Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

3n20 0o00 ullen Beteiliglen fur die Belaliumng ihrer opferwillig gegend Jeflohen und haben sich in Bäusern verstegt, bie von 
ind dah an Gaah den Shissen von 20 bis 30000 eee e — — 
Tonnen die sich als zuverlässis s sbee en e olen e, 33 
— onnen ichtlich i ahl der ermordeten französischen Zivilpersonen beträgt wahr 
en en ee Herdienten Röõln, 20. April. Seute leand hier unter dem Vorsitz l acht. Mehrere andere vermiht. Die n der 
beit le Amicht sich Geltung ver⸗ des Oberbürgermeisters eine Versammlung zweds Besprechung ermordeten Instrulteure wird auf angegeben. An⸗ 
Es wãre bedauerlich wenn diese Amicht sich Gel * ber die Afbringung von Miltein zur Unterstühung des deutfchen riu⸗ einer anderen Nation scheinen nicht e zu 
schaffle denn sie enlspricht iht der Wahrheit. Die Sicher- sein — Ss bestätigt sich daß die Ait Zussi Sefru ange 
— Flugwesens statt. Von eine Anzahl Bürger wurde sriffen haben, sie wurden aber von ben augen rpe 
heit der Schiffahrt waächtt mit der Größe der Schiffe. un bereits der Bet von 72000 Magezeichnet geshlagen. 
* a bie iwia. ereits der Betrag Mages . zurũdgeschlagen. 
wenn — zumneist aus wirtschaftlichen Gründen die Paris, 21. April. Nach einer Meldung aus Tanger 
—* g ger 
lung in Shiffbau zu immer gröheren Abmessungen der Fahr- d ausland elen bei dem Ausstand in dez 8 srandssc Offtiere und 
uge fuhrt, so dann das Interesse der Sicherheit nur be— In and un usland. Unteroffiziere niedergemetzelt worden n, welche als In 
u — 3 ———— ritteure der scherifishhen Truppen angesteilt waren es heht 
rüßt werden. ———— S Deuische⸗ Meich. 9— 
— —— 2 prr die aufrührerischen Soldaten hätten den Leichen die Wopfe ab 
Die modernen Riesendampfer konnen wegen der beschränkten Nationalliberale Kundgebungen füt z n deschnlen sie r aen abiet ie die at 
Wassertiefen in den Säfen nicht so tief beladen werden, wie Stuttgarte 2 Der gußerordentliche Vertretertag fragen. Unter den geldtelen Offigieren befinden fich wen In— 
2* 2222 der nationalliberalen tei Württemberas hat folgende Reso⸗ fanetie unt e — ee n eie 
hre Sobe entsprict Das Oberded liegt aho erhatnts en ninnig anteenenehe d ettrerg rit das l el e e eete 
mähig sehr hoch über Wasser. Daß hierdurch die vitalen Bertrauen aus dabß de nationalliberale Reichstaägsfraltion das Zubenvietei dar en un lerc Pusrubre 
Teile des Dede die Luken, Oberlichter und Ventilatoren Unter der bewährten Fuhrung Bassermanns die den Tra— un iesr r 
Ganit da See entenat werden ist ein Vorteil, der ditionen der Partei etsprechende zuverlässige Saltung in Rußland 
er enat eer 5 2 5 sationalen Fragen auch tünftig einnehmen wird Der Ver— — 
in die Augen syringt. Auch die damit verbunden⸗ Erbohung lelertag der Ueberzengung Ausdrug, daß eine gesunde * ie u , e e m 
der Reserveschwimmtraft des Saiffes wird als Vorteil der eee n nicht minder wichlig ist als ein starkes Seer an n 28 833 ee 
groben Sbhe leicht ertannt werden. Wenlaer leicht verständ ereue h elur uen der Dardaneien verhütet werben könnten und bählossen 
ch ist es dem Vaten daß die große Söhe des Deds über e ne s s e burch den q —— bei der lürischen Regie img die 
Wasser auch die Gefahr des Kenterns vermindern soll, weil — 1 itbe e bebauert deshalb baß die ee en des freien Verlehrs zu erwirken unter Hin— 
er gefühlsmahig mit der goben Söhe eines Schiffes die bn delen Regierungen auf die Wiedereinbengung eines Geseß— pei daraut, dab es unmbalich sei die teuer angeschafften Ge 
7 c — 2 22 treideüberschusse zu realisieren und daß demzufolge schwere 
Vorstellung des Umsallens verbhindet und sich auch bei ein— zur elen S 133 verzich eee ee eren en e eueae e e 
retender Neigung des Schiffes durch die relativ großen Aus⸗ 3 S et 38 * n handler darum ersuht, den e etern nicht einzustellen, 
schläge der hochgelegenen Teile ldäuschen läßt. In Wirklichkeit lande un u gelmen sinde von den an i2 M uu lt eine allgemeine Geschäftsstodung erfolgen würde 
wird durch einen hohen — die Stab ilitãt eines be⸗ in Berlin stattfindenden Delegiertentage beigelegt werden. Er eet n dee zusinden. ob die 
ladenen Schiffes in günstigem Sinne außerordentlich beeinflußt, verurteilt es. wenn durch Uebertreibung der Wichtigkeit von g 2 g sein sollen. 
c rganisatorifchen Fragen Haber ind Zwiettacht in 9 Parltei Personen bei den Ausschreitungen in den Lena aold⸗ 
ind man kann aussprechen dak bel den neuen großen in 8 as i wãschereien erschossen. Irtutst 21. il. Nach eineramt- 
Passagierdampfern selbst penn sie nur geringe Anfanasstabilitãt ischen Fragen badnt n eifel gestellt rde Er han Mittellung wurden bei den Vorgängen auf den 
hoben solange sie unverletzt sind die Gefabhr des Kenterns ine Verständigung mit dem der nationallibe⸗ e wl e in 1 Verlonn een 84 3 
nicht besteht — ralen Jugend über die Beseitigung vorhandener organisatori— pater· Auberdem wurden⸗ ann verwundet. 
— her Mhslände auch bei Nfrechterhaltung der stituon von Slesen 81 leicht. 
Das einzige wirksane Mlel, ein Schiff unsinlbar zu ce bn die ihn e eααν. fur bur— u g, 21. Zur Untersuchung der Vor⸗ 
machen ist die Unterkeilung des Schiffsraumes durch wasser— an⸗ ndglich. 4274 n den ——3 er n ee 3 
dichte Querwände, sog. Schotten In Deutschland wird seit gassel, 20. April. Die nationalliberale Qrganisation be— e en enn e und ein Lertretere Sandelsmini⸗ 
dem Jahre 1896 seitens der Aufsichtsbehörden für Vassagier— schlob, gauf dem Hauptvertretertag am 12. Mai in Berlin fob 
aipfe eine belimte e rÊ u Stellungnahme einzunehmen: Die Natignalliberalen Amerila. z 
pane immte Ansahl wasserdi 2 assels halten fest an der durch die Vertretertage „Slottenintervention in Merxilo? Newyort, 21. April. 
schrieben durch welche bei den bhßeren Dampfern die Schwimm⸗ beschlossenen selbständigen Politik. Sie belennen sich freudig Wie ein Telegramm aus KRehpest in Forida meldet bonnt 
fähigkeit noch erhalten bleiben soll,. wenn durth ein Led zwei pon neuem zu Bassermanns bewährter urn Der na⸗ das Schlachtschiff New-Hampshiren morgen hier an und e 
sachbari Wleiamgen Werflutet werden. ES hat sich er— kionalliberale Wahlverein Kassel verurteilt alle Vestrebungen, wartet das Linienschiff Nebraäska, mit dem es nach Neu— 
e 2 —28 55— pon dieser Politik vollster Unabhängigkeit von rechts und Orleans abgehen wird. Babe Kriegslhiffe begeben sich nach 
geben, daß die Unsinkbarkeit n so leichter erreicht wer linlss abzuweichen. Die verdienstvolle Mitarbeit der junglibe— dem Golf von Mexilo und sollen sih augenblicich beren 
kann, je arößer ein Schiff ist Die Länge der einzelnen Ab— talen Pern e 24 erlt er Lran halten, z ag n 3 un us⸗ 
leilun ä icht im Be hältnis der Schiffslänge, wes— an und lehnt alle Vorschläge ab, die nach Form oder In⸗ von amerilanischen Leben und Eigentum erforderm sollte. 
e d n s e Schffes halt geeignet sind, die Geschlossenheit und Stobkraft der 209 Menschen ertrunken. Newyort, 21 AWtil. Wie 
Au v7 Partei zu gefährden. gus Jadson am Mississippi gemeldet wird, sind destern be 
eine geringere Wirkung auf die Schwimmlage des — Nütnberg, 2. April Der nationalliberale Verein Beulah nsolg Dammbruches weihundert Menschen in den 
ausüben klann, als wenn bei emem kleinen Schiff nur ein ee nete ae zum e Fluten des Mississipvi erfrunfer 
einziger Raum sich mit Wasser füllt. Also auch nach dieser tretertag u mpfehlen, einem Vertrauensvotum für Basser— 2 — 
Nichtung bietet der aröhere Dampfer eine bessere Sicherheit a n ferner le r ue heer und Flotte. 
2 ganisationen mi et pitze leine Daseinsberechtigung in * ac 2 
als der kleinere. e— der Gesamtpartei haben jedoch mitzuwirken daß man mög Die Sammlungen für Leipziger Miltär⸗Flugzeuge haben 
Schließlich ist noch die Zahl der Maschinen oder Schrauben lichst beiden Richtungen gerecht werde bisher insges. über 87 000 Mergeben, wovon bereits 75 000 v 
ein Sicherheitsfaktor von hoher Bedentung. Einschraubenschiffe Die Vertagaung des preusiscen Mgeordnetenhauses. In der Militärbehörde abgeliefert worden sind. Damit sind die 
sind bei einer Maschinenhavarie, emnem Wellenbruch oder beim iner Besprechung, die der Präsident des Abgeordnetenhauses Kosten für drei Leipziger Militärflugzeuge gedect. Um nun den 
Verlusi der Schraube hilflos Bei Doppelschrauben ist diese Sonnabend vor Beginn der Sitzung mit den Vorsitzenden der Leipziger Sammlungen eine einheitliche Form zu geben, haben 
Eefahr schon nahezu aufgehoben. Die neuen Riesendampfer Parteien abhielt, trat die Neigung hervor, auf eine Vertagund Verlag und Redaltion der Leipziger Neuesten Nachrichten und 
aber haben dret und vier Schrauben und können nach mensch— bes Ageordnetenhauses kurz vor Pfinasten hinzuwirken. Dabei des Leipziger Tageblatts beschlossen die bisher gestiftelen Flus- 
lichem Ermessen nicht mehr ducch eine Maschinenhavarie irgend⸗ wurde aber don den meisten der vertretenen Parteien voraus⸗ zeuge gemeinsam benennen zu lassen und für ein viertes Leip— 
welcher Art und auch nicht durch den Verluft des Ruder— gesebt dakß bie zu Pfingsten noh Raum für Petitionen und ziger Militär-Flugzeug gemeinsam weiter zu sammeln. Man 
n Gefahr kommen e e 4 e elaubt, dal durch die Sammlung insgesamt der Betrag von 
In Schiffahrt irb Spannung dem Engdebnie Wiederʒusammenkritt des Abgeordnetenhauses, der für e 190 9000 M aufgebracht wird. damit vier Leipziger Flugzeuse der 
ver n n e n n n Alober in Aussicht genommen ist von dem Plenum alsdann Militärverwaltung destiftet werden können Die nte 
allaal n senen h e ee die Sereen in beit genommen wird. Eine Verstandiaung mit der Ramengebunag für diefe vier Flnazeuge soll dem sä hsischen 
je * 2 2 NRegierung hat, so viel wir hören, bisher nicht stattagefunden, Kriegsministeri überlassen bleiben und soll definitiv nach 
unserer Passagerdampfer noch weiter gesteigert werden kann asministerium überlass 
sec e e soll vielmehr erst jetzt herbeigeführt werden. Abschluh der Sammlungen erfolgen. Der Name soll auf jeden 
auf men ke * a na Aus dem deutschen Neichs tage. Berlin, 20. April. Die Fall die Bezeichnung „Leipzig“ enthalten. Alle vier Flugzeuge 
e e w gZentrumsfraltion des Reichstages hat beschlossen, einen Antrag der Leipziger Flottille sollen aleichmätig benannt werden und 
na 3 ahn —— einzubringen, in dem die Regierung ersucht wird, die für den nur durch Bezeichnung. L. I, III. Vvon einander unter— 
2 e ü S L. April 1913 geplante Erhöhung der Mannschaftslöhne bereits schieden werden. 
etet. mit dem 1. Ollober 1012 in Kraft zu seßhen. 
Der diesiãhrige Katholitentag. Die 59. Generalversammlung ch 
—— deutschland⸗ Luftsotte. S— der Katholilen Deutschlands wird in der Zeit vom 11. bis Cagesberi t. 
Reiche Spendenzur Beshaffungvon Flugrpengen. 15. August in Aachen stattfinden. Aus der Einladung, die Lubed, 22. April 
Magdeburg, 20. April. Die Sammlung der Magde- jett in der Germania veröffentlicht wird, sei mitgeteilt, dan die Eine Rekordleistung der Straßenbahn. 
burger Sandelslammer zur Beschaffung eines Rugzeuges für Generalversammlung in diesem Jahre offenbar unter dem Zeichen — — —— —— — 
das 4 Armeekorps ergab bisher 44 000 M. Die HSandelsklammer des 100. Geburtstages Windthorsis stehen soll. Das ũberaus herrliche Frühlingswetter des gestrgen Sonn⸗ 
beschloß die Summe und etwaige weitere Betväge dem Kaiser ———— tags veranlaßte viele Tausende Bewohner Lübeds aus dent 
zur Beschaffung zweier Mugseuge far das 4. Armeekorps öden Einerlei der Straßen und ihrer staubigen Luft hinaustu- 
zur Verfügung stellen Darauf traf aus dem Achilleion Fraulreic. — eilen in die im ersten jungen zarten Grün prangenden Wälder 
solgendes Telegramm des Hassers einn 21 e e se 1 der näheren Umgebung. Die Straßenbahnlinten waren daher 
phe 8 — — 5 235 
Ich nehme die hochherrige Spende für Beschaffung von hig in. Die t Truppen haben degen tausend e ußerordentlich stark in Anspruch genommen, und ganz be 
Flugzeugen für das 4. Armeetorps gern an und spreche fangene gemacht, zahlreiche andere Meuterer sind in die Um— sonders aroß war der Verkehr auf der Linie nach Israelsdors 
ßß— — — e 
Wie große, feindliche Ungeheuer schossen sie heran, um mit hindurch nur einen oder zwei Solisten beschäftigen und unver· verein der Musikfreunde. 
leuchtendem Schaum um den weißen Bug zu spielen. rüdbar weitergehen. So war es denn, vor allen Dingen, die ZA— 
Auf dem Promenadended lagen die Passagiere in langen Gra zie, die der gestrigen Marxtha“-Vorstellung fehlte, so— Achtes und letztes Sinfonie-Konzert. — 
Reihen, bis an die Nasenspitze zugededt, auf den festgebun— wohl im Spiel als im Gesang, wenn auch ein übereifriges Wenn auch die Stimmung zur Aufnahme ernster Musil 
denen Stühlen. 22c22 Sonntagspublilum tosenden Beifall spendete. Abgesehen davon, schon anfängt,. etwas nachzulassen, da draußen der Frühling 
Männlein und Weiblein mit blassen Gesichtern und mehr daß die hübsche, melodienreiche Oper noch ein ziemlich mäßiges seinen Einzug hält, so müsscki wer doch gestehen. daß es uns 
oder minder angstaequälten Zügen, wenn sie die Augen nicht Zusammengehen zwischen dem Dirigenten, Serrn Dr. Sart- schwer wurde, nach Schluß des jonnabendlichen Konzertes den 
fest geschlossen hielten um nur nicht die haushohen Wellen zem Wer allerdings manche Situation durch Geschicklichkeit Nachhauseweg anzutreten in dem Sedanken, daß ein halbes Jahr 
sehen zu müssen, auf denen das Schtff auf und nieder im Nachgeben rettete) und den Bühnenmitgliedern aufwies, litt dahingehen wird, bis wir den in dieser Saison so vorzüglich 
schwanlte pp das Ganze unter einer gewissen Schwerfälligkeit. Frau Mara verlaufenen Konzerten wieder lauschen werden. Herr Furt⸗ 
„TDanzhusar mühßte man das Ding taufen!“ grollte der Amts⸗ schien noch neu in der Partie der Martha zu sein; gesanglich wängler hat nicht allein verstanden, die jeweilig aufzufüh⸗ 
richter, dem trotz des vielen Portwens jämmerlich zu Mute wat, bot sie mit ihrer hübschen Methode und ihrem leichten Ton— tenden Werke zu der Höhe hinanzuführen, die ihnen gebührt, 
ndem er den diden Kopf mühsam ein wenig in die Höhe ansatz wie immer recht gutes; das Spiel, das reichlich Gelegen- sondern er hat auch den Programmen ein hohes Interesse ver— 
hob und über die Brillengläser das Dech entlang lugte. heit zu Abwechslung bietet, blieb jedoch vorläufig noch etwas liehen durch die Verbindung der Massiler mit modernen Meistern 
Allmächtiger Gott. Herr Doktor, eibarmen Sie sich meiner; stereotyv. Frl. Arkadij versuchte sich zum ersten Male in und nicht, wie es wohl früher hier geschah, hypermoderne, nicht 
gibt es denn lein Mittel gegen dieses verfluchte Uebel?“ einer ihr zulommenden Spielpartie. Sie brachte den besten gerade immer schöne Musik uns rorgeführt. So sagen wir wohl 
tief er jett tlägliß Willen dazu mit, schien uns aber etwas unruhig zu sein und nicht zu viel, wenn wir, auch im Namen aller Zuhörer, ver— 
Der Schiffsarzt, der mit todernstem Gesicht durch die für diese Partie noch nicht gereift genug. Die Nancy lann ichern, daß wir nach jedem der acht Konzerte etnen aroßen Genuh 
Leichenreihen“ schritt, wehrte lachend mit der Hand. sich durch schelmisches Spiel fast zur Sauptträgerin der Oper heimgetragen haben, für den wir unserm so außerordentlich musi— 
Es geht alles vorüber, Serr Amtsrichter. Nur nicht so machen, doch hierbei von einer Debütantin ganz abgesehen, er⸗ kalischen und tüchtigen Dirigenten den wärmsten Dank sagen. 
viel Porlwein trinken. Legen Sie sich zu Bett. Der Barbier schienen uns doch die stimmlichen Mittel am gestrigen Abend Das gestrige Programm wies wieder eine Verbindung zweier 
hat übrigens ein Mittel, das todsicher helfen soll. Ein Schlaf— nicht ganz ausreichend oder war das Zurüchhalten ein be— Klassiker mit einem Modernen an der sich aber getrost den 
pulver im Saferschleim. Versuchen Sie's mal“ wusstes? Das wäre jedenfalls nicht das Richtige gewesen. großen Meistern zugesellen durfte. Der sinfonische Prolog zu 
Fortsehung folat.) Am besten gelang das reizende Duett im letzten Alt mit Plum⸗ Sophotles Koönig Oedipus“ cheint uns dem Besten anzugehören, 
— 1— — — — lett, das die Ausführenden auch vor die Gardine rief. Plum— das der Feder Schillings entflossen, wenn auch mancher Effell 
Theater. Kunst und Wissenschaft. kett Gerr Fabiaun) brachte schon den trocenen auf Kosten der elwas gesuchten Harmonien hervorgebracht wird 
Lubead, 22. Avril. Humor und die stimmlichen Mittel für seine danl— Großzügig, duüster und sich dedend mit den Textesworten, ziehl 
stadt CTheater — bare Partie mit, lonnte dieselbe jedoch nicht zu das mit breitem Pinsel gemalte Bild an uns vorüber, einen 
testloser Geltung bringen, da eine Indisposition ihm anscheinend tiesgehenden, Nachdenken verursachenden Eindrud hinterlassend. 
Marthan. hinderlich war. Ebenso erging es Serrn Kollwitz Lyonel) Mit wuchtiger Kraft und in präziser Form führte das Orchester 
Dper von Flotow. der aber, abgesehen hiervon, die echt lyrische Partie wohl die ihm gestellte Aufgabe durch. Meister Brahms, der den 
VPilötzlih eine Spieloper heraus zubringen und zwar mit den— dereinst zu seinen besten zählen dürfte. Das „Ach so fromm“ Uebergang zu Beethoven bildete, war mit seinem einzigen Kon— 
selben Kraäften. die sich fast den ganzen Winter hindurch mit und „Mag der Simmel Euch vergeben“ wurde geschmadcvoll zert für Solovioline vertreten, und zwar durch einen Geiger 
schwerblütigen Opern zu beschäftigen gehabt haben, ist eine nicht gesungen und dankbar vom Publilum entgegen genommen. der sich mit vollem Recht ines ausgezeichneten Rufes erfreut. 
danz so harmlofe Sache, als wie sie den Anschein hat. Die serr von Shend als Tristan ist uns ein bekannter Typ. Das schöne Wert, eine hochbedeutende, technisch sehr scchwere Kom— 
Spieloper ist recht stiefmütterlich behandelt worden (wir hörten Wirksam und hübsch sang am gestrigen Abend der Chor er ist position, hat in seinen Weengruppen eine Fülle schöner Musis 
nicht einmal Figaros Hochzeit), und da lebt sichs nicht so rasch eben seit langem studiert. Wir sagen ein wenig variierend auszuweisen und wurde. so viel wir wissen, zuerst von Josel 
in das schwerste Gente hinein; es will gepflegt werden, denn mit Hans Sachs: Verachtet uns die „Spielopern“ nicht!“ Joachim gespielt. Während Ler erste und besonders der zweite 
für den Kenner ist diesen kleinen, reizvollen Werlen viel schwerer M. Stiebl Satz mehr weiche Züge aufzuweissen haben, zieht der Schluß 
heiaulommen, als den olen Wannerschen. die oft aane Alte — sak in knavp gebaltenem Myithmnus und fröhlicher. fast aus
	        
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