Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

24. Allgemeiner Deutscher Musikertag. 
J Zittau, 17. Jull. 
Die größte Organisation der Zivil-Berufsmusiker Deutsch- 
ands, der Allgemeine Deutsche Musiker-Ver— 
zand, trat am Sonntag in Zittau zu leiner 24. Dele— 
ziertenverfammlung zusammen. Delegierte aus allen Teilen 
Deutschlands, DeutschMesterreichs, der Schweiz und der russi⸗ 
chen Ostseeprovinzen sind dazu erschienen. Der Verbandstag 
vird sich mit der Beseitigung ber Lehrlingszüchterei in den 
ogenannten „Stadtopfeifereien“ und mit der Bekämpfung der 
Konkurrenz der Militär- und Beamten-Kapellen beschäftigen. 
der Delegiertenversammlung ging voraus die Generalver⸗ 
ammlung des Deutschen Orchester-Bundes, der innerhalb 
»es Verbandes die Interessengemeinschaft der in Hofkapellen, 
tädtischen Orchestern und Theater-Orchestern, also der meist 
n Beamteneigenschaft angestellten Musiker darstellt. Der 
Vorsitzende, Kammermusiker Diedrich-Darmstadt, teilte mit, 
daß der seit zwei Jahren bestehende Orchesterbund 2856 
Mitglieder in 60 Orchestern, darunter 18 Hofkapellen, um—⸗ 
faßt. Der Bund hbe sich mit Erfolg um die Herbeifüh— 
rung einheitlicher Verträge und einer änheitlichen Gehalts— 
zafis nach Weimarer Muster bemüht. Er habe Differenzen 
n verschiedenen Orchestern geschlichtett und mit der Kur— 
verwaltung Bad Nauheim einen Tarifvertrag, den ersten 
Tarifvertrag im Musilerberuf, abgeschlossen. Mit dem Ver— 
band Deutscher Orchester- und Chorleiter, der Organisation 
der Dirigenten, sei ein Minimaltarif für Gastreisen, Aus⸗ 
hilfen, Konzerte in Nachbarstädten usw. vereinbart worden, 
ferner ein Normalvertrag und ein Schiedsgerichtsvertrag. 
Ddas Schiedsgericht solle bei beschleunigtem und verbilligtem 
Verfahren die Standesrechtsbegriffe festlegen und sich zu 
einer behördlich anerkannlsen Musikerkammer entwickeln. Das 
Institut der Orchestervorstände soll weiter ausgebaut wer—⸗ 
den. Einstimmig wurde ein Antrag angenommen, gemein—⸗ 
ame Tagungen aller Organisationen zu veranstalten, die 
ich mit sozialen und künstlerischen Fragen auf dem Ge— 
ziete der Musik beschäftigen zum Zweck einer Verständigung 
iber allgemeine künstlerische Fragen. Nach Erledigung innerer 
Organifationsangelegenheiten stimmte der Verband dem mit 
vem Verband der Orthester- und Chorleiter vereinbarten 
Minimaltarif zu. Die Gehalts- und Pensionsverhältnisse der 
hehördlich angestellten Musiler wurden ebenfalls erörtert. 
Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen: 
„Die am 16. Juli 1911 in Zittau tagende Generalversamm-— 
sung des Deutschen Orchester-Bundes erkennt dankbar an, 
vas in den letzten Jahren für die in behördlicher und pri— 
hatbehördlicher Verwaltung stehenden Orchester in der Ge— 
haltsfrage geschehen ist. Dennoch entsprechen die zurzeit 
allgemein geltenden Sätze weder den Kosten der Ausbildung 
roch den an die Musiker gestellten und immer mehr sich 
teigernden künstlerischen Anforderungen, weshalb die Ver— 
sammlung die Gleichstellung mindestens mit den Assistenten 
des Deutfchen Reiches als erstrebenswertes Ziel betrachtet 
(18003300 M), erreichbar in 21 Dienstjahren, zuzüglich 
der dem Wohnungsgeld der verschiedenen Städte entsprechen— 
den Summe, sowie eines für die ersten Bläser und Stimm— 
ührer zu leistenden Zuschlages von 10 00 durch höheres 
Anfangsgehalt und schnelleres Aufrücken.“ 
Es wurde von allen Rednern betont, daß vie moderne 
Musik, vor allem die von Richard Strauß, die Anforderungen 
auch an die physische Arbeitskraft der Musiker sin uner—⸗ 
hörter Weise gesteigert hätte. Der bisherige Vorstand würde 
einstimmig wiedergewählt. An den Kaiser und den König 
von Sachsen wurden Huldigungstelegramme gesandt. Vom 
König von Sachsen ging noch während der Tagung folgendes 
Antwort⸗Telegramm ein: 
„Se. Majestät der König lassen der Generalversammlung 
des Deutschen Orchesterbundes für die Huldigung herzlichst 
danken. Maijior Frhr. v. Kemmerich, Flügeladiutant.“ 
Luftfahrt. 
Ein Flug von 625 Kilometern. Brüssel, 18. Juli. 
der belgische Flieger Olieslaegers hat gestern einen 
ieuen Distanzrekord mit 625 Kilometern in 7 Stunden 
19 Minuten 16 Sekunden aufgestellt. Er ist damit aller⸗ 
dinas hinter dem Zeitdauerrekord Henry Farmans 
yon 8 Stunden 12 Minuten noch bedeutend zurücdcgeblieben. 
Zum Schlusse des Fluges herrschte ein ziemlich heftiger Wind. 
Vermischtes. 
Zur Müllheimer Eisenbahnkatastroͤhe. Die amtlichen Er⸗ 
hebungen über die Ursache des Unglücks dauern noch fort. Die 
dauptfrage ist die, ob das Ungück durch eine vorherige Ent⸗ 
Jieisung oder an Ort und Stelle durch das plötzliche Anhalten 
des Zuges verursacht worden ist. Von Augenzeugen wird ver⸗ 
ichert, daß der Zug mit rasender Schnelligkeit in die Station 
eingefahren sei. Ein Bauer erklärte, so schnell habe er an der 
Stelle, wo er täglich auf dem Felde arbeitete, noch nie einen 
Zug vorbeifahren sehen. Ein Insasse des Zuges sagt, die Fahr⸗ 
geschwindigkeit sei derart gewesen, daß die Gepäckstücke aus den 
Netzen während der Fahrt herausgeschleudert worden seien. (Die 
Eisenbahn bewegt sich bei Müllheim am Hochufer des Rheins 
n häufigen Kurven) Wegen Umbaues werden seit vierzehn 
Tagen die Züge in der Station Müllheim vom Hauptgleis über 
in anderes geführt und durch optische Vorsignale von der Sta⸗ 
ion aus das Zeichen zum Langsamfahren und Bremsanziehen 
zegeben. Dieses Bremszeichen soll der Lokomotivführer gar 
iicht, oder zu spät gesehen haben. Wenn ihm, wie behauptet 
vird, die Westinghouse-Bremse versagte, so wäre er verpflichtet 
gewesen, durch Notsignale mit der Tampfpfeife das Zugpersonal 
zum Anziehen der Handbremsen zu veranlassen. Ob diese Sig-⸗ 
nale gegeben oder überhört wurden, ist noch nicht festgestellt. Es 
wird nun behauptet, daß der Lokomotivführer das Bremssig⸗ 
nal zu spät beobachtet und Gegendampf gegeben habe, und daß 
erst dies durch den plötzlichen gewaltigen Ruch unter Gegen⸗ 
dampf den Einsturz der Unterführung veranlaßt habe. Tatsache 
ist, daß das Drehgestell des Tenders sowie vier weitere aufeinander 
zetürmte Drehgestelle von zertrümmerten Wagen unter der 
Anterführung liegen. Nach einer anderen Version waren der 
Tender und der mittlere Zugwagen bei der rasenden Geschwindig⸗ 
eit des Zuges schon vorher entgleist und eine Zeitlang außer⸗ 
jalb der Schienen mitgeschleift wotden. Aus Eisenbahnerkreisen 
nird jetzt nach näherer Untersuchung aufs bestimmteste ver⸗ 
ichert, dah die Eisenkonstruktion der Unterführung gehalten hat 
und nur die Ränder nachträglich beichädigt worden sind. 
Die Abentener eines Fünfzehnjährigen. Man schreibt aus 
Paris: Ein abenteuerlustiger Junge aus der Pfalz. Alfred Gabel, 
natte sich am Montag vor der achten Kammer des Pariser Stras— 
zerichts wegen Landstreicherei und Verstoßes gegen die Eisenbahn⸗ 
Polizei⸗Vorschriften zu verantworten. Er war am 10. Mai auf dem 
Lpnoner Babnbosß in Paris ohne Fahrkarte in einem Zuge nach Marieillæ 
bgefaßt worden. Vor den Richtern machte der Junge, der kaum 
5 Jahre alt ist, wegen seines aufgewedtten Wesens einen recht guten 
indruck, so daß der Vorsitzende ihn geradezu väterlich behandelte. Als 
lnwalt für ihn trat der Delegierle des Schutzvereins für Kinder und 
zünglinge, Herr Schlesinger, auf, der mitteilte, daß Gabel in dem 
emischen Laboratorium, in dem er arbeitete, unter dem Einfluß von 
benteuer⸗Romanen den Enischluß gefaßt hatte, sich nach Afrika auf 
ie Tiger- und Löwenjagd zu begeben. Er rüstete lich mit Waffen, 
nd Mundvorräten für vierzehn Tage aus und maschierte ab; als 
in Paris ankam, hatte er nur noch seine Waffen. einen Revolver, 
50 Patronen, einen Ochsenziemer und einen Totschläger. Als der 
zorsitzende den Vorgeführten fragte, was er angefangen hätte, wenn 
Nnach Marseille gekommen wäre, erwiderte der kleine Gabel keck: 
Dann wäre ich sofort nach Afrila gegangen.“ Zu Fuß? „Natürlich.“ 
Da ist doch aber ein Meer dazwischen.“ „Ah so, ich hätte schon Mittel 
funden, mich einzuschiffen.“ Der Gerichtshof sprach den Jungen 
meinem sehr nachsichtig, geradezu freundlich gefaßten Urteil frei und 
bergab ihn Herrn Schlesinger, um ihn nach seiner Heimat zurück⸗ 
schaffen. 
OX. „Laßzt die Haare mit Musik wachsen!“ Diesen allen 
ahlköpfigen tröstlichen Ruf stimmt ein amerikanischer Arzt an, der 
der Musik das beste Mittel gegen Haarschwund eriannt hat. Die 
urch die Instrumente erzeugten Schallwellen erschüttern die Luft, 
nd diese zitternden Bewegungen teilen sich den Haaren mit, für die 
as sehr heilsam sein soll. Die, Musikmassage“, die dabei auf die Kopf⸗ 
aut ausgeübt wird, stärkt und krältigt den Haarboden besser als jedes 
ndere Mittel: der beste Beweis: die Haarfülle, deren sich die 
Rusilvirtuosen stets erfreut haben. Den Phonographen erösfnet sich 
ier ein neues Feld der Wirksamkeit, wenn sie neben der Ton— 
rzeugung die Haarerzeugung besorgen. 
O. K. Schweigen ist Gold. Eine ergötzliche Geschichte von 
mem Richter, der im Vollgefühl seiner Würde mit Vorliebe im 
zerichtssaal große Reden hielt, erzählt eine Pariser Zeitschrift. Ein 
euge sollte verhört werden. „Antworten Sie mit Ja oder Nein“, 
egann der Richter; „der Gerichtshof bümmert sich nicht um das, was Sie 
lauben. ihn lümmern nur Tatsachen. Auch ich glaubte heute morgen, 
zeine Uhr in die Westentasche gestedt zu haben, aber in Wirklichkeit 
abe ich sie auf meinem Nachttische liegen lassen. Wir wollen hier 
ur Tatsachen, nicht Meinungen hören.“ Der Zeuge blieb stumm 
zie ein Fisch. der Prozeß war schnell erledigt, und zufrieden ging der 
dichter nach Hause. „Du scheinst ja schlinim in Verlegenheit gewesen 
u sein“, empfängt ihn seine Frau, „wieso hast du denn deine Uhr ver— 
essen? Nicht weniger als vier Leute lind jetzt schon hintereinander 
ier gewesen, um sie abzuholen.“ Ein furchtbarer Verdacht erhellt den 
heist des redieligen Mannes: „Du hast sie doch nicht mitgegeben?“ 
Aber natürlich, dem ersten, der dam, er sagte noch ausdrücklich, du 
eßelt mir mitteilen, die Uhr, wäre auf deinem Nachttisch liegen ge⸗ 
lieben.“ Bei der nächsten Verhandlung war der Richler sehr schweig⸗ 
am. .. 
Die Entsgleisuug des Exvreftzuges Waihington— Boiton. 
zei der Entgleisung des Cxpreßzzuges Wolhington — Boston in Bridge⸗ 
ort sind, wie spätere Meldungen aus Newyork besagen Personen 
etötet und 70, zumeitt Bewohner der Städte Walhinaton und 
Bhiladelphia, verletzt worden. In dem Zuge befanden sich über 50 
leine Kinder. In vielen Fällen inf die Reitung der Passagiere als 
in Wunder zu bezeichnen. Einzelne Personen blieben ganz unverletzt, 
vährend ihre unmittelbaren Nachbarn getötet wurden. Eine Frau— 
amens Whaton, wurde zwischen die Sitze festgellemmt, so daß sie 
infähig war, sich zu rühren und durch ihr Gewicht das eigene Kind 
ritickte. Baseballspieler. die in dem letzten, auf den Schienen stehen⸗ 
ebliebenen Waggon fuhren und unverletzt blieben, beteiligten sich 
nergisch an der Rettung der Verunglückken. Das ausbrechende 
feuer konnte gelöscht werden, bevor es die Verwundeten, die sich 
iicht sortbewegen konnten, erreichte. Trotzdem erlitten zahlreiche 
zersonen Brandwunden. Ein lleines Kind, das unter dem 
Zitze eines zertrümmerten Wagens eingeklemmt war, wurde voll⸗ 
ommen unverletzt geborgen. 
Die ftärkfte bisher bekannte Radiumquelle der Welt ist 
or ldurzem in Bram bach im lächsischen Vogtlande erschlossen worden. 
In dieser Gegend findet sich eine ganze Anzahl eisen⸗ und kohlensäure⸗ 
eicher Mineralquellen, die größtenteils schon seit langer Zeit bekannt 
ind und von den Bewohnern der umliegenden Orte wegen ihres 
ünstigen Einflusses auf die Gesundheit zu Trinkturen benutzt werden. 
Schon bei der geologischen Durchforschung des ganzen Landes auf 
adioaktive Substanzen konnte Dr. Weidig, wie er in der Zeiftschrift 
ür öffentliche Chemie näher ausführt, bei den meisten dieser 
Passer eine erhebliche Radioaktivitäi nachweisen; eine als 
Lafelwasser verwendete Quelle, der Brambacher Sprudel. 
eichnete sich in dieser Hinsicht besonders aus, obwohl durch die Eigenart 
er Quellfafsfung ein großer Teil der Radioaktivität verloren gehen 
Außte. Die Untersuchungen wurden daher, nachdem man gegen das 
entweichen der Emanation die nötigen Vorkehrungen geiroffen datte 
diederholt und auf alle in Frage kommenden Quellen ausgedehnt. 
s stellte sich dabei heraus, daß die meisten von ihnen sich durch einen 
anz ungewöhnlichen Gehbalt an radioaktiven Gasen auszeichnen. Während 
je meisten Heilquellen eine Emanation von nur 20 bis 120 und 
on etwa 200 logenannten Mache-Einheiten belitzen, weisen zahlreiche 
basser der Brambacher Gegend eine solche von über 100 bis 3600 auf. 
llle diese Werte werden indes weit übertroffen von der jüngit erbohrten 
deuen Quelle, die nach mehreren zu verschiedenen Zeiten angestellten 
Nessungen eine Rodioaktivität von nicht weniger als 2000 Mache 
zcinheiten besitzt und damit von keiner andern bisher bekannten Quelle 
uch nur annähernd erreicht wird; bringt es doch selbst die Werner⸗ 
aufquelle in Joachimstal, der Hauptgewinnungshtätte des metallischen 
zadiums, nur auf 600 Mache-Einheiten. In welcher Weise diese 
ußerordentlich starke Emanation zustande kommt, ist bisher noch nicht 
cher aufgeklärt; Dr. Weidig vertritt die Ansicht, daß man es hier in 
er Hauptsache mit einer vom Radium stammenden Altivierung zu 
un hat. Mit der Verwertung der Quellen zu Heilzweden wird man 
atürlich nicht lange säumen. 
Duell zwischen dan Generalkonm ssaren des Westeuropäischen 
dundfluges. Zwischen den briden Generalkommissaren 
es Westeuropäischen Rundfluges, Marquis de Cergarion 
ind Paul Tissandier, fand in Varis Sonntag ein Duell 
att. Die Ursache zu diesem Zweikampf ist in Disferenzen zu 
uchen, die beide Herren auf dem Flugplatz von Lüttich hatten. 
Beim dritten Gang wurde der Marquis leicht am Arm ver⸗ 
vundet. Die Geaner aingen versöbhnt auseinander 
Sehr beliebt i 
Rote Rruitæee 
ondamin 
3parsame Hausfrauen verwenden nur Mondamin zur 
thabarber⸗Grütze, denn es ist sehr ausgiebig und erhält 
den reinen köstlichen Rhabarber⸗Geschmack. 
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)estr. Kreditbank 2096.75 206871Privat- Diskout: 217* 
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schiffahrt. 
Andekommene Schiffe. 
rasemünvde. 19. Juli. 
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Johanna, Robrecht. Libau 
thor Il, Jörgensen, Notifovo 
beck. Lundin. Kopenhagen 
mmy, Schlöpde. MNeuladt 
hanne, Mortensen, Ly elil 
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Filhelm Lüdke, Raddatz. Roitock 
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Nathilde, Strohberg. Kolding 
Ihgegangene Schiffe. 
raremũnde, 18. Juli. 
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dalland, Kollbera, sopenhagen 
Knippla, Högdal, Lysekil 
Den 19. Juli. 
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Fore. Weidler, Gotenburg 
Ingeborg. Nielsen, Aarhus 
jta. Nielsen, Landskrona 
vij. Andersson. Kopenhagen 
Meta. Lomer, Kieĩ 
Seeadler, Mews, Wismar 
debe, Wahtö. Raumo 
Zalther, Klüß. Hellingfors 
Seeberichte. 
Lübeck, 19 Juli, 
Ganseatischer Lloyd, Altiengesellschaft in Lübeck“ D. 
Rheingraf“, Kapt. Steinorib, ist am 17. d. M. von Archangel nach 
sotterdam abgegangen. — D. „Progreß“, Kapt. Nielsen, ist am 17. 
d. M. in Harburg eingetroffen. 
eGanseatische Dampfschiffahrts-Gesellschaft. D. „Elbe“ ist 
gestern abend in Reval angekommen. 
(Jãde & Co.) D. „Iris“ ist heute mititag in Raumo angelommen. 
*GWeedereien „Horn“ Lübeck-Schleswig.) D. „Irmgard 
zorn“, Möller, am 17. Juli von Kronstadt in Riga. — D. 
Christian Horn“, Jenfen, am 17. Juli von Lulea in Stettin. 
— D. „Helene Horn“, Holtz, am 18. Juli von Chantenay in 
zamburg. — D. „Claus Horn“, Jensen, am 18. Juli von 
31yth in Kronstadt. — D. „Frida Horn“, Krapohl, am 
8. Juli von Burntisland in Schleswig. — D. „Hornburg“, 
'anghinrichs, am 18. Juli von Lulea in Emden. — D. „Kolga'“‘, 
zankow, am 18. Juli von Lulea nach Stettin. — D. „Her—⸗ 
lia“, Andresen, am 18. Juli von Swansea nach Barry. — 
). „Mimi Horn“, Petersen, am 18. Juli Reise Blyth-Kronstadt 
zelsingör passiert. 
*(EWmin. Minlos.) Dampfer „Emma Minlos“, Kapt. 
Flügel, ist am 19. Juli von Antwerpen nach Bilbao abgegangen. 
*Ganseatische Dampfschiffahrts-Gesellschaft, Dampfer 
„Elhe“ ist heute nachmittag von Reval nach Petersburg weiter— 
zegangen. 
*Golm 6 Wonsild Nachf.) Laut Telegramm aus Hel— 
ingfors ist der Dampfer „Storfursten“, Kapt. Lindberg, heute 
don dort auf hier abgegangen. 
*(SC. Vossehl K Co.) D. „Lulea“, Kapt. W. E. Heyl. 
ist heute vormittag von Lulea nach Neufahrwasser abgegan—⸗ 
jen. — Dampfer „Ostsee“, Kapt. R. Eiggert, ist heute mittag 
nvon Furillen nach Herrenwylt abgegangen. 
Elbe⸗Trave⸗Kanalschiffahrt. 
Lauenburg, 189. Juli. Die hiesige Schleuise passierten: 
str. 320. Götze, von Güster nach HRamburg, 101 t Kies. 
drt. 1146, Brauer, von Güster nach Hamburg, 106 t Kies. 
tr. 8109, Lehmann, von Güster nach Hamburg, 106 t Kies. 
tr. 5388. Omnizinski, von Güster nach Hamburg, 103 t Kies. 
är. 1305, Rohrmund, von Güster nach Hamburg, 99 t Kies. 
r. 1418, Schultz, von Güster nach Hamburg, 112 1 Kies. 
or. 2083, Bremer, von Güster nach Harburg, 201 t Kies. 
ir. 515, Düsing, von Güster nach Harburg, 197 t Kies. 
⁊r. 659, Frühauf, von Güster nach Harburg, 194 t Kies. 
r. 1468, Flederich, von Hamburg nach Güster, leer. 
x. 523, Däne, von Hamburg nach Gülster, leer. 
xr. 1266. Blankenberg, von Hamburg nach Gülster, leer 
er. 1148, Enkler, von Hamburg nach Güster, leer. 
àr. 3488, Schultz, von Hamburg nach Güster, leer. 
tr. 4811, Stöckert, v. Hamburg n. Lübeck, 261 t Schwefelkies 
»r. 322, Klasing, von Hamburg nach Lübeck, 108 t Schwefellies. 
ir. 339, Fehling, v. Hamburg n. Lübeck, 118 t Schwefellies. 
Kr. 132, Kretschmann, von Lübeck nach Dresden, 283 t Stückg. 
Rer. 3849, Singert, von Lübeck nach Hamburg, leer. 
Rr. 1645, Nagel, von Lübeck nach Hamburg, leer. 
Wasserstands⸗Nachrichten. 
Hen 19. Juli. vorm. 8 Uhr: — 27. 
rachn. ßRUhr — 50 
mwe. 
ravemünde 1.24 vorm. SUbr: W. 5. 
ei 
Aussicht für die wenterung am 20. Juli. 
Mäßige Westwinde. Wechselnde Bewölkung. Meist trocken— 
Menig Märmeänderung 
— rry 
Feichãstliche mit· i—s noen. 
Gesunde Kinderspeise für den Sammer. Um die Kinder 
n den heißen Tagen gesund zu erhalten. achte die Mutter jorafältig 
arauf, was sie essen. Speisen, die das Blut erhitzen, müsen ver— 
nieden werden, dagegen ist lühlende, erfrischende Rahrung vorzu⸗ 
iehen. Solche enthält ein schöner Mondamin⸗-Milchtflammeri mit ge— 
chtem Obst als Beigabe. Für die Speisen der Kinder eignet sich 
sondamin vorzüglich, da es ein Produkt, von bester Qualität und 
383 Hersiellung iit Brown 4 Polions Mondamin, geseklic 
E ñ eit 100 
elsteil sowie den allgemeinen redattionellen 
des Tagesbericht ⸗Teiles) derantwortlich 
Tagesbericht Luübeck und Nachbargebiete; 
den Knserelenei E. Schüder. sämtlich in Lübeck 
—A— 
8
	        
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