Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

* — 
.b 
J 
* 
Wöchentuch 18mal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erschelnend. Bezugs⸗ 
preis für das Vierteljohr 3,80 Wark einschließlich 
Bringgelb in Lübeck. Durch die Post bezogen ohne 
Besteugeld 380 Mart. Einzelnummern 10 Pfg. 
—* — F F 
9 
nzeigenpreis (Ausgabe 4 und B) für die 8gepp. 
aile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeitsmarkt usw.) 
z Pfa. sur Auswaͤrtige o Pia. s. Geschastl. Wit⸗ 
ilungen 1Mk. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
datz den Anforderungen entsprechend höher. o 0 
zeilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und hansestadt Lübed 161. Jahrgang Nachrichten fur oas erd tum ⁊curg, die 
veiblatt: Gesetz⸗ und Verordnungsblatt .3 — gurstentümer Ratzeburg, Lũbec und das angren⸗ 
—,,,,,,,, —— jende meclenburgische und holsteinische Gebiet. 
Druckt und Verlag: Gebrüder Borchers G. m. b. 8. im Lũbeg. 3— — Abdretz haus (Koniasit. 46). Ferniprecher 9000 u. 9001 
Ausgabe J 
— GGroße Ausgabe) 
—— — 
Erstes Blatt. hierzu 2. u. 3. Blatt 
sowie „Vaterstädtischte Blätter“ Nr. 10. 
— — sc2—d———d—dddöd—ü—Oe — — öüeVeEEDEDDDGEEEEE 
Umfang der heutigen Nummer 12 Seiten. 
ILIXXVXYRR — XVDEIEIEIEAEZLL — Z— — —Ä— —— 
htamtlicher Teil. 
Kritik und Uebersicht der politischen 
Wochenereignisse. 
b. Lübeck, 6. März. 
Die freche Beleidigung, deren der ser bische Kriegsminister 
zegenüber dem deutschen Gesandten in Belgrad lsich 
schuldig machte, hat dank dem energischen Eingreifen unserer 
Regierung mit der Entlassung des Beleidigers ihre Sühne ge⸗ 
funden. Ein Versuch, die öffentliche Meinung hierüber zu—⸗ 
nächst zu täuschen, konnte nur den ungunstigen Eindruck ver⸗ 
tärken, den jenes freche Auftreten hervorgerufen hat. Ein 
erfreuliches Gegenstück zu dem tatkräftigen Vorgehen in Belgrad 
ildet die halbamtliche Kundgebung der Nordd. Allg. 3tg. 
iber die französische Fremdenlegion. Sie ist seit langen 
Jahren für Deutschland ein Stein des Anstoßes. Aber auch im 
zjanzen übrigen Europa hat sie sich wegen der unausrottbaren 
Mißstände, deren abstoßendes Wesen erst kurzlich in der franzö— 
ischen Kammer enthüllt wurde, sehr verhaßt gemacht. Die 
Pariser Blätter hätten deshalb besser getan, gegenüber dem 
Berliner Regierungsorgan den Mund weniger voll zu nehmen. 
Von einer solchen erfreulichen Entschiedenheit war jedoch 
em Vatikan gegenüber leider nicht das Geringste zu spüren. 
Die diplomatischen Verhandlungen Preußens über den Mo⸗— 
dernisteneid standen vielmehr unter dem Zeichen nach—⸗ 
ziebiger Schwäche. Daß hierdurch aber der Vatikan und seine 
llerikale Leibgarde in Deutschland nur zu immer neuen Ansprüchen 
angereizt werden, wird sich bald genug herausstellen. Einen 
guten Dämpfer dürfte jedoch das klerikale Siegesbewußtsein 
»urch den Ausfall der beiden letzten Reichsstagsersatz— 
wahlen bekommen haben. Denn wenn sich auch das Zentrum 
n Immenstadt behauptet hat, so ist dort klar hervor— 
getreten, daß der Liberalismus in einer Zeit der allgemeinen 
Unzufriedenheit ein festes Bollwerk gegen die Sozialdemokratie 
dildet. Aber auch in Allenstein-Rössel hat die Polen— 
zolitik des Zentrums einen kläglichen Schiffbruch erlitten. Aller 
lerikalen Unterwürfigkeit unter das Polentum zum Trutz 
zaben sich die polnischen Stimmen so vermehrt, daß die Ver⸗— 
drängungdes Zentrumsdurchdas Polentumnur 
roch eine Frage der Zeit zu sein scheint. 
Im Reichstage lag der politische Schwerpunkt 
»er Verhandlungen während der letzten Woche nicht im Plenum, 
wo die Fortsetzung der Etatsberatung zu erregten Debatten 
rührte, sondern vielmnehr im Ausschuß für die Ver— 
* n 
Theater, Kunst und Wissenschaft. 
Drahtlose Telegraphie durch die Erde. Bemerkenswerte 
Erfolge haben kürzlich Dr. Löwy und Dr. Leimbach aus 
55ttingen aufs dem Gebiete der drahtlosen Telegraphie er⸗ 
ielt. Es gelang ihnen, wie wir der Zeitschrift für Schwach— 
tromtechnil entnehmen, eine funkentelezraphische Verständigung 
nicht nur innerhalb des Alkaliwerks Nonnenberg bei Hannover, 
ondern sogar zwischen diesem und der Gewerkschaft Deuisch— 
and bei Weetzen durch die Erde hindurch herzustellen. Sende⸗ 
uind Empfangsapparate waren in einer Tiefe von 560 und 
150 m aufgestellt, die „Luftdrähte“ in parallel laufenden 
Strecken horizontal ausgespannt. 
Die Neuwahl des Präfidenten der Altademie der Künste 
indet gemäß den Bestimmungen der Statuten im Mai statt. 
Prof. Arthur Kampf, der bekanntlich vor dem verstorbenen 
Präsidenten Geh. Rat v. Großheim, die Geschäfte der Akademie 
eitete, hat die größte Aussicht, wiedergewählt zu werden. 
Preis ausschreiben sür das Nürnberger Bee:hoven⸗Tentmal. 
Der Magistrat von Nürnberg erläßt jetzt sür das seit langem ge— 
olante Beethoven-Denkmal einen Wettbeweirb zur Er—⸗ 
langung von Entwürsen, allerdings nur für die in Nürnberg 
chaffenden Künstler. Eine Summe von 100 000 Misteht zur 
Versügung. Als Preise sind 3000. 2000 und 1000 Mäausge⸗ 
etzt. 
O.K. Londons neues Opernhaus. Aus London wird be— 
cichtet: Ueber den großen Opernneubau, den Hammerstein in 
Kingswany errichtet, werden jetzt genauere Einzelheiten bekannt. 
Die Straßenfront der neuen Oper wird eine Breite von 264 
Fuß haben. Die Ausgänge sind so arrangiert, daß das Publi⸗ 
um in Fällen von Gefahr innerhalb drei Minuten das Theater 
erlassen kann. Die Bühnenöffnung erhält einen besonders 
onstruierten eisernen Vorhang, der mit Asbest bekleidet ist und 
jei Feuersgefahr automatisch mit Wasser Aberspült wird. Ueber 
er Vühne wird eine Laterne gebaut, die sich bei einer Feuers— 
runst eben falls automatisch öffnet und so der Hitze und dem 
Rauche einen Ausweg bietet. Die Buthne wird eine Breite von 
80 Fuß bei 90 Fuß Tiese haben. Im Zuschauerraum umsäumen 
zwei Rethen von Parterrelogen die Parketlplähe. Im ersten 
Rang ist die Köniasloae angeleot mu einem hesonderen Ein⸗ 
5nntaq, den 5. März 191. 
licherungsordnung. Die bürgerlichen Varteien, mit Aus— 
iahme der Volkspartei, haben jetzt durch die Annahme eines 
dompromißantrages endlich den Schritt getan, der unbedingt 
owenge ist, um dem sozialdemokratischen Mißbrauch der 
drankenkassen zu steuern. Bei der bequemen Handhabe, 
elche die Krankenkassen durch Jahrzehnte der sozialdemokra⸗ 
ischen Organisation boten, wird jetzt die sozialdemokratische 
zresse sicher nicht versäumen, über die Volksentrechtung recht 
rut zu lamentieren. 
Die Konservativen im preußischen Abgeordneten⸗— 
ause sind tief verstimmt. Der Handelsminister Sy.d o w, 
er sich des Han?abundes amahm, hat sie aufs äußerste 
bittert. Ihre Varstellung, es müsse der preußische Handels⸗ 
inister deswegen schleunigst seine Koffer packen, beruhte dies⸗ 
lal ungeachtet der konservativen Machtstellung in Preußen 
tfreulicherweise quf einem Irrtum. Ein weiterer Grund für 
ie Verstimmung der Ronservativen war das Erscheinen des 
esetzentwurfes über die Feuerbestattung. Die 
techte scheint auf den stillschweigenden Verzicht der Re— 
ierung, diese Vorlage einzubringen, so sicher gerechnet zu 
aben, daß sie jetzt doppelt enttäuscht ist. Aber auch das 
Bbschwenken der Freikonservativen zum Libe— 
alismus bei den Beschlüssen der Budgetkommission über 
rundsätzlich Schulfragen duürfte nicht zur Verbesserung 
er konservativen Stimmung beigetragen haben. 
In Frankreich hat das Ministerium Briand 
rotz seiner jüngst erfolgten Umbildung in einer lirchen⸗ 
olitischen Verhandlung nur eine so geringe Kammermehr⸗ 
eit für sich gehabt, daß der energische Mann an seiner 
pitze in raschem Entschluß den Rücktritt des Kabinetts 
erbeiführte. Das neue Ministerium Monis ist aller— 
ings weniger schnell zustande gekommen. Sein Gepräge 
rhält es entschieden durch den Eintritt Delcasses, der 
war nicht unmittelbar das Auswärtige übernimmt. Jedoch 
inn man wohl sagen, daß er an der Spitze des Marinemini— 
eriums auf seinen früheren Amtsbereich zweifellos erheb— 
ichen Einfluß üben wird, sei es direkt im Ministerrat, oder 
idirekt durch das Schwergewicht seines jetzigen Ressorts 
nd seiner Versönlichkeit. Nach innen bedeutet das neue 
abinett eine Verschärfung der Tonart gegen— 
ber der Kirche sowie eine Milderung des Wider— 
andes gegenüber dem Sozialismus. Das Aus— 
ind erblickt zumeist in der Rückkehr Delcassés das 
ichtigste Merkmal des Kabinettswechsels und 
eurteilt das neue Ministerium demgemäß überwiegend nach 
er Stellung des einzelnen Staates zum Deutschen Reich. 
die öffentliche Meinung Frankreichs selbst ist von 
»er Folge der neuesten Regierungskrisis keines wegs un— 
edingt befriedigt; sowohl die Radikalisierung des Mini— 
eriums wie das Emportauchen Delcasses stößt auf so 
arke Kritik, daß man dem Ministerium Monis nur 
ine kurze Lebensdauer verheißkt 
jang. Zwei weitere Ränge mit Logen sind vorgesehen, über 
enen die Galerie angeordnet ist, die in eine obere und eine 
ntere Galerie zerfällt. Insgesamt wird das neue Theater 
700 Zuschauern Raum bieten. Zur Innendekoration ist der 
'ouis XVI.Stil gewählt. Die Erösfnung des neuen Hauses 
oll am 1. November d. J. stattsinden. 
Zur Frer des hundertjährigen Vesteheus der Verlagsserma 
3. G. Teubner in Leprig fand Freitag vormittag in dem 
euerbauten Geschäftshause der Firma ein Festakt statt, an dem 
ie Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden, viele Ver—⸗ 
reter deutscher Universitäten und Atademien, zahlreiche Buch— 
ändler aus allen Teilen des Deutschen Reiches und fast sämt⸗ 
che Autoren des Verlags teilnahmen. 100000 Mewurden von 
⸗eiten der Firma der bereits bestehenden Arbeiterunter—⸗ 
rũtzungskasse überwiesen und eine beitragsfreie Pensions— 
afse für Angestellte gegründet. 
Wertvolles Gemälsde. Das bekannte Gemälde Defre g⸗ 
ers, „Das letzte Aufgebot“, das der ver 
orbene Verlagsbuchhändler Frhr. v. Lipperheide seinerzeit für 
000 Kr. erworben hat und das bisher in Schloß Neu⸗Matzen 
n Unter-Inntal untergebracht war, soll an das Ausland 
erkauft worden sein. 
Tas Erbe Tolstois. Der russische Ministerrat lehnte, 
vie aus Petersburg gemeldet wird, wegen der hohen Preis— 
orderung den Ankauf der in Jaßnaja Poljana noch vor⸗ 
andenen Manuskripte von Werken Tolstois ab, ge— 
ehmigte aber den Ankauf des Sterbehauses sowie 
je Subskription sür ein Tolstoi-Denkmal mit Staatszuschuß 
is zu einem Gesamtbetrage von 100 000 Rubeln. Die Zensur 
eschlagnahmte die drei letzten Bände der ge— 
ummelten Schriften Tolstois, die von der Gräfin 
kolstot herausgegeben wurden, wegen Abdruds dreier Briefe 
kolstois an den Zaren. Gegen die Herausgeberin ist Stra s⸗ 
erfolgung wegen ernster Unehrerbietigkeit gegenüber dem 
zaren und Aufreizung zur Auflehnung gegen die bestehende 
taatsordnung eingeleitet worden. 
Kleine Mittellungen. Die Einnahmen aus dem Erfurter 
tadttheater steigen nach dem Haushaltsplan der Stadt 
rfurt füur 1011/12 von 10500 W 28060 M. d Au⸗-- 
Morgen⸗Blatt Ur. MT. 
— —5—„ü————æů——æ——— — 
In England fehlt es allerdings nicht an Stimmen, 
die Delcasses Rückkehr zum Regiment mit Genugtuung be— 
grühen. Das Hauptinteresse konzentrierte sich jedoch 
nach wie vor auf die Vetobill, die jetzt in zweiter Lesung 
nit einer Mehrheit von 126 Stimmen angenommen worden ist. 
Abkommen zwischen Handelstag 
und hansa⸗Bund. 
W. Berlin, a. März. Das Präsidium des Deutschen Ham 
elstages und das Direktorium des Hansabundes für Handel, 
zewerbe und Industrie haben ein Abkommen abgeschlossen 
ber die Abgrenzung der Arbeitsgebiete des Deutschen Han⸗ 
elstages und des Hansabundes, sowie über eine gemeinsame 
zearbeitung großer wirtschaftlicher und wirtschaftspolitischer 
Fragen. (Tel.) 
Das neue französische Kabinett. 
W. Paris, 4. März. Der Matin berichtet: Der neue 
Ninister des Aeußern Cruppi stattete gestern ver— 
chiedenen Botschaftern Besuche ab. Er sagte ihnen 
abei, daß er den Wunsch habe, die Bündnisse und Freundschaf 
en Frankreichs zu erhalten, zu entwickeln und zu betätigen, 
ndererseits die guten Beziehungen zu allen Regierungen be— 
onders in wirtschaftlicher Hinsicht, zu besfestigen und zu ent— 
dickeln. Der Matin berichtet weiter, daß der neue Kriegs— 
ninister Berteaux einen Tag vor dem Rügfätritt des Kabinetts 
z3riand äußerte. er betrachte den ANeroplan als ein wun-— 
erovolles Rriegswerkzeug für Aufklärungs— 
wede in den HSänden der Franzosen. Frankreich sei eine 
zroße Militär- und Seemacht und müsse die größte Luftmach 
verden. (Tel). 
We Berlin, 4. März. Die Nordd. Allg. Z3tg. meldet: 
der französische Botschafter Cambon teilte amtlich gestern die 
lebernahme der Leitung des französischen Ministeriums des 
luswärtigen durch Cruppi mit. Namens der deutschen Re— 
ierung wurde Cambon erwidert, Cruppi könne sich der 
reundlichen Gesinnung auf deutscher Seite ver— 
chert halten. Man hoffe und wünsche, daß die gleichen 
Beziehungen mit Cruppi erhalten bleiben mögen, wie sie mit 
Pichon bestanden haben, Beziehungen, deren günstiger Gestal— 
ung Cambon ein hervyrragendes Verdienst gebührt. (CTel.) 
die verhetzung der Triple⸗Entente 
gegen den Dreibund. 
W. London, 4. März. Die Daily News schreibt zu dem 
Bericht des Figaro über den Sturz Delcassées im Jahre 1905: 
Noch dauert der Kampf zwischen den Gewalten, die den Wider— 
treit zwischen den Nationen Europas schüren, und jenen, die ein 
kinnerstäändnis herbeiführen möchten fort. Der Hälfte der eng— 
gaben für das Institut von 50990 Mauf 66 990 M, so daß 
in Zuschuß / von 33930 Me(4 7440 M) zu leisten ist. — Der 
blan der Errichtung eines Stadttheaters in Spandau 
iach dem Multer des Charlottenburger Schillertheaters wird 
ie Spandauer Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung be— 
chaͤftigen. Wie es heißt, steht der Magistrat dem Gedanken 
ympathisch gegenüber. — Ein rheinisches Festspiel⸗ 
aus wollen, wie aus Rom gemeldet wird, die kapitalkräf— 
igen Kunstfreunde im Siebengebirge errichten und den Werken 
dichard Wagners' besondere Pflege angedeihen lassen. — 
die NikischKonzerte in Hamburg sollten vom 
konventgarten in die Musikhalle verlegt werden. Dieser Be— 
chluß gelangt infolge der schlechten Aklustik in der Musithalle 
richt zur Ausführung. 
Knmstlernachr ichten. Prof. Dr. Max Reger in Leip— 
ig hat einen Ruf als, Hofkapellmeister nach Meiningen er— 
zaalten. Ob Reger den Antrag annehmen wird, steht noch 
»ahin. — Dairektor Gustav Amberg übernahm die 
eiden deutschen Theater. — Fr. Cäcilie Rüsche⸗Endorf, 
ie dramatische Sängerin des Leipziger Stadttheaters, wurde 
inläßlich eines Gastspiels als Isolde am Hoftheater in Gotha 
»om Herzog von Sochsen-Koburg und Gotha zur herzoglich 
ächsischen Kammersängerin ernannt. — Wilhelmine von 
zillern, die bekannte Verfasserin der »Geyer⸗Wally“, 
ie Tochter von Charlotte Birch-Pfeiffer, feiert am 11. März 
n Munchen, wohin sie im Oktober v. J. von Oberammer⸗ 
au uͤbergesiedelt ist, ihren 75. Geburtstag. 
Aus dem Reicht des Todes. Der langjährige Ver— 
reter Sarasates, Herr Goldschmidt, ist in Biarritz 
nder ihm von Sarasate vererbten Villa Navarra gestorben. 
zoldschmidt hat den großen Geiger über drei Jahrzehnte lang 
uf dessen internationalen Kunstfahrten begleitet; die auch in 
rübed wohlbbekannte Frau Berthe Marx-Goldschmidt, 
is pianistische Partnerin Sarasates, war seine Gattin. — 
Llara Truhn, die früher an namhaften Bühnen tätig war, 
st diesfer Tage, 70 Jahre alt, in Kötzschenbroda bei 
Dres den gestorben. Zuletzt wirkte Frl. Truhn am Leipziger 
ztadttheater im Fache der Heldenmutter; sie war die Tochter 
es bekannten Berliner Musifkritiklers Hieronymus Trubn
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.