Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Wöchentlich 1omal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erscheinend. Bezu gs⸗ 
preis fũr das Vierteljahr 8,80 Wark einschließlic 
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teilungen 1M. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Satz den Auforderungen entsprechend höher. o 0 
Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübeck 16061. Jahrgan nachrichten für das herzogtum Tauenburg. die 
heiblatt: Gesetz⸗ und Verordnungsblatt Be * — ega 2 zFürstentümer Ratzeburg, Lübed und das angren⸗ 
— αια jende mecllenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drud und Verlas: Gebrüder Borchers S. m. b. 8. in Lubed. — Geschäftsnelle Abrek haus (oniostt. 46). Fernipreczer ooo u. vol. 
Ause 
(Große Ausgabe) Montag, den 20. Februar 191. 
Abend⸗Blatt Ur. 93. 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt, 
sowie 
Gesetze und Verordnungsblatt 
der freien und Hansestadt Lubeck, Nr. 8, ** 
—8 enthaltend: —X 
Bekanntmachung, betreffend den Beamtenbesoldungsetat. 
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Umfang der heutigen Nummer Seitan. 
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nichtamtlicher Teil. 
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der gestrige Privatbeamtentag. 
(Von unserem Berliner Korrespondenten.) 
Lübeck, 20. Febr. 
Die ersten Kundgebungen für eine staatliche Pensions— 
und Hinterbliebenenversorgung der Privatangestellten liegen 
nun mehr als ein Jahrzehnt zurück, und es hat die großen 
Privatangestelltenverbände große Mühe gekostet, diese Frage 
so weit zu fördern, daß durch den am 16. Januar im Reichs- 
anzeiger veröffentlichten Gesetzentwurf diese Frage in das 
erste Stadium der Verwirklichung getreten ist. Während aber 
jetzt das Schichsal der Vorlage noch im Schoße des Reichstags 
liegt, ist in der Presse und in Versammlungen unter den 
Privatangestellten⸗ Gruppen ein heftiger Streit ent— 
brannt. Die in der freien Vereinigung für soziale 
Versicherung der Privatangestellten zufammengeschlossene 
Minderheit der organisierten Privatangestellten er— 
wartet von einer Ausgestaltung der allgemeinen 
Invaliditätsversicherung durch die Reichsversiche— 
rungsordnung eine zufriedenstellende Lösung der Frage und 
derwirft den Entwurf. Der Hauptausschuß für 
die Herbeiführung einer staatlichen Pensions- und Hinterblie— 
benenversicherung für die Privatangestellten dagegen hält zwar 
den Entwurfsin vielen Punkbkten für verbesserungs— 
zedürftig, sieht aber dennoch in ihm eine brauchbare 
Frundlage, um die Pensionsversicherung der Privatange— 
tellten bald zur Tat werden zu lassen. Er hat nach sorg— 
ältigen Vorbereitungen in 10stündiger Sitzung Sonnabend seine 
Stellungnahme zu den Einzelheiten des Entwurfes festgelegt, 
zdie dem für gestern mittag 412 Uhr nach der Neuen Welt 
inberufenen Dritten deutschen Privatbeamften— 
ag vorgetragen wurden. 
In dem großen Saal, der bald polizeilich abgesperrt wer⸗ 
den mußte, hatten sich etwa 4000 Personen versam— 
melt und im Nebensaal mußte vor etwa 1000 Personen 
eine zweite Versammlung improvisiert werden. Unter den 
Ehrengästen befanden sich Vertreter sämtlicher Reichs— 
tagsfraktionen, des preußischen und sächsischen 
Ministeriums des Innern, verschiedener Handels— 
kammern und mehrere Stadtverordnete. Durch ein 
—— 
— 
aktisches Manöver hatte es die Freie Vereinigung verstanden, 
zahezu 2000 ihrer Anhänger in den Saal zu bringen, doch 
/amen merkbare Stsrungen infolge der umsichtigen Ver—⸗ 
ammlungsleitung und auch der Besonnenheit der Vertrauens⸗ 
nänner der Opposition nicht vor. Der Vorsitzende wies aus— 
drücklich darauf hin, daß die Versammlung nicht Resultate 
rmitteln, sondern verkünden solle. Als erster Redner gab 
ann der Vertreter des Vereins für Handels— 
ommis von 1858 einen historischen Ueberblick über die 
senaue Bewegung und schilderte die gegenwärtige Lage. Ein 
Bertreter des Deutschen Technikerverbandes 
prach über den Umfang der Versicherung. Dieser Redner 
zekannte sich an und für sich für den Ausbau der Invaliden-— 
ersicherung, betonte aber, daß man Gegenwartspolitik trei⸗ 
»en mühse. Der Vertreter des Verbandes kauf— 
nwännischer Vereine entwickelte den Invaliditätsbegriff 
ind sprach über die Höhe der Beiträge und Leistungen. Der 
etzte Redner vom Deutschnationalen Handlungs— 
„ehilfenverband hatte die Organisation der Versicherung 
ind die Frage der Ersatzkassen zu behandeln. Er trat voll 
ind ganz für den vorliegenden Gesetzentwurf ein. Unter 
»em Widerspruch der Opposition wurde eine 
desolution angenommen, in der erklärt wird, 
aß auf der Grundlage des Entwurfes eine befrledigende 
ösung der Versicherungsfrage möglich sei, wenn die vom 
zauptausschuß vorgeschlagenen Verbesserungen berüchksichtigt 
dürden. Sie enthält noch die Bitte an den Bundesrat um 
hnelle Erledigung der Vorlage, damit diese noch von dem 
egenwärtigen Reichstag verabschiedet werden könne. 
Die zahlreiche Opposition begab sich sodann nach 
er Happoldschen Brauerei, um dort eine Protestver— 
ammlung abzuhalten. Jedoch wird es jetzt Sache der 
Brivatangestellten sein, in Anerkennung der Schwierigkeiten 
er Durchführung eines so großen Sozialgesetzes weiter— 
ehende Einzelwünsche jetzt zurückzustellen und einmütig auf 
en durch die Gesetzesvorlage und durch die Beschlüsse des 
zauptausschusses geschaffenen Boden zu treten, wenn sie die 
Horlage noch durch den jetzigen Reichstag verabschiedet und 
ie Verwirklichung ihrer Wünsche nach einem sorgenfreien 
bensab end nicht in vielleicht unabsehbare Ferne aufgeschoben 
ehen will. 
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in Nordhausen. Man begreift es einfach nicht, daß Vartei⸗ 
leidenschaft und Parteifanatismus sich soweit vergessen können, 
in gegenwärtiger Zeit den ersten Führern der befreundeten 
und absolut aufeinander angewiesenen liberalen Parteien 
Sonderkandidaturen entgegenzustellen. Kann denn auch nur 
iner ernsthaft wünschen, Männer wie Bassermann und Wiemer 
— man mag persönlich über sie denken, was man will — 
nüßten bei den nächsten Wahlen auf der Stredce bleiben? 
Das wünschen ja, wie sich kürzlich bei den Gerüchten über 
Bassermanns Mandatsmüdigkeit zeigte, nicht einmal die er— 
aittertsten Gegner in den antiliberalen Parteilagern. In Saar⸗ 
zrücken ist zwar durch eine fortschrittliche Sonderkandidatur 
Bassermann nicht ernstlich gefährdet; denn das letztemal 
»rhielt dort der Nationalliberale Boltz 21000, das Zentrum 
9000 und die Sozialdemoktatie 3000 Stimmen, so daß also 
Stichwahl zwischen Bassermann und Zentrum nach menschlicher 
Horaussicht sicher bleibt. Bei Wiemer in Nordhausen ist die 
ationalliberale Gegenkandidatur schon gefährlicher. Aber selbst 
venn beide Parteiführer nicht gefällt werden, wirken solcht 
Zuertreibereien doch äußerst deprimierend auf die Gesamtheit 
der Liberalen im Lande. Wer glaubt noch ernsthaft an 
ine Einigung beider Parteien, wenn in dieser Weise die 
rsten Führer mit Sonderkandidaturen harangiert werden? Das 
muß auf den Elan und die Siegeszuversicht wirken, wie Maien⸗ 
rost auf Frühlingsflora. Deshalb geben wir die Hoff⸗ 
rlnung noch nicht auf, daß es den zweifellos jetzt 
oppelt eifrig einsetzenden Einigungs— 
estrebungen der Zentralinstanzen gelingen 
vird, die selbstmörderischen liberalen Sonder⸗— 
landidaturen gegen anerkannte Führer beider 
Parteien noch zu verhindern. 
die verhandlungen über den neuen deutsch⸗ 
schwedischen Handelsvertrag 
niehen sich hin. Sie sind, wie schon mitgeteilt, in dem 
schwierigen Stadium der Vereinbarung von tarifarischen Einzel⸗ 
reiten. Wann dieses Stadium zu Ende gehen wird, ist noch 
licht zu übersehen. Der alte Vertrag läuft mit dem 1. Dez. 
(911 ab. Wenn die Reichstagsneuwahlen erst nach diesem 
Zeitpunkt vorgenommen werden, würde die Möglichkeit der 
Befassung des Reichstages mit dieser Angelegenheit auch noch 
zum Herbste gegeben sein. 
Die Reichsverwaltung legt nun besonderen Wert darauf, 
bei den zurzeit in Berlin mit den schwedischen Delegierten 
zeführten Verhandlungen über den Abschluß eines neuen deutsch— 
schwedischen Handelsvertrages stän dige Fühlung mit den 
deutschen Industriekreisen zu unterhalten. Zu diesem 
zZweck finden fortlaufend Besprechungen mit Sachverständigen 
der beteiligten Industriezweige statt, abgesehen davon, daß 
in großem Umfange schriftliche Informationen eingeholt und 
— 
„Tu magst recht haben, aber Gewalt geht vor Recht, 
mein Kind. Ich stehe am Ende meines sorgen- und kummer⸗ 
dollen Lebens, aber ich würde mich keine Minute besinnen, das 
Jorpus delieti zu vernichten, das nur Schaden bringt, wenñn 
ein Zufall es mir in die Hände spielte.“ 
Undine blickte die blinde Frau ganz starr an. Die Grokß—⸗ 
nutter, die sie immer wie eine Heilige verehrt, die so groß 
ind rein, so erhaben durchs Leben gegangen, ein Vorbild 
ür sie alle, die streckte die Hände nach fremdem Gut aus, 
aum sich zu retten? 
Zirternd stemmte Undine ihre Hand auf die Tischkante. 
Ihr Antlitz war blaß, fast entstellt, als sie leise sagte: 
„Großmutter, ehrlich wollen wir doch bleiben. Als Bettler, 
venn es sein muß, den Stab in der Hand, wollen wir den 
ßorlingshof verlassen, aber kein Schatten darf unser ehrliches 
handeln verdunkeln. „Führe uns nicht in Versuchung“ hast 
du so oft mit uns gebetet, und jetzt — ich kenne dich nicht 
nehr, wenn du mir so entsetzlich, so verzweifelt raten kannst.“ 
Gräfin Lidwina richtete sich stolz empor. Auf ihren Stock 
gestützt, stand sie vor der Gebrochenen und sagte hart: 
„Was weißt du vom Leben. Ich kämpfe nur, und ich 
ergreife die Mittel, die mir der Zufall beut. Fridrun wird 
sich zufrieden geben, wenn sie die Beweise vernichtet sieht. Im 
schlimmsten Falle wirft man ihr ein bihchen Tand oder Gold 
in den Schoß. Eine schöne Reise, ein neues Reitpferd, ein 
hübsches Menschenspielzeug. Sie igt keine Feindin, die man 
in ihrem tändelnden Leichtsinn zu sürchten hat.“ 
„Genug, Großmutter,“ unterbrach Undine die Gräfin hart. 
Noch heute lege ich Lutz' Brief in Ebbo Klas' Hände zurück, 
im ihn nur einzufordern, wenn ich ihn gebrauche. Er ist 
nir in meiner Hut nicht sicher genug, seitdem ich weiß, daß 
ie Menschen, die ich am meisten liebe und am höchsten ver⸗ 
hrte, fich nicht scheuen, noch an des Lebens Scheide die 
dände nach fremdem Gut auszustrecken. Ach, Großmutter, wie 
weh, wie grenzenlos weh tust du mir.“ 
Die alte Frau stierte fast zornig auf die Enkelin, dann hob 
ie drohend ihren Krüchtock empor und zeigte in die Ferne: 
„Kein Saft und keine Kraft ist in euch.“ zürnte sie 
Sonderkandidatur gegen Vassermann! 
Wie uns unser Vertreter aus Saarbrücden tele—⸗ 
mrraphiert, hat eine Vertrauensmännerversammlung der Fort— 
chrittlichen Volkspartei soeben einen eigenen volks⸗ 
arteilichen Kandidaten gegen Bassermann auf— 
ustellen beschlossen. Diese Kunde wird in der gesamten 
ationalliberalen Partei mit derselben Entrüstung aufgenommen 
verden, wie vor einigen Wochen die Nachricht von der national⸗ 
liberalen Sonderkandidatur gegen den Fortschrittsführer Wiemer 
Die Nebelfrau. 
Roman ron Anny Wothe. 
39. Fortsetzung.) Machdruch verboten.) 
„Gott sei Dank!“ rief die arte Gräfin lebhaft. „Was 
chreibt er denn? Kehrt er zurück?“ 
„Davon steht nichts in dem Te.egramm. Es lautet: 
„Mentone. Breche hier meinen Aufenthalt ab, da un— 
erwünschte Gesellschaft getroffen. Wichtige Nachrichten treffen 
mich in Mailand, Hotel Milano. Reimar.“ 
„Wen hat er denn getroffen? Doch nicht Fridrun?“ 
sragte Gräfin Lidwina.. 
„Ich weiß es nicht, Großmutter.“ Undines Stimme klang 
gepreßt und die Hand, die das Telegramm hielt, zitterte leise. 
„Ein merkwürdiges Telegramm, nachdem er sich vier Wochen 
ausgeschwiegen,“ grollte die alte Gräfin. „Als er fortging, 
hing noch das Laub in den Bäumen. Jetzt liegt Schnee — 
ich spüre immer leuchtendes Weiß wie Silber vor meinen 
alten Augen, die nicht sehen können. Und du sagst, Undine, 
daß das Christfest nahe sei?“ 
„Ja, Großmutter, wir sind ganz eingeschneit im Gorlings⸗ 
hof und Timm baut mit Dorret und Lorl im Park einen 
Schneemann.“ 
„Ich dächte, Timm und Dorret wären recht viel beisammen. 
Gestern war ihr Oheim bei mir und bat mich, es zu verbieten, 
es schicke sich nicht, und Dorret sei seine Braut.“ 
Undine sah unwillig auf. Die Großmutter wollte wohl ihre 
Aufmerksamkeit von der Depesche ablenken, deren Buchstaben 
vor ihren Augen tanzten. 
„Dorret und Timm, Großmutter, sind im Augenblid wirklich 
ganz unwichtig. Ich freue mich, wenn sie vergnügt sind. Er— 
aube mir, daß ich erst auf die Tepesche eine Antwort gebe.“ 
„Nein, es paht sich nicht,“ beharrte die Gräfin eigen— 
innig. „Dorret ist eines schlichten Schiffskapitäns Tochter. 
Ich will nicht, daß Timm ihr Flausen in den Kopf setzt. Sie 
paht nicht zu ihm. Willst du ihm das sagen?“ 
„Ja, Großmutter, wie du willst. Ich werde mit Dorret 
»der auch mit Timm sprechen, jetzt aber muß ich eilen.“ 
„Wie seltsam du bist, Undine. Du brauchst doch nicht gleich 
zu antworten, nachdem dein Mann so rücksichtslos war, dich 
wocheniang ohne Nachricht zu lassen. Was willst du ihm 
denn überhaupt sagen?“ 
„DTaß er sofort zurückkehrt.“ 
„Das halte ich für sehr überflüssig,“ bemerkte die Greisin 
rocken. 
„Ich will es aber. Er soll sich von dem furchtbaren 
Berdacht reinigen, der alle Tage mehr Wahrscheinlichkeit ge— 
vinnt. Ich kann und will diese entsetzliche Ungewißheit nicht 
nehr ertragen.“ 
„Du nimmst das alles so rrgisch, Kind. Ich halte die 
janze Geschichte für nichts, als für eine kleine Bosheit 
Fridruns.“ .15 
„Nein, Großmutter, es ist mehr. Ich habe Lutz' eigene 
Worte gelesen. In Fridruns Händen ist dieser Zettel eine 
Hernichtende Waffe.“ 
„Ebbo Klas wird es nicht dulden, daß sie Unfug damit 
treibt.“ 
„Er wird es nicht hindern können. Als ihr Anwalt 
ist er verpflichtet, das Papier, das er vertrauensvoll in meine 
hände legte, auszuliefern, sobald Fridrun es verlangt.“ 
„Du hast Lutz' Brief? Ebbo Klas hat ihn dir anver⸗ 
raut?“ rief die Greisin lebhaft, und ein Zittern lief durch 
hre hohe Gestalt.. —B0 
„Großmutter!“ kam es wie ein Schrei von Undines Lippen. 
Du denkst doch nicht?“ 
„Gewiß,“ nickte die alte Frau. „Du kannst den Zettel 
nerlieren, du kannst ihn verbrennen, wenn du den Familien⸗ 
landal scheust, wie ich ihn scheue. Wer würde es dir ver⸗ 
enken? Fridrun? Ich würde triumphieren, wenn ihre lächer⸗ 
ichen Ansprüche an dem Verlust dieses kleinen Briefes schei— 
erten, und Reimar würde dich seanen.“ 
„Und Ebbo Klas?“ kam es debend aus Undines Munde. 
Er, der mir vertrauensvoll den Brief gab, weil ich ihn 
»rauchen wollte, um von Reimar Rechenschaft zu fordern, an 
hn, den treuen Freund deines Sohnes, denkst du nicht?. 
zeine ganze Existenz wäre vernichtet, wenn das ihm an—⸗ 
ertraute Gut, Adas er in die Hände der Widersacher seiner 
zlientin gelegt, verloren ging. Nein, Großmutter, das wäre 
a Verrat, ganz gemeiner Verrat.“
	        
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