Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

v 
Wöchentlich 13mal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erscheinend. Bezugs⸗ 
preis für das Vierteljohr 83,20 Wark einschließlich 
Bringgelb in Lübeck. Durch die Post bezogen ohne 
Bejtellgeld 330 Mark. Einzelnummern 10 Pfg 
F 
2* 
57* 
⸗ 
— 25 
—8* 
Anzeigenpreis (Ausgabe A und B) für die sgespp. 
Jeile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeitsmarkt usw.) 
3 Pig., für Auswartige 80 Pfg., f. Geschästl. Mit⸗ 
leilungen 1Mk. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Sat den Anforderungen entiprechend höher. o o 
Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübec 161. Jahrgang J Nachrichten für das Herzogtum Lauenburg, die 
heiblatt: Gesetz und Verordnungeblatt BEVeerrnnienn Ion am anaiee de cuennem c gürfteniümer Ratzeburg, Lübeck und das angren⸗ 
de;να ιαασασσσααο ι, ꝛende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drud und Verlaa: Gebrüder Borchers G.m. 6. BS. in Lüdeck. — Geschäftsstelle Adretz baus (Koniaftr. at. Ferniprecher 9000 u. ). 
Ausacbe 
Große Ansgabe) 
nichtamtlicher Teil. 
Poä αààÄôÄAàÛ.ÛôXàÑôOOXOQ 
Neueste Nachrichten und Telegramme. 
Der Kaiser in Wilhelmshaven. 
V. Wilhelinshäven, 5. März. Der Kaiser traf um 11 Uhr 
45 Min. hier ein; am Bahnhofe waren zur Begrüßung an⸗ 
vesend: Prinz Heinrich, Staatssekretär v. Tirpitz, die Admirale 
Fraf Baudissin und v. Holtzendorf und Konteradmiral Schmidt. 
Der Kaiser fuhr mit dem Prinzen KHeinrich im Automobil durch 
die beflaggten Straßen der Stadt zum Exerzierhause der Ma⸗ 
trosendivision, wo die Vereidigung der Rekruten statt⸗ 
fand. Nachdem der Monarch die Front der Truppen abgeschritten 
hatte, hielten Konsistorialrat Schorn und der batholische Marine⸗ 
ofarrer Erdmann Ansprachen, worauf die Vereidigung der 1200 
Rekruten durch Oberleutnant z. S. Büchsel erfolgte. An⸗ 
schließend hieran hielt der Kailer eine kurze Rede, in der er 
auf die Heilighaltung des Eides hinwies. Der Inspekteur der 
weiten Marineinspektion, Konteradmiral Jacobsen, brachte nach 
Worten des Dankes ein Hoch auf den Kaiser aus. Nach der 
Feier nahm der Kaiser militärische Meldungen entgegen und fuhr 
mit dem Prinzen Heinrich nach dem Kasino, wo um 1214 Uhr ein 
Frühstück zu 104 Gededen stattfand. Es nahmen daran teil 
die Admirale, das Gefolge und die an der Vereidigung beteilig⸗ 
ten Offiziere. Der Kaiser verließz um 2 Uhr das Kasino, be— 
sichtigte auf dem Adalbertplatz die Kulisse für das Colignn-Denk⸗ 
mal, fuhr dann nach dem Hafen und schiffte sich auf S. M S 
Deutschland“ ein. 
W. Oldenburg, 5. März. Der Kaiser hatte hier heute 
vormittag auf der Reise nach Wichelmshaven einen Auf⸗ 
enthaut von etwa zwei Stunden. Er wurde am 
Bahnhof von dem Großherzog empfangen und begab 
ich mit ihm nach dem Palais zum wWrühstüch. Gegen 1024 Uhr 
letzte der Kaiser die Reise nach Wilhelmshaven fort, wohin 
der Grohherzog morgen solgen mird, um an hen Vesichtiaunqgen 
eilzunehmen. 
der Kronprinz Regimentskommandeur in Danzig. 
W. Berlin, 5 März. Der Kronprinz übernimmt 
um 1. Oktober, wie die Neue Gesellschaftlieche Korrespondenz 
ritteilt, das Kommando des 1. LReibhusaren-Regiments 
Nr. 1 in Langfuhr bei Danzig. Bei seiner Ankunft in Kairo 
wird der Kronprinz ein Telegramm seines Vaters vorfinden, 
das ihm diese Ernennung mitteilt. So erzählte der Kaiser 
elbst vorgestern beim Frühstück im Unionklub. Der Kronprinz 
vird nicht im Schloß Oliva residieren, sondern in Langfuhr 
eine Villa bewohnen, die General v. Mackensen vor einigen 
Jahren erbaut hat. Der jetzige Kommandeur des Leibhusaren⸗ 
Regiments, Oberst Clifford Kocquv. Breugel, wird dessen 
Führung bis zum Herbst behalten, inzwischen aber den Nang 
eines Brigade-Kommandeurs erhalten. 
kin Geistesgestörter in der Garnisonskirche und die 
Kaiserin. 
W. Berlin, 5. März. Heute vormittag warf der frühere 
DberfenerwerkerLukat, jetzt Hilfsarbeiter am Statisti⸗ 
schen Landesamt, in der alten Garnisonkirche von der linken 
Empore einen Brief nach der kaiserlichen Loge, in 
der fich die Kaiserin befand. Der Brief wurde dem dienst⸗ 
uenden Kammerherrn übergeben. Lukat wurde fest- 
renommen. Er hatte während des Gottesdienstes den An—⸗ 
sang des Briefes laut vorgelesen. Der Mann ist anscheinend 
geistesgestört; er macht den Eindruck eines Schwindlüchtigern 
Die Baumwollfrage. 
Berhin, 5. März. Einee neue Denkbkschrift des Reichs-— 
lolonialamts „Die Baumwoilfrage, Denkschrift über Pro⸗ 
vuktion und Verbrauch von Boumwole, sowie Maßnahmen 
degen die Baumwollnot“ wird in den nächsten Tagen er— 
cheinen. Die Denkschrift behandelt das Problem der Ver⸗ 
orgaung unserer Baummolssindustrie mit Rohstoff. 
Das Mministerium Monis. 
W. Paris, 5. März. Heute abend vereinigten sich die 
Minister unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Monis 
ind stellten nach längerer Debatte den Text der morgen 
u verlesenden Programm-Erklärung fest. Betreffs 
des auf die Einkommensteuer Bezug habenden Satzes machte 
der Finanzminister Caillaux gewisse Zugeständnisse, die auf 
manche gegen dieses Projekt erhobenen Einwendungen Rück⸗ 
sicht nehmen. Die Regierung ist auch darauf vorbereitet/ 
zu dem die auswärtige Politik betreffenden Passus Aufklä⸗ 
rungen zu geben. Falls wider Erwarten die Fremden⸗ 
legion⸗Angelegenheit gestreift werden sollte, würdée 
der Beschluß des Ministerrats vom 11. Februar 
ugunsten der noch nicht 18jährigen Legionäre im Wortlaut 
jekannt gegeben werden. Nach dem Winisterrat 
em pfing der Ministerpräsident den deutschen 
Botschafter Frhrn. v. Schoen. 
In den Abendblättern wird dafür Stimmung gemacht, 
zahß man die morgige Erklärung der Regierung ohne 
debatte zur Kenntnis nehmen solle, um der Regierung Zeit 
un lassen, sich zu orientieren. Es wäre un angebracht. 
mnn 
Montag., den 6. März 191 
in einem Augenblick, da das Ausland sich in die inneren 
Angelegenheiten Frankreichs zu mischen scheine, ein Schau⸗— 
piel der inneren Zerfahrenheit zu geben. Die 
dechte will aber auf ihre Interpellation nicht 
„erzichten. Auch die nationalistischen Blätter, denen die 
Fegenwart Delcassös im neuen Ministerium die Gewähr gegen 
illzu große Nachgiebigkeit /bei Komplikationen bietet, raten 
oon einer Diskussion der Regierungs-Erklärung ab. 
Die Fremdenlegionsfrage. 
Varis, 5. März. Eine sicht.ich aus Regierungskreisen 
ammende Mitteilung zu dem Artikel der Köln. Zeitung über 
ie Fremdenlegion besagt: Es iit richtig, daß der Erlaß 
es Kriegsministers vom 15. Januar 1910 für den Eintritt in 
ie Fremdenlegion die Altersbeschränkung aufhob und 
emgemäß die französischen Behörden sich seither weigerten, die 
on Ausländern unter 18 Jahren eingegangenen Anwerbungs— 
erträge für ungültig zu erklären. Die Köln. Zeitung scheint 
u vergessen, daß der Erlchh durch die Entscheidung vom 11. Febr. 
911 aufgehoben wurde, demzufolge die gegen den Erlaß 
zerichteten Beschwerden nunmehr gegenstandslos sind. 
Paris, 5. März. Zu dem Artikel der Köln. Zeitung über 
ie Fremdenlegion bemerkt das Journal des Debats: 
Vas uns anlangt, würden wir nichts dagegen haben, daß die 
egründeten Neklamationen von gelsetzlich zuständigen Personen 
»em Völkerrecht entsprechend geregelt werden. Wir haben nie⸗ 
nals daran gedacht, dasselbe zu verletzen. 
Sidclhe schreibt: Die französischen Rekruten— 
bureaus für die Fremdenlegion haben sich äeines wegs 
zu vergewissern, ob ein für diensttauglich befundener 
unger Mann das 18. Lebensjahr erreicht hat 
»der nicht, da die Anwerbung sozusagen anonym ist. Das 
ranzösische Recht enthält eine Bestimmung, wonach der Fran⸗ 
ose, der in ausländische Militärdienste tritt, seiner Nationalität 
erlustig geht. Wie könnten wir »ugeben, daß ein Deutscher, 
gelcher in französische Militürdienste tritt, unter der deutschen 
Zotmäßigkeit bleibt. Es handelt sich hier um eine querelle 
llemande! aber der Augenblick ist schlecht gewählt. Wenn die 
Rückkehr Delcasses etwas bedeutet, bedeutet sie, daß Frank— 
reich sich in anderer Stimmunag ass 1905 
zefindet. 
Neue türkisch⸗griechische Grenzzwischenfalle. 
Saloniki, 5. März. Meldung des Wiener K. K. Tele—⸗ 
dorr⸗Bur. Nach einer von amtlicher Seite stammenden 
Nitteilung beschossen neuerdings griechische Soldaten der 
Pachthäuser in der Nähe von Koskoj türkische Posten, welche 
as Feuer erwiderten. Während des Kampfes wurden zwei 
zvzonen getötet. Auf Seiten der Türken waren keine Ver⸗ 
etzungen zu verzeichnen. Als die Griechen das Feuer ein— 
tellten, kehrten die türkischen“ Soldaten in ihre Wach— 
zäuser zurück. Infolge der in letzter Zeit in Develi vor— 
ekommenen Plänkeleien sind 100 Mann zur Verstärkung der 
ürkischen Wachthäuser aus Larissa dort eingetroffen. Die 
riechischen Wachtposten provozierten daraufhin abermals 
deibereien, während der eine Evzone erschossen und einige 
ürkische Soldaten verwundet wurden. In der Gegend von 
toros versuchten vier verdächtige Griechen die Grenze zu 
berschreiten, ohne die Haltrufe der türkischen Posten zu be—⸗ 
ichten. Darauf wurde auf die Griechen gefeuert, wobei drei 
zetötet wurden. Der vierte Grieche flüchtete obgleich er ver⸗ 
nundet worden war. 
vondersession des amerikanischen Kongresses. 
Washington, 5. März. Die außerordentliche Session des 
kongresses ist zur Beratung des Handelsabkommens mit 
danada auf den 4. April einberufen. Präsident Taft ist 
er Ansicht, daß diese Sondersession eine besondere Störung 
ür die Geschäftswelt nicht bedeuten werde. Der Kongrei 
iahm die Vorlage für die Errichtung eines Denkmals zur Er⸗ 
merung an die erfte deutsche Anfiedelung in Germantown an. 
Anarchie in Haiti. 
Kap Haiti, 5. März. Hier droht eine Hungersnot 
uszubrechen, da die Landbewohner aus Furcht vor Gewalt—⸗ 
ätigkeiten keine Lebensmittel mehr in die Stadt bringen. 
znfolge der fortgesetzten Verhaftungen von Revolutionären, 
ie paarweise an einander gefesselt werden, sind die Ge⸗ 
ängnißtße aberfällt. Nur Militärpersonen und 
iremde werden auf den Straßen geduldet. Von den ein⸗ 
eimischen Bürgern halten sich die meisten aus Furch! 
sor den Repressfaliben der Machtbaber verborgen 
W. Oldenburg, 5. März. Der Großherzog verlieh 
em Staatssekretär des Auswärtigen v. Ki derlen Wächter 
as Ehrengroßkrenz des Haus- und Verdienst⸗ 
rdens und dem Leibarzt des Kaisers Dre. Niedner das 
brenritterkreuz 1. Kl. desselben Ordens. 
W. Wilhel ushaven, 5. Marz. Das Oberkriegsgericht ver⸗ 
irteilte den Obermatrosen Jacob wegen Landes⸗ 
»arrats zu 12 Jahren Zuchthaus. Die erlte In⸗ 
ranz hatte au!6 Jabre 2ubthaus ertanut 
Morden-Blatt Nr. 118. 
— — Be—e——c— — 
W. Geestemunde, 5. März. Der Bund der Landwirte 
ctellte in einer Versammlung in Otterndorf wieder Dr. 
ßahn als Reichstagskandidaten fsür den 190. 
zannoverschen Wahlkreis auf. 
W. München, 5. März. Wie die Korrespondenz Hoffmann 
rfährt, hat der Prinzregent anläßlich seines 90. Geburtstages 
en Staatsminister v. Podewils und den Kriegsminister v. Horn 
n den erblichen Grafenstand erhoben. Ferner verlieh der 
Kegent dem langijiährigen Akademiedirektor v. Kaulbach das 
Prädikat Kxzellenz und dem Stiftsprobst von Türk das Groß— 
reuz des St. Michgel-Verdienstordens. 
W. Wien, 5. März. Mie aus Rom gemeldet werd, wird 
daiser Franz Joseph anlählich der rem soen Jubi⸗ 
ñumssestlichkeifen an den König von Iallen eigen— 
zändig ein Schreiben richten und die Gfädwünsche 
Zesterreichs zum Ausdruck bringen. Dieses Hanmdschreiben 
oll den Besuch eines Vertresers des MWiener Hofses in 
sRom ersethen, der wegen der bekannten Hallung des 
Parstes unterbleibt. 
W. Wien, 5. März. Der Kaiser empfing heute vor— 
nittag im Schönbrunner Soresse den König der Bul— 
aren, der seinen Dank sär die Gratalgfien zum 50. 
ßeburtstage ausdrückte. Der Miudß des Köniet, der Zivil— 
lleidung trug, hatte einen sehr herztien Cheetter und 
dauerte fost eine Stunde. 
W. Wien, 5. März. Gere ber der Meltunag des Neuen 
Wiener Journals von einer E—krankung des Erzher— 
ogs Thronfolger Franz Ferdinand wid cuf Grund 
iuthentischer Mitteilungen festzestellt, daß der Erzherzog⸗— 
khronfolger, der sich andauernd der besfen Gefuntheit er— 
reut. heute in Brioni ein wofsfen ist. Der NAufenthalt 
in Brioni war bereits seit längerer Zeit vorgesehen. Die 
sachricht von der Erkran ung des Erzherzogs-Thienfolgers 
st demnach gänzlich aus der Luft gegriffen. 
W. Bitdapest. 5. März. Die Ungarische Dele— 
zation wurde heute mit einer Ansprahe des Prä— 
identen Zichy geschlossen. Der Prä'ifen? sprach den Wunsch 
aus, daß die großen Opfer zur Befestigung der 
FBroßmachtstellung Oesterreich-Ungarns beitragen 
ind die Schiffsbauten der Industrie zum utzen ge⸗ 
weichen und die neuen Schiffe Hüter des Feiedens sein 
nögen. Die beste Gewähr dafür lei die Friedensliebe des 
königs. 
W. Paris. 5. März. Die wegen der letzten Ruhe— 
törungen vor dem Théatre française verhaftelen De— 
nonstranten hatten sich heute vor dem Strafrichter zu 
erantworten. Maurice Pujo wurde zu einem Monat 
ßefängnis und 2s5 Francs Geldstrafe verurteilt. 
zechs andere Ruhestörer erhielten Geldstrafen 
on 25 oder 16 Francs oder Freiheitsstrafen von einem 
Monat oder 8 Tagen mit Strafaufschub. Ein Angeklagtet 
vurde zu 8 Tagen Gefängnis verurteilt. 
W. Paris, 5. März. Die Abendblätter melden die nahe 
evorstehende Bekanntgabe der deutsch-russischen 
sote über die Potsdamer Entrevue. 
W. London, 5. März. In der deutschen Botschaft fand 
zestern ein Diner zu 30 Gedecken statt. Unter den Gäsllten be⸗— 
anden sich Azquith, die Botschafter Frankreichs, Rußlands, Oester 
teich Ungarns und Spaniens, die Gemahlin des spanischen Bot⸗ 
chafters Marquis Landsdowne, die Gräfin Dudley, die Gräfin 
deicester und verschiedene Boischaftsmitglieder, die Gemahlin 
»es ersten Botschaftsrats, Frau v. Kühlemann. machte die 
donneurs. 
W. LisFabon, 5. März. Nach einer Meldung des Blattes 
Novidades hat fich die Mehrheit der Bischöfe ik 
inem Telegramm an die Regierung erklärt, ihre An— 
»rdnungen, durch die den Pfarrern die Verlesung dee 
hbirtenbriefes während der Messe untersgat wird. 
u respektieren. 
W. Konstantinovel, 5. März. In den ersten Morgen⸗ 
tunden des heutigen Sonntags wurde der Posten vor der 
hendarmerie⸗Wache in Schischli von unbekannter Hand er⸗ 
ichossen. Die türkische Bevölkerung ist darüber sehr erregt. 
W. Santiago, Chile,5. März. Nach einer Erklärung des 
Finanzministers wird das Finanziahr einen Ueber⸗ 
schuhn von 4 Millionen Pesos ergeben. Das von 
rüher her vorhandene Defizit von 65 Millionen wird 
durch außerordentliche Einnahmen und Ersparnisse im laufen⸗ 
de Budoet gedecktt werden. 
àà à O O.OXOC 
Breslau, 5. März. Eine slürmisch verlaufene Mitglieder⸗ 
ersanrmlung des Deutschen Holzarbeiterverbandes, 
Zahlstesle Breslau, lehnte heute mit 1007 gegen 1850 Stimmen 
ne Vorschläge des Berliner Schiedsgerichts ab und beschloß, 
Nontag früh in den Ausstand zu treten. Die Ar—. 
eits einstesllung umfakt etwa 2000 Personen. 
Danfirchen, 5. Marz. Während eines Maskenballes 
chleuderte ein weibkicher Domino den Inhalt einer 
8itriolftasche gegen den Bauunternehmer Eloy, der 
vahrscheinlich beide Augen verlieren wird. Fuünf 
r—r— Nersonen wurden erbeblich verleßt
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.