Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Beilagen: Vaterstätche Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lubect 161. Jahrgang Nachrichten für das Herzogtum Lauenburg, die 
heiblatt: Gesetz und Verordnungsblatt t x riccedenn Fůrstentümer Ratzeburg, Lübec und das angren 
— raiv des veriage i —E —— zende mecklenburgische und holsteinliche Gebiet. 
Drud und Verlaa: Gebraüder Borcders G. m. b. S. in Lübed. — Geschäftstktelle Adreß baus Kbniastr. 46). Fernidrecher 2000 u. 9001. 
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Ausgabe 
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Erstes Blatt. hierzu 2. u. 3. Blatt. 
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Umfang der heutigen Nummer 10 Seiten. 
sichtamtlicher Ceil. 
Wahlrũftungen. 
(Von unserem Berliner Korrespondenten.) 
Lübeck, 14. Febr. 
Es gibt wohl keine Reichstagswahl, die so frühzeitig vor⸗ 
jereitet worden wäre, wie gerade die kommende. Von allen 
Barteien! Nicht nur von den Sozialdemokraten, von denen 
nan es von jeher nicht anders gewöhnt ist. Die Namen der 
aufgestellten Kandidaten, die Diskussion der wichtigsten Partei— 
orderungen, der Lobpreis der eigenen Parteierfolge, die Herab⸗ 
etzung der gegnerischen Tätigkeit, die zuversichtliche Verheißung, 
daß diesmal ganz bestimmt die eigene Partei große Gewinne 
haben, die gegnerische zerschmettert werden würde: das alles 
rleben wir heute bereits in demselben Maße wie sonst in den 
etzten Wochen vor dem Wahltermin. 
Woher kommt denn nun diese frühzeitige Vorarbeit? Sie 
rrklärt sich gäanz zweifellos in der Hauptsache aus der 
zolitischen Gesamtlage. Seit der Zeit der Reichs— 
inanzreform, da man oft genug in. ernsthaften politischen Kreisen 
ine Auflösung des Reichstages erwartete, bis zur Gegenwart 
ahen sich zwar die Parteien gezwungen, ständig auf dem Qui 
Vive zu sein. Aber es ist doch noch ein neues Moment 
inzugekommen, das bei früheren Wahlvorbereitungen noch 
icht so in die Erscheinung trat, die Arbeit der Partei— 
ekretäre. Seitdem die Sozialdemokraten durch die rast— 
ose persönliche Arbeit der Genossen selbst in solchen Gegenden, 
ie ihnen früher verschlossen waren, gute Erfolge erzielt haben, 
uchen die bürgerlichen Parteien gleichfalls Vertreter ihrer Par— 
eiideale zu persönlicher Agitationsarbeit mobil zu machen. Und 
a sie in den eigenen Reihen aus erklärlichen Gründen nicht so 
ahlreiche. arbeitsfreie Mitglieder haben, denen sie dauernd 
e Bearbeitung der Wahlkrejse persönlich anvertrauen können, 
o haben sie zur Institution der besoldeten Varteibeamten 
hre Zuflucht genommen. Jüngere intelligente und redegewandte 
Parteifreunde werden gegen festes Gehalt und Vergütung der 
luslagen verpflichtet, berufsmähig die Parteigrundsätze in 
inem bestimmten Tätigkeissbezirk zu verbreisen, die Gegner zu 
»efämpfen, die befreundete Presse zu unterstützen, gegnerische 
zeitungen zu kontrollieren und auf jede Weife die künftigen 
Vahlsiege vorzubereiten. Das kostet den Varteien natürlich 
in erhebliches Stück Geldd. 
So kostspielig aber das Institut der Parteisekretäre auch 
it, so ist es doch als sehr geeignet anzusprechen, um die Agitations- 
irbeit und die Wahlvorbereitung in Fluß zu bringen. Der 
Barteibeamte setzt seine Ehre darein, das aufgewandte Geld 
urch Erfolge seiner Partei zu verlohnen. Er beginnt mit 
Beschaffung von Vertrauensmännern, Abhaltung von Versamm— 
sungen, Bearbeitung der Lokal- und Provinzialpresse, Besuch 
er gegnerischen Neranstaltungen und aller ührigen Arbeit. di⸗ 
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Kunst und Wissenschaft. 
Vom Kieler Stadtihrater. Der neue Vertrags—-— 
Luntwurf für das Kieler Stadttheater ist Sonnabend 
elannt gegeben. Danach überträgt, wie schon mitgeteilt, 
zie Stadt Kiel im Wege des privatrechtlichen Duͤenstvertrags 
zem Theaterdirektor Otto die Leitung des Stadttheaters 
auf Grund eines Etats von 5688 000 M. Für Ueberschreitun— 
gen dieser Summe in den Ausgaben haftet Durektor Otto, 
der 30 000 M Kaution zu stellen hat, mit stinem Vermögen. 
Sleiben die Einnahmen hinter 564 000 Mä zurück, so kommt 
sür dieses Minus die Stadt auf, deren tatsächlicher Gesamt- 
auschußß sich auf 87500 Mestellt. 
April⸗Festspiel im Elberselder Stadttheater. Am Elber⸗ 
elder Stadttheater wird Wagners „Ring des Nibelungen“ 
m April unter Mitwirkung hervorragender 
Kräfte und unter der musilalischen Leitung Otto 
Lohse's, des Direktors des Kölner Opernhauses, eine 
ünstlerisch höchst wertvolle Wiedergabe finden. Direktor 
'on Gerlach hat als Gäste verpflichtet: Kammersängerin 
Marie Götze Ggl. Opernhaus, Berlin), Hofopernsängerin 
Lhila Plaichinger Egl. Opernhaus, Berlim, Sophie 
Wolf, Köln, Kammersänger Fritz Feinhals, Muünchen, 
Modest Menzinsky, Koln, Kammersänger Prof An— 
dreas Moers, Düsseldorf, Hofopernsänger Emil Holhm; 
Stuttgart, Hofopernsänger Waldemar Henke, Hoftheater 
Wiesbaden, Tiilmann Liszewsky, Köln. Als Spiel— 
age lind festgesetzt worden: Rheingold 8. April; Walküre 
April: Sieafried 12. Npril und G ztterdämmerung 15 
Upril. 
Das Kaßsseler Resschenztheater, das erst seit elwa einem 
ralben Jahre unter der Direltion Willy Nordau besteht, 
ich aber sehr rasch die Gunst des theaterliebende n Publikums 
worben hat, geht in wenigen Wochen wieder 
in. Das besagt eine Erklärung, welche der Dfitrektor 
Nordau össentlich bekannt gibt mit dem Bemerken, daß der 
Sezirlsausschuh in diesem Sinne entschieden, mit anderen 
Worien eine Konszessionsberlängerung abgeletnt kabe. Dieler 
G6Große Andaabe) 
Dienstag. den 14. Februar 1911. 
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früher bei den bürgerlichen Parteien nur in den letzten Wochen 
vor einer Neuwahl üblich war. Natürlich können die gegnerischen 
barteien solcher Arbeit nicht untätig zusehen, — suchen 
ie auf ihre Weise zu paralysieren. Deshalb sehen sich nachge— 
ade alle Parteien zur Anstellung zahlreicher Parteisekretäre 
jenökigk. Ein Keil treibt den andern. So kommt schließlich 
»ie Vorarbeit für die Reichstagswahlen so frühzeitig in Fluß, 
„aß einzelne Parkeien gJetzt schon weiter darin sind, als früher 
ei der Ausschreibung des Wahltermins. 
Ob das nun gut ist? Vom Standpunkt der einzelnen Partei 
us gewiß. Aber der Zeitgenosse, der bei aller Erkenntnis 
on der Wichtigkeit der Wahl doch auch noch andere als poli— 
ische und parteipolitische Aufgaben und Arbeiten vor sich sieht, 
»egrüßt den frühzeitigen Wahllärm nicht mit ungemischter 
jreude. Denn die unausgesetzte Agitation erhitzt die Gemüter 
er VParteifanatiker — und wo gäbe es solche nicht? — so frähl 
eitig und in solch bedenklichen Maße, daß zu erwarten steht, 
ie künftige Reichsstagswahl werde an Sitzig— 
eit und BSeftigkeit des Wahlkampfes einen 
ßrad erreichen, der in Deuischland seither alücklicher— 
veise un bekannt war. 
Zwei Hilfsmittel gibt es gegen diese Gefahr: 
utweder überläßt man die Kampfhähne sich selbst und regt sich 
iber die turbulenten Versammlungen und scharfen Zeitungs— 
rtikel nicht weiter auf; oder aber man tut das Gegenteil und 
ritt in die Reihen der Vartei ein, der man zwar seit jeher 
n Herzen angehört und am Wahltage gedient hat,deren Mit— 
lied.man aber noch nie gewesen ist. Der erstere Weg, der in 
zer Vergangenheit am häufigsten betreten wurde, hat, wie 
eie Erfahrung zeigte, nur geringen Erfolg. Deshalb sollte 
nan es jetzt mit dem zweiten Weg versuchen. Durch aktive Teil— 
ahme an der Wahlvorbereitung können die ruhigen, beson— 
jenen Elemente in allen VParteien viel mehr Einfluß gewinnen 
ind nützen, als durch untätiges Beiseitestehen und gelegentliches 
däsonnieren über die heftige und allzu frühzeitige Wahlagi— 
ttion. Anschluß an die Partei, Eintritt in die Parteivereine, 
ie jetzt allenthalben von allen Parteien gegründet und gepflegt 
nerden Mitarbeit und Mitbeeinflussung: das ist 
as Mittel, um die parteipolitische Agitation 
ueiner wirklichen politischen Bildungsarbeit, 
ie Wahlvorbereitung zur politischen Volfts— 
rziehung zu gestalten 
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zu machen. Daß in diesem Kampfe die Bodenreformer ge— 
fiegt haben, wird ihrer Sache einen großen und berechtigten 
Erfolg bringen. 
Aber der Bund wird doch gut tun, sich nicht allzu sehr 
mit dem neuen Gesetze solidarisch zu erklären; denn es ist in 
einer Fassung und seinem Inhalte so, daß es in 
der Praxis manche Enttäuschungen hervorrusen dürfte. 
Vor allem ist es so abgeschwächt, daß die meisten Gewinne 
auch künftig noch ohne eine irgendwie nennenswerte Abgabe 
an das Reich realisiert werden können. Und die Gefahr be— 
teht, daß die großen Wertsteigerungen auf eine Reihe von 
Jahren jetzt vorweggenommen werden durch Veräußerungs— 
zeschäfte, um mit dem jetzigen geringen Satze davonzukommen 
ind einer späteren, zweifellos in Aussicht stehenden Verschärfung 
der Steuer auszuweichen. 
Vor allem aber sollte nicht übersehen werden, daß dem 
kntwurfe sein bodenreformerischer Charakter 
zurch den Reichstag völlig genommen worden ist. Was 
zie Regierung- vorschlug, ist eine Besteuerung der Ge— 
winne aus Bodengeschäften. Die Zuwachssteuer 
ist nur noch formell eine Bodensteuer, in Wirklichkeit eine 
Vermögenssteuer. Die Bodensteuer hat als Sondersteuer 
hre tiefste Berechtigung in den bodenreformerischen Grundsätzen, 
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ondern Verflügungsgewalt über ein Stück der Oberfläche ist. 
die jetzt beschlossene Vermögenssteuer hat eine solche Berechti— 
sung nicht mehr. Sie ist eine Besteuerung bestimmter Ver— 
nögensteile und bestimmter Gewinne, Grund und Boden werden 
m Gesetz ausdrücklich allem anderen Kapital gleichgestellt, zum 
Beispiel eine Verzinsung des im Boden angelegten Kapitals für 
otwendig und selbstverständlich gehalten. Es ist eine not— 
vendige Folge, daß dieses Steuerprinzip sehr schnell qus ge⸗ 
dehnt wird. Die Konservativen haben ja bereits angekündigt, 
daß sie auf ihren Gedanken der Zuwachssteuer bei Mobilien 
zurüdkommen werden, und die trotz aller neuen Steuern uner— 
chöpfliche Notlage des Reiches wird sehr schnell dem Gedanken 
zraktische Bedeutung gewähren. 
Inland und Ausland. 
Deutsches Reich. 
Nationalliberaler Autrag ñber die wisstuschastliche Fori⸗ 
pindung der Vollsschullehrer. Abg. Dr. v. Campe, mmier— 
tützt von 43 nationalliberalen Fraktionsgenossen, hat zur 
weiten Beratung des Etats des Kultusministeriums den 
Antrag gestellt, die Staatsregierung zu ersuchen, im Interesse 
»es Volksschulwesens Einrichtungen zu treffen, durch welche 
Bolksschullehrern eine bessere Möglichkeit zu ener 
wissfenschaftlichen Fortbildung an preußischen 
Universitäten zum Zwede der Borbereilung auf den 
Dienst an Mittelschulen, in der Leitung von Vollsschulen, 
in der Lehrerbildung und Schulaufficht gewährt wird. 
Sicherung der Hochseesischerei. Aus Anlaß zahlreicher Ser— 
infälle von Fischereifahrzeugen hat zwischen den be'eiligten 
hehörden des RNoichs Preußenz. Hamhuras und Bremens 
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Muzum Zwed der Anlage eines Gewächshauses in der 
Vorburg zur Verfügung zu stellen. Ferner soll die St. 
Annenkapelle einen neuen Schmudk erhallen und zwar 
in Votivbild der in der Tannenberget Schlacht gefallenen 
Ordensgebietiger. Prof. Schaper-Hannover, der augen— 
zlidlich mit der Ausmalung des grohßen Remters des Haupt⸗ 
chlosses beschäftigt ist, soll das Votivbild malen. Es lind 
1000 Müdafür ausgesetzt. 
Ein wissenschaftlich⸗flämischer Kongreß tagt zurzeit in Gent. 
Er arbeitet, den Fakultäten der Universität entsprechend, in 
bier Sektionen. Der Kongreß hat diesmal eine besondere 
BZedeutung, weil die Frage der Umwandlung der Universität 
vent in eine rein flämische auf der Tagesordnung steht. 
Eines der schönsten und am besten erhaltenen römischen 
Amphitheaters wird nach seiner völligen Freilegung das von 
deece in Apulien sein. Das Theater, das Sitzpläße für fast 
30 000 Personen aufweist, stammt aus dem 2. Jahrhundert 
unferer Zeitrechnung. Bei Gelegenheit der Eröffnung, die im 
Frühiahr stattfinden soll, wird ein Denkmal des ältesten 
ateinischen Tragikers, des Quintus Ennius, der nach 
kinigen in Lecce geboren sein soll, enthüllt werden. 
Kleine Mitteilungen. Hermann Sudermann hat 
rin neues Bühnenwerk vollendet, dessen Titel noch nicht 
eststeht. — Der Verband Deutscher Bühnenschrift- 
keller verleiht in diesem Jahre zum erstenniaß 
en vom Rittergutsbesitzer Leopold Sirschberg zu 
BSerlin gestisteten Verbandspreis im Betrage 
»on 1000 Mark. Es lommen nur Originalwerke reichs⸗ 
»eutscher Schriftsteller in deutscher Sprache in Betracht, und 
war auch solcher, die nicht Mitglied des Verbandes Deutscher 
Bühnenschriftsteller sind. Die Werke müssen bis spätestens 
31. März d. J. eingereicht sein. — DerLeiter des Gymnase— 
ind des Apollo-Theatets in Paris, Franck, will die Gewohn⸗ 
jeit unter drüchen, die Hauptprobe neuer Stücken vor einem ge— 
adenen Publikum aufführen zu lassen und die Plätze für diese 
zrobe zum doppelten Preise der Uraufführung am offener 
zchalter verkaufen 
Bodenreform und Zuwachsfteuer. 
Von einem führenden Mitgliede des Bundes Deutscher 
Zodenreformer wird uns geschrieben: Es ist verständlich, daß 
ie endgültige Annahme des Zuwachssteuergesetzes im Reichstag 
on den Bodenreformern in ganz Deutschland mit lebhaftet 
zenugtuung begrüßt wird. Denn in diesem Entwurfe stand 
um ersten Male der Gedanke der Bodenreform im großen 
intscheidungskampfe gegen Bodenkapital und Terrainintereffenten. 
s ist ja von den Gegnern genug aufgeboten worden, um den 
uwachssteuergedanken unmöglich zu machen und mit dem 
alle der Reichssteuer Aich den Gemeindesteuern den Gara- 
»ntscheid wird in Kassel sehr bedauert. Ebenso werden 
je im Sommer geplanten Kasseler Festspiele nunmehr unter⸗ 
ieiben müssen. Die Vorstellungen dauern nur noch bhis 
Zonntag Palmarum (0O. Aprih). 
Deutsches Opernhaus A.«G. Sonnabend ersolgte im 
kharlottenburger Rathaus die Gründung der 
ieuen Gesellschaft. Das Kapital soll 1000 000 Mubetragen. 
Von den 400 000 M, die die Gründer übernehmen, hat der 
ßroße Berliner Opernverein, der 300 000 M angemelde 
zatte, 175 000 Mübernommen. 
Von der Wiener Hosoper. Direktor Hans Gregor wird, 
vie man der Voss. Itg. aus Wien drahtet, am 18. Febr. 
ie Direktion des Wiener Hof-Opern-Theaters 
bernehmen. — Die Bilanz der Hofoper für das Jah 
910 dürfte mit einem Defizit von über einer Mill. 
är. schließen. Mit dem Beginn der Direktion Gregor soll 
ine umfassende Sanierung eingeleitet werden. 
Zum Direktor des Goethe⸗ und Schiller⸗Archivs in 
Veimar ernannte der Großherzos den Geh.NRat v 
Dettinger. Der Vorgänger des neuen Direktors war 
»er Donnerstag freiwillig aus dem Leben aeschtedene Geh— 
ddat Prof. Dr. Suphan. 
Der Sternsche Gefangverein in Berkbin, 1847 begründet, 
bdird laut Beschluß der Generalversammlung eingehen. Der 
ßrund ijt, daß slich — größtenteils infolge des häufigen 
dirigentenwechsels in der letzten Zeit — die Anteilnahme 
ver Mitglieder am Vereinsleben fortlaufend abschwächte. 
Die Brüsseler Alademie der schönen Künste hat die kolgenden 
eutschen Künstler zu korrespondierenden Mitgliedern ernannt 
Ilex. Opler, Fritzz Erler, Graf Kalckreuth und Leo 
zutz. Die Akademie hat ferner beschlossen, im Sommer eine 
etrospektive Ausltellung des im vergangenen Herbst verstor⸗ 
enen Bildhauers van der Stappen zu veranstalten. 
Zur Ausschaenckung der Marienburg. In der dieser Tage 
n Danzig abgehaltenen Sitzung des Vereins für die Her—⸗ 
ellung und Ausschmückung der Marienburg wurde be— 
Aossen, der Schloßbauverwaltung die Summe von 28000 
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