Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

pegen einer in der Provinz Sus angeblich ausgebrochenen 
Zindersnot zeitweilis dem fremden Handel zu ösfnen. 
Am 30. Jan. findet in Paris eine Sitzung der In⸗ 
eressenten des deutsch⸗franzöß! schen Minensyndikats in Ma— 
otfo statt, auf der wichlige Fragen behandelt werden sollen. 
die letzte Zeit suber sind bereits vertrauliche Verhandlungen 
nit dem deutschen Auswärtigen Amt geführt worden, die 
joch fortgesetzt werden, um die deutschen und fransösischen 
Interessen in Marokko in gemeinsamer Weise befriedigen 
u können. 
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Tagesbericht. 
Lübeck, 23. Jan. 
Der J. Lubecher Schwimmperein 
zelt am Sonntag vormittag im Turnerschaftshause unter 
zem Vorfitz des Herrn Kommerzienrat Scharff seine erste 
iesjahrige gut besuchte Hauptversammlung ab. Der vom 
Schriftinhrer verlesene Jahresbericht entrollte wieder von 
der vielseitigen und gedeihlichen Tätigkeit des Vereins ein 
anschauliches Bild. Der Mitgliederbestand betrug am 
Ende des vorigen Jahres 168 in den Herren⸗ 122 in 
den Jugendabteilungen, 25 Damen und 16 Mädchen, zuf. 
328 gegen 8190 Ende 1909 und 302 Ende 1908. Der von 
herrn Richard Quitzow verlesene Kassenbericht balan— 
ziert in den Einnahmen und Ausgaben mit 1793,56 M— 
vei einem Kassenbestande von 265,87 M. Die Kassenabrech⸗ 
rung war von den Herren Julius Hahn und Bankdirektor 
Kiene geprüft und richtig befunden worden. Die turnus 
mähig ausschetdenden Vorstandsmitglieder wurden durch Zu⸗ 
ruf wiedergewaählt mit Ausnahme der Herrn Fr. Kühn, 
ür den Serr Alphons Berlih in den Vorstand berufen 
wurde. Auch die bisherigen Rechnungsprüfer wurden durch 
Zuruf wiedergewählt. Der Jahresbericht beschäftigt sich, 
vie stets, in ausführlicher Weise mit unseren Flußbade⸗ 
instalten, die im verflossenen Sommer folgende Be⸗ 
uchszifsorn aufzuweisen haben ˖ 
taiser erklaͤrte, vernichtete der Tondichter gemäß seiner redo⸗ 
utiondren Grundsätze die Widmung und sehte an ihre 
Stelle den Titel: „Um das Andenten eines großen Mannes 
u felern.“ Diesem Gedanken nachgehend, lassen sich der 
iste und zweite Satz nicht unschwer als eine Art von 
Programmusik deuten, dezugnehmend auf manche der Eigen⸗ 
ichaften, mit denen der Meifster seinen Helden ausstattet, 
an die sich auch ungezwungen als zweite Abteilung der 
Trauermarsch anschließen läßt. Schwieriger dürfte schon das 
Scherzo, etwa als Lagerleben, zu deuten sein, während der 
etßzte Satz in leiner Variationenform kaum in bezug auf 
ꝛen Belden zu setzen sein wird. Mag dem sein, wie es 
volle, freuen wir uns der beiden ersten grapdiosen Sätze 
vie auch der Abrigen. wenn sie uns so überzeugend ent⸗ 
zegengebracht werden, wie wir sie ann Sonnabend aus den 
danden des Berrn Prof. Arthur Nikisch entgegenzuneh— 
nen hatten. Bei seinen Erscheinen am Dirigentenpulte leb⸗ 
jaft begrützt, war nach wenigen Takten schon zu erkennen, 
pie sehr es diesem Meister 1 Taktstodes gegeben ist, 
Orchester und Publikum seinen Anschauungen dienstbar zu 
nachen und sich mit ihm an bisher ungekannten Ton— 
dönheiten zu begeistern, die, wenn auch oft, wie in dem 
Aaroia funebro, pielleicht allzustart subjeniv gefabt, doch für 
den Augenblid dinreißen oder wesentlich nachdentlich stin— 
en. Auffällig ist uns im dritten Takte des Trauermarsches 
aie gering, Betonung der zweiunddreißigstel Noten f᷑ und d 
eresen, die doch eine starkete Akzentuierung als die Auf— 
ofungen nach es und e haben müfsen. Beethoden hat es 
intschieden auch so gewollt; man veraleiche nut den siebenten 
Takt vor dem Schlufsse des Trauermarsches, wo die Noten 
u diesem Sinne ausgeschrieben lind. — Was uns an der 
Lenung Nikischs in erster Linie auffallit, ist natürlich die 
souveräne Beherrschung des Ganzen bis in die feinsten Fa den 
hinein, eine ungemein wohltuende äuhere Ruhe, die nur 
hdurch Blick und geringe Sandbewegung das Orchester zu 
⸗annen oder gefügig zu machen weiß, ein oft weitgedehntes 
fezao forte als Ausaleich für allzuschroffe Uebergänge in 
er Tonstärke, und endlich eine frelete Entfaltung im so⸗ 
istischen Auftreten der Instrumente. Lange zurüdgedrängt, 
zachte sich nach dem Schlusse der Sinfonie der Beifall 
Krähenteich..113500 
Falkendamm.5 103 700 
Falkenwiese.. 134 700 
Dtarlh.56 28300 
rinkenberg.. 899009 
St Lorenz. 30000 
Zus. 497 200 Bäder 
egen 408 900 im Vorjahre und bemerkt, daß die Zahl: 
ast 3e Million Bäder im Sinblich auf den beschämenden 
kiefstand unseres öffentlichen Warmbadewesens und die 
»amit zum Ausdrud kommende Badelust unserer Bevölke— 
rung, die sich aber nur während der Sommerm'onate 
»etätigen kann, unterstrichen werden muß. Die Einnah⸗ 
nen in den Badeanstalten Kähente ich und Falken— 
damm beliefen sich auf 21491,95 M, gegen das Voriahr 
nehr 4388,20 M. Die Betriebsüberschüsse der Krähen⸗ 
reichanstalt betrugen im ersten Jahrzehnt von 1900 
»is 1900 62 113,77 M, im vorigen Jahre zirka 4500 
M. In 11 Jahren sind 1298 748 Bäder abgegeben. Die 
Aufstellung der so dringend notwendigen Fahrradhalle 
vird leider unterbleiben, da selbst bei Auswendung größerer 
Mittel nur wenig erreicht und xdas Gesamtbild der An—⸗ 
talt geschädigt werden würde. Die Falkendamman— 
ttalt kommt in ihren Besuchsziffern der Krähenteich— 
instalt immer näher, erklärlich bei ihren vorzüglichen und 
seräumigen Einrichtungen. Sie hatte Betriebsüberschüsse in 
nen Jahren 1906 798,36 M, 1908 2206,54 M, 1909 1225,93 
Vt, 1910 zirka 3200 Mäund 1907 ein Defizit von 622,90 
M. Ihre Entwickelung ist also im Fortschreiten begriffen. 
zin 5 Jahren 1906-1910 wurden 437027 Bäder ab— 
egeben. Die Doppel- und Freibadeanstalt Fal— 
enwiese hat die Erwartung, daß sie nach ihrer im 
tahre 1909 vorgenommenen Erweiterung in der Bäder— 
vgabe an erster Stelle stehen wurde, erfüllt. Verschiedene 
leine Verbesserungen, vor allem die Herrichiung der Nord— 
bestecke in der Männerabteilung für Auskleidezwecke sind 
em Vauamt zur Ausführung empfohlen. Die Bade—⸗— 
nstalt Marli (Garnisonschwimmanstalt) ist nur auf Um⸗ 
odegen am Wasser entlang zu erreichen. Eine direkte Ver— 
indung mit der Vorstadt durch den Park ist durchaus 
vünschenswert. Vielleicht interessiett sich auch der neue 
Korstadtverein Hüxrtertor-Marli für diese Verbesserung. 
Die Badeanstalt Finkdenberg bedarf dringend einer 
jeuen Auskleidehalle an Stelle der jetzigen, die, morsch und 
erfallen, 1895 vom Rosenwall hierher transportiert worden 
st. Die Einstellung einer entsprechenden Position in das Budget 
ollte vom Bauamt veranlaßt werden. 
Ueber das Hallenschwimmbad-Projekt vderzeichnet 
der Bericht mit Bedauern die völige Stagnation, die in dieser 
ingelegenheit seit dem Senatsdektret vom 11. November 1908 
ingetreten ist und erhofft von unserer höchsten Staatskörper—⸗ 
chaft nach Klärung unserer Finanzlage ein energisches Ein— 
reten für die Errichtung tiner Erwerbs- und Wohlfahrtsanstalt, 
iie eine Gemeinde von 100009 Einwohnern schlechterdings 
icht länger entbehren kann. 
Die Aussprache über diesen Punkt gestaltete sich sehr leb⸗ 
aft. Einige Redner befürworteten zur Kostenersparnis nur 
ie Erbauung einer Schwimmhalle ohne alle sonstigen Bäder 
ach englischem Vorbild, andere forderten auhßer dem zu— 
ünftigen Bad auf der Parade ein zweites Schwimmbad für 
ie Vorstadt St. Lorenz, die, an Bewohnerzahl schon der 
nineren Stadt überlegen, sich mit zwei recht entlegenen Fluß⸗ 
adeanstalten bei der Lachswehr und einem bescheidenen, vom 
zemeinnützigen Bauverein betriebenen Brausebad hegnügen 
tüsse. Der Vorsitzende nahm noch Gelegenheit, das Ver— 
ändnis des Hamburger Staates sfür seine Verpflichtungen 
uf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege rühmend 
ervorzuheben. Außer seinen vorzüglichen, großartig angelegten 
lußbe deanstalten besäße Hamburg folgende Schwimmhallen im 
tädtischen Betriebe: 
1. Schaarmarkt, 1881 erbaut, 1 Schwimmbassin und 
0 Wannen. Baukosten: 242 000 M. 
2. Hoheweide, zunächst Bautosten 702000 M, dann 
1905 und 1806 Ecweiterungsbquten. 2 Schwimmbassins, 80 
Wamnen, 17 Braufebäder. 
3. Luübeckertor, 1904 erösfnet, 806 000 MBaukosten, 
2 Schwimmbassins, 67 Wannen und 25 Brausen. 
4. Barmbecd, 1908 ersfsfnet. 998 500 MBaubkosten, 
2 Schwimmbassins, 76 Wannen und 40 Brausen. 
s. Hammerbrook, soll im Juli d. J. eröffnet werden, 
ebenfalls mit 2 Schwimmbafstins Mannen und Brausen. 
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in tosender Zustimmung geltend, den ausgezeichneten Diri— 
jenten mit Beifall überschüttend und zu ungezählten Hervor⸗ 
ufend Anlaß gebend. 
Das Vorspiel zu Carl Grammanms erlster Oper 
Melusine“ nahm die nächste Nummer des Programms ein 
)as schönklingende Musitstück fand bei dem überfüllten Hause 
eie ihm gebüprende freundliche Aufnahme, in die die fünst 
erische Leitung Nikischs und die Klangschönheit des Orchesters 
ich adeichmäßig zu teilen hatten. 
Es folgten die Ouvertüre und Venusberg-⸗Barchauale 
Pariser Bearbeitungh aus „Tannhäuser“ von R. Wagner. 
Pohl die Mehrzahl der Anwesenden hätte lieber den pomp⸗ 
aften Schluß der Ouverküre unter der Leitung von Nikisch 
ehört, als diese unendlich in die Breite gehende Aus⸗ 
pinnung kleiner Motivglieder aus der Ouvertüre, die schließ⸗ 
ich doch nur zu verstehen sind, wenn Bühnenbilder: Grup⸗ 
ierungen und Tänze fsinnlichster Art, das Auge beschäf— 
igen und von der schließlich ftark eintbnigen Musik ablenken. 
Kugendliche Haände waren eifrig um Beifall bemüht, ohne 
aß Einheitlichkeit demselben zuzusprechen gewesen wäre. 
Den Schluß des Konzertabendes bildete R. Wagners 
Jorspiet zu: „Die Meilßtersinger von Nurnberg“. Es wurde 
nferes Erachtens nach etwas gar zu prätentibs wieder. 
egeben, mit einen Aufwande an Klangftärke und Trom peten⸗ 
eschmetter, der mehr dem Einzuge eines siegreichen Felbherrn 
Atte gelten können, als der Zusammenkunft ehrbarer Zunfte 
im Johannisfeste zu Narnberg. 
Das Orchester, angekeuert durch die ihm suggeriete 
Begeisterung seines Leiters. der dem Tonkorper übrigens 
»oile Gerechtigkeit angedeihen ließ, leistete den Abend hin⸗ 
urch Ausgezeichnetes an Aufmerksamkeit und Hingebung, es 
»urfte teilnehmen an allen Auszeichungen, mit denen das 
inthuftasmierte Publikum den allerorten hochgekeierten Gast⸗ 
virigenten überhäufte. Prof. C. Stiedl. 
Zur Auffichrung der Weiherschen Itsus⸗Dramen in Eisenach. 
der Gemeinderat erklärte sich hinsichtlich der Petition gegen 
ie geplante Aufführung des Jesusfestspiels unzuständig und 
berwmies die Angelegentzelt der Theaterkommission. 
Außerdem ist noch der Bau von zwei gleichen Bade— 
instalten in St. Pauli und Eppendorf geplant. 
Seit dem Auftauchen des Schwimmhallen⸗Projektes bei uns 
jabe sich unsere Bevölkerung um 25 00 vermehrt, und noch 
mmer müsse man sich mit der veralteten, 1875 erödffneten 
Warmbadeanstalt unterhalb der Hulxstraße mit ihren 160 
Wannen und einem kleinen Tampfbad behelfen. Wenn auf 
rgend einem Gebiete die Aufwendung von staatlichen Mitteln 
erechtfertigt sei, so sei es gewiß quf dem der öffentlichen Ge— 
undheitspflege durch Errichtung von zeitgemähen, das ganze 
Jdahr hindurch benutzbaren Badeanstalten mit Schwimmge— 
egenheit. 
Zum Schlusse teilte der Vorsitzende noch mit, daß am Mitt 
voch, dem 8. Februar im weißen Saal der Stadthalle ein 
reselliger Abend, verbunden mit einem Tanzkränzchen, 
attfinden soll, um wieder eine durch die langen Wintermonat? 
unterbrechene Annäherung der Mitglieder herbeizufsihren. 
— — 
VBeim Kronungs⸗ und Ordensfest in Berlin erhielten, pbe 
chon an anderer Stelle (siehe Artikel Ordens, und Krö⸗— 
nungsfest) erwähnt, den Roten Adler-Orden 4. Kl.: 
Velhagen im Inf.Regt. „Lübed“ (Nr. 162). 
zauptmann v. Vieregg im Inf.⸗Regt. „Lübeck“ 
Nr. 162), Hauptmann Luedecke im Infs.Regt. 
Nr. 163. 
Lübeder Privatbanl. In der heutigen Aufsichtsratssitzung 
wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 1910 eine Dividende 
von 7 0 (1909: 64 00) in Vorschlag zu bringen. 
*Zum Badelkommissar in Travemünde ist, wie wir horen, 
derr Heyl in Wiesbaden, ein Sohn des ehem. dortigen, 
ürziich verstorbenen Kurdirektors, erwählt worden. Herr 
zeyl wird dem Vernehmen nach am 1. April sein Amt 
intreten. 
. Die fünf Torpedoboote, V. IB0, „V. 1559, „S. 1399, 
„S. 96* und „S. 100 der Halbflottille, die Sonnabend nad— 
nittag in den hiesigen Hafen einliefen, haben heute vor— 
nittag 1122 Uhr Lübeck wieder verlassen, um nach Kiel 
in See zu gehen. Wie wir hören, sollen die Schiffe in 
iezterem Hafen zunächst einer Dampfkessel-Reinigung unter⸗ 
zogen werden. 
*Die Stare sind dal, so lautet aus den Fürstentum 
Lübeck eine Meldung. Das ist eine Erscheinung, mie sie 
'aum ie verzeichnet sein dürfte. Der früheste Termin, wo 
»er Frühlingsbote hier erstmalig beobachtet worden ist, war 
zisher der 12. Februar. Wie Schwarzdrossel und audere 
Vögel zu Standvögeln geworden sind, so lönnen milde Win— 
cer die Stare auch hier bei uns dazu machen. — Uebrigens 
hjört man von den Fischern unserer Ostfeelüste, daß sit 
auf der See die Vogelarten schon antreffen, die sonit im 
März erst dort heimisch sind. 
- Gestohlen wurden aus einem Geschäfte in der Hür— 
traße am Sonnabend vormittag 2 silberne Herren-Remon— 
toit⸗-Uhren. Marke „Gallonne““, 2 Goldin-Remontoir⸗-Uhcen mit 
Doppeldedel, 1 Paar Herrenschnürstiefel mit Ladspitzen Nr. 45 
ind 1 Paar braune Damenschnürstiefel Nre. 4.l. Ferner wurd« 
aus einem Hause der Ilraelsdorfer Allee eine silberne Herren 
Zchlüsseluhr entwendet. 
FV. Gastspiel der Urania, Berlin, in der Stadthalle. Nebet 
den Brenner nach Venedig. Die Brennerstrahe — 
oie Straße der Sehnsucht hat sie einmal ein Dichter genannt 
— sind schon unzählige Deutsche gezogen ins Laud ihrer 
Träume, Italien. Aber nicht nur ihres Zieles wegen werden 
ꝛie Landstraße und der Schienenweg über den Brenner so 
msig besucht, viele, viele verweilen auch in den entzückenden 
Irtschaften und Seitentälern Deutsch- und Welschtirols, die 
in und in der Nachbarschaft dieser Straße liegen. Die 
lrania läßt von Munchen bis Venedig eine Fülle ksstlicher 
Ansichten am Auge vorübergleiten, zu denen der erläuternde 
Text flar verständlich gegeben wird. Der Besuch war recht dut. 
Neueste Nachrichten und Telegramme. 
W. Bertin, 23. Jan. Unuter groher Teilnahme von Leid— 
kragenden wurde gestern nachmittag der mit dem Uuterseebooat 
‚U 30 verunglüdte Leutnant Kalbe begraben. Die 
Beisetzung erfolgte im Dreifaltigkeitstirchhoß; vorauf ging eine 
drauerfeier in der Friedhofskavelle. Oberkonsistorialrat La— 
‚usen hielt die Gedächtnisrede. Zu den Füßen des Katafallks 
ag auf einer Kriegsflagge ein Kranz des Kaisers, den 
ꝛet Chef des Marinekabinetts überbracht hatte. Prinz und 
Prinzessin Heinrich hatten ein weißes Blumenkreus gespendet. 
Als nächste Leidtragende nahmen die Eltern des Verstorbenen 
an der Feier teil. Auf dem Hauptwege des Friedhofes bil 
deten Beamte des Postamtes Spalier, bei dem der Vater der 
Verunglückten ftätig ist. 
W. London, 23. Jan. Der Dampfer der Hamburge 
Umerika Linie „Präsident Lincolne, von New— 
jorl nach Samburg unterwegs, ist auf der Höhe don Gaoda 
vinsands mit dem Dampfer „Tasso“ zusammenge«æ 
tohen. Beide sind hierauf in Dover eingetroffen. 
W. London. 23. Jan. Einer Meldung der Dailh News 
ufolge. nahm der Dampfer „Präsident Lincoln“, der unbe— 
chaädigt geblieben ist, den der Wilson⸗Gesellschaft in Hull 
xehörigen Dampfer „Taffo“ ins Schlepptau und brachte ihn 
nit Unterstützung von Schleppern nach Dover. Tasso“ wurbe 
um Vorderschijf stark beschädigt und wird voraussichtlich auf 
Strand gesetzt werden müssen. 
W. London, 23. Jan. Einer Meldung der Mornina Post 
nis Shanghai zufolsge, sind in Tschisu zwölf Todesfalle an 
Best dorgekommen. Man hegat Besorgnis für die Sicher— 
helt Shanghais. — Daily Mail meldet aus Peking, dah 
vegen Ausbreitung der Seuche das diplomatische Korps das 
Sesandtschaftsviertel abgesperrt hat. Das enropaische Viertel 
wird wahrscheindich heute abgelperrt. 
W. Walhington, 23. Jan. In Erwiderung des An— 
uchens dec Präsidenten von Haiti richtete Staatssekretär Kno« 
in die amerikanischen Gesandten in San Domingo und 
Port⸗au · Prince eine Depesche, in welcher er die guten Dienste 
der Vereinigten Staaten anbot. 
W. Wafhington, 23. Jan. Das Staatsdepartement be— 
stätigt die Meldung. des Newyork Herald aus Trulillo von 
bet Beschlagnahme des Kanonenboots „Hornet“ durch den 
tteinzer „Tacoma“. 
W.7T. Wiernin. 23. Jan. In den letzten Tagen wurdes 
viederholt schwache Erdstöße und heute früh 5 Uhr 20 Mi«. 
eine Bodenschwankung mit starkem Getöse verspürt.
	        
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