Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Wöchenilich 13mal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erschelnend. Bezugs⸗ 
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lungen 1Mk. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
atz den Anforderungen entiprechend höher. o — 
Beilagen: Naterstädtische Blätter. — Der Familter 
Amtsblatt der freien und hanfestadt Lübed 4J — nachrichten für das Herzoctum Lauenburg, die 
Zeiblatt: Gesetz und Verordnungsblatt R.R⸗ — eattgan8 Zursteniümer Ratzeburg, Lübed und das angren⸗ 
zende medlenburgische und holfteinische Geblet. 
Drud und Verlag: Gebrader Borchers G.m. b. S. in Lübed. — Gelchãfisstelle Adreß haus ¶ RAniaqste. 46). Ferniprecher — u. X& 
Sonnabend, den U. März 191. Abend⸗Blatt Nr. 129. 
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AQusgabe 
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Erstes Blatt. hierzu Blatt. 
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Umfang der heutigi 
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sichtamtli⸗ CTeu. 
Beurteilung der Gießener Reichstags⸗ 
erfatzwahl. 
D. Lübeck, 11. März. 
W. Eießen, 10. März. Bei der heutigen Reichstagsersatz- 
vahl im Wahlkreise Gießen-Grünberg-⸗Nidda wurden nach dem 
küdergebnis folgende Stimmen abgegeben: Werner (Wirtsch. 
B89.) erhielt 83184, Bodmann (Soz.) 7742, Korell (freisinnig) 
050, Gisevius (natlib.) 25000 Stimmen. Es findet Stichwahl 
wischen Werner und Bodmann statt. — Vorläufiges 
amtliches Wahlresultat: Bei der Reichstagsersatzwahl 
wurden 23511 Stimmen abgegeben. Bockmann (Soz.) er⸗ 
hielt 7976, Werner (Wirtsch. Vgg.) 7958, Korell (freisinnig) 
5059, Gisevius (natlib.) 2516 Stimmen. Zersplittert 3wei 
Atimmen 
die nationalliberale Kandidatur Gisevius be— 
tehen blieb. Es hat deshalb nicht an Versuchen gefehlt, diese 
dandidatur noch rüdgängig zu machen, obwohl natürlich die 
dationalliberalen Gewicht darauf legen mußten, daß sie einen 
igenen Kandidaten in diesem Wahlkreis behielten, den sie 
nit kurzer Unterbrechuna seit 1884 und bis 1907 helessen 
Jatten. 
Dieser liberale Bruderzwist ist für die ferner— 
tehenden Liberalen der dunkelste Punkt in duer 
zießener Wahlbewegung. Es ist um so bedauerlicher, 
is diesmal nicht, wie sonst so häufig, klaffende und wirt— 
haftspolitische Meinungsverschiedenheiten den nationallibe— 
ilen von dem fortschrittlichen Kandidaten trennten. Herr 
zrofessor Gisevius hatte vielmehr offen verkündet, daß er 
rotz seiner Zugehörigkeit zur nationalliberalen Partei die 
orderungen des Bundes der Landwirte anerkenne und ver⸗ 
ete. Und der Fortschrittler Korell brauchte nicht erst offen 
u sagen, was jedermann schon längst von ihm aus früheren 
essischen Reichstägswahlkämpfen wußte, daß er ein über—⸗ 
ugter Anhänger des Schutzzolles ist. Wenn trotzdem dire 
voppelkandidatur nicht vermieden worden ist, so er⸗ 
lärt sich das nur aus den Uberaus gespannten 
zerhältnissfen, die zwischen dem hessischen National— 
beralismus und dem hessischen Freisim seit Jahren herr⸗ 
hen. Die rechtsnationalliberale bündlerische Richtung, welche 
er Führer der hessischen Nationalliberalen, der Reichstags⸗ 
bgeordnete Frhr. v. Heyl in Worms vertritt, steht in so 
hroffem Gegensatz zu den fortschrittlichen Anschauungen, daß 
B. vor jetzt zwei Jahren im Wahlkreis Bingen⸗Alzey die 
dationalliberalen trotz aller Finanzreformkämpfe den frei— 
nnigen Stichwahlkondidaten Korell fallen ließen, um dem 
entrumsabgeordneten Uebel zum Siege zu verhelfen. Viel— 
icht dient es zur Gesundung der unerquicklichen Verhältnisse 
n hessischen Gesamtliberalismus, wenn jetzt in Gießen ein⸗ 
tal beide Richtungen ihre Kräfte gemessen haben. 
Die Antisemiten haben den Wahlkreis Giebßen erst im 
ahre 1907 von den Nationalliberalen erobert; vorher hatten 
e ihn nur einmal vorübergehend bei einer Nachwahl ge— 
onnen. Ihr Vorkämpfer, der verstorbene Abgeordnete Phi—⸗ 
pp Köhler, war freilich auch ein ganz ausgezeichneter Kan⸗ 
idat, ein echter hessischer Bauerntypus, der alle seine Be— 
ufsgenossen in diesem ländlichen Wahlkreis von vornherein 
u begeisterten Anhängern zählen durfte. Der neue anti—⸗ 
mitische Kandidat, Oberlehrer Werner aus Bushbach, er⸗ 
reute sich von vornherein der lebhaftesten Unterstützung des 
zundes der Landwirte. Und da die Antisemiten hier wie 
berall, wo sie an den Wahlen teilnehmen, mit allem Raffi— 
ement der Agitation strupellos vorgehen, so durfte Herr 
VBerner von vornherein damit rechnen, in die Stichwahl zu 
31mmmoeon 
Ein deutscher Elektrizitätstrust? 
Von einem Parlamentarier wird uns geschrieben: In den 
Reichstagsdebatten bei der zweiten Lefung des Etats des 
seichssamts des Innern, die bekanntlich sich auf das ge— 
amte Gebiet der Wirtschafts⸗ und Sozialpolitik zu erstrecken 
Fflegen, dürfte in diesem Jahre auch die Konzentration in 
»er Elektrizitätsindustrie eine Rolle spielen. Denn die 
„minierende Stellung, welche sich die drei großen 
donzerne in ganz Deutschland errungen haben, 
ie Art ihres Vorgehens mit Vereinbarungen bei Submissionen 
segen Unterbietung, mit eigenen Filialen und Installations- 
jeschäften, mit Vertragsklauseln, wonach die Liesrung von Ein— 
ichtungen bestimmten Firmen vorbehalten wird usw., rückt 
llerdings den Gedanken nahe, daß in nicht langer Frist diese 
rei Firmen ein volles Monovol in Deutschland haben 
verden. 
Daß bei dieser Gelegenheit die schon oft erörterte Frage 
ines deutschen Kextellgesetzes zur Lösung kommen wird, ist 
llerdings nicht anzunehmen. Denn die Frage ist zu schwierig 
ind die Dinge sind noch zu sehr im Flusse. Auch Herr Petet 
zpahn, der schon vor fast einem Jahrzehnt ankündigte. daß 
r einen fertigen Kartellgesetzentwurf im Schreibtisch habe, hat 
hn bisher nicht an die Oeffentlichkeit zu ziehen gewagt. Die 
n den vorigen Jahren angenommenen Zentrumsresolu-— 
ionen, die im wesenitlichen nur eine größere Publi— 
ität der Kartellabmachungen erstrebten und im 
ibrigen sich mit schönen Redensarten begnügten, werden viel— 
eicht eine Neuauflage finden, aber natürlich ebensowenig eine 
Lirkung ausüben wie früher. Wichtigere Dienste gegen Ueber— 
ritte der großen Konzerne aber könnte die Rehtiprechung 
eisten. Sie könnte Verträge, die das Handwerk, die In— 
tallationsgeschäfte uswp. für weite Bezirke von jeder Lieserung 
ind Geschäftstätigkeit ausschließen, als Verstöße gegen die 
zuten Sitten (Aufhebung der Gewerbefreiheit) und für ungültig 
rklären. Im übrigen liegen die wirksamen Gegen— 
nittel in den Händen der Städte und Kommunal- 
erbände, die rechtzeitig die Versorgung der Bürger mit Elek— 
rizität selbst in die Hände nehmen oder beim Abschluz mit 
rivaten Licht- oder Kraftzentralen sich einen genünenden Sintsaß 
ichern müssen 
So gründlich, wie im Wahlkreis Gießen-Nidda ist selten 
bei einer Nachwahl von allen beteiligten Parteien gearbeitet 
worden. Mehr als 100 Versammlungen am letzten Sonntag, 
14 Wahlreden eines einzigen Kandidaten an diesem einen Tage, 
Heranziehung der gewandtesten Agitatoren und zahlreichen 
Abgeordneten. Das haben die Wähler dieses oberhessischen 
Kreises noch nie erlebt. Am Vorabend der Wahl sprachen in 
Hiehen“ noch gleichzeitig die Reichstassabgeordneten Naumann 
uind Paasche für die beiden liberalen Kandidaten. Es war 
ast zuviel des Guten, das von den konkurrierenden Varteien 
reboten wurde. 
Außerhalb des Wahlkreises ist jedoch das Ergebnis dieser 
Ersatzwahl ohne sonderliche Spannung erwartet worden. Die 
Sozialdemokratie war schon bei den letzten allgemeinen Wah⸗ 
en um 4000 Stimmen gewachsen, obwohl — wie man weiß 
— die 1907er Wahlen sonst für die Sozialdemokraten höchst 
ingünstig verlaufen waren. Diesmal hatten sie allen Ehrgeiz 
zarein gesetzt, wieder, wie früher schon, in die Stichwahl zu 
ommen; und sie hatten sich in der Agitation um so mehr 
angestrengt, als sie ihren früheren populären Kandidaten 
Krumm durch den Kassenrendanten Bockmann ersetzen mußten. 
In ihrem eifrigen Streben nach der Stichwahl' mag die 
Sozialdemokratie auch die offsene Ankündigung der Fort— 
schrittler bestärkt haben, daß sie diesmal angesichts der allge— 
neinen politischen Lage Stichwahlparose zugunsten der So— 
ialdemokraten ausgeben würden, falls sie nicht selbst in die 
SZtichwahl lämen. Letzteres schien aber auch den Anhängern 
oes gewandten und in Hessen überaus einflußreichen fort⸗ 
chrittliche Kandideten Korell unmöalich au lein. solange 
—PVF 
Der englische Marineetat. 
Wer in dem soeben veröffentlichten euglischen Flollen 
rogramm für das neue Jahr einen Maßstab für die 
zicherheit der europäischen Ruhe suchen will, der muß 
u sehr pessimistischen Schlüssen gelangen. Denn wiederum, 
odie alljährlich bisher, sieht auch das neue englische Pro— 
tramm eine erhebliche Vergrößerung der Schijfzbauten vor. 
dementsprechend ist auch die Gesamtsumme des englischen 
flottenbudgets bedeutend gestiegen. Während noch vor ehn 
Jakren die Ausoahen fsür die Marine 31 Millionen Ljstr. 
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es von Gerhard sei, den einfachen kleinen Knecht so herzlich 
zu begrüßen. 
„Dies ist mein Bruder Hinrich,.“ sagte er und sah Karl 
sreundlich an. 
Karl sah verblüfft auf den Freund. „Dein Bruder?“ rief 
er ungläubig. F — 
„Ja, Karl, mein Bruder und meines Vaters jüngiter 
Sohn, somit also der Erbe dieser stattlichen Bauernstelle.“ 
Der Junge verzog den breiten Mund zu einem wohlge— 
älligen Lächeln und schaute sich befriedigt und mit Be— 
agen im weiten Hofraum um. Karl folgte unwillkürlick 
einem Beispiele und sein Blick glitt aufmerksamer über das 
attliche Bauernhaus, über die Schuppen, Scheunen und wohl— 
epftlegten Gärten, die er zuerst nur flüchtig gestreift hatte 
ind haftete dann wieder auf den beiden jungen Leuten 
or sich. 
Wie konnte dieser unschöne, unkultivierte Bauernjunge der: 
zruder seines schönen, neben dem andern fait vornehm 
ussehenden Freundes sein? TDoch er hatte nicht Zeit, lange 
einen sich verwundernden Gedanken nachzugehen. Sein Freund 
og ihn fort auf die große weite Scheunendiele, an deren 
eiden Seiten die Stände für Kühe und Pferde sich befanden, 
is im Sommer natürlich leer waren. An einem langen 
isch sahen die Knechte und Mägde bei der kräftigen Mittags— 
ost. Gerhard ging freundlich grüßend an ihnen vorüber; 
je rückten naäͤher zusammen, als wollten fie Plaß machen. und 
ahen auf den jungen Gast. 
Währenddem trat der Bauer' aus der mit Glasscheiben 
ersehenen sogenannten Windfanastür, die die Hausdiele ab— 
chlotßz von wo aus man in die Wohnräume der Familie 
elangte. J 
„Holla, Gerd, mein Junge! Da bist du ja! Mutter, du 
ast recht behalten,“ rief er vergnügt in die noch offene 
ür zurück. „Gerd ist da!“ und schüttelte dann dem heim— 
ehrenden Sohne kräftig die Hand. Die Mutter kan eiliag 
eran und tat ein Gleiches und sah dabei dem Sohne stolz 
ind herzlich in die lichten Auaen. „Noch immer munter?“ 
ragte sie. 
„Was sollte ich nicht, Mutter?“ erwiderte Gerhard jröhlich 
ind zog dann leinen Freund herbei. „Und hier ist auch mein 
Ob sie wohl kommen wird? 
Von Renata Greverus. 
(2. Fortsetzung.) Machdruck verboten.) 
Gerhard erzählte dem Freunde von seiner Heimat. „Hier 
jt die Totenkuhle,“ sagte er, aui ein dunkles Wasserbedken 
»der Wasserloch deutend, das in unheimlicher Stille, von 
johem Userschilf umgeben, unmittelbar hinter Deich und Fahr— 
tfrahe lag. „Die letzten Fluten, die im Jahre 1827 so ent— 
etzlich unser Land verheerten, haben sie uns als ein Memento 
urückgelassen. Sie ist so tief, daß man den Stein nicht 
allen hört, den man hineinwirft, und wehe dem, der ihrem 
chlüpfrigen Rand im Dunkeln zu nahe kommt.“ Gerhard hielt 
nne und wies dann auf die üppigen, sich weithin eritreckenden 
Weiden, auf denen das stattliche Vieh graste. Auf einzelnen 
Wiesenstrecen begann man bereits. das saftige. duitende Gras 
u schneiden. 
„Du mußt mit Heu wenden, Karl, so lange du hier 
inter uns Bauern bist,“ sagte Gerhard mutwillig. „Jur 
deuernte muß sich jeder Bewohner einer Bauernitelle sein Brot 
m Schmeiße seines Angesichts verdienen, du auch!“ 
Karl war's zufrieden. „Aber sind wir nicht bald am 
ziele?“ fragte er und sah auf seine Uhr. „Wir haben in 
iner halben Stunde Mittag.“ 
„Bis dahin sind wir daheim,“ antwortete der andere. 
Er stieg den Deich hinunter, auf halber Höhe desselben lief 
in bequener Fußweg entlang, der mit Sand befahren und 
varum auch bei Regenwetter gangbar war. Bald sah man 
inen Fahrweg vom Hauptwege ab tiefser ins Land hineingehen. 
Herhard schritt auf denselben zu und wies auf das zur Linken 
iegende Gehöft: man war am Ziel. Sie standen vor einer 
jrün und weiß gestrichenen Gartenpforte still, die zwischen 
Aigusterhecen stand und von der ein jliesenbelegter Pfad 
n gerader Linie auf die Seitentür eines Bauernhauses zuführte. 
die stattlige Vorderseite mit dem hohen, mit gekreuzten 
Kferdeköpfen verzierten Giebel des Reitdaches und der langen, 
zlanlen Fensterreihe war dem Teiche zugekehrt; die Balken 
des Fachwerkes zwischen den frischroten Ziegeln waren grün 
estrichen, ebenso die Türen. Unter gleichem Dache mit den 
Mohnräumen lag der weite Viehstall. die große. den ver— 
ichiedensten Zwecken dienende Lehmdiele und darüber der Heu⸗— 
ind Kornboden; vor dem großen offenen Scheunentor war 
in gepflasterter Hof mit dem Brunnen und mit Krippen 
ind Trögen und rings um den Hof herum lagen die kleineren 
zcheunen und Stallgebäude. 
„Ta sind wir!“ rief Gerhard und schöpfte tief Atem, 
idem er sich die vollen blonden Haarwellen aus der Stirne 
rich und die bunte Mütze nach hinten schob. Ein großer 
ofhund kam wütend aus der Scheunentür gesprungen, da 
die beiden Wanderer gewahrte, erging sich aber in weiten 
reudensprüngen, als er seines Herrn Sohn erkannte. Er 
»rang mit freudigem Gebell an ihm hinauf und leckte ihm 
zände und Gesicht. Gerhard rieß es sich gutmütig gefallen 
nd liebkoste das treue, anhängliche Tier. 
„So, Sultan, nun ist's genug,“ sagte er dann, schob das 
ier beiseite und sah sich nach Menschen um. Die Knechte 
nd Mägde kdamen eben mit ihren Arbeitsgeräten über den 
zof und gingen auf das große, offene Scheunentor zu, aus 
em eine Stimme zum Wiittag gerusen hatte. Hinter ihnen ging 
n etwa fünfzehnjähriger Knabe, der sich in seinem Aeußern 
enig von den Knechten unterschied. Er ging ohne Rock in 
unten Hemdsärmeln und Weste einher und hielt eine lange 
deitsche in der Hand, mit der er langsam vor sich hin—⸗ 
nallte. Es war, als ahmte er, zum Teil unbewußt, die nach⸗ 
ässige Haltung und die schlendernde Gangart der Knechte nach, 
ie eben in der weiten Hintertür des Bauernhauses verschwanden. 
r schien die Angekommenen nicht zu hemerken. bis Gerhard 
m zurief: 
Holla, Hinrich, da sind wir!“ 
Der Angeredete wandte langsam den Kopf um. Karl 
ih in ein etwas grobes, ausdrucksloses Gelicht mit rot⸗ 
eränderlen Augen. Der Knabe lam langsam und ohne daß 
sch sein Gesichtsausdruck veränderte, näher und reichte Ger— 
ard die Hand. Dieser schüttelte sie herzlihe.. 
„Nun, wie sieht's denn zu Hause aus?“ fragte er, als 
er andere schweigend weiter ging. „Alles wohl?“ 
der Knabe gab eine kurze, beiahende Erwiderung. 
„Hier ist auch mein Freund, der die Ferien über bei 
us bleiben will,“ sagte Gerhard, indem er sich nach seinem 
zecilegefährten umwandie, der sich im Stillen saate. wie hübsch
	        
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