Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

Ausgabhe 2. Freitag. den 14. Juni 1912. Morgen⸗Blatt Ur. 295. 
— —— 2. EEff3232 
h i t den Kriegsteilnehmern aus den Feldzügen bis ein— Sri S l trane geleitet und dürfte einen 
227 — anzpun es Festes en. 
Cages er ch lin 14 7 sur di teten ome e e b. Sansatheater Aus der Theaterlanzlei schreibt man uns: 
unter Wahrung ihrer staatsbürgerlichen Rechte die Ein⸗ Das glänzende Programm findet allgemein große Mn— 
Das neue Einkommensteuergesetz dommensteuer zu erlassen, zu entsprechen beschlossen erkennung. was durch den läglich wachsenden Besuch bewiesen 
Bei den diesjährigen Budgetberatungen wurde der Bürger— hat. Das finanzielle Ergebnis dieser Steuerbefreiung wird wird. Nur noch wenige Tage bleiht das Ensemble hier, man 
schaft seitens des Senates mitgeteilt, da der seit zwei Jahren sich nach einer Berechnung der Steuerbehörde mutmahlich auf hume hn en arhtnnann an 
zur Beratung und Verabschiedung durch die Bürgerschaft vor— etwa 6000 Mstellen, wobei freilich zu berüdsichtigen ist daß m Zobg ind paßß ns 
bereitete Entwurf eines neuen Einkommensteuergesetzes der Bür⸗ diese Summe sich naturgemäß von Jahr zu Jahr verringern — — 
gerschaft demnächst zur Verabschiedung zugehen werde. Dies wird. X Travemünde, 14. Juni. Sprechtage des Amts— 
ist nunmehr geschehen. Der aus dem Jahre 1907 stammende Im ganzen wird somit nach Einführung des neuen Ein— gaerichts finden hier am 4. Juli, 1. August und 5. Sept. d. J. 
Gesetzentwurf hat, wie bekannt, im Laufe der Jahre manche kommensteuergesetzes zunächst mit einem jährlichen Ausfall vormittaass 11 Uhr, im Polizeigebäude statt. (S. amtl. Teil) 
Abänderungen erfahren. Die letzten vom Bürgerausschuß in von 70000 Mzu rechnen sein. Der Senat muß daher das 
seinen Sitzungen vom 26. Jan. und 10. Sept. 1910 empfohlenen gröbte Bedenken tragen, diesen durch Annahme der Sanseftãdte. 
Aenderungen gingen dahin, von der gesetzliche n Festsetzung vom Bürgerausschuß bezüglich der Auiengesellschaften gestellten Samburg, la. Auni. Eine schreckliche Blut- 
der jährlich zu erhebenden Einheitssätze (mindestens 4 und Anträge noch um weitere etwa 57 000 M zu steigern. Einen tat spielte sich Donnerstag vormittag zwischen 8 und 9 Uhr in 
höchstens 6) abzusehen und die Bestimmung der Söhe der zwingenden Anlaß zu der vom Bürgerausschuß angestrebten Be— der Ortrudstraße ab. Dort befindet sich die Wirtschaft von 
Einkommensteuer den alljährlichen Budgetverhandlungen vorzu— günstigung der Altiengesellschaften vermag der Senat nicht an— Szrajbrowski. Der Mann war ausgegangen, und die Frau 
behalten, das unter gewisser Voraussetzung, nämlich wenn der zuerkennen, zumal auch in Hamburg eine solche nicht besteht. befand sich allein mit ihrem vierjährigen Knaben im Hause. 
Steuerpflichtige eine Familie von mehr als 3 Personen zu Ein Fall, in dem die hier geltenden gesetzlichen Bestimmungen Während dieser Zeit betrat der in der Richardstraße woh— 
ernähren hat, von der Einkommensteuer freizulassende Ein— der Bildung einer Alliengesellschast hindernd entgegengestanden nende Kassierer Sch. die Wirkschaft und geriet mit der Frau 
kommen von 600 Mauf 900 Mzu erhöhen und Einkommen von hätten, ist dem Senat nicht bekannt. Sollte iedoch die fort— in Wortwechsel. Er griff nach einem Brotmesser und brachte 
900 bis 1600 Meunter derselben Vorausseßzung nur zur schreitende Entwickelung unserer Stadt die vom Bürgerausschuß der Frau einen Stich in die linke Brust und einen in die 
halben Steuer heranzuziehen, das Einkommen lübeckischer Altio— gewünschte Erleichterung der Gründung von Altiengesellschaften rechle Stirnseite bei. Die Frau griff nach dem Messer und 
näre aus Altiengesellschaften oder Kommanditgesellschaften auf als zwechmähig erscheinen lassen, so lann solche unter hoffentlich schnitt sich die Finger der lechten HSand durch. Dann brach 
Aktien bis zu 200 Dividende vom eingezahlten Altienkapital günstigeren finanziellen Verhältnissen jederzeit eingeführt sie ohnmächtig zusammen. Als der Messerheld sah, was er an— 
von der Einkommensteuer freizulassen, wenn die Gesellschaften werden. gerichtet hatte, schnitt er sich die Kehle durch, und zwar so 
mindestens die Hälfte ihres Einkommens hier versteuern, so— Bemerkt sei noch; daß durch das neue Gesetz die Ein— tief, daß der Kopf fast vom NRumpfe getrennt war und der 
wie endlich den Altiengesellschaften und Kommanditgesellschaften tkommensteuer aus einer festen in cine bewegliche umgewandelt Tod sofort eintrat. Auf das Geschrei des Kindes eilten Nach— 
auf Altien, die mindestens die Hälfte ihres Einkommens in werden soll und in Zukunft die Grundsteuer nach dem ge— barn und Schutzleute herbei, die der Frau sofort Notverbände 
Lübeck versteuern, zu gestatten, die verkeilte Dividende bis zu meinen Wert, die Gewerbesteuer, die Beiträge zur Kranken-, anlegten und für die Ueberführung in das Krankenhaus St. 
206 des eingezahlten Akltienkapitals von dem steuerpflichtigen Invaliden- und Unfallversicheceung, zu Witwen-, Waisen- und Georg sorgten. Die Leiche des Sch. wurde in das Hafen— 
Ueberschuß abzuziehen. Pensionskassen, sowie die Lebensversicherungsprämien bis zum hrankenhaue gebracht. Ueber die Ursache des Streites muß die 
Die Steuerbehörde, zur Aeußerung über diese Anträge Betrage von 300 Mevom steuerpflichtigen Einkommen abge— sofort eingeleitete Untersuchung das Nähere ergeben. — Zu 
aufgefordert, hat darauf hingewiesen, daß durch die vor— zogen werden dürfen. der Tat erfahren die 8bg. Machr noch, daß Sch. früher 
geschlagene Begünstigung der Altiengesellschaften zunächst mit — —2 Schlachter war ad zuletzt den Posten eines Einkasfierers be— 
einem Steuerausfall von 37000 Mezu rechnen sei, so daß * Katharineum. Zur Erinnerung an seinen Vater, der vor leidete Er ist der Schwager des Szrajbrowski und hatte 
sich zuzüglich der übrigen Ausfälle, die nach dem neuen Ein— 75 Jahren als Abiturient das Katharineum verließ, übergab diesen gebeten, ihn beim Einkassieren behilflich zu sein. Am 
kommensteuergesetz eintreten werden, die Mindereinnahme aus Herr Konsul Siemssen-Futschau der Anstalt eine namhafte Donnerstas kam er zu Sz. und fragte nach ihm. Als er er⸗ 
dieser Steuer im ganzen auf rund 100000 M belaufen werde. Summe zu einer Prämienstiftung für die aus dem Realgymna— fuhr, daß er zum Einkassieren unterwegs sei, erklärte er, daß 
Mit Rüdhsicht hierauf, sowie auf die damalige Finanz- sium mit dem Zeugnis der Reife abgehenden Schüler. das schen vorgestern hätte erfolgen können. Er wurde da— 
lage des Staates, die es nicht ratsam erscheinen ließ, einen Die ersten Postreferendare werden in diesem Jahre er— bei sot erregt, daß er die schredliche Tat vollbrachte 
Einnahmeausfall in solcher Söhe hinzunehmen, hat der Senat nannt werden. Sie sind 1908 als Anwärter für die höhere S ja⸗ 
2 chleswig⸗Holstein. 
einerzeit von der weiteren Verfolgung der Vorlage Ab— Laufbahn des Postdienstes eingetreten. In diesem Jahre sind es 2 d 
— n Kiel, 14. Juni. Fast 400000 Mverlieren die 
stand genommen. 54 Anwärter, die nach Bestehen der Prüfung zu Postreferen- Glaͤubiaer des ehemmaen Befihers bes volels Germania 
Der Senat hält den Zeitpunkt für die Einführung des daren ernannt werden können. rdaer ma e n v 5 
neuen Einkommensteuergesetzes nunmehr aber ür gekommen Be— BVuae den Mißbr jtiger Getränle. In röger, und des Weinhändlers und Restaurateurs Vierich. In 
uen erein gegen den Mißbrauch geistiger dem einen Falle erhalten sie 400, in dem anderen o ihrer For⸗ 
reits siebenmal ist durch Gesetz die Geltungsdauer des vierten Beuthen in Oberschlesien findet zurzeit die 29. Jahresversamm— dcrunden. Rund 31 do ich un boo Mosse veaen 
Nachtrages vom 2. Dez. 18903 zum Geseß vom 27. Mai 1889, sung des Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Ge⸗ naen un en eee r oe aggen 
beln die Eintommensteuen ß ein ns Re hr e * über. Es ist dies eins der traurigsten Ergebnisse aus Kiels 
en . auf ein neues Rechnungsjahr er⸗ tränke statt. Bei dieser ist Lübeck durch Herrn Reg.⸗Rat Dr iineatt Aielen 2 u 
recht worden. Es ist wunschenswert daß hinshllich der Ein— i hin a ner Re ndereit e leleine moderng Stadt et 
wi sinsich Geise und Herrn Th. Buhrmann vertreten. Nach einer Reihe vuß 2 * —A 
tommensteuer endlich wieder feste und dauernde Beslimmunge gibt sich aus der Feststellung, daß nur ein Drittel der Stadt 
e a e Bestimmungen von Vorträgen aus dem Gebiete der Alkoholbekämpfung wurde 1 eban me ber dooo ohnhamer sinde n den 
getroffen werden. Vor allem aber kommt in Beltacht, dahß aßi r in e ee e 
t im geschäftsordnungsmäßigen Teil der Tagung beschlossen, die len Jahnehn sand. ae ladt 
das Einkommensteuergeseß den Schlußstein der Finanzreform bil— aecanenen n hte iin a n e e eenten auden e t ene deene 
det, die auf den Vorschlägen der durch Rat- und Bürgerschluß shen nn v n u 
pon J. Dez. 1908 zur Prüfung der Steuergesetzentwürfe einge- Fũr die Nationalflugspende sind im Fürstentum Lübed und e ge ae e t 
etzten gemeinsamen Kommission beruht. Erst die bewegliche Ein- bisher 3096,05 Meeingegangen en een u in proptt ueee ee. 
konmensteuer ermbalicht enn dag elihe Bidgel ne aunder * wurden in der Altstadt zwei Drittel aller hohen Säuser in den 
n h lich Ddaget ohne auße X Das Aushebungsgeschäft für den hiesigen Aushebungs— seblen zehn Jah qia ce e e 
ordentliche Maßnahmen zum Ausgleich bringen. Zu d i i j ent Jabren ern en pn ee Sa egn 
ern zu g — em bezirk findet vom 24. bis 28. Juni auf dem „Pockenhof“ am Hinlerhaufern und Kellerwohnungen rfreuich 5 3 
hierin liegenden Vorteil des neuen Gesetzes treten die weiteren Burgfeld statt. (S. Bel. im amtl. Teil.) iner un ere ngen merwene err un. 
Verbesserungen, die auf Grund der mit der HSandhabung des Die W len den on Babrausaltcu bet 32 19 u 4 
deslehenden n vielfacher iniht eraleten Gruer en ie Wasserwärm e in den stãd tis hen ranstalten betrug fall. Sier war eine Gesellschaft von zugereisten t an— 
l — am 13. Juni im Krähenteich 21 Grad Cels. auf dem Falkendamm nn die mit ihren Wirten zusammen in einem Moto—— 
Erfahrungen vorgenommen sind. 22 Grad ess oot von der Medolden-Fähre nach Ballum fahren wollte. 
Was die Wänderungen des Bürgerausschusses anbelangt, ———— uwrn 40 lenen u d Frn e 
el i e belen aereanenen nt t b. hojahr iges Iubilm de Moersachsishen Süngerbundes. tdentt re e ue e 
ichen Festlegung der Einheitssteuersätze, die mindestens erhoben Auf vielfache Anfragen betr. Ausschmücung der, Straßen, theg Beiert, Frau Jensen, die neunjährige Tochter Edel des 
verden sollen und höchstens erhoben werden dürfen, nicht beizu— die hauptsächlich von den Sängern bei der Ankunft und VPastors Jürgenfen, ferner Maria Jürgensen, eine Cousine 
kreten. Er erachtet es vielmehr im Interesse des Zuzuges von im Verlaufe des Festes durchzogen werden, teilen wir mit, des Pastors, sowie Fräulein Boesen. Ferner sind noch er— 
uswärts für deboten die vochsigleme der Slcer fesniege daß die Sänger am Sonnabend ahend unter Musikbegleitung trunken eine Tochter des Hofbesitzers Mathiesen in Bülderuß, 
pohaten rer sieeg pomn Bahnhof um das Sosstentor, durch die Braunstraße über Zans Febderfen Bansen sowie Maria Bansfen aus Zesbin 
Steht dieser Festlegung allerdings eine gelegentliche darüber hin— den Markt durch die Hüxstraße, Königstraße, Mühlenstraße i aänt iche 
l i gtraße, eine Tochter des Hofbesißers Hansen. Sämtliche acht Leichen 
ausgehende Steuererhebung nicht entgegen, so würde es hierfür nach den Stadthällen geführt werden. Die Samburger und sind gefunden. 
doch einer Aenderung des Gesehes bedürfen, zu der die geseb— e nane len n h b i un Großherzogtũmer Meglenburg. 
gebenden Körperschaften sich nur bei unbedingter Notwendig- z Uhr abends. Der Wedruf am Sonntag morgen um 27 Uhr o Dassow, 14. Juni. Für den Bund der Saud— 
leit mangels anderer Einnahmequellen entschließen würden. nimmt seinen Weg vom Bismarcdenkmal, Untertrave, Beder- werker machte Schlossermeister Dietz-Erfurt in einer Ver— 
Der Abänderung betr. Erhöhung des steuerfreien Ein— nb rn e n ere ee sammlung im Calliesschen HSotel Propaganda. Der Erfolg war, 
lommens ardherer Familien stimmt der Senat aus so— u iian enln ag arninen dah 12 Personen zu einer Ortsgruppe zusammentraten, die 
zialen Erwägungen zu wennaleich der der Staatskasse da— m in Garten don uhe an ihtonzert in cin zu ihrem Obmann Stellmachermeister Wichmann wählte, zu Bei— 
durch entstehende jährliche Ausfall von 183000 Menicht un— Eintrittsgeld für den Garten wird am Sonntaäg früh nicht sitzern Brauer Kröger und Uhrmacher Eichholz. — Ein fetter 
erheblih ist. Zu einem weaiteren in dieser Richtung liegen— rhrn wanrenr der urtin es he abend von Hammel gestohlen wurde in einer der leßten Nächte von 
den Zugeständunis hat sich der Senat neuerdings bereit Z⸗ n idede t ee t ein der Weide der Gebrüder Mau und im benachbarten Kornfel) 
gefunden, indem er dem während der diesjährigen Budget⸗ diert ist. ln Fahnenfeshug am Sonntag nahnag imn abgeschlachtet und mitgenommen. Von den Tätern fehl 
beratung von der Bürgerschaft an ihn gerichteten Ersuchen, 3 Uhr wird von der Parade durch die tenahn Mhlen⸗ iede Spur 
— 
Ausdrudsweisen verschiedener Künstler gelten zu lassen und zu Bilder zu klaufen, denn sie nüssen fürchten. Hehnd unoch für 
Kunstausstellung in der Ratharinenkirche. verslehen. Die Frage, was wirklich gut und wirllich schlecht ist, ihren angeblichen Mißgriff bespöttelt zu werden. 
L jist nicht so leicht zu entscheiden, wie mancher in seiner „geistigen Eine öffentliche Besprechung einer Bilderausstellung lann 
S Luübed, 12. Juni. Ueberlegenheit“ meint. Die Leute, die einst Millet, Manet, nur eine Anleitung sein wollen, das Ausgestellte leichter ver— 
g Courbet oder Liebermann ꝛc. abgelehnt haben, saßen auch auf ständlich zu machen und denen ein Führer zu sein, die mit der 
Unter allen A un du 3 
lerei sheint mir 72 e dem Thronsessel der Tageskritik, und von alledem, was sie Absicht kommen, das Gute vor allem zu suchen. Das Gute 
die fatalste zu sein“, sagt Gusiab Bault, ver ZDretie, damals gelobt haben, ist fast nichts übrig geblieben und die herauszufinden, ist bekanntlich viel schwerer, als sogenannte 
der Blemen Kunsthalle ind er feinsnnasien als Stümper, Narren oder Dilettanten verspotteten Im— Fehler aufzusuchen. Was der deutschen Kunst fehlt, ist die 
serer Zeil Sie nlet dem Mann der Feber ti enau. pressionisten sind jetzt schon unter die Klassiker der Malerei Teilnahme des Publikums; ihr diese zu erringen, halte ich für 
ien, Uebernienschüche vo lein ht ba b 6 verseht worden. die vornehmste Aufgabe der Tageskritik. Die Teilnahme für 
lechlen und Ungeredglen seinen laffe. ahrn er dann sor, ing Niemanden sei das Recht bestrikten, zu sagen, was ihm ge⸗ die gegenwärtige 40. Ausstellung des Kunstvereins zu erweden, 
denlet Uie Schwierigteilen einer Nibsleinmntru e a e fällt, niemanden soll verwehrt sein, daß er dasienige vorzieht, soll daher der Hauptzweck dieser Besprechung sein. Berbert 
an Das lut ciner, dessen Kunstoerstandnie er alen Zurisei was so gemalt ist, wie er es für am besten hält. Besonders Eulenburg fordert in seiner sehr lesenswerten Trauerredevor 
e ie e r dem, der nicht nur mit platonischer Liebe in die Ausstellung jeder Ausstellung ein Schild mit der Inschrift: Die Kunst 
den Monolog einen muhigen nd unmnaeblihen esleun, geht. sondern das. was ihm am smmeisten zusagt, auch in seinen verlangt Teilnahme und Hingabe des Publikums“ und fährt 
bejuchers gewerlet wissen Besitz bringen will, sei es gerge zugestanden, sich zu laufen, dann fort: „auf daß die törichtsten und frechsten Kunsturteile 
Wie ire sell m was er leiden mag. Hätte sich Graf Schack in München darum im Keim schon vernichtet werden. Es ist nämlich — und daraus 
Blan n te m gegen manche an, deren gekümmert, was die tonangebenden Kritiler seinerzeit über sollte man ein erstes Gebot vor den zehn andern für jeden 
dn r a t ist. Sie betrachten den Bodlin und Feuerbach gesagt und geschrieben haben, wir wären Deutschen machen gar nicht so leicht, über die Kunst, die 
3 3 als einen An⸗ um die wertvollste deutsche Privatgalerie ärmer. Dabei ver⸗ ein ewiges Werden ist, den Rich ter zu spielen.“ 
n 8 ein und formulieren mied es Schack wohlweislich, seinen Geschmad andern Leuten Wir wollen nicht als Richter in die Ausstellung gehen, wir 
v u en 7 aufgelesenen Ansichten, die sie aufdrängen zu wollen. Das ist nämlich auch so eine verwerf⸗ wollen hervorheben, was uns gefällt, wir wollen unsere 
ge nstgesetze Nnstellen ——— liche Art in unseren Tagen, ah der, der das wahre Kunstver- Meinungen aus tauschen mit dem Bewuhtsein, daß es sich dabei 
Der Beschauer hat gar uicht die Aufgabe ein Urteil ab. andnis gepachtet zu haben glaubt, feine meist von der Tages- nut um personliche Neinungen handelt Und werden diese Meinun— 
zugeben, er soll mit empfãnglichem Herhen vor ein Kunstwerl mode abhängige, höchst einseitige Meinung jedermann auf- gen von vielen Verständigen geteilt, so soll uns das besonders 
tkreten und soll imstande sein n Asichten des Kunstlers zu drängk. Dadurch wird in breite Schichten kunstaufnahmefähiger lieb sein. Fur heute nur so viel: Die Ausstellung im ganzen 
folgen, —— wirlen lassen und sich zum Menschen hur eine verwirrende Unsicherheit getragen. Den ist techt gaut und sehenswert, man findet überall Werke,. 
delsten e e wird er nur., wenn er Schaden haben davon hauptsächlich die Künstler, da die un denen man sich ehrlich freuen kann, und man findet mehr, 
mitarbeitet. in er ben sen mitbrinat. die verschie denen shrem nafürlichen Geschmad irre Gewordenen nicht mehr wagen. ie öfter man lommt
	        
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