Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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—3 395 J —6834 —V— 
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—— 7806 
8 — —5 J 
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—V 1 
Cagesbericht. 
Wegweiser für Grundbesitzer durch die neuen 
testimmungen über die Keichswertzuwachssteuer. 
O Lubeck, 23. Febr. 
VI. 
Welche Beträge sind vom Verauͤcherungspreis abzugsähig? 
Von dem Veräußerungspreis können abgezogen werden 
22): 
1. Die dem bisherigen Eigentümer zur Last fallenden 
Kosten der Veräußerung — einschl. der für die Vermittlung 
nezahlten — üblichen Gebuhr; — 
2. der Betrag, um den der Jahresertrag hinter 3 06 des 
Erwerbspreises zuzüglich der Aufwendungen für Kosten, Hy⸗ 
pothekenausfall und Bauten zurücgeblieben ist. Bei dieser 
Berechnung dürfen nur 1ß zusammenhängende 
Jahre, die der VerAußerersich aussuchen darf, 
hberücksichtigt werden, also wenn ein Bauplatz ganz 
unbenutzt geblieben ist, höchstens 45 00. 
Hat nun etwa der Erwerber vertraglich die Zu⸗ 
vachsstener üÜübernommen, so wird der Steuer⸗— 
etrag dem Veräußerungspreis zugerechnet. 
s 24.) Hat der Eigentümer für eine nach dem 1. Januar 
911 entstandene Wertminderung des Grundstücks (durch Ent⸗ 
agnung, Feuer usw.) eine Entschädigung erhalten, so wird 
ren Betrag dem Veräußerungspreis hinzugerechnet, sofern 
x nicht zur Beseitigung der Schäden verwendet ist. (K 23.) 
Wir wollen nun der Klarheit halber und wegen der Wichtig⸗ 
eit dieser Bestimmungen versuchen, sie an einem prak⸗ 
ischen Beispiel zahlenmäßig zu erläutern. Nehmen 
vir etwa an, ein Bauunternehmer habe im Jahre 18090 füur ein 
zebautes Grundstück von 1000 qm Fläche 120 000 Mugezahlt. 
Er verkauft es 1911 für 240 000 M. Er hat dabei in der Werk⸗ 
tätte stehende Maschinen im Werte von 10 000 Mumiterworben 
ind solche im Werte von 20000 Mumitverkauft. Der reine 
krwerbspreis für das Grundstück ist also 110 000 M, der Ver⸗ 
aufspreis 220 000 M. 
Erwerbspreis nach 8 10 110 000 M 
Un Erwerbskosten kann er dann 4 00 zuschla⸗ 
gen (8 14 Nr. 1) 4400 - 
Im Jahre 1900 hat er fuür einen Umbau 
aufgewendet (8 14 Nr. 8) 30 000 ⸗ 
da er selbst Bauunternehmer ist, so kann er 
15 60 fur eigene Tätigkett beim Bau zu⸗ 
ichlagen 4500 ⸗- 
us Anlaß des Baues hat er 1905 an die 
Stabdt Straßenbaukosten zahlen müssen (6 14 
Nr. 4), dazu 4 00 Zinsen für 5 Jahre 800 ⸗ 
rerner kann er hinzurechnen: 
für 100 Qu.⸗Mtr. zu 1I M — 1000 Mvon X 
1891 bis 1910, 20 volle Kalenderiahre 
je 21/ o0, zusammen 50 00 600 ⸗25 
ür den Mehrbetrag von 108 000 M4 4400 
Mark Kosten, zus. 113 400 Mifür gleich— 
falls 20 Jahre je 1, ο, zus. 30 040 34 020 - 
ür seine Aufwendungen für Bauten (30 000 F 
4 4500 M) von 1901 bis 1910 sür 10 volle 
Kalenderjahre je I oο, zus. 15 0/0 5175 ⸗- 
Sonach ergibt sich als Einstandspreis die 
Summe von 192 195 M 
Nun gehen von dem Veräußerungspreis von 
20 000 Mab: 
1. Die von ihm verauslagten Kosten der Veräußerung; 
x hat einem Vermittler 1500 Miäzahlen müssen, was inner⸗ 
zalb der üblichen Gebühr bleibt. 
2. Während des Umbaues 1900 haben verschiedene Räume 
eer gestanden. Er hat daher nur 2100 M Miete eingenom⸗ 
men. 3 00 des Kaufpreises zuzüglich der Kosten (114 400) 
sind 3432 M, et darf also 1332 Muabziehen. Ebenso haben 
893 und 1909 verschiedene Räume leer gestanden. 1893 
hat er nur 2400 M Miete eingenommen, also 1032 Mwentger 
als 3 90. 1909 hat er 3400 Mäeingenommen. 3 00 des Er⸗ 
werbspreises zuzüglich der Kosten und Aufwendungen für 
Bauten (148 900 M) sind 4467 M, er hat 1367 Muweniger 
ingenommen. Da aber 1893 und 1909 mehr als 
15 Jahre auseinanderliegen, darfer nur eins 
»ieser Jahre nehmen, er wählt 1909, wo er 
ven gröhten Verlust hatte, darf also 1367 mw 
abziehen. 
Im Jahre 1911, kurz vor dem Verkauf, war ihm nun ein 
Schuppen abgebrannt. Er hat von der Verlicherung 
1000 MEntschädigung erhalten, ohne den Schuppen 
vieder aufzubauen. Diese 1000 Mwerden zuge⸗ 
rechnet. Der Erwerber hat die Zuwachssteuer übernommen. 
Nach der Berechnung betrug der Erwerbspreis 192 195, der 
Veräußerungspreis (220 000 sweniger 1500 und 1332 und 
13671 und 1000 M) 216801, die Wertsteigerung 
24606. Die Steuer würde 7,7 00 betragen, oder 1894 M 
j6 Pf. Danach wird der Verkaufspreis auf 218 695 Me6b Pf. 
und die Wertsteigerung auf 26500 Mu66 Pf. festgestellt. 
Wergal. hierzu auch die Artikel I5V in Nr. 88, 90, 91, 94 
und 96.) 
Sein 28iähriges Verufsjubiläum feiert heute der im 
Torkuhlfchen Baugeschäft in Diensten stehende Werkmeister 
dᷣerr Christien Meyer, wohnhaft Fackenburger Allee 80. 
Eine Versammlung der Bürgerschaft findet am Montag, 
hem 6. März, abends 6 Uhr, statt. 
DVerein Lübecker gewerblicher Lehrlinge. Herr Navi— 
ations· Schuldirektor Dr. Schulze, der Sonntag einen Vortrag 
zielt, führte eine Reihe von interessanten und lehrreichen 
Bildern aus China vor, die von einem fesselnden Text be⸗ 
zleitet waren. Einen breiten Raum in seinen Ausführungen 
iahm die Schilderung über die Verheerungen eines Taifuns 
n Anspruch. Das Publikum spendete lebhaften Beifall. Im 
reiteren Verlaufe des Abends erzählte auch der Leiter noch 
Lerschiedenes aus China und über einen selbst miterlebten Taifun. 
J Walfische in der Osisee. Nicht ein, sondern mindesteus 
»wei Walfische weilen in der O stseee. Gleichzeitig mit dem 
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R —J — — 5338 0 W — 9 8 — 
Donnerstag, den 23. Februar 1911. 
Auftauchen des Wals in der Neustädter Bucht, worüber wir 
insere Leser unter Neustadt unterrichteten, wird das Erscheinen 
es Riesentieres in der Benzer Bucht auf Rügen gemeldet. 
die Tiere sind gegen 20 m lang. Wahrscheinlich haben sie 
ich bei der Verfolgung von Herings⸗ und Sprottenschwärmen 
n die Ostsee verirrt und können den Weg durch den Belt 
nd Sund nicht finden. Diese Annahme wird dadurch be— 
ätigt, daß im Skagerrak gewaltige Mengen Seringe 
ufgetreten sind. Alle Dampfer lommen mit voller Ladung 
ach Haugesund ein. Der Preis sank auf 4,80 Mudie Kiste. 
uc. Zehn Gesundheitsregeln für den Winter: 1. Halte 
ufß trockene Füße. — 2. Gehe nicht mit leerem Magen 
us dem Haus. — 3. Wasche dich nicht kurz vor dem Aus⸗ 
ehen. — 4. Frauen sollen sich nicht vor dem Zubettgehen 
as Haar waschen, wenn die Luft des Schlafzimmers sehr 
alt ist. — 5. Halte auf warme Gelenke. — 6. Hüte dich 
or zu schroffen Temperaturübergängen. Höchst schädlich 
it es, sich beim Eintritt ins Zimmer mit den roten srost⸗ 
rstarrten Gliedern an den geheizten Ofen zu stellen! — 
.Streue vor dem Hause Sand; wasche nicht die Treppen 
ind Steinfliese des Flurs, wenn das Wasser auf ihnen 
efrieren könnte. — 8. Iß viel, aber trinke wenig; sitze 
licht am zugigen Fenster; bewege dich entsprechend! — 
Oeffne trotz schneidender Winterkälte deine Wohnräume 
eichlich, denn Kohlendunst schadet dem Körper zehnmal 
rehr als Zugluft und Kälte. — 10. Heize den Schlafraum 
ur bei strengster Kälte und nimm lieber zwei Decken 
tatt einer Wärmflasche. 
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bau F. H. Schmidt-Altona; den vierten Preis, 2000 M, 
Aug. Klönne-Dortmund und Architekt Rud. Jacobs-⸗Bremen 
lowie Hermann Werner⸗Bremen. 
Cuxhaven, 23. Febr. Die norwegischen Fisch⸗ 
importe haben sich so günstig entwickelt, daß die Falck— 
Linie einen Extradampfer hat einlagen müssen. Die beiden 
um Mittwoch angekommenen Dampfer „Suldal“ und „Alf“ 
brachten zusammen 800 Kisten Heringe und 32000 Pfund 
norwegische Schell-, Blaufische, Heiibutt, Schollen, und sämt— 
liche Waren sanden zu guten Preisen flotten Absatz. 
Schles wig⸗Holstein. 
Altona, 23. Febr. Die Staatsanwaltschaft hat 
ine Sektion der Leiche des in enmem Hause am Sandberg die 
Treppe heruntergestürzten 70 Jahre alten Milchhänd⸗ 
rers Meyer aus Altenwärder angeordnet, weil behauptet wird, 
ah nicht Herzschlag die Todesursache ist, sondern daß Meyer eint 
schadhafte Treppe heruntergestürzt ist und einen Schädel⸗ 
yruch davongetragen hat. 
Kiel, 23. Febr. Die Absahrt der „Hohen— 
ollern“ nach dem Mittelmeer erfolgt heute vormittag, vor⸗ 
russichtlich um 9 Uhr. Wie schon berichtet, ist der erste Anlege 
zasen Gibraltar, das vorläufige Reiseziel Venedig. Die Jacht 
wird dort etwa zwei Wochen liegen und, nachdem sich der 
Kaiser an Bord eingeschifft hat, nach Korfu dampfen, we 
ein mehrwöchiger Aufenthalt genommen wird. 
Segeberg, 23. Febr. Jagdverpachtung. Die 
Jagdnutzung des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Oering wurde 
ür 1700 Mean Fehmer, Hamburg, verpachtet. Die bisherigen 
Pächter, Bockholt und Wagner, Kl.Borstel, zahlten 10600 M 
Jahrespacht. 
Neustadt, 23. Febr. Infolge des starken Stur— 
mes brach auf dem Gute Weißenhaus eine Kornscheune zu—⸗ 
sammen und begrub 30 Schafe unter sich, die sämtlich den 
Tod fanden. 
Flensburg, 23. Febr. Der hiesige Dampfer 
„Condor“ rannte Mittwoch morgen in der Außenförde 
den Sdänischen Dampfer „Lükkens Pröve“ aus Rudkjöbing an, 
so daß dieser sofort sank. Die Mannschaft wurde vom 
„Condor“ aufgenommen. 
Glücdstadit, 23. Febr. Ertrunken. Auf dem Kanal 
bei Neuenbrook kenterte ein Boot, das sich vier Schifferknechte 
zum Segeln eingerichtet hatten. Während es zwei schwimm⸗ 
undigen Teilnehmern gelang, sich und einen Kollegen zu retten, 
sst der vierte, ein 1jähriger Schiffer aus Laibach, leider er— 
runken. 
Krempe, 23. Febr. Anschluß an die Lübedcer 
Ueberlandzentrale. In einer auf Dienstag vom Bür— 
zermeister Ruhe berufenen Versammlung, die zahlreich, auch von 
der landwirtschaftlichen Bevölkerung der Umgegend, besucht war, 
jandelte es sich um den eventuellen Anschluß an die Lübedcker 
leberlandzentrale für Elektrizität. Diese hatte den Direktor 
Schwennecke zum Vortrag entsandt, der über den Wert der 
kElektrizität sprach. Redner schilderte die Anwendung des elek— 
rischen Kraftbetriebes für die einzelnen Berufe und verbreitete 
ich über diese in den landwirtschastlichen Betrieben insbesondere 
In der anschliezenden Besprechung wurde eine Reihe von Frager 
n den Redner gestellt, die dieser zufriedenstellend beantwortete. 
Der Zwed der Versammlung, die Anwesenden möglichst allseitig 
u insormieren, ist unbestreitbar erreicht, und den sich anschließen⸗ 
den Verhandlungen ist Erfolg zu wuünschen 
Lauenburg. 
Lauenburg, 23. Febt. Auf tragische Weise zu 
bdode gekommen ist der 16 Jahre alte Sohn des Schiffs⸗ 
igners Erdmann Stolte. Man fand ihn erhängt auf dem 
boden vor. Wahrscheinlich ist er beim Spielen mit 
ztricken in eine Schlinge geraten. 
Mölln, 23. Febr. Der Magistrat und einige 
ztadtverordnete besichtigten Montag das Landes—⸗ 
ranlenhaus in Schönberg' (Mecklenb.), das seit dem 1. Okt. 
910 betriebsfertig und mit 24 Betten eingerichtet ist. Unser 
tranlenhaus soll 16 Betten erhalten. 
Ratzeburg, 23. Febr. Der Kreistag wird seine 
ächste Sitzung am 29. März abhalten. Auf der Tages— 
»xdnung steht der Haushaltsplan für 1911/12. 
seh. Berkenthin, 23. ebr. Die Meiereigenossen— 
chaft hielt Freitag ihre Generalversammlung ab, in welchen 
er Revisionsbericht genehmigt wurde. Die Rechnung wurde vor— 
—X 
vurde, soweit Wahlen erforderlich waren, wiedergewählt. Die 
kinnahme betrug 126 598,899 M, die Ausgabe 120 108.99 M, 
o daß ein Ueberschuß von 6491 Mubleibt. An die Genossen 
purden 6462,32 Meverteilt, somit für jedes Liter vier Zehntel Pfg. 
ks wurden für jedes 1Milch 1 Pfg. für Unkosten abgezogen, 
vovon sechs Zehntel Pfg. hierfür verwandt und vier Zehntel Pfg 
oieder verteilt wurden. An Vollmilch wurden eingeliefert 
615604 1, 86 690 1 mehr wie im Vorjahre. Hieraus er—⸗ 
aben fich 118 120 Pfd. Butter und gehörten zu einem Pfd. 
Zutter 13,6 1 Milch. Der Durchschnittspreis der Butter ist 
„285 M, im Vorjahre 1,2324 M. Die Vollmilch kostet durch⸗ 
chnitt lich O Pfg. nach Abzug von 0,6 Pfg. für Unkosten. Die 
Meierei besteht aus 75 Genossen. Der höchste Prozentsatz 
in Fettgehalt war 4,5 ⸗0. Für den Monat Januar wurden für 
»as 19 Pfg. ausbezahlt. 
seh. Kählstorf, 23. Febr. Eine Holzaukton fand 
zor zahlreichen Käufern Sonnabend in dem Baron v. Schrader, 
gettluis bei Segeberg, gehörigen Kulpiner Busch statt. Es wur⸗ 
en filr ein Raummeter erstklassiges Buchen⸗Kluftholz 6,50 bis 
„60 Megezahlt, für einen Saufen Buchen-Buschholz 7 bis 12 M. 
der Verkauf ging flott. so daß ganz ausverkauft wirde. Die 
iedrigen Preise sind auf die sehr schlechte Instandhaltung der 
Wege im Holz zurückzuführen. Wie verlautet, beabsichtigt Ba⸗ 
ron v. Schrader dieses Gehölz in nächster Zeit zu verkaufen. 
Großherzogtlimer Medlenbura. J 
Gadebusch, 23. Febr. Die Zundesteuer ist von 
3 Mauf 5 und 10 Meäerhöht worden. 
e⸗Rehna, 23. Febr. Die Ferien fur die Stadt— 
uind Bürgerschule sind auf Grund der neuen Schulordnung ein⸗ 
eitlich sestgelegt. Die Hundstagsferien sind um 1 Woche ver— 
ürzt, die Michaelisferien um 1 Woche verlängert. Der Sedan⸗ 
ag (2. Sept.) ist von jetzt ab 'tets schulfrei. 
b. Stadttheater. Aus der Theaterkanzlei schreibt man 
ins: Heute (7 Uhr) Wagner⸗-Zyklus (4. Vorst.) „Die Meister⸗ 
nger von Nürnberg“. Freitag, neueinstudiert, „Ein Winter⸗ 
ärchen“ von W. Shakespeare mit Musik von F. von Flotow. 
zonnabend, 5. Vorstellung im Wagner-Zyklus, „Das Rhein⸗ 
old“. Loge: Alois Pennarini als Gast.) Sonn⸗ 
ag (3 AUhr), 4:. Volksvorstellung, „Zopf und 
Ichwert“. — Die geehrten Abonnenten werden gebeten, 
egen Zahlung der 4. und letzten Rate die Abonnementskarten 
ieim Freitag und Sonnabend in der Theaterkanzlei entgegen⸗ 
unehmen. E(iehe Inserat.) 
b. Das Wohltä!izgteitskonzert zum Besten des Veteranen⸗ 
onds veranstalten heute abend im großen Saale der Stadt⸗ 
alle die Orchestervereinigung Lübeck von 1909 und der Landes— 
iegerverband Lübeck unter Mitwirkung verschiedener Solisten. 
im Hinblick auf den guten Zweck der Veranstaltung sowie der 
bwechslungsreichen Vorträge Donnen wir den Besuch des Kon— 
ertes nur empfeblen. 
b. Verein Lübecker gewrrbaicher Lehrlinge. Sonntag wird 
zerr Oberlehrer Dipl-Ing. Vetzsch einen Vortrag über „Eisen⸗ 
nd Stahlgewinnung und Verarbeitung unter besonderer Berück⸗ 
ichtigung der in den Kruvpichen Werken hergestellen Panzer⸗ 
latten und Geschützrohre“ halten, worauf hiermit ganz be— 
onders aufmerksam gemacht wird. 
b. Amateur⸗Photogr.⸗«Verein Lübech. Die Amateur⸗Photo⸗ 
raphie hat in den letzten Jahren einen solchen Aufschwung 
enommen, daß sie schon Allgemeingut des Volkes geworden ist. 
)er „Amateur⸗-Photogr.«Verein Lübeck“ will alle die Herren 
ereinigen, welche Interesse für die Photographie hegen. Es 
inden regelmähig an jedem 2. und 4. Donnerstag im Monat 
zersammlungen, und zwar abds. 9 Uhr im „Hotel Altdeut— 
cher Hof“ statt. 
232. Sltädt. Sandels⸗Hochschule Köln. Das Vorlesungs⸗ 
erzeichnis für das Sommersemester 1911 ist soeben erschienen. 
s umsahßt im ganzen 154 verschiedene Vorlesungen und Uebungen 
mwöchentlich 284 Stunden aus dem Gebiete der Volkswirt— 
hzaftslehre, der Rechtslehre, des Versicherungs- und Genossen⸗ 
haftswesens, der Geographie und Warenkunde, der chemischen 
nd mechanischen Technologie, der Handelstechnik (kaufmännische 
zetriebslehre mit Einschluß der Buchsührung und Verkehrs⸗ 
»chnik) u. a. m. Es ist wiederum besonderer Wert auf die 
eitere Ausgestaltung der Uebungen, die in Ergänzung der Vor⸗ 
esungen seit den ersten Semestern eingeführt worden sind, gelegt 
»orden. Besondere Aufmerksamkeit wird auch der pädagogisch- 
idaktischen Ausbisdung der Handelslehrer und Handelslehrerinnen 
ewidmet. Der Sprachunterricht erstreckt sich jetzt auf 14 ver⸗ 
hiedene Sprachen. Die Vorlesunzen und Uebungen des Sommer— 
emesters beginnen am 24. April. 
— 
Hanfestädte. 
** Hamburg, 23. Febr. Für den Kinderhilfs— 
ag am 22. Mai zum Besten der Landeszentrale Hamburg für 
zäuglingsschutz und des Vereins Kinderschutz und Jugendwohl⸗ 
ihrt weist das erste Gabenverzeichnis bereits 8289 Muauf, 
arunter befinden sich Beträge von 351000 M. Ferner sind dem 
domitee folgende Geschenke zugegangen: 100 000 Margueriten 
on Jacob Emden, 6000 Sammeldosen durch Rudolph Rée, 
500 Atlasbinden für die Sammlerinnen von H. A. Klöpper, 
000 Körbe von Frau A. F., 600 m Atlasband für die Körbe 
on Gebr. Robinsohn. 
Bremen, 23. Febr. Die Weser ist in ihrem ganzen 
ause infolge anhaltender Niederschläge, verbunden mit im 
zebirge eingetretener Schneeschmelze, rapid gestiegen und auf 
»eite Strecken aus den Ufern getreten. Der Hub beträgt 
inerhalb weniger Tage sieben Fuß. Da vom Oberland ein 
»eiteres Anwachsen der Weser gemeldet wird, und es nur 
wch eines Steigens von kaum einem Fuß bedarf, so ist 
ür Tonnerstag die Einstellung der Oberweser⸗Schiffahrt zu 
efürchten. Die Hamiller Schleuse und mehrere Brücden können 
iicht mehr passiert werden. Auch die Aller ist um sechs Fuß 
ewachsen und hat die Vorländereien auf weite Strecken 
berschwemmt. — Bei dem Wittbewerb fäür eine 
eue Kaiserbrücke erhielten unter 42 eingegangenen Ent⸗ 
zürfen den ersten Preis, 4600 M, Akt.Ges. Fr. Krupp-Rhein⸗ 
ausen⸗ Friemersheim und Prof. E. Hoegg-⸗Bremen, den zweiten 
zreis, 38500 M, Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, Tief— 
au⸗Ges. Phil. Holzmann &K Co.Frankfurt a. M. und Archi⸗ 
ekt Carl Roth-Bremen. Von zwei dritten Preisen den e'nen 
nit 2500 M Maschinenfabrik Augsburg-Nuürnberg, Tiefbau⸗Ges. 
zhil. Holzmaun & Co., Architekten Rich. Jansson und Meeussen⸗ 
zremen: den anderen mit gleichfalls 2800 M Dortmunder 
lnion, Archttekten Bachmann und Pinno-Dortmund und Tief—
	        
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