Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Beilagen: Vaͤterstädtische Blätter. — Der Familientten 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lubed 
Beiblatt: Gesetze und Verordnungsblatt Btr⸗ 
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Fürstentümer Ratzeburg, Lübeck und das angren⸗ 
zende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Orug vnd Verlaa: Gebräder Borchbers G.m.b. S. in Lübec — Geschãftsstesse Adrek baus Soniaitr. 46). Fernsprecher oooo . 9001 
(Große Ausgabe) Dienstag, den 25. Juli 1911. Morgen⸗Blatt NUr. 370. 
fAusco 
nlatt. 
Nichtamtlicher Teü. 
Im Streit um Marokko. 
Von unserem Auslands-Korrespondenten wird uns ge— 
schrieben: 
Man ist nachgerade versucht, in der spanischen Aktion in 
Marokko eine Provokation Frankreichs zu sehen und nicht 
etwa eine zufällige, durch die Ereignisse sich ergebende, sondern 
eine bewußte. Denn es muß schwer fallen, die verschiedenen 
panis vben Uebergriffe, die sich in letzter Zeit in Marokko abge— 
pielt haben, lediglich durch die Schuld untergeordneter Be— 
mnten zu erklären. Denn auch im spanischen Heer dürfte die 
Disziplin noch so stark entwickelt sein, daß sich auch der letzte 
Offizier keine übergroßen Freiheiten gegen die Franzosen ge— 
tatten würde, wenn er nicht die Ueberzeugung hätte, daß 
ein solches Benehmen ihm wenigstens die geheime Anerkennung 
der Regierung in Madrid erbringen könnte. Sollte diese 
Meinung richtig sein und sollte sie gar in Varis geteilt 
werden, dann darf man annehmen, daß der letzte spanisch- 
rranzösische Zwischenfall, die Mißhandlung des Leutnants 
Thiriet, viel ernstere Konsequenzen nach sich ziehen wird, 
als die Verhaftung des französischen Konsuls Boisset. Und 
ioch ein anderes muß einen in dieser Vermutung bestärken: 
Elksar, die Stadt, vor deren Mauern es zu den Zusammen⸗ 
tößen zwischen französischen und spanischen Militärs gekommen 
ist, bildet das wichtigste Kampfobjekt zwischen den beiden 
Mächten. Zwar hat nach der Algecirasakte weder Frankreich 
noch Spanien das Recht, in Elksar festen Fuß zu fassen, um 
o mehr sind beide Staaten hemüht, diesen Ort, der für die 
Handelsstraße Tanger-Fez die wichtigste Etappe bildet, für 
ich zu behalten. Gerade weil Elksar in französischen Händen 
»as ganze Westgebiet Marokkos den Franzosen ausliefern würde, 
etzt Spanien seine ganze Macht ein, um hier einen Keil in 
die kommende französische Interessensphäre zu schieben. Daher 
die spanischen Vorschriften, so rigoros wie möglich in Elksar 
berzugehen; daher aber auch die französischen Versuche. die 
Zpanier von dort zu vertreiben. 
Noch ist man in Frankreich unschlüssig, welchen Weg man 
einschlagen soll, um die Spanier auf das ihnen durch die 
Algecirasakte zugestandene Rifgebiet zurückzudrängen. Die Frage 
nit dem Schwerte zu lösen, scheint mehr als bedenklich, da 
die Streitenden in einem Kampf um Marokko doch niemals 
Alein bleiben könnten. Drohungen dagegen und diplomatische 
Vorstellungen, denen der Nachdruck äußerster Entschlossenheit 
is zur Kriegsgefahr und zum Kriege selbst fehlt. führen nicht 
Erstee Rlatt. 
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zunt Siele, weil die Spanier solcher Kampfmittel, deren Unge- J. Eine amerikanische Kohlenstation an der Azorenküste. 
ährlichkeit sie leicht erkennen, doch nur Jachen. So wäre (Telegramm.) 
zcankreich dem spanischen Uebermute ausgeliefert, wenn nicht W. London, 24. Juli. Der Exchange Telegraph Com— 
uurch eine glückliche Fügung für Frankreichs Marokkopolitik den pany wird aus Badajoßz gemeldet: Die Vereinigten 
Franzosen die Hilfe einer dritten Macht zur Verfügung stände, Staaten von Amerika haben die portugiesische Regie— 
ꝛie sie sich selbst leicht erwerben können. Solange zwischen rung um Ueberlassung eines Landstriches an der Azorenküste 
zaris und Berlin die Verhandlungen zögernd und widerwillig ersucht, auf dem eine Kohlenstation und Dodeinrichtungen 
eführt werden, solange man noch fürchten muß, daß das ur Reparatur amerikanischer Schiffe angelegt werden sollen. 
daub von den Bäumen früher fallen wird, als eine vertrag— Ddas Gefuch soll demnächst der Nationalversammlung zu— 
iche Verständigung zwischen den beiden Rivalen in Marokko zehen und in Anbetracht der endgültigen Anerkennung der portu— 
eröffentlicht werden könnte —, solange werden auch die ziesischen Republik durch Amerika begründete Aussicht auf Ge— 
Spanier in übergroßem Selbstbewußtsein sich als Herren von wãhrung haben. 
ẽlksar aufspielen. Das Bild von den zwei sich Zankenden, 
sie nur dem Dritten nützen, findet auch hier seine An— 
vendung: die Uneinigkeit zwischen Deutschland und Frankreich 
ähßt die Spanier stark sein, Ist erst ein Dokument veröffent— 
icht, auf dem die Namen v. Kiderlen-Wächter und Cambon 
riedlich nebeneinander stehen, dann werden auch die Spanier 
hre Soldaten heimberufen, wenn sie nicht erst dazu ge— 
wungen werden wollen. Das sind die Gründe, die die 
zwischenfälle vor Elksar geschaffen haben. doch zugleich sie 
ünftig auch verhindern können. 
Wie aber steht es nun mit dem Verlauf der diploma— 
ischen Verhandlungen? An maßgebender Stelle, wie die Formel 
autet, wird nichts verraten. Alle Berichterstatter, die mehr 
u erzählen wissen, tun das nur als politische Romanciers. 
Im so dringender muß der Wunsch im Volke, im deutschen, 
ber noch mehr im französischen sich regen, daß der Schleier 
zes Geheimnisses über die Zwiegespräche zwischen Herrn von 
ziderlen-Wächter und Cambon bald gehoben werde. Wir 
Deutsche ertragen es noch zur Not; den Franzosen aber darf 
nan es nicht übel nehmen, wenn sie, ob der spanischen 
Willkür erzürnt, in Wut geraten und auf alle schimpfen, 
tatt die diplomatische Klausurarbeit ihrer Regierung abzu— 
warten. d. 
Weiteres zum Stambuler Riesenbrand. 
(Telegramme) 
W. Konstantinovel, 24. Juli. Die Feuersbrunst dauerte 
bis heute früh 8 Uhr. Das Christenwiertel Vlanga ist total 
eingeäschert. Zehntausend Häuser und Kaufläden 
ollen niedergebrannt sein. Mehrere Moscheen und 
Schulen und auch eine Kirche sind dem Feuer zum Opfer ge— 
allen. Die Rechtsfakultät ist gerettet. Die Mehrzahl der Ob— 
ekte ist nicht versichert. Der Gesamtschaden wird auf eine 
Million Pfund. geschätzt. Tie Brandstätte macht den 
kindrud eines fkilometerlangen Trümmerhaufens. Die Feuer— 
öschabteilungen der fremden Stationäre beteiligten sich an der 
Rettungsaktion. Mehrere Feuerwehrleute und andere Per— 
onen sind verletzt worden. Bisher ist nicht festgestellt, ob 
Peenschen ums Leben gekommen sind. Der Großwesir erschien 
in der Brandstätte. Der Sultan entsandte einen Kammerherrn 
dorthin. Es verlautet, das Feuer sei in einer Her— 
derge durch die Unvorsichtigkeit eines Arabers bei der Zube— 
reitung von Kaffee entstanden. Einige Verhaftungen wurden 
vorgenommen. 
W. Konstantinovpel, 24. Juli. Eist heute früh konnte 
nan des Feuers Herr werden. Ein hoher Generalstabsoffi— 
ier versichert, daß alle wichtigen Tolumente des großen General— 
tabes gerettet worden sind. Das Kriegsministerium wird durch 
tarke Truppenkordons bewacht. Die Nachricht von der Verletzung 
Mahmud Schewket Paschas wurde erst in später Nachtstunde 
betannt. Ein herabstürzender Backen hat sein Gesicht ge— 
jtreist, wodurch ein großer Blutverlust verursacht wurde. 
Bassermann über die Marokkofrage. 
Am Sonntag sprach Bassermann gelegentlich einer national⸗ 
sibetalen Festlichkeit auf Schloß Burg über die Marokkofrage. 
Er erklärte, Deutschland könne und dürfe nicht zu⸗ 
rücd wesichen aluf dem Gebiete der Weltpolitik. Er begrüße 
das energische Eingreifen der Regierung gegenüber den fort— 
gesetzten Bestrebungen Frankreichs, die Unabhängigkeit Ma— 
tokkos aufzuheben. Die Regierung werde das ganze deutsche 
Volk hinter sich hahen, monn lie nicht zurückweiche und sich 
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gearbeitet hat. Dr. Marquart ist nunmehr der zweite, in 
diesem Jahre aus Holland nach Berlin berufene Gelehrte. Der 
erste war der Vertreter der Sinologie an der Universität 
Leiden Maria de Groot; der als Ordinarius für Sprache, 
Literatur und Geschichte der ostasiatischen Völker an die 
Berliner Universität berufen wurde. 
Wilhelm⸗Busch⸗Ausstellung. In Bielefeld findet dem—⸗ 
iächst eine Wilhelm-Busch-Ausstellung statt. Außer den Ori— 
ginaltexten der Bücher Buschs und den Originalzeichnungen 
dazu wird die Ausstellung auch ein Gemälde von Busfch 
dringen. Als Maler ist Busch bekannilich trotz hervorragender 
Leistungen nie in die Oeffentlichkeit getreten. 
Breitenbach und die moderne Baukunst. Der preußische 
Minister der öffentlichen Arbeiten hatte einen Bericht ver— 
antwortlich gezeichnet, in dem zu lesen war, daß die Staats—- 
bauverwaltung Zurückhaltung üben müsse gegenüber den 
Bestrebungen der modernen Baukunst. Dazu nimmt 
etzt der Bund deutscher Architekten das Wort. Er schreibt 
1. a.: Es handelt sich bei der vermeintlich neuen Bewegung 
eineswegs um ein Verlassen des „Bodens geschichtlicher Ueber. 
ieferung“, sondern darum, nicht an den dem Laien rasch ver— 
ständlichen 5,Stilmerkmalen“ haften zu bleiben, sondern die 
rünstlerischen Ideen (besonders den Rhythmus und Farbe) 
zu erfasßsen und sie unseren heutigen Zwedcken dienstbar 
u machen. Gegenüber dieser Angabe, die nur unter sorgsamer 
Beachtung der geschichtlichen Ueberlieferung erfüllt werden 
lann, tritt die „Verwertung des Reichtums an Gestaltungskraft, 
)en die Kultur früherer Jahrhunderte hinterlassen hat“, völlig 
urüch. Sie beschränkt sich bei völlig veränderter Bestimmung 
oder Gebäude meistens auf die Uebernahme diesfer oder jener 
Ausdrucksweise, oft sogar auf eine ferne und fremde Orna— 
nentik. Das vom Minister der öffentlichen Arbeiten ange— 
chnittene Problem liegt ziemlich viel tiefer; als der 
Berfasser des angeführten Satzes annimmt. Es wäre erwunscht, 
wenn die Staatsbauverwaltung die gleiche Zurückhaltung 
die fie neuen archi ektonischen Ausdrucksmitteln gegenüber üben 
zu müssen glaubt, auch bei der beiläufigen Lösung kunstge— 
schichtlicher und kunstphilosophischer Fragen übte 
Die persischen Wirren. 37 
(Telegrammoe) 
W. London, 24. Zuli. Der Times wird aus Teheran 
zemeldet: Hier geht alles drunter und drüber. Obwohl der 
Zichah bereits in Astarabad eingezogen ist, legt der Premier— 
ninister Sepehdar alle Maßnal,men zur Verteidigung lahm. 
ẽr befindet sich in seinem Hause in Zergendeh, das unter russi— 
chem Schutz steht. Die Polizei hat gestern eine Gruppe von 
Reaktionären verhaftet, die Sordaten anwarben unter dem Vor— 
seben, daß sie für die Konstitution kämpfen sollen. Das Var— 
ament ist nicht imstande, sich von dem Cinfluß des Premier— 
ninisters zu befreien, obwohl dieser im Verdacht des Hoch— 
derrats steht. 
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Theater, Kunft und Wissenschaft. 
Bayreuther Festspiele. Unter bespiellosem Erfolg wurden 
Sonnabend, wie aus Bayreuth gemeldet wird, die Fest— 
piele mit den „Meistersingern“ eröffnet. An der 
Spitze des unüberrofsenen Orchesters stand Hans Richter; 
die wunderbare Aufführung war bis ins kleinste aufs stim— 
mungsvollste gefeilt. Die Einzelleistungen und das Enfemble 
erschienen wie aus einem Guß, die Chöre hinterließen einen 
faszinierenden Eindruck. Es herrschte nur eine Stimme der 
Begeisterung, und Siegfried Wagner, die Seele des 
Banzen, hat einen glänzenden Sieg errungen. Unter den 
Festspielgästen wurden u. a. bemerkt die Königin von 
Württemberg, Prinz August Wilhelm von 
Preuben und der Großherzog vonSHefssen. 
Richard-Wagner⸗ und Moxrart-Festspiele München 10911. 
Wie man aus München mitteilt, wrd Frau Schumann⸗ 
deink bei den diesjährigen Festspielen im Prinzregenten— 
Theater in den sämtlichen drei Ringauf ührungen die Partien 
der Erda, der Waltraute und der eisten Norne, ferner in 
einer Meistersinger-Aufsührung die Partie der Magdalena sin⸗ 
zen. — In der Aufsührung von Mozarts „Titus“ am 
15. August im kol. Residenztheater wird Madame Charles 
Lahier-k. k. Hofopernsängerin aus Wien, die Partie des 
Zextus singen. 
Die Schöne und unsittliche Helenna. Die Augsburger 
Postzeitung hat es, wie es leider in Bayern beim Mucker— 
um Sitte ist, übernommen, den Schrei nach der Polizei über 
zie Aufsührung der „Schönen Hesena“ als Sittenretterin aus— 
ustoßen. In dem betreffenden Artikel schreibt sie unter an— 
derem: z,Ein Herr Ernst Stern, der „phantasievolle Leiter 
des Ausstattungswesens an Reinhardts Bühnen in Berlin“, 
hat dazu Kostüme erdacht, die sowohl durch aufsallende Dürstig— 
eit der Bekleidung als durch die vollständige Durchsichtigkeit 
ver dazu gewählten Stoffe, bei Vermeidung jedweden Trikots 
seradezu schamlos genannt werden müssen. Würden diese Vor— 
tellungen in e inem geschlossenen Raum stattfinden, zu welchem 
ur Erwachsene Zutritt hätten, könnle man es allenfalls mit 
Stilcschweigen übergehen und den Besuch dem Geschmacke der 
hetren und Damen überlassen. die an solchen Vorstellungen 
— DEDdDeeleddleoeggeg — —— 
Gefallen finden. Wenn man abe: sieht, daß der größte Teil 
der Zuschauer im Theater aus jungen Leulen besteht, die kaum 
zer Schule entwachsen sind, wenn man dann an die durch 
ie Enifaltung solcher Laszisität (1) entstehenden Demorali— 
ierung der heranwachsenden Generation denkt, dann kann 
nian sich eines Gefühles der größlen Entrüstung nicht er— 
dehren und muß laut um Hüfe rusen. Wie kann man es ruhig 
zeschehen lassen, daß eine Anzahl junger Mädchen von dem 
Theaterunternehmer gezwungen wird, sich alle Abend den lüster— 
ien Augen der Zuschauer in e'nem jedem Schamgefühl hohn— 
prechenden Anzug zu zeigen? Es ist in hohem Grade be— 
rübend, daß die Zensur, welche für das Theater doch unbe— 
tritten der Polizei zusteht, in diesem Falle so gänzlich versagt 
)at. Das allerbeschämendste aber ist die Tatsache, daß das 
Theater alle Abende ausverkauft ist. Wie unendlich tief das 
siveau des Geschmackes in München gesunken ist, beweist der 
Imstand, daß Herren und Damen, selbst aus den höchsten 
Freisen der Gesellschaft, keinen Anstand nehmen, solche scham— 
ose Aufführungen mit ihrer Anwesenheit zu beehren und 
eine Siibe des Tadels für dieselben haben.“ Der Schmerz 
der schuarzen Tante darüber, daß sogar mehrere bayrische 
Prinzen -— davan einige wiederhott — sich die „Schöne Helena“ 
eugeseben haben ist begreifih. Es ist aber auch wirkliw gar 
nicht nett von dießen bayerischen Prinzen, daß sie nicht erst 
die Auagsburger Postzeitung um Erlaubnis bitten, ehe sie 
ias Theater gehen! 
Ur⸗ umd Erstaufführungen. Im Münchener Lustspielhause 
rweckte die dreiaktige Kriminalgroteske, Fiat justitia!“ von 
Lothar Schmidt und Beinrich Ilgenstein, eine ebenfo bos— 
)afie wie witzige Satire auf den Formalismus im modernen 
RKechtswesen, bei der Uraufführung stürmische Heiterkeit. 
Berufung eines zweiten holländischen Gelehrten nach 
Berlin. Zum außerordentlichen Profe ssor für ira— 
ische Sprachen an der Berliner Universitaät ist 
etzt Dr. J. Marquart aus Leiden berufen worden. Der 
ßelehrte, der bisher an der altberühmten holländischen Hoch— 
chule Dozent für Armenisch und Syrisch war, wird in Berlin 
er Nachfolger des unlängst verstorbenen Profcssors Dr. 
Franz N. Fink, der gleichfalls auf dem Gebiete der allge— 
neinen Sprachwissenschaft, zuletzt besonders im Armenischer
	        
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