Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Wöchentlich 1umar (Wochentags morgens und 
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Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübec 164. Jahrgang MNachrichten für das herzogtum Tauenburg. d. 
zaͤblal: Gesetz und Verordnungeblatt t Dt Fůrsteniümer Ratzeburg, Luͤbed und das angren 
— D ααι zende mecklenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drut und Veriag Gebrader SorGets G. m. b. 8. im Lübec. — Gelschätüshtelle Adret baus CAbniostt. a48). Zernivreger sooo u. sool 
Ausgabe — (Gryoße Ausgabe) 
— —. ——— 
Erstes Blatt. hieu Blatt. 
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Nichtamtlicher Teil. 
die Benachteiligung der norddeutschen 
hyypothekenbanken J 
hinfichtlich der Mundelsicherheit beseitigt. 
D. Lübed, 9. Febr. 
Von einem Mitglied der Reichsversicherungskommission wird 
uns aus dem Reichstage geschrieben: Der 8 23 der Reichsver—⸗ 
icherungsordnung hatte bisher folgenden Wortlaut: Das Ver— 
nögen muß wie Mündelgeld (8 1807 und 1808 des BGEB.) 
derzinslich angelegt werden, soweit dieses Gesetz nichts anderes 
uläht. Außerdem darf es in Wertpapieren angelegt werden, 
zie für den Bezirk des Versicherungsträgers oder Teile davon 
andesgesetzlich zur Anlegung von Mündelgeld zugelassen sind.“ 
In dieser Bestimmung erblickten die norddeutschen Hypotheken⸗ 
banken eine schwere Schädigung. Nach 8 1807 des BGEB. ge—⸗ 
riehen die Pfandbriefe der Hypothekenbanken die Reichsmündel⸗ 
icherheit nicht. Dahingegen wurden nach Art. 212 des Ein— 
führungsgesetzes zum BGB. die landesgesetzlichen Bestimmungen 
zufrecht erhalten, welche auch anderen als den in 8 1807 des 
BGB. genannten Wertpapieren Mündelsicherheit gewährten. 
Es geschah dies namentlich mit Rücdsicht auf einige 
nittel- und fäddeutsche Hypothekenbanken, 
velche in ihren Bundesstaaten für ihre Pfandbriefe Mündel— 
icherheit besaßen. Die Geschäftsergebnisse, dieser 
zurch landesgesetzliche Bestimmungen bebvorzugten Hypo⸗ 
hekenbanken haben nun naturgemäß einen ganz erheb— 
ichen Zuwachs zu verzeichnen. Die geschädigten 
—dypothekenbanken haben sich deshalb mit einer Ein— 
zabe an die Kommission zur Beratung der Reichsversicherungs⸗ 
ordnung gewandt und sie gebeten, den neuen 8 23 wie folgt 
zu fafsen: „Außerdem darf das Vermögen in Wertpapieren, 
zie landesgesetzlich zur Anlegung von Mündelgeld zugelassen 
ind, sowie in solchen auf den Inhaber lautenden Pfandbriefen 
»eutscher Hypothekenaktienbanken angelegt werden, welche die 
Reichsbank in Klasse J beleiht.“ Die Kommission hat demge— 
näkß beschlossen. Die Disparität unter den norddeutschen 
und mittel- und süddeutschen Hypothekenbanken wird also, 
alls der Reichstag zustimmt, in Zukunft beseitigt 
werden 
Donnerstaa, den 9. Februar 911. 
Morgen⸗Blatt NUr. 72. 
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m Leipzig und Königsberg gegeben. In der Versammlung 
lprachen drei Abgeordnete: Herr v. Kardorff von der 
reikonservativen Partei, Dr. Maurer von der 
rationalliberalen Partei und Profv. Lilzt von 
»er Fortschrittlichen Volkspartei. Alle drei Redner 
prachen sich in ihren Vorträgen dahin aus, daß es nicht von 
Zßorteil wärewenn die tudentische Jugend lich 
mit Politik befalse. Dagegen könne der Student die 
zeit wohl benutzen, sich mit Vorbereitungen 
ür das politische Leben zu beschäftigen. Die 
raktische Ausübung der Politik möge man auf eine 
pätere Zeit vertagen. Zum Schluß wurde eine Re— 
olution angenommen folgenden Inhalts: „Es lsei vater⸗ 
indische Pflicht des Studenten, sich mit Angelegenheiten der 
ßolitik in wissenschaftlicher, vorurteilsloser Weise bekgumt zu 
nachen. In diesem Sinne solle die Stellung des Stu— 
enten zur Politik die eines Lernenden sein— 
Ind deshalb seien die Bestrebungen der Freien Stu— 
»entenschaft, durch Vorträge hervorragender Volitiker der 
erschiedensten Parteien den Studierenden ein klares 
Bild des politischen Lebens der Gegenwart zu 
bieten, mit Dank zu begrühßen“ 
Inland und Ausland. 
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ander bestände nicht. Im Falle eines Krieges 
würden die Sozialdemokratenihre volle Pflicht 
tunzur Verteidigung des Vaterlandes. Diese Vor—⸗ 
lage aber lehnten sie ab. Die Konservativen stimmen, 
wie der Redner ausführte, der Vorlage zu, und erklären 
sich entschieden gegen den Abrüstungsgedanken. 
Konfservatswer Vernichtungskamwpe gegen die Föortfchritt⸗ 
iche Vollspartei. In der rheinischen Provinzialversamm⸗ 
uung des Bundes der Landwirte erklärte der Bundesvor— 
itzende Frhr. v. Wangenheim am Sonntag, daß die Frei— 
innigen bei den nächsten Reichstagswahlengnauf keinen 
Fall irgend eine Wahlhilfe von den Konser— 
pativen zu erwarten hätten. Die Nationalliberalen würde 
nan sich von Fall zu Fall sehr genau darauf ansehen, 
o»b man fie unterstützen könne. — Auf diese Weise stärkt 
nur die konservative Partei die Soszialdemokratie, deren 
Vernichtung sie doch mittels einer Sammlung der bürger⸗ 
ichen Varteien erstrebt. 
Hessosche Handelskammern gegen die Schitfahrtsab gaben. 
Die hessischen Handelskammern haben gegen das Verfahren 
zer preußischen Regierung, wonach das Material zum Gesetz— 
enitwurf betreffend Schiffahrtsabgaben nicht den Han— 
zelskammern und der Oeffentlichkeit unterbreitet werden soll, 
»rotestiert. Sie erheben gegen diese Entscheidung ent— 
chiedenen Widerspruch und richten an die Kommission 
des Reichstages die dringende Bitte, mit allem 
stachdrukt auf der Veröffentlichung des Ma— 
erials bestehen zu wollen. 
Die Ergebtisse der letlen Sitzung der Neichsverfichericrgs⸗ 
ommesfien. In der Dienstagsitzung der Reisssversicherungs— 
ommission erhielt 83 152 eine etwas veränderte Talsung, die 
den Verlicherten einen gröheren Schutz gegen Nach— 
eile gewährt, die sie von ihrem AUrbeitgeberoder dessen, 
Ungestellten wegen der Uebernahme oder der Art der Aus— 
bung eines Fhrenamts der Reichsversicherung erleiden könn— 
en. Bein 8 158 hatte die Kommission in erster Lesung be— 
chlossen, daß die Gelbdstrafsen in der Haupisache in die 
dasse des Bundesstaats fließen sollten; statt dessen wurde 
etzt die Regierungsvorlage wiederhergestellt, die die Kasse 
»es Versicherungsträgers bezugsberechtigt macht. Nach 
171 begründet die Beschäftigung eines Ehegatten 
»urch den anderen keine Versicherungspflicht. Die Kom— 
nission hatte in erster Lesung den Zusatz gemacht, daß an— 
dere Verwandtschaftsgrade zwischen Aubeitgeber und 
Arbeitnehmer die Versicherungspflicht und Versicherungsberech— 
igung nicht ausschließen sollen. Dieser Zusatz wird in zweiter 
Lesung gestrichen und somit die Regierunasporlage 
wisederhergestellt. 
Um das häufige Schleudern der D-Züge beim Passieren 
zon Kurven zu beseitigen, hat der Eisenbahnminister nach der 
steuen Vol. Corresp. angeordnet, „daß versuchsweise bei ein— 
elnen Wagen mehrerer D-Züge die Spur um 10 mm erweitert 
mird und die Syursträngo um dieses Maß verringert werden“. 
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Auffassung sei das Drama kein Tendenzitück. Er hosfe 
es demnächst am Darmstädter Hoftheater zu sehen. 
Neue Bühnenwerlke. „Alkestis“, ein myjtholpgisches 
Z„chelmenspiel in vier Aufzügen und einem Vorspiel von 
Werhard König, ist vom Berliner Lessingtheater zur Auf, 
ührung angenommen worden. — Das Berliner kal. Opern⸗ 
;zaus nahm die dreiaktige Oper „Der Traum“ von 
Joseph Gustav Mraczek zur Aufführung an, deren Libretto 
zach Grillparzers „Traum ein Leben“ gearbeitet ist. Die 
Rper ist bereits am Stadttheater in Brünn aufgeführt 
vorden. — Ernst Hardt, der Dichter von „Tantris 
zer Narr“ hat ein fünfaktiges Trauerspiel in Versen voll— 
ndet, das er im Herbjst verösffentlichen wird. — „Der 
Llowen“, Oper von de Camondo, die bereits in Ant— 
verpen mit großem Erfolg aufgeführt ist, wurde vom 
Kölner Opernhaus zur Aufführung angenommen. — Im 
Rachlaß Sardous fanden sich zwei Operniextbächer, 
ine „Gismonda“ und ein Dante“, die nun von 
einen Söhnen, Pierre und Jean Sardou, zum Abschluhß 
Jebracht worden sind. Die beiden Textbücher werden nun 
bon Henry Fopvrier, dem Autor der Oper „Monna Vanna“, 
und Jean Nouguès, dem Schöpfer der vielgespielten Oper 
Quo vadis?“ komponiert. — Engelbert Humperdinck ist 
. Z3t. mit Plänen für eine neue Oper beschäftigt, in deren 
VDittelpunkt Fra Angelico, der italienische Meister des 15. 
Jahrhunderts, stehen soll. Humperdindck hat lich, nach seiner 
rigenen Aussage, die Inspiration zu dieser Arbeit vor 
der Madonna des Meisters im Pariser Louvre geholt, 
— Puccini will eine Oper holländischen Rolorits schreiben, 
vorin Franz Hals die Hauptperson sein wiärd. 
Goethes Erfthe Walpurgisnachtt“ wurde mit einem Auf—⸗ 
vand von 400 Mitwirkenden in Basel in der Ver— 
onung des Kapeltmeisters Hermann Suter aus der Tauf« 
ehoben. Das Werk fuht Jompositorisch wie instrumental 
auf moderner Grundlage, namentlich die Charakterisierung 
es Spukes in der Walpurgisnacht, worin fämtliche Hilse 
mitter des Orchelters, einschtiekblich der Orgel virtuos be 
randelt sind, ist in gleicher Weise wie der Schlußhmnnus 
sFüur Allpater« Ehre“ glänzend gelungen 
Deutsches Roͤch. 
Sitzung der Kolonialger tshofs-Kommisson. Die Kom— 
atfsion für den Kolonial- und Konsulargerichtshof hat geitern 
ormittag ihre Beratungen, aus denen nichts befonders Inter— 
ssantes mehr zu melden ist, beendet. Munmehr soll der 
ßericht festgestellt und in einer noch anzuberaumenden 
Sitzung der Kommission genehmigt werden. Wann die Verhand⸗ 
ungen im Plenum stattfinden werden, steht noch völlig dahin. 
Bermutlich wird die Vorlage erst im April vor 
das Plenum gelangen. 
Der Militäretat in der Budgetkontmissien. Die Be— 
atung der Heeresvorlagen in der Budgetkommission, 
ziie Tienstag einen vertraulichen Charakter gehabt 
satte, wurde gestern fortgesetzt. Der Wortführer der Na— 
ionalliberalen stimmte vorbehaltlich der 
rüfung im einzelnen der Heeresvorlage zu 
inter Verzicht auf weitergehende Anträge. Von 
ortschrittlicher Seite wurde gegenüber der vorgestrigen Aeuße— 
ung des Staatssekretärs des Auswärtigen Amts dringend ge—⸗ 
ordert, daß Deutschland behufs internationaler Verständigung 
iber Rüstungssragen mehr Entgegenkommen zeigen wolle als 
isher. Bezüglich der Heeresvoriage äußerte auch der frei— 
innige Redner die Hoffnung auf Verständigung. Der Vertreter 
er Sozialdemokraten schloß sich der Ausführung des freisinnigen 
dedners an, daß man beiVergleichen der Wehrfähigkeit der 
3taaten nicht nur auf die nackte Zahl verweisen, sondern auch 
uf die Bildung und den inneren Wert der Mannschaft Rück- 
icht nehmen müsse in Sader der Mzäsroeregenajipe—e 
Student und Politik. 
Wie wir bereits bekannt gaben, hat in Berlin eine Ver— 
ammlung von Studenten und Akademikern sich mit der Frage 
eschäftigt, ob und inwieweit es für den Studenten 
vünschenswert sei, sih mit politischen Fragen zu be— 
chäftigen. Anlak hierzu hatten die bekannten Vorgänge 
Kunst und Wissenschaft. 
Künstlernachrichten. Ein Gastspiel der gefeierten Eva von 
der Osten von der Dresdener Hofoper als Carmen begeg⸗ 
nete im Stadttheater zu Halle grohem Interesse. Die Rolie 
zab der Künstlerin reichste Gelegenheit, ihr glänzendes Material 
und eine bestechende äußere Erscheinung zu zeigen. In der 
Auifassung kehrt die Osten den Typus des liebenden Weibes 
bervor, sie hätte daher recht gut mehr südliche Leidenschaft 
entwickeln können. Im übrigen fiel in ihrem Spiel manche 
aparte Nance auf. Eva von der Osten gastiert be— 
fkanntlich Montag, den 13. Febr. als Mignon in Lübeck. 
— Kapellmeister Selmar Meyrowi z von der Berliner Komi⸗ 
chen Oper wurde als erster leitender Kapellmeister von Diret- 
tor Morris an dessen neues Opernunternehmen in der Nürn— 
berger Straße zu Berlin engagiert. — Kapellmeister Sieg⸗ 
nund v. Hausegger, der Dirigent der Philharmonischen 
Konzerte in Hamburg, hat den ehrenvollen Antrag, die kunst⸗ 
erische Oberleitung des städtisch subventivnierten Dpernhauses 
in Charlottenburg zu übernehmen, abgelehnt. — Der Organist 
Alfred Sittard konzertierte mit sehr großem Erfolg auf 
er neuen Orgel der evangelischen Kirche zu Bukarest. Die 
Königin Elisabeth von Rumamien wohnte dem Konzert bei und 
lud Herrn Sittard ein, hr am Tage darauf eine größere 
Anzahl Bachscher Orgeiwerke potzuspielen. Außerdem wurde 
Sittard der rumänische Kronenorden verliehen. — Herzog 
karl Eduard von Koburg und Gotha verlieh dem Hofschau⸗ 
pieler August Junkermann, Berlin, der in der ver⸗ 
zangenen Woche am Koburger Hoftheater als Onkel Bräsig 
ie das Ritterkreuz erster Klasse des Ernestinischen Haus— 
ordens. 
Im Befinden von Wilhelmine Seebach. die seit mehreren 
Wochen, wie berichtet, im Vommsensanatoriumm Berlin, krant 
darniederliegt, ist Dienstag leider wieder eine Verschlimmerung 
ingetreten. — 
Künltler und Kritiker. Ein peinlicher Vorfall trug 
ich. wie man der Voss. Zig. mitteiit, dieser Tage in Dan zaͤgl 
zun. In seinem letzten Danziger Konzert, einem Beethoven— 
abend, ließ der sehr bekannte Pianist Frederie Lamond 
vem im Saale anwelenden Br—3— Dr aIM ⸗inena 
veithin geschätzten Musikgelehrten, der seit etwa 25 Jahren 
ür die Danziger Zeitung referiert, nach der zweiten Nummer 
»es Programms durch einen Beauftragten mitteilen, er (La⸗ 
nond) werde nicht weiter spielen, wenn Fuchs über 
»as Konzert berichten wolle. Der Künstler begrün— 
ete sein merkwürdiges Verhalten mit der Entrüstung über 
ine Kritik, die Fuchs im Januar 1902 (also vor neun 
Jahren!) in der Berliner Zeitschrift Die Musik über einen 
danziger Beethovenabend Lamonds veröffentlicht habe. Wie 
zrof. Fuchs, der selbst ein sehr einsichtiges Buch über das 
zerhältnis von „Künstler und Kritiker“ veröffentlicht hat, 
sitteilte, habe er den Saal friedfertig verlassen, 
rotzdem diese „Androhung einer öffentlichen Szene, 
alls der Referent nicht ausdrücklich auf 81 der preußischen 
zerfassung verzichte“', gewiß nicht zu den Alltäglichkeiten 
ählt. 
Richnrd Wagners Selbstbiographie, über deren bevor—⸗ 
dehendes Erscheinen wir berichteten, gelangt nunmehr, wie 
er Verlag Bruckmann bekannt gibt, am 6. April d. J. 
nter dem Titel „Mein Leben“ zur Ausgabe. Wagner 
rzählt die Geschichte seines Lebens und Schaffens einfach 
nd klar, mit scharsem Verstand und bewundernswerter 
tdunst des sprachlichen Ausdruchs. Alle philosophierenden 
zet rachtungen, Polemiken, Ueberschwenglichkeiten fehlen gänz⸗ 
ich. Von starkem Wirklichkeitssinn getragen, mit liebens⸗ 
vürdigem, zuweilen schalkhaftem Humor gewürzt, lädt das 
Werk den Leser zu ruhigem Sichversenken ein. 
Richard Strauß hat, wie die Wiener Zeit berichtet, 
an seiner Oper „Der Rosenkavalier einschneidende 
Trzungen und Aenderungen, namentlich im zweiten 
und dritten Akt vorgenommen. Das Werk wird in bieler 
Form in Wien und Berlin zur Auffsihrung gelangen. 
Dem gleichen Blatt zusolge arbeitet Strauß zurzeit an 
iner modernen komischen Oper, zu der wieder Sofmanns- 
hal das Libretto schreibt. F 
„Glaube und Heinrat“ und der Grokherzoag von Seffen. Der 
zroßherzos von BSessen hat sich dem Mainzer Theater— 
ireltor Hofrat Behrend gegenüber in begeisterter Weise 
ber Schönherrs „Glaube und Heimat“ geäußert. Der 
Frobberroo erfbärte mö voe äDD maldet nmock bines—
	        
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