Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Anzeigenpreis (Ausgabe A und B) für die s5gepp. 
Zeile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeitsmartit usw.) 
15 Pfg., für Auswãärtige 80 Pfg. f. Geschãftl. Mit⸗ 
leilungen 1Ml. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Satz den Anforberungen entsprechend höher. o o 
Jeilagen: Vaterstödtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hhansestadt Lübed 
heiblatt: Gesetz und Verordnungsblatt e 
——— S οο 
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161. Zahrgang 
Eine ununtkerbrochene Keihe der Jahrgaünge der Cũbeskischen tw· 
—* vom Grũndungs⸗Jahre 1751 (66. Marz) ab, befindet sich 
Arquiv des Verlages, lowie in der Stadtbibliothek zu Subeck 
Nachrichten sur das .er gtun «xauenburg, die 
gürstentümer Ratzeburg, Lübed und das angren⸗ 
zende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
⸗6 G.m. b. S. in Lübed. — Geschäftsstelle Adreß haus (Köniastr. 46). Ferniprecher oooo u. —2 
drun und Verlaa: Gebrüder Bor—— 
Ausqgo 
2 
(Große Ausgabe) Mittwoch, den 12. Juli 191. 
Morgen⸗Blatt Kr. 346. 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt. 
c deutigen Nim ··· ⸗ 
sache, daß auf Grund älterer internationaler Uebereinkünfte 
keiner europäischen Macht ein solches Vorrecht in Marokko 
eingeräumt werden sollte. 
Die deutsch⸗franzöfischen vVerhandlungen. 
(Telegramme.) 
W. Paris, 11. Juli. Der Minister des Aeußern lehnt 
sede Mitteilung über die französisch-deutschen Vorverhandlungen 
1b. Es hat jedoch den Anschein, daß diese Verhandlun⸗— 
den unter günstigen Bedingungen erfolgen und daß 
die Befürchtungen wegen einer Spannung in den Beziehungen 
der beiden Mächte beseitigt sind. 
Der Matin schreibt: Damit die Verhandlungen in der 
marokkanischen Angelegenheit nicht durch Erörterungen und An— 
ichten Dritter irgendwie beeinträchtigt werden, beschloß man 
in Berlin und Paris, vollstes Geheimnis über die Be— 
prechungen zu wahren. Aber wir Lrönnen versichern, daß die 
rranzösische Regierung bezüglich der Deutschland zu gewährenden 
Entschädigungen in weitherzigster Weise verhandeln wird. 
Paris, 11. Juli. Heute wird die Ankunft Stolypins 
'n Varis erwartet, der eine Erholungsreise macht. Sein Auf— 
enthalt in Paris entbehrt äußerlich jedes politischen Charakters. 
ßleichwohl ist es zweifellos, daß er seine Zeit dazu benutzen 
vird, um sich mit dem Ministerpräsidenten und dem Minister 
des Auswärtigen über die deutsch-französischen Verhandlungen 
u besprechen. 
Wt. Varis, 11. Juli. Kammer. In der heutigen 
Sitzung erklärte der Minister des Aeußern, de Selves, be— 
üglich der Agadir-Angelegenheit: Man verlangte von 
nir Auskünfte über die Vorgänge, die mit der Entsendung 
»es deutschen Kriegsschiffes nach Agadir in Zusammenhang 
tehen. Ich kenne die Weisheit und den Patriotismus, der die 
dammer beseelt. An diese Eigenschaften appelliere ich zu dieser 
Stunde. Die Pourparlers haben begonnen, die Besprechung 
st im Gange. Ich bitte darum zu gestatten, daß diese Be— 
yrechung in der Ruhe und in der hohen würdigen Form vor 
ch gehe, die Großmächten, die sich miteinander unterhalten, 
eziemen. (Lebhafter Beifall auf allen Bänken mit Ausnahme 
ber äußersten Linken.) Wenn die Stunde gekommen sein wird, 
verden wir, seien Sie davon überzeugt, nicht zögern, vor Ihnen 
u erscheinen, um Ihnen zu sagen, was wir getan haben, Eine 
Stimme auf der äußersten Linken: Für den Frieden! — Aus— 
rufe auf verschiedenen Bänken.) wie wir gehandelt haben, 
und Sie zu bitten, meine Herren, abzuwägen, zu prüfen und 
zu erklären, ob wir auf der Höhe unserer Aufgabe gestanden 
haben. Für diesen Augenblick bitte ich Sie um die Erlaubnis, 
die Tribüne verlassen zu dürfen und uns Vertrauen zu schenken. 
Die im Gange befindliche Besprechung wird mit der beharrlichen 
unerschütterlichen Sorge für das geführt, was die Interessen 
und die Würde des Landes erfordern (Anhaltender Beifall auf 
allen Bänken, ausgenommen der äußersten Linken. und auch mit 
der Sorge dafür, mit der Macht, mit der wir unterhandeln, 
Bezie hungen guten Einvernehmens und vollkommener Lo yalität 
rufrechtzuerhalten. (Langandauernder Beifall auf den gleichen 
Bänfen.) Jaurès verlangte, daß die Dehbatte morgen beginne. 
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bach ist jetzt eröffnet worden. Die verstorbene Künstlerin hat 
eine Reihe von Legaten ausgesetzt, darunter 50 000 Mifür 
die Hochschule für Musik und 50000 Mifür die Hoch— 
schule der bildenden Künste. 
Die Viela alta in Paris. Einen außerordentlichen Erfolg 
hat Prof. H. Ritters Viola alta in Paris zu verzeichnen 
jehabt, wie dies „Le Monde musical“ vom 15. Juni 1011, 
Seite 180, bestätigt. Der erste Viola-Altist vom Colonne-Or— 
hester in Paris, P. L. Neuberth, gab im „Salle Malakoff“ 
ein Konzert, welches ganz besonders der Ritterschen Liola alta 
zalt. Neuberth, ein Schüler Ritters, führte die Altgeige in 
Kompositionen von Händel, Mozart, Giordani, Kistler, Sitt 
und Ritter einem großen Publikum in glänzender Weise vor. 
Das Konzert gestaltete sich zu e'snem wahren Triumph für den 
»edeutenden Viola alta-Virtuosen Neuberth, sowie für die 
Kittersche Viola alta, die in Frankreich noch beinahe unbe— 
kannt ist, in Herrn Neuberth dort aber einen begeisterten 
Apostel gefunden hat. 
Das Freilufltheater in Christienia hat Sonntag seine dies— 
jährige Spielzeit mit einem Nettoüberschuß von 10 000 Kr. ab- 
geschlossen, der wohltätigen Einrichtungen zugeführt werden 
wird. Bei allen 16 Vorstellungen wurde Heibergs Schau— 
piel „Elveshöj“ aufgeführt. Im nächsten Jahre wird 
das Freilufttheater, dessen Zustandekommen in erster Reihe 
den Bemühungen der Königin Maud zu verdanken ist, seine 
Tätigkeit mit einem neuen Schauspiel wieder aufnehmen. 
Kleine Mitteilumgen. Das Neue Londoner Opernhaus soll 
nach einer Mitteilung Hammersteins am 11. Nov. für 
wanzig Wochen eröffnet werden. Der Chor wird aus 125 
Personen, das Orchester aus 100 und das Ballett aus 60 Per⸗ 
onen bestehen. Das Haus faßt im ganzen 2300 Plätze, die 
Preise bewegen sich zwischen 2 und 21 M. — Für das geplanie 
eue Sallesche Schauspielhaus wurden 8340 000 M 
zezeichnet, so daß der Bau nun finanziell gesichert ist. — Im 
doftheater zu Gera wird in der neuen Spielzeit eine Fest⸗ 
wufführuna des „Lohenarin“ veranstaltet. in der die einzelnen 
— — — — 
Die Würde Frankreichs sei in keiner Weise in Gefahr. de Selves 
verlangte Vertagung auf unbestimmte Zeit, die mit 476 geger 
77 Stimmen angenommen wurde. 
Bismarck und Marokko. 
Lübecd, 12. Juli. 
Die deutsche Marokkopolitik begann schon kurze Zeit nach 
ber Reichsgründung. Damals bildete bereits seit etwa drei 
Menschenaltern Nordafrika ein Gebiet starker englisch— 
französischer Rivalität. Im Osten, vor dem Nil— 
delta, hatten sich die maritimen Zusammenstöße der französischen 
und britischen Flotte vor Abukir und Trafalgar abgespielt. Nach 
jahrzehntelangen Reibungen folgte französischerseits der Bau 
des Suezkanals, nachdem Frankreich sich in dem seiner Süd⸗ 
küste gegenüberliegenden Algier festgesetzt hatte. Der englischen 
Diplomatie aber, die dem Bau ursprünglich endlose Schwierig— 
keiten bereitet hatte, gelang es, den fertigen Kanal und schließ⸗ 
lich auch das ägyptische Regiment an sich zu reißen. 
Frankreich begann nunmehr, um Algier herum seine Macht 
auszubreiten, und zwar mit dem immer klarer hervortretenden 
Endziel, ganz Nordafrika zu einem geschlossenen französischen 
Kolonialreich zu vereinen. Von der Zeit an, da dieses fran— 
zösische Streben erkennbar wurde, befolgte Bismarckdie— 
ser französischen Afrikaporitik gegenüber eine 
scheinbar zwiespältige Taktik: Er förderte Frankreich 
ein seinen nordafrikanischen Zukunftsplänen, um die Augen 
der Großen Nation von dem Loch in den Vogesen abzulenken; 
aber er wollte doch die französischen Bäume auch in Nordafrika 
nicht in den Himmel wachsen lassen, sondern folgte Moltkes 
Rat, die Marokkaner als Hemmschuh der Uusbreitung des 
französischen Machtbereiches in Nordafrika zu benutzen und im 
Falle eines neuen deutsch-französischen Krieges durch sie ein 
oder zwei französische Armeekorps auf afrikanischem Boden 
zu beschäftigen. So ließ er die Franzosen östlich von Algier in 
Tunis gewähren, zugleichaberzur militärischen Aus— 
bildung der Marokkaner deutsche Instrukteure 
dorthinentsenden. Angesichts dieser Taktik Deutschlands 
sah sich Frankreich veranlaßt, seine Kolonialpolitik auf andere 
Teile Nordafrikas einzurichten. Gegen Ende des 19. Jahr⸗ 
hunderts versuchte es auch wieder an das Nilland heran— 
zukommen, nun aber nicht von dem Nildelta aus, sondern 
durch das Hinterland, wo es jedoch keinerlei Ruhm, sondern 
die Schlappe von Faschoda erntete. 
König Eduard aber gelang es, im Frühjahr 1904 das 
englisch-—französische Abkommen zustande zu bringen, das eine 
Verständigung über die bis dahin im heftigen Widerstreit 
liegenden nordafrikanischen Interessen beider Mächte in dem 
Sinne brachte, daß Frankreich endgültig auf alle ägyptischen 
Ansprüche verzichtete und England freie Hand in Aegypten 
pugestand, wohingegen England den Franzosen das politische 
Vorrecht in Marokko zugestand, unbekümmert um die Tat— 
— — 
Theater, Kunst und Wissenschaft. 
Archur Nilischs Teumehe in Paris haben ihn veranlaßt, 
Aber den feltgelegten Spielplan hinaus seinen Aufenthalt zu 
velängern. Wie aus Paris gemeldet wi:ed, haben die Direk— 
koren der Großen Oper, Messager und Broussan, an Nikisch 
bie Bitte gerichtet, im Hinblick auf den beispiellosen Erfolg 
seiner „Ring“Auführungen noch cinige walere Vorstellungen 
u dirigieren. Zu seinem Bedauern konnte Nikisch infolge 
anderweitiger Verpflichtungen nur einen eimieen Abeund bewil. 
ügen. Er wird deshalb am 12. Juli noch einmal die „Götter— 
dämmerung“ dirigieren und damit von dn Bonilern Abfcied 
nehmen. 
Kümstlernachrichten. Frau Elisabeth Wag nerr vom Stadt—- 
heater in Posen, die am Leipziger Stadtiheater umängft ut 
vbestem Erfolge als Senta im, Fliegenden Holländer“ gafterte, 
wurde von Dr. Hans Loewenfeld ab 1912 für das Hamburger 
Stadttheater verpflichtet. — Kapellmeister Eduard Möride 
vom Salleschen Stadttheater hat den Ruf, die „Rosenkavalier“- 
Auflührungen der englisch-amerikamschen Tournee zu dirigieren, 
abgelehnt, da er den Kontrakt mit Geheinrat Richarde nicht 
auf gütlichem Wege lösen konnte. 
Aus dem Reich des Toedes. Karl Franke, das älteste Mit- 
glied des Weimarer Hoftheaters, ist nach längerer Krank— 
heit gestorben. Er gehoͤrte seit 1878 ununerbrochen der Wei— 
marer Hofbühne an und war ein hervorragender Vertreter 
des komischen Faches. Er war aus Weimar gebürtig. 
Schillers „Rauber“ im Walbduhrater. Im Kopenhagener 
Waldtheater bei Klam pendors wurden, vie men berichtet, 
am Donnerstag abend Schillers „Käuber“ in stark verkürzter 
Bearbeitung von Adam Poulsen erstmalig aufgeführt. Die 
Wald⸗ und Kampfszenen mit Pferden und Hunden gelangen 
»ortrefflich, dagegen blieben die Rollen von Franz und Amalie 
ohne Wirkung. Die schaufpielerische Wiedergabe des Siüdes 
ließ teilweise zu wünschen übrig. 
Wilhelmme Seebachs Testament. Das Testament der vor 
nehreren Monaten verstorbenen Schauspielein Wilhelmine See— 
Die Landeskirchliche Evangelische Vereinigung 
gegen Jatho. 
Kurz vor dem Bekanntwerden der heute zu erwartenden 
Begründung für das Urteil gegen den Pfarrer Jatho erläßt 
jetzt der Vorstand der Landeskirchlichen Evangelischen Ver⸗ 
einigung (Rhein.Westf. Gruppe) folgende Erklärung: 
1. Wir lehnen die religiösen Grundanschauungen Jathos in 
vollem Einverständnis mit der gesamten posi— 
tiven und liberalen Theologie rundweg ab. 
2. Deshalb können wir auch, so sehr wir die Sympa⸗— 
thien für die Persönlichkeit Jathos und das 
Bedauern weiter Kreise über sein Schicksal verstehen, das 
Urteil des Spruchgerichts nicht als unevan⸗— 
gelisch ansehen, noch weniger die persönlichen Angriffe gegen 
seine Mitglieder billigen. 
3. Die maßlose Agitation, die von seiten der 
Anhänger Jathos an den Ausgang des Falles geknüpft 
worden ist, und die in die Gemeinden unabsehbare 
Verwirrung hineinträgt, verurteilen wir auf das 
entschiedenste. Denn unter den Schlagworten: „Trennung 
von Staat und Kirche“ und „unbeschränkte Selbständigkeit 
der Einzelgemeinde“ erschüttert sie shwer die Grundlagen der 
sandeskirchlichen Organisation, lähmt die Widerstendskraft der 
Kirche gegen Rom und muß eine Reaklion hervorrufen, die 
gerade den gesunden Forischritt in der Kirche hemmt. 
4. Für einen solchen Fortschritt werden wir getreu unserem 
Programm auch in Zukunft wirken und fühlen uns im freien 
Eintreten dafür durch den Ausgang des Falles Jatho in 
keiner Weise beengt. 
Zentralverband deutscher Industrieller und der Bund 
der Industriellen. 
Der Zentralverband deutscher Industrieller hat soeben auf 
das Rundschreiben des Bundes der Industriellen geantwortet. 
In diesem Schreiben hatte der letztere Verband die Mitglieder 
des Zentralverbandes aufgefordert, wegen der Haltung in 
der Hansabundfrage auszutreten und Mitglied des Bundes zu 
werden. Zu der Behauptung im Rundschreiben des Bundes 
der Industriellen, daß der Zentralverband lieber den „rücksichts⸗ 
losen Vertretern agrarischer Politik sich zuneige, als den 
übrigen Kreisen der Industrie“. bemerkt der Zentralverband 
jetzt folgendes: 
„Der Zentralverband deutscher Industrieller hat von jeher 
die Solidarität der Interessen von Industriée 
und Landwirtschaft betont und ist jetzt wie früher 
der Ueberzeugung, daß es lediglich dem Zusammengehen dieser 
beiden großen Erwerbsgruppen zu verdanken ist, wenn in den 
siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts der Umschwung vom 
Freihandel zu dem System maßvoller Schutzzölle gelungen ist, 
ein Umschwung, der die Grundsaze für den gewaltigen Auf— 
— — — 7e“— 
Hauptrollen jene Künstler und Künstlerinnen singen werden, 
die in den Bayreuther „Lohengrin“-Festspielen des Jahres 
1909 mitgewirkt haben. — „Der eiserne Heiland“, 
ein Heimatspiel aus den Tagen von Kunersdorf von Axel 
Delmar, wird in der Nähe des berühmten Schlachtfeldes von 
Kunersdorf Mitte August auf einem großen Naturtheatei 
zur Darstellung gelangen. — Die Direktion des Kurtheaters 
in Bad Ilmenau ist Friedrich Buran und Hans Ritter 
übertragen worden. Die Spielzeit des mit vollständig neuen 
Dekorationen ausgestatteten Theaters hat am 2. Juli mit 
„Der blauen Maus“ begonnen. 
Die gefährdete Sitilichleit. Der Redakteur Wilhelm 
Herzog und der Verleger Paul Cassirer der Halb— 
monatsschrift „Pan“ wurden von der ersten Strafkammer des 
Landgerichts Berlin J wegen eines Abdruckes aus den Tage— 
buchblättern des französischen Schriftstellers Flaubert zu 
b0 M Geldstrafe verurteilt. Die Verhandlung fand wegen 
Gefährdung der Sittlichkeit unter Ausschluß der Oeffentlich— 
keit statt. 
Ehrungen für Reinhold Vegas zu seinem 80. Geburtstag. 
Die Berliner Akademie der Künste hat beschlossen, 
anlählich des 80. Geburtstages von Prof. Begas dessen Büst e 
im großen Sitzungssaale aufzustellen, der berei!s 
eine Reihe von Bildnissen hervorragender Berliner Künstler 
aus drei Jahrhunderten aufweist. Prof. Peter Breuer hat 
die Büste im Auftrage der Akademie geschaffen. Sie zeigt 
den Kopf von Begas, wie er eiwa vor 50 Jahren ausge⸗ 
jehen hat, als der Künstler noch auf der Höhe seines Schaffens 
tand. Die Büste, zu der Begas noch vor mehreren Wochen 
Modell gesessen hat, wird im Atelier von Reinhold Begas 
vom Bildhauer Albert Geritz in Marmor ausgesührt werden. 
Der Verein Berliner Käünstler wird dem Achtzig— 
jährigen durch seinen Vorsitzenden, Prof. Schulte im Hofe—, 
eine von Franz Stalsen hergestell!e künstlerische Adresse 
überreichen 
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