Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübed 1614. Jahrgang Nachrichten für das Herzogtum Lauenburg, die 
heiblatt: Gesetz· und verordnungeblatt Che e az durttentümer Natzeburg, Zübea und das angren⸗ 
αεοα — — — —oo»—.. ι zende medlenburgische —V Gebiet. 
Drug und Verlas Gebrader BotsSets G. m. 8. 5. m Eubea. — Gescatnsltelle Ahreß bans Goniastr. 40) Sernlvreser — * a. vo. 
0GGroße Anssgabe) Dienstag, den 7. Februar 1911. Abend⸗Blatt Nr. 69. 
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Ausgabe 
Erstes Blatt. Rier⸗u ) Blatt. — 
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Umfang der ha .. — 
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nichtamtlicher Teil. 
Die Eroͤffnung des englischen 
harlaments. 
Lübeck, 7. Februar. 
Die Eröffnung des Parlaments durch den Souverän in 
Person ist jetzt wieder zu einem festen Brauch geworden. 
Während der letzten Jahre der Regierung der Königin Viktoria 
hatte man den Brauch fast ganz fallen lassen, aber König 
Eduard hat ihn bei seiner Thronbesteigung sofort wieder 
aufgenommen und König Georg steht im Begriff, dem Bei⸗ 
spiel seines Vaters zu folgen. Die alten glänzenden 
Zeremosien der Eröffnung haben nichts von ihrem imponie— 
renden Charakter verloren. Die vom König verlesene Thron⸗ 
rede trug folgenden Wortlaut: 
Indem ich das erste unter meiner Regierung gewählte 
Parlament eröffne, gedenke ich vor allem des schmerzlichen 
Verlustes, den das Reich durch den Tod meines ge⸗— 
liebten Vaters erlitten hat. Als er vor Jahresfrist 
seine Thronrede an Sie richtete, hätte niemand voraussehen 
önnen, daß sein Leben, das er in unermüdlicher, opfer— 
mutiger Tätigkeit dem Wohle seiner Untertanen widmete. in 
kurzer Zeit plötzlich beendet sein sollte. Indem ich mich dem 
unerforschlichen Ratschluß der Vorsehung beuge, schöpfe ich aus 
feinem Beispiel den Mut und fühle mich in meinem tiefen 
Kummer durch die Teilnahme getröstet, die mir von meinem 
Volk in jedem Teil meines Reiches dargebracht wurde. Der 
König hieß sodann den nach Vollendung seiner Mission aus 
Südafrika zurückgekehrten Herzog von Connaught will— 
kommen und drückte seine lebhafte Genugtuung aus, daß der 
Herzog von allen Klassen des südafrikanischen Gemeinwesens 
mit Kundgebungen der größten Begeisterung und Loyalität 
empfangen wurde. Die Beziehungen zu den aus— 
ldändischen Mächten bezeichnet die Thronrede als an—⸗ 
dauernd freundlich. Ferner wird angekündigt, daß infolge 
der Kündigung des Handelsvertrages seitens der 
japanischen Regierung Verhandlungen über den Abschluß 
eines neuen Vertrages eingeleitet selen, die, wie er hoffe, 
zu einem befriedigenden Abkommen führen werden. Hierauf 
heißt es weiter: Die häufigen Klagen über Schädigungen des 
britischen Handels durch die fortgesetzte Unsicherheit auf den 
Handelsstraßen des südlichen Persiens bewogen 
meine Regierung, ohwohl mit Widerstreben, energische Vor⸗ 
sfiellungen an die persische Regierung zu richten, die seither 
der Angelegenheit ihre Nufmerksamkeit zuwendete Es machte 
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sich in der letzten Zeit eine gewisse Besserung des Zu— 
standes der Straßen bemerkbar. Daher schlagen meine Minister 
vor, die weitere Entwicklung abzuwarten, bevor sie auf die 
Annahme der eigenen Vorschläge dringen, die in jedem Fall 
lein anderes Ziel verfolgen, als das Ansehen der persischen 
Kegierung wieder herzustellen und den Handel zu schützen. 
Mit großem Interesse sehe ich der im kommenden Mai zu— 
ammentretenden Reichskonferenz entgegen, in der sich 
zie leitenden Minister der Selbstverwaltungskolonien und des 
Dutterlandes vereinigen werden, um über wichtige Ange— 
egenheiten zu beraten, die ihnen von einzelnen Regierungen 
interbreitet werden sollen. Der König erklärte sodann, daß 
rudie Absicht habe, nach den Krönungsfeierlichkeiten die 
ndischen Besitzungen wieder zu besuchen und 
ort eine Versammlung abzuhalten, um den Untertanen seiner 
zerson bekannt zu geben, daß er die Nachfolgeschaft in der 
aiserlichen Krone Indiens angetreten habe. Die Thronrede 
kündigt sodann die Vorschläge für die Regelung der 
Beziehungen zwischen den beiden Häusern 
des Parlaments zum Zweck eines wirksameren Arbeitens 
»er Verfassung an, ferner Maßregeln zur Ausdehnung der 
Alterspension auf Personen, die bisher infolge des Ge— 
nusses von Armenunterstützungen kein Anrecht besaßen; weiter 
bie Einführung einer Versicherung der Industrie-Bevölke— 
zung gegen Krankheit und Invalidität und eine 
Versicherung gegen die Mbeitslosigkeit in den Industrie— 
Weigen, wo sie vorazugsmeise zutage tritt. (Telh) 
herr von Bethmann Hollweg und die preußisch⸗ 
vatikanischen Fragen. 
Von unierrichteter Seite wird uns geschrieben: Minister— 
zräsident von Bethmann Hollweg hat sich auf das 
rründlichste mit allen den Fragen beschäftigt, die Preußens 
zeziehungen zum Vatikan berühren. Bei der Prüfung dieser 
Fragen ist Herr von Bethmann Hollweg zu einem Ergebnis 
gelangt, das die Erwartung, die preußische Staatsregierung 
werde sich in der Vertretung des staatlichen Standpunktes 
nichts vergeben, als gerechtfertigt erscheinen läht, 
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vor die Entscheidung gestellt werden, sondern die Kirchen⸗ 
behörde aus Angst vor den zahlreichen Austrittsdrohungen 
mildere Saiten aufzieht. Es wird sehr interessant sein, 
ob die Behörde sich tatsächlich einschüchtern läht; nicht 
minder interessant aber auch, ob anderenfalls die Unter⸗ 
zeichner ihre Drohung wahr machen und in Malsen aus 
der Landeskirche austreten werden. 
— — 
Pastorenkandidaturen. 
Die meisten Pastoren als Reichstagskandidaten hat 
neben dem Zentrum die Fortschrittliche Volks— 
partei aufgestellt. Dieser Partei, die die Trennung von 
Kirche und Staat auf ihre Fahnen geschrieben hat, deren 
Führer Müller-Meiningen in jeder Reichstagsrede die schärfsten 
Worte gegen das Zentrum findet, dieser Partei der äußersten 
zürgerlichen Linken, stellen sich zahlreiche evangelische Geist— 
iche als Reichstagskandidaten zur Verfügung. Bis jetzt sind 
olgende Pastorenkandidaturen bekannt gegeben: Pfarrer a. D. 
staumann (GSeilbronn), Pfarrer Korell (Gießen), Pastor Kedt 
Braunschweig 8), Pastor Schmidtke (Mansfeld), Pastor Heyn 
Stralsund), Pfarrer Knuspe (Meißen), Pfarrer Ende (Glauchau) 
ind Pfarrer D. Runtze Gerlin). Insgesamt also bis jetzt 
3 fortschrittliche Pastorenkandidaturen. Mit 
Ausnahme Naumanns sind alle übrigen Kandidaten noch prak— 
isch im Pfarramt tätig. Seither hatte die Fortschrittliche 
ßolkspartei die meisten Lehrerkandidaturen;: auch für 
die kommende Reichstagswahl ist wieder eine große Zahl von 
ortschrittlichen Lehrern in allen Gegenden Deutlschlands 
aufgestellt. 
Angeftellte im Sinne der Angefstellten⸗ 
persicherung. 
Man schreibt uns aus Abgeordnetenkreisen: Die Frage, 
velche Personengruppen dem neuen Angestellten-Versiche rungs⸗ 
jeseze ünterliegen werden, hat durch die amtliche Begründung 
ind durch die Auskünfte des Reichsamts des Innern ein an— 
deres Gesicht erhalten. Es unterliegt nunmehr keinem Zweifel, 
daß die Regierung alle Gruppenversichernwollte 
— obwohl es auffallen muß. daß bei der Zusammenstellung 
»er Zahl der Versicherten die Burequangestellten der Rechts— 
inwälte usw. nicht mit aufgeführt sind. Trotzdem muß daran 
estgehalten werden, daß nach der Fassung des 8 1 des Ver—⸗ 
icherungsgesetzes die Bureauschreiber und wahrscheinlich auch 
indere, kleinere Gruppen (Gesellschafterinnen, Privatsekretäre, 
Zrankenpflegerinnen usw.) nicht unter die Versicherung fallen. 
Denn die Rechtsprechung hat zwar auf Grund des Invaliden⸗ 
ersicherungsgesetzes festgestellt, daß alle diese Personen „An— 
zestellter sind. Aber der 8 1 faßt die nicht ausdrücklich ge— 
iannton Grunnon nicht als andere Mngestellte“ zusammen, 
* — — — — — 
den Morgen hinein die grauen Nebel um den Gorlingshof 
und ballten sich um den alten Turm.. 
Die Lampe erlosch nicht diese Nacht in dem alten Gemäuer. 
Graf Reimar wachte 
Eine interessante Probe. 
Aus Köln schreibt uns unser Korrespondent: Der Fall 
Jatho, der seine Wellen schon nach Duüsseldor! und 
inderen rheinischen Städten wirft, hat eine besonderée 
VBerschärfung dadurch erfahren, daß bei den letzten 
roßen Protestversammlungen mehrere tausend Per⸗— 
onen sich schriftlhich verpflichtet haben, bei einer 
Maßregelung des beliebten Pfarrers aus der Landes— 
kirche guszutreten. Viele werden die Erklärung wohl 
in der licheren Ermarung g6boenehen nhhen do fäe 
Die Rebelfrau. 
Roman ron Anny Wothe. 
(28. Fortsetzung.) Machdruck verboten.) 
Die Schiffer, die ihm mit ihren Laternen den Weg kenn— 
zeichneten, schüttelten den Kopf. 
Sie hörten den schwergehenden Atem des Mannes, der 
hm wie ein Röcheln aus der Brust kam, und sie meinten 
immer. daß er unter seiner Last zusammenbrechen müßte. 
Aber beharrlich erkämpfte sich der Graf sein Ziel. * 
Und endlich war das Dorf erreicht. 
Von dem kleinen, verwitterten Kirchlein klang die dritte 
Morgenslunde, da war mon endlich am Gorlingshof angelangt, 
wo Dorret und Fridrun mit verstörten Gesichtern harrten. 
„Sie muß gleich zu Bett,“ qgebot Reimar, auf Undine 
zeigend. 3 24 
„Sie ist tot!“ schrie Dorret auf. „und Ihr habt sie 
Jetötet.“ * V 
Er sah drohend in das ganz verstörte Gesicht des Mädchens, 
das ihn voll tödlichen Hasses anfunkelte, dann gab er ruhig 
eine Befehle, sofort einen Argt herbeizuschaffen. 
Olas Thornsen sei schon unterwegs, hieß es. 
Da wandte er sich, ohne einen Blick auf die drei Frauen, 
dem Seitenflügel des Schlosses zu. in dem seine Wohnung lag. 
.. Als er schon auf dem Gang war, kam ein dunkles Etwas 
hinter ihm hergehuscht Er sühlte sich vonein Panr danea 
Sänden sest umklammert, und Fridruns Stimme Nopile an 
seinen Halse. 
,Mir war so anost um dich, Reimar,“ flusterte sie. „Die 
Mutter schläft, sie wuhle mchls e unserer Sorge, aber 
ich, Reimar, ich bin fast gestorben, als ich dich da draußen 
m Nebel wußte, in dem sich so mancher schon verirrt. ohne 
je wieder zurückzufinden.“ 
Gelassen löste Reimar die seinen Hände von seiner Brust. 
„Ihre Nerven, Gräfin, spielen Ihnen wieder üble Streiche. 
Sie sehen, weder mir, noch Undine ist etwas geschehen. Es 
st wohl nur eine tiefe Ohnmacht, die Undine befallen hat, 
und die Einwirkung der nassen Luft bringt ihr vielleicht 
noch eine kleine Erkältung. das isn alles. Gute Nacht, Gräfin.“ 
Mit zornigen Augen sah Fridrun der elastischen Gestalt 
nach, die jetzt mit harten Schritten von dannen ging. 
Wie gleichgültig sein Ton war. Nein, lieben konnte ek 
die Frau nicht, die er soeben halbtot ins Haus getragen, und 
die er nun anderen zur Pflege überließ. Diese beiden Men— 
chen kamen sich bis in alle Ewigkeit nicht näher, und wie 
zut, daß es so war. Wehe, wenn er es wagen sollte, hier 
Fielleicht den zärtlichen Ehegatten zu spielen. Wehe ihm. 
Aus Lorls Zimmer klang leises Weinen. 
Fridrun hörte es nicht. Sie hatte noch immer den Klang 
einer Stimme im Ohr, die gleichgültig und kalt war, so 
mendlich kalt. 
In Undines Schlafzimmer aber kniete Dorret vor dem Lager 
der Freundin und hielt die beiden schlanken Hande der jungen 
zrau zärtlich umfangen. 
„Ich din ja so froh, Undine,“ flüsterte sie, „daß sie 
dich gefunden haben. Du glaubst gar nicht, wie sehr wir 
ins um dich ängstigten, Graf Timm und ich. Endlich lief ich 
n meiner Herzensangit hierher. Tarf ich die Nacht bei dir 
sleiben? Timm ließ ich es gleich sagen, damit er sich nicht 
weiter sorgt. Fühlsst du dich besser?“ 
Undine lächelte. Ein traumhaites, verklärtes Lächeln. 
Zärtlich strich ihre Hand über den blonden Kopf des 
Mädchens. —*— 
„Mir ist so wohl,“ flüsterte sie, „du glaubstes gar nicht.“ 
Und die roten Loden, die ihr aufgelöst in das weiße 
Hesicht fielen, müde durch die weiken Finger gleiten lassend, 
fuhr sie fort: 
„Es war so kalt im Nebel und so finster,“ und lich hastig 
im Bett aufrichtend und mit wirren Augen um sich blickend, 
prach sie geheimnisvoll weiter: 
„Ich habe sie gesehen, die Nebelfrau. Sie kam zu mir und 
lodte und winkte. Und dann war ich es selbst, und ich lachte, 
weil ich sterben sollte. Sterben! Ich hörte den lauten Schlag 
jeines Herzens. Hörst du nichts, Torret?“ 
„Nein, Undine, du mußt jetzt schlafen.“ 
„Schlafen,“ gab die junge Frau mit einem traumhaften 
Lächeln zurüch, „immer schlafen. Er sagte es auch.“ 
Als der Arzt kam, sand er Undine in heftigem Fieber. 
Wie dültere Trauerschleier wallten diese Nacht bis in 
ik 
Das waren merkwürdig stille, traumhaft gleitende Herbst⸗ 
vochen, die nun folgten, für die Bewohner des Gorlings— 
hofes. Undine kämpfte mit einem schweren Fieber. Wochen⸗ 
ang war sie ans Bett gefesseit. Dorret pflegte sie. Graf 
Timm war, leidlich erholt, abgereist, und Dorret war froh 
darüber, weil sie sich nun ganz der Pflege Undines widmen 
onnte. Ohm Olaf schalt zwar, daß sie falt gar nicht mehr 
daheim war. Aber was kümmecte sie der alte Brummbär? 
Der Großvater wurde durch die alte Tjalda gut versorgt und 
Hraf Timm bedurfte ihrer pflegenden Hand nicht mehr. 
Zuerst hatte sie heimlich gesfürchtet, öfter Graf Reimar 
»egegnen zu müssen, aber Dorret hatte sich in ihrer Voraus⸗ 
etzung getäuscht. Da sie allein mit Undine speiste, hatte sie 
elbst gar keine Gelegenheit, den Grafen zu sehen. Sie hörte 
iber, daß er zuweilen die Mahlzeiten mit der alten Gräfin, 
Fridrun und Lorl einnähme, und als sie es Fridrun berichtett 
ächelte diese so eigen und nickte mit dem Kopfe. 
Taagtäglich ließ sich der Graf nach Undines Ergehen er— 
lundigen. J 
Dorret gab dann kurzen Bescheid, der in seiner Kurzheit 
sogar zuweilen Undine fragend aufschauen ließ. 
Dorret nahm auch die Blumen für Undine in Empfang, 
sdie der Graf täglich schicte. Sie warf sie achtlos fort, und 
Undine, die es sah, ließ es wortlos geschehen. 
Zuweilen kam auch Fridrun an das Bett Undines geflattert. 
Sie plauderte dann von herrlichen Spaziergängen, die sie 
uinternommen, und von einem VBesuch in Südegaarde, zu dem 
ie sich mit der Großmutter auf dringende Einladung Graf 
Reimars verstanden hätte. Graf Reimar habe die Honneurs 
zemacht. Wirklich ganz charmant. Sie fände ihn jetzt weniger 
angweilig als früher, und sie fange beinahe an, Undine um 
iesen Mann zu beneiden. 
Undine überhörte den spöttischen Ton. Sie schloß nur 
die Augen und dachte bei sich: 
„Nun kann ich das Verbängnis doch nicht aufhalten, mein
	        
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