der Lübecker Interessenten bezw. der Lübedcder 149 Gesuche vorlagen. miker in folgendem Rezept in die Hand gegeben: Man wasche 
Handelskammer zurüdgeführt worden ist, so bedarf dies Zum Sandikap der Motorjachten des Kaiserlichen Jacht⸗ die Butter und lege sie, in feste Klumpen geformt, ins 
doch noch einiger Erläuterungen. In Lübeck hätte man gegen Hubs von Kiel nach Travemünde am 28. Juni. Der Kaiser— Wasser. Dann nehme man die Klumpen heraus, bestreiche sie 
einen nach Travemünde direkt durchgeführten Zug HSamburg ab liche Jacht-Klub hat anläßlich seines 25jährigen Jubiläums mittels eines Pinsels mit einer Siruplösung, die man durch 
5,08. da h. 12 Minuten vor dem nach Stettin fahrenden Zugs ein internes HSandikap für Seekreuzerjachten ausgeschrieben, zu Schmelzen von Zucker hergestellt hat. Der Sirup soll warm 
D 3 Getzt Samburg ab 6,20, Lübed an 6,14, ab (mit Um⸗ dem 9 Fahrzeuge gemeldet haben. Das Sandilap führt von aufgetragen werden; es schmilzt dabei die Oberfläche der Butter, 
steigen!) 6,20, Travemünde an 6,47) ganz gewiß nichts einzu⸗ Kiel nach Travemünde am 28. Juni, Start früh 6,830 Uhr. und sie bildet so eine aus Zucker und Fett bestehende Isolier— 
wenden gehabt, wenn der Wunsch nach Einstellung eines solchen Die Bahn ist 65 Seemeilen lang durch den Fehmarnsund, so schicht, die die Butter gegen die zerstörende Wirkung der Hitze 
Vorzuges von Lübeck nicht durch den Verlust des schon seit vo⸗ daß die Boote bald nach Mittag in Travemünde ein— unempfindlich macht. 
rigem Sommer bestehenden gleichfalls nach Travemünde durch— treffen dürften. Da die Ausschreibung intern ist, braucht nicht, 
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Travemunde an 5,47) zu erkaufen gewesen wäre. Der Annehm— Vergüutungs⸗Verfahren des Verbandes in Anwendung gebracht Til de⸗ hiesigen Schoffengerihls vn 31. On emne 
lichkeit des Umsteigens mit Zug D enthoben zu sein, hätte werden, jeder kann nach Herzenslust flott darauf los fahren cfannitte vn aen verureilt c— Andetlagle 3 
also der empfindliche Nachteil des Verlustes des Zuges 52 und braucht nicht event. im Ziel liegen zu bleiben. Leicht wird dt enn e e ee d en Verschmen 
überhaupt gexenüber gestanden. Dieser Zug ist aber als bester es dem Sandikaper nicht werden, denn es hat sehr ungleiches diud und Truntsucht nnin u eert nachte 
Zug nach Schluß der Hamburger Börse sowie überhaupt wegen Material gemeldet er von Harburg über Samburg nach Lübedh angeblich um nach 
seiner Lage am frühen Nachmittag von erheblicher Wichtigleit, Grevesmũhlen zu fahren. In Lübed brachte er all sein Geld 
und zwar, wie wir meinen, nicht nur für die Lübecer, sondern 1. „Lenz IrWng. Tepelmann ——— 5 na nen 
iw Farasp ce mnaner 182 160 hindurch. Völlig mittellos betrat er am solgenden Morgen 
auch für die Hamburger, die bei der Benutzung dieses Zuges in . BSenny⸗ W. Kunstmann —2 eine Wirtschaft in der Holstenstraße und machte dort eine Zeche 
Travemünde 6,47) noch früh genug ankommen, um von dem . Brinz Sendrik J Collardin 142 30 bon L75 M. Er suchte sich dann heimlich zu entfernen, wurde 
Abend noch etwas zu haben. — ein Vorteil. der allerdinas in 3 ee n ahr Fara 13 2 aber vom Wirt abgefaht. Gegen das schöffengerichtliche Ur— 
höherem Grade noch bei schnellerer Durchführung des Zuges 3 e hedie unrot 5 zo teil hat der Angeklagte Berufung erhoben. Es erfolgte heute 
auf der Lübeck Trapemünder Strede erreicht werden könnte. 8. Vogelsang Maior v. Ensewort 1330 238 seine Freisprechung, weil nicht sestgestellt werden konnte, daß 
Nicht viel anders liegt es in umgekehrter Richtung mit dem N ESophie ẽlisabeth· ¶ Leop. D. Biermann 11. 66 28 der Angeklagte die Absicht, den Wint zu betrügen, gehabt habe. 
Morgenzuge 53 (Travemünde ab 7,40, Lübed ab 8,12, Sam— Es ist äußerst erfreulich, daß sich diese Boote zu einem — Wegßen Diebstahls hatte sich am 16. April d. I. der 
burg an 9,10). Die Hamburger wie die Lübecker Interessen solchen Handikap zusammengefunden haben, und wir wollen Anbauer und Arbeiter Johann Ha. aus Albsfelde vor dem 
sind bezüglich dieses Zuges immer nur dahin gegangen, ihn hoffen, daß sie an diesem rein sportlichen Sandikap recht viel hiesigen Schöffengerichte zu verantworten. Er sollte am 12. März 
10 bis 20 Minuten früher, spätestens jedenfalls um 9 Uhr, d. h. Freude haben werden. d. J. seinem Arbeitgeber, dem Pächter Antze, einen Sad mit 
ungefähr zum Beginn der Geschäftszeit in Hamburg anmubringen. Squlerruderregatta in Travemünde. Der Rudersport 20 Pfund Gerstenschrot 15 Pfund vafer, weiße Erdnukuchen 
Dieser Vorteil haͤtte sich in einen erheblichen Nachteil verwan⸗ hat in den leien Jahrten nen groben Afschwung genommen. In und Kleie weggenommen haben. Vom Schöffengerichte wurde 
delt, wenn man statt dessen schon 40 Minuten früher, also welchem Maße er sich auch unsere Jugend erobert hat, wird man der Angeklagte mangels hinreichenden Beweises freigesprochen 
um Uhr Travemünde hätte verlassen und schon um 1.27 Uhr am nächsten Sonnabend, dem 29. Juni in Travemünde be— Gegen dieses Urteil hat der Staatsanwalt Berufung erhoben. 
in ibe un s Un in enura eingetroffen wäͤre. Man hachlen konnen Es lindet dort eine vporaussichtlich recht in— In der heutigen Beweisaufnahme wird der Angeklagte der Täter— 
n n e n en en ee ue en n eet a e eeen en ntun wue r ut uch hervor, dah der Ange— 
Travemünde aufstehen müssen, um dann gleichfalls viel zu u Eiin, Sadereleben beg Gaharineum und Johan— llaote schon lange im Verdacht steut, Diebereien zu begehen. 
früh sowohl in Samburg wie vor allem in Lübeck anzulangen; neum), Neumunster, Rendsburg und Schleswig starten. Neben Tem Antrage des Staatsanwalts entsprechend, wird der An— 
dazu wären bei so früher Abfahrt des Samburger Morgen— zwei Schnelligkeilsrennen finden auch zum ersten Male zwei Stil geklagte zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt . Wegen Ver— 
zuges die Lübecer Geschäftsleute nicht mehr imstande gewesen, rudern statt. Zur Verteilung kommen folgende Preise: Ein gehens gegen das Krantken- und Invaliden— 
vor ihrer Abfahrt nach Samburg die etwa dringliche Morgen⸗ Ehrenpreis eines Hohen Senates der freien und Hansestadt persicherungsgeseß wurde der Kontorist Se. vom hie— 
durchzusehen. Hoffentlich gelingt es im ersten Falle durch Lübeck, ein Wanderpreis Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs sigen Schöffengerichte in vier rerschiedenen Fällen zu Hast— 
Einstellung eines SHamburg · Travemünder D Wagens oder in Friedrich August von Oldenburg (Sieger 19112 Johanneum stlafen von je 1 Woche verurteilt. Ter Angeklagte, dessen Zah— 
sonst geeigneter Weise und im zweiten bur Früherlegung Lübech, ein Ehrenpreis, gestiftet von Lübecker Sporisfreunden, lungsunfähigkeit festsland, hatte im Sommer v. J. als Arbeit— 
des schwedischen Zuges Deö (etzt Lübed ab 7 Uhr) allen Wün⸗ ein Wanderpreis des verstorbenen Geh. Baurats Zimmer— geber vier Personen beschäftigt, die sämtlich versicherungspflichtig 
schen gerecht zu werden. Von einer Kollision der Hamburger mann, Eutin (Sieger 1911: Johanneum-Lübed). Es wird waren. Er war ver tet, bei den Lohnzahlungen den be— 
und der Lubeder Interessen ist jedenfalls in den vorliegenden sich jedenfalls lohnen, unsere Jugend in heißem Streit um die treffenden Personen Maüge für die Kranken- und Invaliden— 
beiden Fällen nicht die Rede. Preise ringen zu fehen. Es fahren zu diesem Zweck zwei Dampfer versicherung zu machen, und serner diese Abzüge an die zu— 
uUeber die Bahn Schwartau — Neustadt hat am 19. Juni in See. Karten und Programme sind in der Buchhandlung von ständige Kasse abzuführen. Dieser Verpflichtung ist der Ange— 
Lübecker Tageblatt die auch an die auswärtige Presse A. Quitzow, Breite Straße, zu haben. klagte nicht nachgekommen. Der Angeklagte hat Berufung ein— 
übergegangene Meldung gebracht, derzufolge sich der preußische Unteeltungsverei ĩ e gelegt, die sich gegen die Söhe der Strafe richtet. Unter Be— 
Eisenbahnminister nunmehr endgültig für den Bau jener 19 e ene e ee rüchsichtigung des Umstandes, daß der Angeklagte nicht mehr 
Strecle durch den preußischen Staat entschieden habe. Wie uns ndel Er hal sih die in a sn e h Arbeitgeber ist, wird er jeßt zu 60 M Geldstrafe verurteilt. — 
inzwischen vom Komilee jener Bahn mitgeteilt worden ist, une u e ee n e ee Wegen Bergehens gegen die Gewerbeordnung 
beruht jene Meldung auf einem Irrtum. Eine Entscheidung des Maehbren uh Beschaffung von Geld usn zu wird gegen den Bauunternehmer H. verhandelt. Die Ehefrau 
preußischen Ministers in jener Frage ist bisber leider noch Allen, die diefer Arbeit wohlwollend gegenber slehen iber des Bauunternehmers Gr. hatte die Erlaubnis, in den Räumen 
nicht ergangen. dem Orden selber nicht beitreten möchten, ist hier Gelegenheit eines Hauses an der Kronsforder Alee die Schenkwirtschaft zu 
Deffentliche Stellenvermittelung für Sausangestellte. gegeben, sich an der Bekämpfung des Alkoholismus zu be— betreiben. Am 24. Januar schloß der Angeklagte mit dem Ehe— 
Die günstigen Wirkungen des Stellenvermittlergesetzes machen sich teiligen. Der Vorsitz wurde Direktor Dr. Hartwig übertragen. mann Gr. einen Pachtvertrag. Das Grundstück kam dann in 
mehr und mehr in einer wachsenden Inanspruchnahme der öffent— *Badeanstalt Priwall. Eine wertvolle Neuerung ist in Zwangsverwaltung, und von dem Zwangsverwalter pachtete der 
lichen Stellenvermittelung und in einem wesentlichen Steigen diesem Jahre in bezug auf die Benutzung der neuerbauten Angeklagte ebenfalls die Wirtschaft unter der Bedingung, dab 
ihrer Vermittlungsʒahlen bem⸗ bar. So betrus die Zahl der Badeanstalt Priwall eingeführt worden. Den Inhabern von er als Vertreter Gr.'s gelten solle, so lange, bis er selbst die 
Vermittlungen im Monat Mai 1912: 100, im Mai 1911: Ferien- und Monatskarten der Lübeck Büchener Eisenbahngesell— Konzession erhalten habe. Letztere hat er auf sein Nachsuchen 
3 und im Mai 1910: 53. Dies ist nicht allein darauf zu— schaft werden am Schalter der Bahn auf Wunsch Badekarten nicht erhalten. Seit dem Abschluß des Vertrages mit Gr. und 
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denn Engel ist eine durchaus selbständige Persönlichkeit, sondern Bilde immer das Wie vor dem Was setzen müssen und werden 
40. Kunstausstellung in der Ratharinenkirche. weil auch dieses Bild zu den besten Werken der Ausstellung dankbar sein, wenn das eine das andere nicht ausschließt. Einen 
ul. gehört. Wenn aber von den besten Bildern die Rede ist, dann liefen Inhalt nach der geistigen Seite strebt Leo Puß nicht an, 
Lubed 22. Juni. müssen auch sofort die Gemälde von Carl Vinnen genannt aber er macht das, was er als Maler gesehen hat, zum 
—ea * 72 werden. Es ist sehr schwer zu sagen, welchem man den Gedicht, wie sein „Alt in der Sonne“ beweist. Der Inhalt eines 
Auf ein außerordentlich frisch lingemaltes Bild von Walter Vorzug geben soll, jedes hat seine Schönheit für sich. Das Bildes muß eben doch in der malerischen Leistung und nicht 
Klem m,. „Weihnachtsmarkt in Dachau“, muß die besondere Auf. „Mittagsbrüten“ ist schon ein älteres Werk des Künstlers und im Titel liegen. 
merlsamkeit hingelenkt werden, da das lleine Gemälde leicht hat vieles, was an die charalteristische Art der Worpsweder, als Der gröhte Vorteil, den man von der „Auferstehung 
übersehen wird. Walter Klemm ist ein ausgezeichneter Graphiter, sie noch eine Gemeinschaft bildeten, erinnert. Vinnen ist in— des Gedankens in der Malerei“ haben wird, dürfte eine eifrigere 
der sich als ein treffsicherer Impressionist erweist. Weniger ge— zwischen reifer und freier geworden, das sieht man an seinem Beschäftigung mit dem Figurenbilde sein, denn noch hat die 
lungen ist sein Ausstellungspark wenn auch hier längere März und dem „Abend“, beides Bilder von unendlichem Landschaft die Vorherrschaft, wie man ja auch in unserer 
Betrachtung viel Gutes entdecken läßt. Daß von E. Oppler nur Stimmungszauber. kleinen Ausstellung sehen kann. Zu den Landschaftern, die ein 
etwas Wertvolles zu erwarten ist, weiß man, und so gibt sein Unter den Münchener Malern der Gegenwart hat vielleicht richtiges Gefühl für das Bildmähige haben, die Technik voll— 
Strand von Dieppe sowohl im glüchklichen Festhalten des keiner sich so energisch durchzuseßen gewußt, als Leo Putz. kommen beherrschen und das Interesse des Beschauers gefangen 
Augenblids wie in seiner ganzen Farbenstimmung ein sehr inter— Er ist in erster Linie Maler und seine Frauengestalten haben nehmen, gehört Hans Licht. Es geht ein poelischer Grund— 
essantes Bild das den Künstler zugleich von einer neuen Seite für ihn nur malerische Bedeutung. Er beherrscht Form und zug durch seine Bilder, eine Vorliebe für eine leise Melancholie, 
zeigt, denn bisher war man gewohnt, die Art, wie sein Stilleben Zeichnung wie irgendeiner, aber er verzichtet darauf, einige die aber gerade das Anziehende in seinen Landschaften ausmacht. 
gemalt ist. als seine eigentliche Handschrift zu betrachten. Ver— Alte nebeneinander zu stellen und dann darunter einen Titel Ein Künstler, dessen Bilder viel Beachtung finden, ist Hermann 
schiedene Seiten seines Könnens bringt auch L. Detthnaun in zu sehen, der einen grüblerischen, philosophischen, möglichst Urban. Seine Sommernacht“ ist von padender Wirlung 
seinen beiden Bildern zum Ausdrud. Die „Sonne!“ ist ein rätselhaften Inhalt des Bildes andeuten soll. Fast gehört schon mehr aber beschäftigen sich die Besucher der Ausstellung mit 
Versuch, die intensivste Lichterscheinung mit unsern immerhin wieder Mut dazu, etwas nur des malerischen Reizes wegen „Astura“, denn das Bild gibt allerlei Rätsel auf. Daß 
sehr beschränkten Mitteln, wie es die Malerfarben nun einmal zu malen. Die Rückkehr zum gedanklichen Inhalt wird lauter ein so trefflicher Maler wie Urban das, was er gemalt hat, auch 
sind, zut Wirkung zu bringen. Tatsächlich ist der Versuch und lauter gepredigt und es gibt bereits wieder zahlreiche gesehen haben wird, daxf man von vornherein annehmen. So 
auch soweit als denkbar geglücht, wenn man auch darüber streiten Maler, die den Mangel ihres Iandwerklichen Könnens durch wird man ihm glauben müssen, daß der seichte, rötliche Grund 
kann, ob es sich um die Morgen- oder Abendsonne handelt. einen tiefgründig sein sollenden Inhalt verdecken wollen. Daß dort überall zu sehen war, wo die Wassersfläche die Luft 
Der Maler soll allerdings die Absicht gehabt haben, die die inhaltslose Malerei sich überleben mußte, ist selbstverständlich nicht spiegeln konnte. Schwerer wird man finden, woher das 
Abendsonne darzustellen. Viel anspluchsloser ist das zweite aber man wird gut tun, die Errungenschaften der Zeit, die Licht kommt, denn die Schatten sind nicht konsequent durch 
Bild Malerinnen im Grünen darstellend. Und doch ist dieses malerischen Offenbarungen des Realismus und des Impressio— geführt. Eigenartig wirlt auch Karl Leipolds „Deich in der 
Bild weitaus vorzuziehen, es ist mit so feiner Empfindung, so viel nismus, denen man es verdankt, daß die Maler wieder malen Marsch“, es ist ein sehr feines Bild, an dem man nur aus— 
malerischem Reiz und mit so fabelhafter Geschicklichkeit gemalt, dab gelernt haben, bei dieser Gelegenheit nicht wieder über Bord setzen kann, daß es allzu typisch für die Art dieses Malers ist, 
es zu den besten Werken Dettmanns gezählt werden muß. An zu werfen. „Ein Maler muß malen lönnen“ sagte König Ludwig J. der anfängt, sich zu oft zu wiederholen. 
die Seite kann ihm Otto 5S. Engels „Drei Friesinnen“ gesetzt por einem sehr inhallsschweren Werle von Cornelius, und er Mortsetzung solat.) 
werden. nicht weil hier eine gleiche Richtuna angeltrebt wird traf inllinttiv damit das Richtige. Wir werden vor einem
	        
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