Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

m jeser seine Bedeutung und soll sie auch behalten. Zur BSanung ver braunschweĩgischen Regierung in der Erb⸗ lettivschrätt bei der Pforte unternehmen werden, um 
r e daß für föderativen Charalter schaftsstenerftrage. Braunschweig, 29. Mãrz. Zu der Mit⸗ die Friedensbedingungen der Arkei in Erfahrung zu bringen. 
des Reiches nur förderlich ist, wenn in auswärtigen Fragen keilung der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung über die Sal⸗ Man aibt sich hier bezüglich des Efolges keinen Illusionen hin. 
die Bundesstaaten gelegentlich mitzusprechen haben. Sollte lung des Bundesrats zur Frage der Erbschaftssteuer gibt In Paris glaubt man, auch Italien warte nur noch, bis die 
dieser Ausschuß bestimmenden Anteil an der Leitung der aus— Staatsminister Hartwig einem Redaktionsmitglied der Braun⸗ amtliche Meldung über das Ergebnis dieses Schrittes eingegangen 
wãrtigen Politil nehmen, so würde er sich nur als ein Semm- schweiger Neuesten Nachrichten folgende Erklärung: Die Braun⸗ ist, ehe es seine längst geplante Flollenattion gegen die Turlei 
schuh erweisen. Der Ausschuh würde mit seinen Entscheidungen schweiger Regierung hat in der Erbschaftssteuer⸗Angelegenheit ins Werk setzt. Italien hat nach einer anderen Meldung die 
auch viel zu spät kommen. Aber ich schätze die Bedeutung noch keine Stellung genommen, und zwar aus dem einfachen Mächte ersucht, den Schritt nicht nger zu verschieben, da die 
bieses Ausschusses trotddem ziemlich hoch ein. Ich halte es Grunde, weil von seiten der Reichsregierung an das herzogliche Türlei sich sowieso bemuhe, die Dinge in die Länge zu ziehen 
für wertvoll, dah in auswärtigen Fragen die Reichsleitung Staatsministerium bislang kleine Aufforderung ergangen ist, Sobald Italien von dem negativen Ergebnis des Schrittes un⸗ 
sich mit den Einzelstaaten ins Benehmen seht und daß darüber sich über die Erbschaftssteuerfrage zu äußern. Auch in den Ver— terrichtet sei, werde es seine augenblicllich mit Rüclsicht auf die 
ein Gedankenaustausch stattfindet. Ich könnte mir auch Fälle handlungen, die kürzlich im Bundesrat in Gegenwart der Mãchte unterbrochene Altion mit Nachdruck wieder aufnehmen, 
denlen, wo eine Berührung der auswärtigen Politil mit der Staatsminister der einzelnen Bundesstaaten stattgefunden haben, vor allem im Aegtischen Meere; wahrscheinlich würden dann 
inneren stattfindet und ein solcher mündlicher Austaush aller— ist die Erbschaftssteuer gar nicht in Erwägung gezogen worden. eine oder zwei türlische Inseln besetzt werden. 
dinas dann von gesteigerter Bedeutung sein würde. Dem früheren Daß aber über kurz oder lang die Erbschaftssteuer eingeführt Dritce Instrultionsoffiziere in der Türlei. Ronstan 
Minslerprasidenten Grafen Podewils ist es gelungen, eine perio⸗ werden muß, daran zweifelt man in Bundesratskreisen nicht.“ nz 117 e d ee sae ae 
dische Einberufung des früher völlig schlummernden Ausschusses Ein Zwischenfall in der bayerischen Rammer. München, schen Infamerie Bienst hu tunt dauplnann sohahler de 
herbeizuführen. 29. März. In der Kammer der Abgeordneten erklärte sich bereits seit zwei Jahren als Instrukteur der Kavallerie 
Der Ministerpräsident lam dann auf die internatio— Geheimrat Dr. Günther, Reltor der Technischen vochschule des 8. Armeekorps in Damaskus befindet, hat seinen Kon— 
nale Schiedsgerichtsbewegung zu sprechen und erklärte, in München. bezüglich der Aeußerung des Abgeordneten en lee n e ar 
daß er ihr sympathisch gegenüberstehe. Obwohl er den Krieg für Held in einer Versammlung in Schwandorf, daß ein daishen Offlen al einen ncen Beeile dafr, daß de 
das schwerste Unglüch halte, werde er aber eine gewisse Skepsis nicht Mann von Ehre der liberalen Partei nicht mehr angehören eile hunge zwischen der Pforte und Deutschland die den 
los. Er erinnere nur daran, daß solche Staaten, die am eifrigsten könne, namens der Liberalen, die Aeußerung stelle eine Be— ber herzlchsten sind, und betonen, daß sich der deutsche Bot 
nach dieser Richtung hin auftreten, da und dort auch lriegerische leidigung der gesamten liberalen Partei dar. Für die Libera— s ul seeee eeeer eh 
Unternehmungen unterstützen, wie es Nordamerika gegenüber len sei Seld weder in parlamentarischer noch in gesellschaftlicher bolle mng erfrae 
Mexiko getan habe. Wenn das Deutsche Reich sich in dieser Frage Sinsicht vorhanden. Präsident Dr. Orterer bemerkte, diese 
bisher etwas zurüchaltend gezeigt, so habe doch gerade das Worte überschrikten weitaus das Maß des Erlaubten. Es sei 10 
Deutsche Reich durch seine auff eine große Wehrmacht gestützte unzulässig, auszusprechen, daß ein Mitglied des Sauses gesell— Heute d s en s 
friedliche Politik tatsächlich mehr zur Erhaltung des Friedens schaftliß für die anderen nicht mehr da sei. Das sei ein Vor- — 
beigetragen, als die gewiß sehr gutgemeinten Friedensbestrebungen, aang, der sich im Hause noch nicht ereignet habe. Dr. Günther 
für deren Förderung er gern im Ausschusse für auswärtige An— erwiderte, es sei wohl noch nicht dagewesen, aber auch die Ur— Tagesbericht. 
gelegenheiten eintreten werde sache dafür noch nicht. Wie die Sandlung, so die Behandlung. 
5 Der größte Teil des Zentrums verließ den Saal. Dr. Günther Lübeck, 30. März 
sprach dann zum Etat weiter. Im Verlaufe der Debalte gab 
Inland und Ausland. Abgeordneter Lerno (Ztr.) in Erwiderung auf die Aeußerung D Ronsirmation. ich sind für d 
Deuisches Reich. des Abg. Dr. Günther (liberal), daß Abgeordneter Seld für Einer von den Tagen, die unvergeßlih sind für das ganze 
a * seine Partei parlamentarisch und gesellschaftlich nicht mehr exi⸗ Leben, ist der Tag der Konfirmation. Er ist für die meisten 
Förderung der Seidenrauvenzucht im Kiautschou⸗Gebiet. Die e emen —— ab die der erste wichtige Markstein, der an ihrem Lebenswege steht. 
Oandbevölkerung von Kiautschou widmet neben der Eichenspinner⸗ 2 pruns paende rung a: 22* Er bezeichnet das Ende der Kindheit, den Eintritt in die 
Vorgehen ist in der Geschichte des bayerischen Landtages bis z 
zucht auch der weiteren Kultur von Maulbeerbäumen und der 4 Jugendenn Viele nehmen damit oleich Abshied von der 
22 2 jetzt unerhört. Namens der Zentrumsfraktion erhebe ich da— 
Anzucht von Seidenraupen erhöhte Aufmerksamkeit. Die Ver— z ᷣ Schule und wohl gar vom Elternhaus und von der Seimat. 
eden in sharfer Weise Protest. Wir lehnen jede Berant— h 
waltung des Schubgebiets fordert solche Versuche mit der An- 22 t 1 1 Die empfinden ganz besonders lief die ernste Bedeutung dieses 
5331 wortung für die Konsequenzen ab, die sich aus einem sollchen p us 
pflanzung von Maulbeerbäumen und der Anzucht von Seiden- 8 is Tages, noch tiefer aber ihre Eltern. An solch einem bedeut— 
raupen. Die 8000 aus Südchina bezogenen ersten Bäume sind Voroehen ergeben mussen samen Tage unseres Lebens machen wir es unwillkürlich wie 
aut angewachsen, ebenso eine weitere Nachbestellung von 20 000 ——— — der Wanderer, der auf seiner Wanderschaft auf einen Höhe— 
Päumchen. Die aus Ischingtschoufu bezogenen Raupen haben Oesterreich ngarn. — puntkt gekommen ist. Der läßt noch einmal die Blicke rückwärts 
sich sehr befriedigend entwidelt und schöne gleichmäßige Kokons Die ungarishe Ministerkrise vor der Ensscheidung. Wien, schweifen auf die Strede Weges, die er nun hinter sich hat. 
efponnen. 29. März. Die umarische Krise steht unmittelbar vor der Ri e 
g ntscheidung. In dem heute abend hier abgehallenen un— und dann schaut er nach vorne in der Richtung seines Zieles. 
Traegers Erbschaft. Nachdem der Veteran des Liberalis— garischen Ministerrat sind die Schwierigleiten zwar noch nicht So machen es die Menschen auch auf ihrem Lebenswege. An 
mus, Albert Traeger, unter ungewöhnlicher Anteilnahme aller ganz überwunden, werden aber wahrscheinlich in der margigen den Tagen, an denen wir in einen neuen Abschnitt unseres 
politisch interessierten Kreise Deutschlands zu Grabe getragen n n König e u Lebens eintreten kommt, ohne daß wirs wollen, die Erinnerung 
ist, beginnt die Verteilung seiner politischen Hinterlassenschaft. url sr auen ur eeen r 9 nn über uns und zeigt uns noch einmal die Zeit, die nun hinter 
Wie wir hören, hat eine bei der Beerdigung anwesende Depula⸗ uissclieblih auf die Abeilspariei suen, ohne n den uns liegt. Und dann wandern die Gedanken nach vorn, machen 
lion seines nunmehr verwaisten Reichstagswahltreises Olden— anderen Parteien in Verbindung zu trelen. Sollte die Ob— Entwürfe und Pläne und spinnen schöne, stolze Träume, oder 
burg U Warel-Jever) noch vor ihrer Abreise Fühlung mit der i jedoch von neuem einsetzen, so wird die Regierung wir denken mit Sorgen an alle die Mühen und Schwierigkeiten 
Parteileitung über den vorzuschlagenden neuen Kandidaten ge— s Abgeordnetenhaus auflösen. und Gefahren, die auf der Strede Weges uns bedrohen, die wit 
nommen Bei der Besprechung wurde festgestellt, daß Trae⸗ En gland. nun beginnen. So geht es auch bei der Konfirmation. Da sitzen 
gers Kronprinz“ im Wahlkreise, der oldenburgische Landtags— * w 13 d e die Eltern und Verwandten da, und denken an die vergangenen 
abgeordnefe Tantzen, aus persönlichen Gründen eine Kandidatur Waãrʒ. D Selretar des eiterverbandes Abten Jahre zurüch, in denen dies Kind heranwuchs — wie schnell 
en vr riet den Bergleuten bei der bevorstehenden Abstimmung für * 23— Tua 
ablehnt. Außer auf ihn waren die Hoffnungen der Wähler bie Wierderaunfnahme der ebeit u sümmen. — ist die Zeit dahingegangen — sie können es kaum begreifen, 
auf Naumann gerichtet. Aber auch er hat bestimmt und end— In Maesteg (Wales) erklärte Sartshorn, einer der Führer der daß sie jetzt schon einen so großen Jungen, ein so stattliches 
gültig abgelehnt. So blieben als erwünschte Kandidaten noch radilalen Bergarbeiter, in einer Rede, Wiederaufnahme der Madchen haben, das nun schon lonfirmiert wird. Bei dem 
Wiemer und Hoormann-Bremen übrig. Die Entscheidung wird rb e See. London, 29. Marz. Gedanlen daran, daß sie nun mit ihrem Kinde glüchlich so 
natürlich erst eine Vertreterversammlung des Wahllreises fällen. Das engische Moarinennt dat von den im bisberigen Siffa weit gelommen lind, wird ihr Herz bewegt werden von dem 
Man darf aber nach den kundgegebenen Stimmungen einst— bauprogramme vorgesehenen 20 Torpedobootszerstdrern 16 in Gefühl tiefer Dankbarkeit gegen Gott, der ihr Kind bis dahin 
weilen annehmen, daß Dr. Wiemer der fortschrittliche Reichs⸗ Bau gegeben. v 16 Boote werden, da die Bauzeit er— behütet hat, der all die Liebe, all die Mühen und Opfer, 
tagstandidat für Varel-Jever wird. Der Wahlkreis ist durch ab eret eeeneed etteet nr htebn n die sie diesem Kinde gebracht haben, nicht vergeblich sein ließ 
den sozialdemokratischen Kandidaten Sug für die Fortschrittler fen önnen Gegenvarlig hat die enalishe Flotie He see Und zu diesen Gedanken an Vecgangenes kommt die Sorge 
stark gefährdet. tüchtige Torpedobootszerstõöret, die alle jünger sind als zwölf um die Zukunft. Die Kinder schauen wohl in sie hinein, sorglos 
Det Vertraasentwurf der Universitãt Franlfurt. Soeben hn enn tdt. Wellennn ntgegraende und fröͤblich. Sie lkennen das e e 
ist die neue Vorlage des Frankfurter Magistrats, betreffend ferg sein werden. on dürfle die englishe Flolle Wernachsten nicht. wie hart es die Menschen ansäft und wie viel Schweres 
die Errichtung einer Stiftungsunidersität, erschienen. Es wird Winter i67 Torpedoboo isgerstorer haben. es jedem Menschen, dem einen früher, dem andern später, 
dann der ausführliche Vertragsentwurf mitgeteilt, sowie über die Türkei. auf den Rücen pact, da falten sie wohl unwillkũr lich die 
Verhandlungen mit der Staatsregierung Bericht erstattet. Es Zur Friedensaltion der Mächte. Frankfurk a. M. Sänds und die Lippen und Herzen sprechen: Lieber Gott! Silf 
sollen fünf Falultäten errichtet werden, und zwar eine inri— 29. März Nach einer Meldung der Irkf. Ztg. aus Kon— du ihnen! Gib, daß sie auf rechtem Wege bleiben! Behüte 
stische, medizinische, philosophische, naturwissenschaftliche und eine stantinopel soll der Gedankenaustausch der Mächte nunmehr sie, daß sie nicht Schaden nehmen an Leib und Seele! Und 
volkswirtschaftliche. Für die Verwaltung wird der große Rat a e sein. q7 wollen n rt 2 13 wenn ihnen Schweres zu tragen bestimmt ist, so gib ihnen 
und das Kuratorium berufen. Die Universität ist als eine Ver— n e naungen für etnen erenluellen üciedeneiwi Mut und Kraft, es zu tragen! 
anstaltung des Staates im Sinne der 88 1, 2, 57 und II. 12 Paris, 29. Mätz. Sier verlautet, daß die 5 Großmächte Solche Gedanken bewegen wohl die Elternherzen am Kon⸗ 
des Algemeinen Preukischen Landrechta gedacht End⸗ dieser ader Anfang nüchster Woche den zeplanten Kol- firmationstag iirer Sinder Doch auch die andern können nicht 
— pppppppf — — — — ssssss α 
weiter und weiter, und — mit Davousts Macht in Hamburg zu seinen Ehren veranstalteten Gala-Vorstellung im Theater 
Cheater, Kunst und wissenschaft. ist es zu Ende; die Franzosen müssen die Stadt räumen, und de la Monnaie überreicht werden. 
„Unter dem Schwert“, eine szenische Erinnerung nach langer, langer Zeit der Erniedrigung erklingt nach der üht iner Kurfuriten⸗ 
andie Franzosenherrschaft in Samburg. Im Ber⸗ verhallenden Marseillaise — bei der aufatmenden Bevölke— vp eeeee n J Asen 
liner Neuen Schauspielhaus kam man, wie schon kurz berich— rung Jubel erweclend — der Hanseatenmarsch mit dem Begei— Male ine ce i ie slechte Und rechte Operelte ent 
tet, den Besuchern in dieser Woche zur Abwechslung einmal ham⸗ sterung wedenden einstigen Signal für das Samburaer Burger- pent 3 healer zun Welmar hane bine bis ins 
burgisch, echt hamburgisch. Direktor Salm hatte das Wagnis militãr: „Kam'rad kumm!“ leinste Detan sorgfam auggearbenete Gefamtaufführung 
unternommen, das Erinnerungsstüd zur Aufführung zu bringen, In die ernsten Teile des Stüdes hinein hat Reichenbach die e sbelungenrtingees einen sche groben Erfolg. Die 
das Hermann Reichenbach der seinerzeit vielgenannte Verfasser humorvolle komische Figur des jüdischen Marketenders Levy Buhnenbüder und die Beleuchtungseffekte waren durch die 
des Offiziersdramas „Ketten“, geschrieben hat aus Anlaß der komponiert, die der geschichtlichen Wirklichleit gut nachgebildet nig die Obeiregisseurs Wiebdey und Dr.-Ing. Dauer von 
nächstjährigen Sälularfeier seiner Vaterstadt Samburg, die vor ist und in glücklicher Weise als wirksames Gegenstück zu dem herrdentcher Shonhein. Die bielen Umfangreichen Rollen 
hundert Jahren unter dem Gewalthaberjoch Davousts, des un— Schwergewicht der übrigen Szenen an vielen Stellen heitere een menn nn en unsslern besebt. das DOrcester spielle 
barmherzigen Statthalters Napoleons, Jahre bitterster Not und Stimmung auslöst. Ist es auch nicht eine in sich fest geschlossene insee Peiler Raabes berlegener Leinung ganz wundervoll. 
Qual erlitt. Und das Wagnis glücte. Dieser fesselnde SHandlung mit folgerichtiger Entwicllelung der Charaktere, was e usgehobenemn Abonnement war das vans jeden 
Ausschnitt aus den traurigsten Blättern der Geschichte der der Verfasser bietet, so ist es doch ein eindrudsvolles Erinne⸗ Abeand ube utit und der Beifall nahm außerordentlichen 
Alster- und Elbestadt, der sich viel weniger als Drama gibt denn rungsstũc, das namentlich in Samburg selbst, sicher aber auch mn ang an n Mnchener Lustspielhaus hatte das drei- 
als szenische Belebung jener niederdrüdenden Ereignisse, erregte in den benachbarten Hansestädten ehrliche Freude erweden wird. uine v isp e di a in bon Melhior Lenghel und 
in der Zeichebauptstadt lebhaftes Interese. eregte nicht a œ— Ludwig Biro bei feiner deutschen Uraufführung einen sehr 
S9 e als man sie dem außerordentlich bnhnen⸗ Selene Odilon heiratet wieder einmal. Helene Odilon hei— en Ensol⸗ 
wirksamen Werk vorher in Köln und Königsberg entgegen— ratet demnächst; wie der B. L.⸗A. meldet, einen ganz jungen p 7 2 7 57— 
brachte. Nicht wenig mochte dazu die im allgemeinen recht Menschen. den Bypnotiseur Radwan. Sie hat ihn bei einer Das Grand Thoatre in n bn e 
aute Auffühming beitragen. Mit gewandter Feder und bühnen— Ssance kennen gelernt, trat zu ihm in freundschaftliche Bezie⸗ das Fest seines 60jahrigen stehens. ß 3, 34 
technischer Routine schildert Reichenbach in den beiden ersfen hungen und hat lich kürzlich mit ihm verlobt. Lier, 1792 als „Hoogduitsche e un e Zunge al⸗ 
Akren, wie Hamburgs Einwohnerschaft durch Davoust maß Intendan tenlrisis am Mũunchener Softheater. Nach einer rühmen, fast alle großen Bühnenklünstler deu en 
los tyrannisiert wird, wie die Bürger stöhnen unter den ihnen Meldung aus Muünchen soll demnächst der Intendant des Gäste auf längere oder kürzere Zeit V vr 
von dem Fremdherrscher auferlegten Lasten, wie sie die Fäuste dortigen Hoftheaters Freiherr v. Speidel aus seinem Amte Brettkern gesehen zu haben. Es gi n 3 
hallen über die Greuel der französischen Soldaten und wie scheiden. Wie es heißt, hat Freiherr v. Speidel in der Hof— Schauspieler von Namen, den brabam n un 41 
sie vergeblich an Davoust appellieren, ihnen Gerechtigkeit wider— gesellschaft schon seit langem mit heftigen Widerständen zu seine Soͤhne. Isouard. Lion nd m 4 
fahren zu lassen und der ihnen und den Ihrigen angetanen tämpfen gehabt. In erster Linie wird ihm zum Vorwurf ge— Solland gezogen hätten. Noch die letz 3 V ndn 
Schmah ein Ende zu bereiten. In lebhafter dramatischer Be— macht, daß er bei der Wahl der Stüde für die Hoftheater sich Grand Théatre Gastspiele von se un rn 
wegung spielt sich das alles vor unseren Augen ab. Und dann mehrfach vergriffen habe; auch der Theaterslandal bei der Pre— v. Possart. Fur die treue 91 9 ie 
folagt der Umschlag: Davousts Offiziere haben bereits schlimme miere von Sternheims Komödie „Die Kassette“ im Residenz- Liers durch zwei Menschenal et er deutschen 
Nachrichten über Napoleons Niederlagen erhalten und sind Theater wird mit der Angelegenheit in Verbindung gebracht. haben, gebührt ihnen ank. Nach aroßen in e 
geneigt, ihnen Glauben zu schenken, nur ihr Vorgesetzter will Als Nachfolger des Intendanten nennt man den Grafen leiten besteht die sichere Aussicht, dab die as 
ichts davon wissen Um die Siabt besser halten zu tonnen, Tourton 
freibt er alle, die sich nicht auf längere Zeit zu verproviantieren Eme Ehrung für Ernest van Dyd. Gelegentlich des Bühnen⸗ Echauspiellunst eine bleibende und würdige Statte bereiten wird- 
permögen, in eisiger Wintersnacht zu den Toren Jubiläums Ernest van Dyds, der am 7. Mai 1887 in der Künstlernachricht. Willy Benthien, unser Lübeder 
hinauus — Männer und Frauen, Greise und Kin— Rolle des Lohengrin im Eden-Theater zu Paris unter der Landsmann, der zurzeit in Augsburg als Oberregisseur 
der. Wer sich widersetzt, wird mit dem Gewehr— Direktion von Charles Lamoureux debütierte, haben, wie man tätig ist, folgt für die Sommermonate einem Ruf als Regisseur 
kolben weitergetrieben oder niedergemacht. Aber bald aus Brussel schreibt, zahlreiche dortige Bewunderer und und Schauspieler an das Münchener Künstlertheater. Fuür 
kommt eine Unglüclsbotschaft nach der andern. Die heran— Freunde des grohen Wagnersängers beschlossen, eine Plalkette die nächste Winterspielzeit ist er als Oberregisseur nach Re— 
Mmdenden Russen baben die Slernschanuze besebt. lie dringen von ihm prägen a laslen. Diese Palette soll ihm in einer gensbura verpflichtet.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.