Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

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24 v s mor nr Bezugs· 22 Anzeigenpreis Qusgabe 4 und B) fr die 
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A⸗ sar bas BVierieljahr 330 Wart einschließ lich Zeile A Pfg. Kleine Angzeigen Arbeits marlt usw.) 
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mnabeid in Lnbeg. Durch die Post bezogen dr fũr Auswãrtige 80 Pfg. f. Geschãftl. Mit⸗ 
n Nari Einzelanmmera 10 Vias. d. e schwieriger 
— Beilagen: Vaterstãdtische Blãtter. — Der Familienfreund. ——QA 
Amtsblatt der freien und hansestadt Lübeck 162. Jahrgang Nachrichten für das Herzogtum Lauenburg, die 
Zelblau. Gesetz und Verordnungsblattevtt s ssee 3 gürstenlũmer Ratzeburg, Lübec und das angren 
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αννννν 0020 — — — zende meclenburgische und holsteinische Gebiet. 
Orug und Berlag: Gebrader Borchers G.m b 5. in Lübed — rñfisffe se ANdrek haus (Khnia tr. 45). becniprecher 8000 u. 0 
gusgabe M. Groe Ansgabe) Dienstag, den 23. April 1932. Morgen⸗Blatt Ur. 203. 
3 Großmacht wünscht mit uns einen Konflikt herbeizuführen. Gört, haben Lie sarfe bekämpft, als hnen jetzt lieb ist. —eta 
Erstes Blatt. hierzu 2 Blatt. hört! bei den Soz.. Die Kriege sind häufig nicht von den Re—⸗ rechts und beim Zentrum.) Sie sollten mir nun nigegenkommen. 
nfen be egen Nummer 8 Seiten. e en wde Die Völker sind vielfach durch Die Slarlung unserer Wehrlraft ist ein Erfordernis, das hoch 
—— — — — rmende, fanatisierende incrifäten dazu getrieben worden. liülber den Kampf der Parteien steht. 
Nichtamtlicher Teil. Aber nicht mur im Ausblick auf einen möglichen Krieg liegt Nichls wird verlangt, was nicht zum Ausbau unserer Wehr— 
——— e pb, milifärisch sark zu sein. Unser Ansehen, organisation erforderlich wäre, leine Ansprüche an die Opfer- 
3 ohlfahrt und Sicherheit im Frieden hängen ebenfalls da⸗ freudigleit der Nation werden gemacht, die an das Maß dessen 
Die Einleitungsrede des Reichskanzlerss 18 ee en e e 
reichen, ere Völler aufbringen. Sehr wahr.) Die 
Rach unserer Wehrkraft beweist man unseren Wert cinmütige Annahme des Gesekes würde zur Erhöhung des 
zu den Wehrvorlagen. m als Freund und Bundesgenosse Lebhafte Zustimmung), unsere Ansehens und der Machtstelluna des Reiches a 
Lübed, 23. April. Bedeutung als eventueller Gegner, das Gewicht unseres Wortes haftes Bravo.) 
—a n hat eee inlernationalen Fragen, die Rücsicht, die andere auf unsere — 
e neuen Wehrvorlagen mi ge nteressen nehmen. Wir dürfen nicht zurüchtehen. Es wäre 
eingeleitet· —— ein Unrecht, jetzt den nahen Krieg an die Wand zu malen. Sie Beitrag zur Lösung der durch die 
ie Verbundeten Regierun jen haben Ihnen Gesetzentwürfe werden dem Lande einen Dienst erweisen, wenn Sie ihm das Sonderorganisatlon der Jugend geschaffenen Rrisis 
vorgelegt, welche ei ä s i — i i i ĩ 
e n n Weni nn * zu arte und Michl notwendig ist, in dem Ge— in der nationalliberalen Partei. 
2 Beide Vorlagen si s Ergebnis ühle nicht erregter Befürchtungen, sondern ruhiger, ernster Ent— Lubed, 23. April 
eingehender Prüfungen und Arbeiten der zuständigen Ressorts. issenheit gewahren GSravol ret 6lei — — er 
Ihr Schwerpunkt legt in den organisatorischen Neuerungen, die sobald ach e en e n i tei att n vn e erne t 
en n rnnn ne e den de Steuerforderungen herporzutreten. So wenig vor aber von den alerd e dehecesteln e ean so acn 
Vorlagen nicht noebracht n e une ee nd eeee ee s sste 
r e n e i er Parte; auf ihre selbständig⸗, im Reit nd der 
be ndend ee en ccbrhen Sunuen lenn tue ende in e eee eeu deeen ee e ee 
e eee ee e Keine Armee e auter hn u Bei der gegenwärtigen politischen Gesamtlage in 
Irotzdem würden wir gewissenlos handeln, wenn wir unsere Eehr gut! linls) Gleichzeitig ist eine starke Wehrmacht das ine n wãre es sehr zu wünschen. daß durch Verhandlungen 
Rüslungen nicht auf einem unsern Mitteln und Kräften ent stärsle Fundament guter Finanzen. Gehr richtig! rechts) Es n Geschuftnubrennen le ea 
sprechende Stand erhalten und bringen würden, sollen unsere wãre unverantwortlich, wollten wir den Grundsatß aufgeben: un u n n Reichsverbaudes der n nal 
n n am letzten Ende nicht ub erhaupt nutzlos sein Keine Ausgabe ohne Dedung I3 bin überzeugt, daß in e e ee Schwieria 
Zustimmung rechts) Daß diese Ansicht Gemeingut der Nation der Reichstag mit den Regierungen einig ist in dem Willen, ien beide Tile eegee usaleich shon vor 
herben do lgen ee eeel n eue n denn on —— em Parteitage aus der Welt zu schaffen, damit eine Kraftprobe 
die eine Berstärkumg unserer Machtmittel fordern Widerspruch ie ene eeid eges unserer Finanzen zu uuf Bertretertage selbst im Interesse der Einbeit der Varteĩ 
ee bei den Soalisten, Zustimmung bei den übrigen en Die Ausdehnung der Erbschuftsstener würde etwa 60 wen een d n 
n eien. Diese Stimmung beruht nicht auf kriegerischen Ge Millionen bringen können gegenüber 86 Millionen die wir nus h , unseren erfahrenen Volitikern 
e riegsbereit wenn ihm ein Krieg auf— der Aufhebung des Branntweinsteuer-Kontingents erwarten. e ee ee in dr eebenen Situativn 
ezwungen wird; aber Händel sucht es nicht. Wir brauchen Auf die Erbschaftst verzi iden werden die beide Teile befriedigen können, daran wird 
ea — e n r h sreuer haben wir verzihtet, vohlk q— 
nn n n n n nlne sen Vaseitigung des Brauntwein- e e e e 
ahrung unserer Stellung im een ontident ee e ane? lünks) Mit ür die h in arulen Verdunl 
een u Shern nsere Wohlahrt du eder Jet Sehn inaung der Sbshefteet würde euedt se e s 
richtig! rechts.) Und gerade diejenigen, die den Frieden wünschen, Kluft unter den bür un mund eielts dle v dem Parteitage gelingen würde, zu einer befriedigenden 
werden sich dieser Ansicht nicht verschließen können. Daß gerade tert. Cebhaftes Sehr 6 2 e en ee e e e ere re 
für Deutschland in besonderem Mahße in einer ttarken Wehr— finanzielle Deckung der * ns inte Ein⸗ einer schweren und bedenklichen Belastungsprobe enthoben, und 
macht die sicherste Friedensburoschaft lieat. ei en b eß e ens en nn en sie nicht ge— auf dem allgemeinen Vertretkertag könnten dann die Vorschläge 
türlich. Die Beziehungen unter den Nationen brelten sich immer Mnarben vorgestreate der u e in Ruhe besprochen werden und es würde so im voraus aus⸗ 
n n n a en een e ee er en emokraten zurũckge⸗ geschlossen sein, daß durch die gefaßten Beschlüsse weder Sieger 
auch die friedlichen Berührungspunkte vermehrt. Zugleich. en et see e hrvorlage zu gen noch Besiegte in Erscheinung treten könnten. Unter d 
kret 8 gleich aber Guruf: Nein! Nist dem einen umieße. dem ander zuleid t Gs t dem obersten 
reten mit dem Wettkampf der materiellen Interessen nꝛue Kon— die Vorlage cingebracht worden. 36i e elaee die Einigleit in der Partei zu erhalten nilhten 
fliltsmöglichkeiten hervor. Zurzeit sind Gründe zur Beunruhi— bitten. die Aufhebung der ann⸗ un e i diese Verhandlungen, wenn sie nicht, wie anzunebmen ist, schon 
gung nict vorhanden in ehe eee ei e u en ee e e dar⸗ im Gange sind, unverzüglich von den beiderseitigen Vartei— 
z die vielleicht aus mißverstandenem Patriotismus aus— aufs Tapet gebracht orden is ——— n e le ieien e 
* e merden —ia zren Sandel und Mandel Keine zehnie lang di⸗a ihhon hofa moft — ee 2 der in ge z e rn e i 
2 — —— ühbran fannfe L r ein, aß 
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Theater, Kunft und Wissenschaft. 1912. Danach lommen unler der Leitung von Max Grube Erstaufführung der neuen Oper findet im Herbst i 
Berlsmer Operuhaus hat die Vereinigung Ver— n ei n n 22. 24. 26. Zuni⸗·Wal⸗ dDie ice Oper deAl els, die d n e un 
Architelten in einer außerordentlichen Sitzung erneut be usteins Lager“. „Die Piccolomini; 23. 25. 21. Zuni; erhielt den Titel i en 
schäftigt. Nach Üngerer Auss n Wallensteins Tod“; 29. 30. Juni 5— hielt den Titel Liebesketten“ — Der Miuen 
g prache wurde eine Entschliegung ge— „30. Juni, 1. Juli⸗ Turandot dönig“, Operett ö X 
saht n der es bent Ran anen vb Det erbrochene Kruge 4, 5, 6 un 7 h Operette von Hans Höhne und Albert Mattausch 
isher bekannt gewordenen at 4. 5.5 6. Juli; Die Jungfrau zweier Magd ri ui 
Kundgebungen baukünstlerischer Vereine und bedeutender Fach— von Orleans“; 7. Zuli: „Maria Sluart!. Ueber Milwirlende ene 3 ei un e 
männer kann es leinem Zweifel unterliegen, daß die n werden wir später noch berichten. a. 5222— u tstaufführung. 
wiegende Mehrzahl der deutschen Bantunser ind sunstoen Wiener Musilfeswoche 1912. In Wien wird in der Zeit Die Schwester Tohstois Marie Tolstoi ist, wie aus Peters 
ständigen, bei aller Anerkennung des Wertes der hier inn pom 21 Juni bis 1. Juli eine Musikfestwoche stattfinden die el wud r di lelen onn ele 
Arbeilen einmulig der Meinung dan die göhle So bban na Auerordentliches verspricht. Aus dem Festyrogromm heben Alol hatte lie bekanntlich kurz vor seinem Tode nach 
unserer Zeit, als welche die Planung des Berliner Opernhauses wir besonders hervor Aufführungen von Gusta Ma hiers seiner Fhicht aus Jaßnaja Pohjana im Kloster aufäasucht 
anzusehen ist, nur auf dem Wege des allgemeinen fleien ffent Neunter Symphonien Eraufführung aus dem Manuskript), Der Maler Theodor Wolf⸗Ferrari feierte in Venedig seinen 
li Wettbewerbs d. h. unter möglichster Heranziehung aller sodann Werlke von Ssch ubert (Große Messe Es-Dur), Beet— 72 64 urtstags. Er ist der lerte noch Ueberlebende aus 
baukünstlerischen Kräfte, so gelöst werden kann. wie ihre Würde horen ¶X. Symphonie) Brahms 19 Symphonie), Bruͤckner jener Künstleraruppe, die vor fünfzig Jahren Graf Schad um 
es erfordert. ¶ X. Symphonie), Saydn, Gluch Mozart, Lißzt Kronimas sih versammelte, um seine Galerie mit mustergültigen Kopien 
S n dem Namen Deutsches Künstler-Theater wurde am en so al also ni ve a dee ennt Symphonien von Mehteerte der e uerz 
n enn in Berlin das Thealer der Sogletare des Cssing hören sein werden. As Dirigenten wirken Arthur Nilish Neue Tempelfunde auf Korfu. In Korfu sind wieder inter— 
ee ee en n von 790 000 M. Zu den en n ie e Weingartner. r n gefördert worden. Es sind reich be— 
Zorieläten 9 a. Gerhart Hauptmann, Tilla Durieux e Hofoper Festaufführungen von Smetanas malte dranzleisten aus Terralotta vom Dache des im 
krnt Reicher und Riltner. e und Mozʒarts Figaros Hochzeit“ veranstalten. Ein Voriahre gefundenen Tempels, darunter ein Slirnziegel mit 
e Vollslonzerte des Berliner Philharmonischen Orchesters o allnnrt wird dem „Vollslied in Oesterreich“ gewidmet Frauenkopf, zwei Sphinxen und eia Teil der Ringmauer des 
Beiligund einen sadn han Sudoentin don jri b Das Orthester stellen die beruͤhmten Wiener Philharmo heilen volnn rt Altar und el uilob 
Ra Mxeranstaltet werden sollen, sind jetzt vom Berliner Ausflüge, Vergnugungen, Sommerfeste usw. werden den Die neuen Senatoren der Berliner Mademie der Zünste, die 
rat in seiner letzten iung astesehn worben Tann eilnehmern die notwendige Erholung und Stärkung bieten, von der Genossenschaft der oͤrdentüchen Mitglieder in enn 
n en al Geenleitung sn diese erung in ven deren sie bedürfen werden, um den Strapazen dieses Riesen— preußische Kunstbehörde gewählt worden sind, sind jeht 
5 e ganzen 40 dffentlihe Kongerte des Vhlhatmonishen muülsel in inisen in den Senen derufen Es sind die Maler vrof 
—74 aniet un a ee ee eee e eeeeen ur Wiener Konzerthaus wurde eine Riesenorgel Otto H. Engel, Prof. Dr. Max Liebermann, der Bidhenne 
bn ede Septber und sunf in Winten zwen u Wih ahlen ea Neemen beriein auf funf Manuale und ein Bos. Udoif Bintt und die Arhitelten Geh Baurat DrIn 
2 zu Ostern. Die Sommerkonzerte finden Mittwyhs Pedal, erhalten soll. Das Orgelwert, das 8000 Pfeif?n um— Ludwig Hoffmann und Geh. Baurat Dr.-Ing. Otto Marh 
u annrnn statt und sind auf alle Stadtteile Berlins faht, wird zu den größten der Welt gehören. Es sollen im Als Senatoren wiedergewählt wuürden in der Sellion sur di⸗ 
v ie sollen im Nordosten Berlins in der Brauerei an dann sieben solcher Riesenorgeln existieren. bildenden Künste Prof. Paul Meyerheim, in der Seltion für 
eke im Südosten in den Kontordia-Sälen und im n eues Ballett. In det Wiener Hofoper fand die Urauf⸗ Munt die Professoren Friedrich E. Koch und E. S Taubert 
n in den Garmana Salen daanstaltet verenn führung des Balletts Mes Teufels Grohßmutter“ Sen nengewahlten fünf Muglsedern entspre hend haben me 
Die Vndapester Voleorct veranstale von ig Mai ab von Oskar Nedbal statt. Die Tetdichter sind der Hosschau⸗— eihe alaer Senatsmglieder ihren Sib gernt, amlich die 
aus zehn Vorstellungen bestehenden Wagnen i * spieler Karl Zeska, früher in Lübed. und Frl. Grete Stoehr Maler Prof. BSans Herrmann und Prof ollab ise der 
m r Leilung von Ernst Shnb ndeg In lustiger Weise wird der Kampf zwischen Himmel und gölle Sidhauen Prof Peler Breuenn leiten Balrat Heinrich 
ai Wagnesanger von Ruf, sobie das Orvesler y. um abgeschiedene Seelen vorgeführt. Die Wusit die Wiener Seeling und eh vee in ee ee eng uiu Ralh 
di und der geschickt verwertet, llustriert die Vorgänge sehr dorff.— 
piele des Rheinischen G —22 aralteristisch —— llae mi n 
oethe⸗ * Ein unbelanntes Gemae Muillos wurde in d ich 
Der Rheinische e en ean Neue Bůhnenwerle. Os tar Straus arbeitet an einer Hafensladi Vic im e n 
versendet soehen den Spielblan iin bas Jan eeen Oper „Der aute König! Tertbuh nach einer dees Mulleroonend seine Sicherstellung wurde so— 
zprelle von Raoul Wernheimer von Leovold Jacobsohn. Die fort von der Reaierung veransant
	        
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