Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Wöchentlich 13mal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erscheinend. Bezugs- 
preis für das Vierteljahr 83,80 Wart einschließlich 
Bringgeld in Lüũbeck. Durch die Post bezogen vhne 
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Anzeigenpreis (Ausgabe A und B) für die sgespp. 
Zeile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeitsmarkt usw.) 
ß5 Pig., für Auswaärtige 30 Pfg., f. Geschäftl. Mit⸗ 
eilungen 1Mk. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Zak den Anforderungen entsprechend höher. o o 
Beilagen: Vaterstädtiche Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lũbed 161. Jahrgang Nachrichten für das Herzogtum Lauenhurg, die 
heiblatt: Gesetz· und Verordnungsblatt ctxr —— gürstentümer Ratzeburg, Lübeck und das angren⸗ 
—— —8 des verlagen sowie in ι zende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drucdk und Verlag: Gebrüder Bat Sðer 2 G. m. b. K. in Lübed. — Gelschãärtsitelle Adrek baus IKõniqitr. 48). Ferniprechet gooo u. oooi. 
Ausqabe 
Große Andagabe) 
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Die Kaiserreise und Italien. 
B. Lübeck, 15. Februar. 
Die Köln. Ztg. hat halbamtlich mitgeteilt, daß der Kaiser 
m Zusammenhange mit seiner Reise nach Korfu weder Rom 
zesuchen noch nach dem bisherigen Reiseplan in Venedig eine 
zusammenkunft mit dem König von Italien haben werde. Dem 
Wunsche, der Reise nach Korfu den Charakter einer 
einen Erholungsfahrt zu wahren, entspreche es, wenn 
„olitische Begegnungen im Zusammenhange mit dieser Reise 
richt ins Auge gefaßt seien. Diese halbamtliche Mitteilung 
äht die Frage einer späteren Reise des Kaisers nach Rom 
ebenso unerörtert, wie die allgemeinere Frage, in 
welchen Formen eine Beglückwünschung Italiens 
zum sOjährigen Jubiläum seiner Einheit er— 
olgen werde. Es besteht also erfreulicherweise noch die 
Möglichkeit, daß jene Beglückwünschung sich später in einer 
Art vollzieht. die den berechtigten Hoffnungen Italiens ent— 
pricht. 
Trotzdem muß es als zweifelhaft erscheinen, ob der deutsche 
Verzicht auf eine Verbindung der Annehmlichkeit einer Erholungs⸗ 
'ahrt mit der Nützlichkeit einer politischen Begegnung Anspruch 
iuf Zustimmung habe. Mit dem rein formalen Ausweg, die 
jteise nach Korfu solle nur eine Erholungsfahrt sein, ist eben 
der sachliche Inhalt dieser Reiseangelegenheit keineswegs er— 
edigt. Wer das größere Gewicht auf den sachlichen Inhalt 
egt, der darf wohl der Meinung sein, daß Deutschland zwei 
rute Trümpfe verlor, als der Beschluß gefaßt wurde, mit 
der Fahrt des Kaisers nach Korfu einen Kaiserbesuch in Rom 
nicht zu verbinden. Der eine dieser Trümpfe konnte gegen— 
über dem Vatikan ausgespielt werden. Gerade weil eine 
Südlandsfahrt des Kaisers regelmähßig zu er— 
folgen pflegt und weil auf ihr gewöhnlich eine Begegnung 
mit dem König von Italien stattfindet, war Berlin in 
der Lage, dem Vatikan zu sagen, daß im 
Jubiläumsjahre Jtaliens die übliche Zu— 
'ammenkunft erst recht erfolgen müsse. Bei 
einer solchen Gelegenheit aber die Begegnung der verbündeten 
Monarchen in der Landeshauptstadt herbeizuführen, erscheine 
— so durfte Berlin im Vatikan weiter sagen — nicht nur an 
sich natürlich, sondern auch deshalb unvermeidlich, weil Glück— 
wünsche, wie sie Italien darzubringen sind, en passant nicht 
übermittelt werden können, ohne an Wert einzubüßen. Den 
sweiten Trumpf hatte‘ Berlin Jtalien gegenüber in der 
Hand, sobald mit der Reise des Kaisers nach Korfu ein Besuch 
n Rom norhundon murde moifalfye mnr d diees 
Kunst und Wissenschaft. 
Der Kronprinz als Proterror. Die Eröffnung der 
Düässeldorfer interna ionalen Kunstausstellung am 
l. Mai erfolgt voraussichtlich durch den Kronprinzen, 
»er das Protektorat übernommen hat. Besonders zahlreich 
werden die Berliner Käunstler ausstellen. Prose sor 
Kampf bringt eine Kollektion seiner berporragendsten 
Werke. 
Der lteste Mufildirigent der Armee, kgl. Musikdirektor 
Schröder, Ritter des Eisernen Kreuzes, der der Kapelle 
»es Infanterieregiments Nr. 78 seit dessen Errichtung (1866) 
angebört, tritt in den Ruhestand. 
Eine Ssiftung zum Sarnze deu scher Bühmenangehöriger. 
In einer Petition an den Reichstag bittet ein Frl. Hanna 
Buchholz in Elberfeld um Erlaß eines Reichs-The— 
rtergesetzes. Sie bietet für den Fall des Inkraft— 
retens einer Reichs- oder Staatsversicherung zum Schutze 
deutscher Bühnenangehöriger eine Stiftung von 100000 
M an, allerdings ohne zu besagen, was unter Reichs— 
»der Staatsversicherung verstanden werden soll. Die Petition 
wurde von der Petitionskommission des Reichstages dem 
feichskanzler als Material und das Angebot der Stiftung 
ur Kenntnisnahme überwiesen. 
Der gelürzte „Rosenkavalier“. Die Aufsührung des 
Rosenkavalier“ in der Dresdener Sofoper ist, wie 
em B. T. gemeldet wird, jetzt durch ein flotteres Tempo im 
Spiel und namentlich durch zahlreiche Striche um etwa 
reiviertel Stunde gekürzt. Im ganzen zeigt sich auch in 
Dresden die Streichting vorteirbat fur das Wert 
Vianche Sätze sind dadurch besser hervorgehoben und manche 
Längen, so namentlich in der Rolle des Ochs v. Lerchenau, 
beseitigt. Die bisherigen fechs Wiederholungen des Werkes 
waren schon am Tage vor der Aufführung vollständig aus—⸗ 
»erkaust. Für die weiteren angekündigten Vorstellungen ist 
chon jetzt eine ganz außerordentlich starke Nachfrage vor— 
randen. — Das Pariser Gastspier der Dresdener 
dofoper ist nunmehr gesichert. Es findet in der Zeit 
»om 15. bis 30. Juni statt. Zur Aufführung gelangen: je 
echsmai der „Rosenkavalier“ und die „Salome“ 
»on Richard Strouß 
Mittwoch, den 15. Februar 1911. 
Besuch von der öffentlichen Meinung Italiens 
nit Begeisterung aufgenommen worden sein. 
zätte er doch sowohl die Hoffnungen und die Wünsche der 
italiener erfüllt, als auch den übrigen Großmächten ein Bei— 
piel gegeben, das nicht ohne Nachahmung bleiben konnte. 
HRie Volksstimmung in Italien würde also mit so lebhafter 
ßenugtuung über den Kaiserbesuch erfüllt worden sein, daß 
»ie deutsch-italienischen Beziehungen sozusagen 
on innen heraus neu befestigt worden wären. Ange— 
ichts der mannigfachen deutschfeindlichen Treibereien in Italien 
st ein solcher Gewinn keineswegs gering anzuschlagen. 
Der Verzicht auf die Erzielung dieses Gewinnes findet 
ezeichnenderweise die laute Anerkennung der Germania. Das 
zerliner Zentrumsblatt setzt in dem Leitartikel seiner Sonntags⸗ 
ummer auseinander, daß die Rücksicht auf die „Gefühle und 
eimpfindungen der katholischen Bürger Deutsch— 
ands“ den Kaiser von einem Besuche Roms in diesem Trauer⸗ 
aühre des Vatikans zurückhalten müsse. An die Stelle der 
katholischen Bürger Deutschlands“ setzt die Germaniaga einmal 
as Zentrum und die katholischen Polen. Ganz unbe— 
ümmert darum, daß sich das Zentrum feierlich itine rein 
olitische Partei erklärt hat, beansprucht also die Germania, 
s solle eine wichtige Angelegenheit der auswärtigen Reichs— 
„plitik unter einem ausgesrochen vonsessionellen Gesichtspunkte 
ntschieden werden! Gerade der Hinweis auf die Volen kenn— 
eichnet das Verfahren der Germania deutlich als einen Ver— 
ich. der dahin zielt, daß die konfessionelle Minder— 
eit den Ausschlag in einer Frage geben soll, 
ie das Gesamtinteresse des Reiches auf das 
rheblichste berührt. 
Wenn in diesem wichtigen Augenblick nun die Regierung 
icht den augenfälligen Beweis liefert, daß sie diese Ange⸗- 
egenheit der aguswärtigen Politit unabhängig 
son der konfessionellen Minderheit entscheidet, 
vird sie die Stimmung für die bevorstehende Reichstags wahl 
och weit mehr verschlechtern, als dies bisher zum Teil schon 
eschehen ist. 
Plenarversammlung des deutschen Land— 
wirtschaftsrates. 
Berlin, 14. Febr. Heute vormittag begann im Herren⸗ 
aus die 39. Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschafts⸗ 
ats. Es nahmen daran teil der Herzogregent von Braunschweig 
ind seitens der Regierung Staatssekretär des Innern Delbrück 
ind der preußische Landwirtschastsminister. In seiner Be⸗— 
nüßungsansprache teilte der Vorsitzende v. Schwerin⸗Löwitz mit, 
»aßß dem Landwirtschaftsrat in Aussicht geftellt sei, am Frei⸗ 
ag vormittag den Kaiser in seiner Mitte begrüßen zu dürfen, 
er an den Verhandlungen über die bedeutsame Landeskultur— 
rage teilzunehmen gedenke. v. Schwerin⸗Löwitz schlotz mit 
E . ů — un die froie⸗n 
Vom Kieler Stadttheater. Der Büuͤrgervereinsausschuß 
n Kiel beschloß einstimmig, an die Stadtkollegien die Bitle 
u richten, auch die neue Theatervorlage des Magistrats abzu⸗ 
ehnen. Er ersucht wiederholt: Die Ausschreibung freihän-— 
iger Verpachtung beider städtischer Theater geschehe 
nit fester Begrenzung des städtischen Zuschusses 
uf pachtfreie Ueberlassung des Stadttheaters und des Fundus, 
leberweisung der kaiserlichen Subvention von 15000 M und 
ine weitere städtische Subvention durch Decuung des Defizits 
is zu 50000 M uunter bontraktlicher Festsetzung der Ge⸗ 
»ähr eines auf künstlerischer Höhe stehenden Theaterbetriebes. 
die Begründung ergibt sich aus den früheren Eingaben, 
eren Ausführungen in keinem Puntkte erschüttert sind. — 
in der Versammlung wurde als schwerster Fehler der neuen 
zorlage bezeichnet, daß von der Stadt künftig ein Zuschuß 
on 87600 Muzu leisten sei und daß der nach oben hin 
icht einmal begrenzt sei, da die Stadt allein das Risiko 
waiger Mindereinnahmen zu tragen habe. Es kamen auch 
ie Briefe auswärtiger Theaterdirektoren zur Sprache, deren 
iner über den Kieler Theateretat von 800 000 M entsetzt 
bar. Vor etlichen Jahren habe der Etat des alten Stadt— 
heaters nur 145— 150 000 Muund der des damaligen Schiller⸗ 
heaters höchstens 50 000 Mubetragen. Ob dem die künst⸗ 
erischen Leistungen viermal besser geworden wären? 
Die diesjährigen „Wallenstein“-Festspiele in Ecçer. Nach 
er letzten Aufführung der „Wallenstein“-Festspie'e im Jahre 
909 wurde der Wunsch laut, daß den dramatischen Darstel⸗ 
ingen auf der alten Kaiserburg ein Stoff aus der Geschüchte 
gers zugrunde gelegt werden solle. Kaisetrl. Rat Dr. Siegl 
at nmun einen geeigneten Stosf, dessen Handlung zur Zeit des 
Ojãt rigen Krieges spielt, ausgewählt, der von Franz Dittmar 
u einem wirksamen Werke verarbeitet wurde Das Stüd 
ührt den Titel „Auf der Kaiserburg“. 
Ur⸗ und Erstausführungen. Der Gardeoffizie r 
as mit Spannung erwartete und mit einer gewissen sen— 
ationellen Almosphäre umgebene dreiaktige Luf soiel Franz 
Nolnars, erlebte bei seiner Erstaufführung im Deutschen 
zolkstheater in Wien durch die Anwesenheit der Lands— 
ute des Autors einen guten Erfolg. — Otto Gysacs 
Höhere Menschen“. Komödie in 3 Akten, fand bei 
⸗en⸗Blatt Nr. 83. 
— —— 
Städte, Delbrück überbrachte die Grüße des Reichskanzlers und 
erband mit dem Willkommensgruß seines Ressorts die Grüße 
der anderen hier vertretenen Regierungsstellen. Er wünschte 
er Tagung, wo solche Fragen zur Vösung ständen, an denen das 
anze deutsche Volk brennend interessiert sei, erfolgreiche Ar— 
„eit. Es erfolgte dann die Neuwahl des Vorstandes, die für 
»as Amt des Vorsitzenden und der beiden Stellvertreter die 
Wiederwahl von Schwerin⸗Löwitz, Freiherr v. Soden⸗ 
zrauenhofen GBayern) und Dr. Mehnert-Sachsen ergab. Die 
brigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Frhr. von 
Zoden überreichte v. Schwerin⸗Löwvitz als Ausdrud des Dankes 
»er Versammlung für seine 10jährige Tätigkeit im Vorstande 
ine in Buchform Gefahßte Blütenlese aus den Aufsätzen und 
deden des Grafen, landwirtschaftliche Fragen behandelnd. Ein 
kxempꝛar des Buches wird sämtlichen Mitgliedern des Land⸗ 
virtschaftsrates als Geschenk überreicht. Am Schluß des ge— 
chäftrichen Teiles erstattete Generalsekretär Professor Dr. Dade 
hven Geschäftsbericht, indem er u. a. mitteilte, daß an dem 
norgen abend im Hotel Adlon stattfindenden Festmahle der 
serzogregent von Braunschweig, der Reichskanzler, Staatssekre— 
är Telbrück und der preußische Landwirtschaftsminister teilzu— 
iehmen gedenken. Nach dem Geshäftsbericht trat die Versamm— 
ung in den materiellen Teil der Tagesordnung ein. 
die 
Breslauer Professoren und der Modernifteneid. 
Kardinalfürstbischoff Ko pp hatte dem Papste die Loy— 
alitätserklärung der Breslauer Professoren übermittelt. Dar— 
ruf antwortete der Staatssekretär Merry del Val im Namen 
»es Parstes in einem Schreiben, das der Osservatore Romano 
eröffentlicht: „Seine Heiligkeit,“ so führt Merry del Val aus, 
„hat die von den Breslauer Professoren ausgedrückten Ge— 
ühle mit väterlichem Wohlwollen aufgenammen, und wenn 
ihn auch die unterschiedslos von allen Geistlichen der Welt voll— 
ogene Leistung des Modernisteneides nut mit Freude erfüllen 
'ann, so findet er doch diejenigen Priester der Breslauer Uni⸗ 
verfität nicht kadelnswert, die, sofern sie nur Professoren 
der Universität sind, sich eventuell des Schwures enthalten 
jollten. Denn sie würden damit von der milden Auffassung 
»es vom Papste erlassenen Gesetzes, ja beinahe von 
einem Rechte () Gebrauch machen. Auch geben sie sich nicht 
den Anschein, daß sie sich solcher Lizenz gern bedienen, und ge—⸗ 
järden sich auch nicht als Opfer elender Menschen— 
'urcht. Im Gegenteil, sie haben mit der ausführlichen Er— 
lärung ihre richtige Denkweile über diesen Punkt dargetan, 
ind hätte der Oberhirte der Kirche sie nicht in Gnaden 
Rom Eide entbunden, so hätte, wie Eure Eminenz be— 
zeugt, keiger von ihnen gezögert, mutig dem päpstlichen Ge— 
bote zu gehorchen. Dieses hervorragende Bekenntnis des Glau— 
bens und der Einigkeit mit dem heiligen Stuhl war dem hei— 
igen Vater willkommen, der vwicht zweifelt, daß diese edlen 
Sefuhle der Treue niemals mifhören werden“ So weit das 
— WM 
hrer Urausführung im Kölner Städtischen Schauspielhause 
ine sehr freundliche Aufnahme. — Ubaldo Pacchlerottis 
Dper „Alt⸗Heidelberg“ fand im Breslauer Schauspielhause 
»ei ihrer Uraufführung in Deutschland eine sehr laue Auf—⸗ 
ahme. — Die Uraufführung des vieraktigen Schauspiels 
Eine halbe Stunde vor Tag“ von Sermann 
deichenbach, dem Verfasser des Schausiels „Ketten“, fand 
donnerstag im Hamburger Thkalia-Theater mit starkem 
ußeren Erfolg statt. — Eine neue französische komische 
Dper „Pantagruel“ von Claude Terrasse erzielte bei 
hrer Uraufführung im Lnyner Grand Thegatre lehhaften 
Beifall. 
Kleine Nachrichten. Im Magdeburger Stadttheater 
vurde „Tristan und Isolde“ milt folgenden ersten Kunst⸗ 
rößen zur erfolgreichen Aufführung gebracht: Die Isolde 
Marie Wittich, den Tristan Forchhammer (GErüher in 
?Abech, die Brangäne Franziska Bender⸗Schäser, den Marke 
rriedrich Plaschke und den Kurvenal Scheidemantel. DieKünst'er 
ußten sich immer wieder der begeisterlen Menge ze gen. 
— Im Zwidaue? Stadttheater beginnt am 16. April— 
ach Schluß der ordentlichen Spielzeit, wieder eine 
Monatsoper. Wie früher leitet sie Operndirektor Fanta 
»us Prag. Zur Auffahrung kommen u. a. „Königskinder“, 
Tosca“, „Bohsme“, Banadietrich“. — Im Berliner The— 
iter des Westens findet am Dienstaäg das Jubiläum der 
00. AuffaAhrung von Léhars „Lustige Witwe“ 
tatt. — Die kürzlich verstorbene Witwe des berühmten 
Biolinvirtuosee Ole Bull in Amerika verfügte 
estamentarisch, daß ihre Leiche verbrannt und die Asche 
ber dem Grabe ihres in Bergen in Norwegen ruhenden 
Hatten verstreut werde. Sie hinterließ 25 Mill. Fr. — 
yrl. Lotte Cassel von der Berliner Volksoper ilt nach er— 
olgreichem Gastspiel als Pamina in der „Zauberflöte“ unter 
ehr günstigen Bedingungen mit mehrjährigem Vertrag für 
»as Fach der jugendlich-dramatischen Sängerin an das 
hoftheater in Hannover verpflichtet worden. — Die 
Uufführung von Strauß' „KRosenkavalier“ am Mann— 
»eimer Hoftheater ist für Aufang April in Aussicht qar— 
ommen. Die Vorbereitungen haben hereits begonnen
	        
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