Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

Wochentuch 13mal (Wochentags morgens un 
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Bringgeld in Lübeck. Durch die Post bezogen ohne 
Bestelgeld 330 Mark. Einzelnummern 10 Pigs. 
Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
inzeigenpreis (Ausgabe A und B) für die „5gesp. 
ꝛeile 20 Pfg. Kleine Auzeigen (Arbeitsmarkt usw.) 
Pfg., für Auswartige 8ð Pfg. f. Geschästl. Wit 
eilungen 1Mk. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
SZakt den Anforberungen entiprechend höher. 0 0 
Amtsblatt der freien und hanfestadt Lübed 691. Jahrcan Rachrichten für das Herzogtum Lauenburg. die 
Veiblatt: Gesetze und Verordnungsblatt e — htes — Fürstentümer Ratzeburg, Lübed und das angren⸗ 
ιισσασ —EEEC& ι zende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drut und Berlas: Sebrader Sorsers G. m. b. S. in Lũbed. — Geschäftsstelle Abreß haus (Köoniaftr. 48). dernlvrecher 9000 u. OIl. 
Ausgoł 
Großze Ausgabe) Dienstag, den 21. Februar I. 
— V —— —⏑—⏑ιο—,——‚‚———— — — —— 
3 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt 
so wie 
Gesetze und Verordnungsblatt 
der freien und Hansestadt Lübeck, Nr. 9, 2 
enthaltend: 
Siebenter Nachtrag zur Fischereiordnung vom 27. April 1887. 
— Bekanntmachung, betreffend die Einführung der 
ünften Ausgabe des Arzneibuches für das Deutsche Reich. 
— Bekanntmachung, betreffend die vorstädtischen Straßen 
ind Straßenteile, an welchen der Anbau gestattet äist. 
— Bekanntmachung, betreffend die Vorschrift der offenen 
Bauweise für die im Ansiedelungsgebiet von Küchknitz 
belegene, östlich der katholischen Kirche und parallel zum 
Kücknitze Herrenwyker Weg entlangführende Straße. 
—A—— ——W——— — E —— 
Umfang der heutigen Nummer 
nichtamtlicher Teil. 
die Gründung einer großen Vereinigung 
für zeitgemäße KRechtspfiege. 
Von unserem Berliner Korrespondenten.) 
Lübeck, 21. Febr. 
Die mannigfachen Klagen über Mängel der Rechtsprechung 
zaben bereits mehrfach die Justizverwaltungen und die Parla— 
mente veranlaßt, ihren Gründen nachzugehen und Vorschläge zur 
Abhilfe zu machen. Auch in den Kreisen der Richter und Rechts— 
inwälte sind solche Vorschläge seit längerer Zeit in den Fachzeit- 
christen, so besonders in der Deutschen Richterheitung erörter! 
vorden. Die Erörterungen hatten jedoch stets unter dem Um— 
land zu leiden, daß sie als Aeußerungen der Stände, von denen 
ie ausgingen, angesehen wurden und daher konnten sie auf die 
Heffentlichkeit nicht den erwähnten Einfluß ausüben. Diese 
Wahrnehmung hat nun zur Gründung einer Vereinigung ge— 
führt, welche die Justizreform ins Auge gefaßt hat. Ihr 
ollen nicht nur Juristen, sondern auch Laien, von denen wert⸗ 
dolle Ratschläge für eine Verbesserung unserer Rechtspflege zu 
erwarten sind, angehören. Die Gründung dieser Ver— 
einigung hat am Sonntag im Hotel Esplanade unter 
sehr zahlreicher Beteiligung von Richtern, Uni— 
versitätslehrern, Rechtsanwälten und Industri— 
ellen aus allen Teilen des Deutschen Reiches stattgefunden. 
An der Spitze der Vereinigung steht der durch seine in duxrch— 
aus modernem Sinne gehaltenen Entschließungen bereits 
bekannte Oberlandesgerichts-Präsident Dr. Bo— 
erngen aus Jena. Außerdem gehören dahin die gleichfalls 
durch zahlreiche Arbeiten auf dem Gehbiete der Rechtspflege *⸗ 
—— 
——— ⏑ü — — 
kannten Herren Reichsgerichtsrat Düringer und Geheimrat Pro—⸗ 
ressor Dr. Hellwig. 
In der Gründungsversammlung wurde von Oberlandes⸗ 
rerichtspräsident Börngen zunächst darauf hingewiesen, daß der 
Aufruf, den die Vereinigung hatte erscheinen lassen, durchweg 
ine günstige Aufnahme gefunden habe, wie sich auch aus der 
tattlichen Teilnahme an der Gründungsversammlung ergede. 
Ddie Vereinigung wolle in dreifacher Richtung auf die 
Rechtspflege Einfluß ausüben. Einmal durch 
kinwirkung auf die Richter, Verwaltungsbe— 
mten und Rechtsanwählte in dem Sinne, daß die bis— 
erige, allzu ängstlich am Buchstaben haftende und zu ausschließz⸗ 
ich mit den Regeln der Logik und Grammatik arbeitende Me— 
hode zugunsten einer sehr den Zweck der einzelnen Entscheidung 
ns Auge fassenden Arbeitsart hintan gedrängt werde. Sodann 
zurch eine dementsprechende Umgestaltung der Vorbil— 
ungund Ausbildung der Richter. Und endlich durch 
ine Einwirkung auf die Gesetzgebung in dem Sinne, 
daß den Richtern für die Rechtsprechung nicht mehr die engen 
ind kleinlichen Grenzen gezogen werden, durch die bisher viel— 
ach eine möglichst gleichmähige und sichere Rechtsprechung an— 
sestrebt wurde. Die Vereinigung will ihre Ziele erreichen 
urch Kongrefse, Einzelvorträge und durch Ver— 
»ffentlichung ihrer Grundsätze sowie Behandlung 
einzelner wichtiger Gegenstände der Rechtsprechung und der 
Rechtspflege in der Presse. 
Die einmütigen Bestrebungen, die seit mehreren Monaten 
in dieser Richtung zutage traten, haben nun im letzte n 
Rugenblick eine Störung dadurch eräahren, daß 
ine kleine Gruppe unter der Führung des AUmtsge— 
ichtsrats Boziin Bielefelnd sich absonderte und aus- 
chließlich durch Umgestaltung der Methode eine 
Hesserung der Rechtsprechung anzustreben unternahm. Es wurde 
»ie Umgestaltung der Rechtswissenschaft von einer 
ßeisteswissenschaft in eine Erfahrungswissen— 
chaft verlangt. Die Bedeutung der naturwissenschaftlichen 
Forschung für die Rechtsprechung wird nun zwar auch von der 
nunmehr gegründeten Hauptvereinigugn in keiner Weise ver— 
annt, doch glaubt diese in der Umgestaltung der Methode 
iicht das Alleinheilmittel für die Hebung der vorhandenen 
Schäden finden zu können. Jedoch sind Bestrebungen, die beiden 
zereinigungen wiederum zusammenzuschließen. im Gange und 
zeben Auslicht auf günstigen Erfolg. 
Die Versammlung verlief unter reger Anteilnahme sehr 
einmütig. Gegen die Gründung der Vereinigung erhob 
sich keine Stimme. Sie wurde unbestritten als eine 
NRotwendigkeit anerkannt. Der Ausbau im einzelnen 
bleibt dem Vorstand überlassen, an dessen Spitze die bereits ge— 
nannten Herren stehen. während ihnen zur Seite ein Ausschuß 
CTheater, Kunst und Wissenschaft. 
Der Kaiser besichtigte Sonntag vormittag im Ministerium 
iür öffentliche Bauten die dort ausgestellten Entwürfe für den 
Neubau des Opernhauses und hielt dabei mit seiner 
Kritik nicht zurück. Die Entscheidung, welcher Entwurf zur 
Ausführung gelangen wird. dürfte in allernächster Zeit ge— 
troffen werden. 
Neuinfzenierung der „Zauberflöte“ in der Berliner Königl. 
Dper. Die mit Spannung erwartete Neuinszenierung der 
„Zauberflöte“, die die Kgl. Oper in Berlin Sonnabend her— 
ausbrachte, war ein großes theatralisches und zugleich ein 
dlänzendes gesellschaftliches Ereignis. Die Neue'nrichtung des 
Generalintendanten Grafen Hülsen hat aus den zwei Aklen des 
Originals vier gemacht, bisher durch den Vorhang getrennte 
Szenen zusammengezogen und den Dialog durch eine von Hülsen 
selber herausgegebene Denkschrift erläutert und einer „höchst 
gewissenhafsten Revision“ unterzogen. Die Bühnenbilder, die 
zum Teil sogar mit Hilfe des Kinematographen geschaffen 
wurden, sind ungemein glanzvoll und neu ausgestattet, auch 
sonst denkbar prächtig. Das Schönste aber war doch die ganz 
zroßarsige musikalische Wiedergabe unter Muds Leitung, eine 
Wiedergabe, wie sie in gleicher Vollendung in Berlin wohl noch 
nicht gehört worden ist. Insbesondere Fräulein Hempel als 
Königin der Nacht und Knüpfer als Sarastro waren unver—⸗ 
dleichlich. Das Technische klappte bis auf die recht langen 
Pausen und bis auf einige kleine Versager im letzten Akt vor—⸗ 
krefflich. Der Kaiser, der noch immer recht leidend aussieht, 
wohnte der vierstündigen Aufführung mit sämtlichen in Berlin 
anwelenden Prinzen und Prinzessinnen bis zum Schluß bei. 
Reichsverband deutscher Bühnenmitglieder. Unter diesem 
Namen wird in Kürze eine Vereinigung von Mitgliedern der 
Provinzbahnen ins Leben treten, die es sich zur Auf—⸗ 
gabe machen will, eine Versicherung gegen Engage— 
mentslosigkeit zu gründen. Auch augenblickliche Not— 
lagen ihrer Mitglieder will die neue Vereinigung durch Gewäh— 
rung von Darlehen usw. bekämpfen. Das Komitee bittet, Mel— 
dungen zum Beitritt an die Redaktion des Theater-Courier, 
Rerlin O. 27, gelangen zu lassen. 
Das Vesinden von Frau Cosima Wagntr. Aus Bay⸗ 
euth wird berichtet: Von Prof. Schwenninger ist hier 
vom Kranlenbette Cosima Wagners in Sta. Margherita sJoeben 
die Nachricht eingetroffen, daß Cosima Wagner sich von ih m 
Anfall wieder erholt habe und gegenwärtig keine Ge— 
fahr mehr sei. 
Aus der Bauernfeld⸗Stiftung wurden, wie der B. L.A. 
aus Wien meldet, folgende Schriftsteller mit Preisen ausgezeichnet: 
Dttomar Enking, Erwin Kolbenheyer, Dr. Franz Müller und 
Adam Müller-Guttenbrunn (Wien). 
Siegfried Wagner in Berlin. In der Berliner Phil— 
harmonie dirigierte Siegfried Wagner ein Konzert, in 
dem er außer Beethovens 8. Sinfonie, Lisztts Mephisto— 
valzer und dem Meistersingervorspiel den zweiten Akt, sowie 
sas Vorspiel zu seiner Oper „Banadietrich“ sowie ein 
Zuett aus seinem neuesten Werk „Schwarzschwanenreich“ zur 
Aufführung brachte. Das Konzert fand lebhaften Beifall. 
d. Auch ein hürgerlichts Lustspiel. (Von unserem 
ärgerlichen Feuilletonisten.) Die Berliner Zensur 
at sich als recht milde eerwiesen, daß sie das erste Theaterstäck 
»es in München lebenden Karl Sternheim, auf die 
Bühne der Kammerspiele zuließ. Sie hat zwar den Titel 
ꝛes Werkes, „Die Hose“ in den weniger verfänglichen 
Der Riese“ umgeändert; aber es blieb übergenug 
rüsternheit und erotische Geschmacklosigkeit. Ein Damen⸗ 
öschen ist die Grundlage dieses „bürgerlichen Lustspiels“, 
end Sinnbild der Sternheimschen Muse. Das Deutsch⸗ 
ürgerliche wird in der Gestalt eines beschränkten Beamten, 
essen Weibchen nach Abwechselung süchtelt, bös karikiert. 
üs scheint aber doch auch wieder, als sei das Spießertum 
n Gegensatz gesetzt zu einem verdrehten modernen Dichter⸗ 
ing, der vor lauter Begeisterung für seine sonderbaren 
„nychologischen Entdeckungen stets an der lebendigen Lust 
»es Augenblicks vorbeigreift. Es scheint so — Klarheit 
st nämlich nicht die starke Seite dieses „bürgerlichen Lust⸗ 
piels“. Die technische Ausbeutung der „pikanten“ Voraus⸗ 
etzung wird dilettantisch versäumt. Alle Personen haben 
in gleichmähig unmögliches Literatendeutsch zu reden. In 
llen aber redet merklich der Verfasser, und redet viel 
u viel. Im Publikum sah man die üblichen reichen 
ungen Dichter, wie Vollmöller, A. W. v. Heymel, R. A. 
Schröder. Trotz dem Wohlwollen einer Minderheit wurde 
zas dürftige Spiel am Ende abgelehnt. 
Ein Verlagsjubiläum. (21. Febr.) Auf die Gefahr hin, 
ich der Ungnade aller Vennäler auszusetzen, muß heute 
Morgen⸗Blatt Nr. 94. 
mb, ellSæitDtdMuàd,. · aœs ꝶavæ 
von derzeit 16 Mitgliedern aus allen Gegenden des Deutschen 
Reiches treten wird. Es ist in Aussicht genommen, durch eine 
Reihe von Arbeitsausschüssen die einzelnen jeweils in den 
bordergrund tretenden Fragen der Rechtspflege und Verwaltung 
jearbeiten zu lassen und durch solche Bearbeitungen Einfluß 
ruf die Oeffentlichkeit, auf die an der Rechtspflege und Verwal⸗ 
ung beteiligten Persönlichkeiten, aber auch auf die Parlamente 
ind die Ministerien zu gewinnen. Die Vereinigung will 
zuf solche Weise die Tendenzen der schon beste⸗— 
yenden Vereinigungen in den Kreisen der An— 
wälte, Richter und Juristen überhaupt unter— 
stützen, ohne diesen Vereinigungenselbst irgend— 
vie Abbruchzutun. 
Inland und Ausland. 
Deutsches Reich. 
Die augeblicheen oblgatorischen Kurse für prattsche Staats⸗ 
zürgerkunde in den höhetren Schulen. Es geht die Nach— 
richt durch die Presse, das preuß'sche Kultusministerum habe 
zeschlossen, in den höheren Lehranstalten obligatorische Kurse 
ür Staatsbürgerkunde einzuführen. In diesen Kursen sollen 
dheorie und Praxis Hand in Hand gehen, indem über die politische 
dage Vorträge gehalten werden, die durch den Besuch von Stadt— 
erordnetenversammlungen und ähnlichen Veranstaltungen er— 
zjänzt werden. An der für diese Frage zuständigen Stelle ist 
„on einem solchen Beschlupsoder der Absicht dazu 
icht das mindeste bekannit. Nach wie vor hält die Un— 
errichtsverwaltung an dem Gedanken fest, die Bürgerkunde im 
zZusammenhang mit dem Geschichtsunterricht zu behandeln. Die 
Schwierigkeit liegt gegenwärtig noch darin, daß für diesen Zweck 
orgebildete Lehrkräfte noch nicht ausreichend vorhanden sind. 
An einigen preußischen Universitäten sind inzwischen Lehrauf— 
räge für Bürgerkunde erteilt, und es besteht bekanntlich die Ab— 
icht, muf aallen Universitäten derartige Kurse für Lehrer an 
söheren Schulen und Männer aus anderen praktischen Berufen 
inzurichten. Uebrigens werden neuerdings bei den Reifeprüfun— 
en an den höheren Schulen durch die dem Examen beiwoh— 
senden Provinzialschulräte Fragen aus dem Gebiet der Ver— 
assung an die Abiturienten gerichtet, wodurch ein Hinweis ge— 
zeben ist, dieses Gebiet schon jetzt im Geschichtsunterricht zu 
oerücksichtigen. 
Stempelpflichtige Erlaubniserteilung zur Uceberbedäfti⸗ 
zung. Auf eine Eingabe des „Verbandes deutscher Detail— 
zeschäste der Textilbranche“ hat der Finanzminister im Einver— 
tändnis mit dem preußischen Minister für Handel und Gewerbe 
;em Verbande mitgeteilt, daß sich allgemeine Grundsätze über 
ie Bestimmung des Wertes einer Erlaubnis zur Ueberbeschäfti— 
ung agewerblicher Nrhejtor 8 1384 der 6-O.) i. S. des 8 4 
— — —— 
nit einem Worte des 100iährigen Bestehens des B. G. 
Teubnerschen Verlages gedacht werden. Die gesammelten 
zchulseufzer, die ihre äußere Ursache wenigs!ens in dem 
reipziger Hause an der Poststraße zu haben glauben, werden 
Iin diesem Tage gen Himmel steigen als eine gewaltige 
Inklage gegen die 10000 Verlagsbände des ersten Jahr— 
zunderts. Aber ein Sozialpolitiker der Geisteswissenschasten 
zarf sagen, daß das Haus Teubner die Großindustrie der 
Zücher begründet und einen bedeutenden Verlagszweig (alles, 
vas mit der Schule zusammenhängt) in konzentrierender 
Monopolisierung pflegt. Es war die gute Mischung von 
ßeschäftsinteressen und philologischer Liebhaberei, die Be— 
jedictus Gotthelf Teubner bestimmten, ein Alyl für klassi— 
che Philologie aufzumachen. Die Forscher Hermann und 
bassow standen Pate, später übernahmen Ritschel und Boeckh 
ie geistige Vormundschaft. Beharrlich ging der Gründer 
einen Wege'fort und als er 1856 starb, wandelten auch 
eine Schwiegersöhne in seiner Bahn. Kaum kann sich 
eute ein anderes Unternehmen mit dem riesigen Umsatz 
nefsen. Drei Millionen Bücher speien die Lazerräume jähr— 
ich aus und lassen sie niederfallen in die Stuben von 
zrei Millionen kleinen Tertianern und drei Millionen Flüche 
»onnern gegen den Büchervesuv zurück. Das hätte Papa 
zomer sich auch nicht träumen lassen. daß er einmal in 
ernem Barbarenlande die millionste Auflage erreichen würde! 
Uber die Leiter des Verlags haben sich bemüht, nicht 
Jei der stereotypisierten Vervielfältigung stehenzubleiben, 
iondern sie als Handwerkszeug zu produktiver Arbeit aus— 
unutzen. In zwei Werken wird die Gründung des fseligen 
zenedictus Gotthelf weiterleben: In dem monumentalen 
hesaurus linguas latinae, der das ersehnte Gegenstück zum 
Bariser Thesaurus der griechischen Sprache und der würdige 
Zruder von Grimms deutschem Wörterbuche ist. Unsere 
esamte altphilologische Gelehrtenschaft der Universitäten ar— 
eitet an diesem Werke mit; seine Vollendung liegt noch 
n olympischem Purpurdunkel. Stärker mit dem Puls des 
debens verbunden ist das Werk „Die Kultur der Gegen⸗ 
vart“, das alles Wissen in lich aufsaugen soll. Unter der 
Führung Paul Hinnebergs geht es seinem Ende entgegen: 
Das Programm fordert den letzten Band in 10 Jahren. 
Dann wird man von einem Jubiläum der inneren Ent— 
vichlung B. G. Teubners sprechen können.
	        
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