Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Ausgabe A. 
Dienstaqg, den. 
24nuar 1911. 
Morgen⸗Blatt KRr. 3. 
Tagesbericht. 
Lüubeck, 3. Jan. 
⸗General von Bock und Polach. der frühere Kommandie- 
rende General des 9. Armeekorps, wurde vom Kaiser zum 
Heneralfeldmarschall ernannt. 
SSEFisenbahnpersonalien. Befördert sind: der 
Bureauvorsteher Beitler und die Betriebssekretäre Tand und 
Born in Lübeck sowie Sachse in Hamburg zu Eisenbahnsekre— 
sären, die Eisenbahndiätare Ahrendt und Greßmann in 
Ldübech, Kober in Dänischburg und Oehlmann in Hamburg 
u Eisenbahnassistenten, die Hilfstelegraphisten Burmann, 
Farsten und Funck zu Telegraphisten, die geprüften Lokomotiv— 
heizer Jurß in Lübeck und Helm in Hamburg zu Lokomotiv⸗ 
sührern, die Lademeister Behnk und Ramm in Hamburg zu 
Padmeistern. Versetzt sind: der Eisenbahnassistent Mühlen- 
eldt in Lübeck unter Ernennung zum Bahnhofsvorsteher nach 
keinfeld, der Bahnhofsvorsteher Kneesch von Reinfeld nach 
dübech. der Eisenbahngehilfe Bossinger in Reinfeld als Tele— 
zraphist nach Lübeck und der Lokomotivführer Dettmann von 
Lübech nach Samburg. 
9 Stenographenbund für Lüheck und Medlenburg (Stolze⸗ 
Schrey). Das Ergebnis der Preisaufgabe für November war 
vie folgt: Eingegangen sind 47 Arbeiten, davon aus Luheck 
4 (Verein 58: 13, 05: 1), Schwerin 16, Hagenow und Rostock 
e 4, Güstrow, Neustrelitz und Ratzeburg je 2, Schwartau, 
Waren und Wismar je 1. Preise erhielten: 1. Pr.: R. 
Wennde⸗Lübeck (568), 2. Pr.: Fr. Bruch-Schwerin, 3. Pr.: 
Arn. Müller-⸗Schwerin, G. Warncke-Neustrelitz, Georg Bone⸗ 
nRatzeburg. Lobende Anerkennungen: R. Erben⸗Lübeck (58). 
W. Koop⸗Schwerin. 
Etwas von Weinhandel. Die Deutsche Wein⸗Zeitung, 
n Moinz erscheinend, veröffentlicht in ihrer Ne. 86 vom 
O. Nov. einen längeren Artikel: „Der Herbst 1910 und die gegen— 
oartige Lage“, in dem sie einleitend einen Rückblick auf die 
chlechten Weinverhältnisse des letzten Jahres wirft und hier 
1. a. schreibt: „Wenn man den gesamten Durchschnitt des 
Rieslährigen deutschen Weinertrages nimmt, so kann man ihn 
zielleicht auf einen Zehntel-Herbst schätzen.“ Dem Artikel ent— 
iehmen wir dann wörtlich folgenden inieressanten Abschnitt: 
„Wie steht es aber mun mit dem Weinhandel? Jeder Un— 
zefangene muß zugeben, daß sich solcher allgemein in einer 
nindestens gerade so üblen Lage befindet. Für ihn ist die 
Zituation sogar weit schwieriger, denn während denjenigen 
Winzern, die Bestände hatten und erhielten, schlankweg höchste 
Preise bewilligt wurden, muß der Weinhandel sehen, wie er 
eine Kundschaft dazu bewegt, ihm höhere Preise zu bewilligen. 
die hohen Einkaufspreise und die gesteigerten, auch weiterhin 
noch immer zunehmenden Betriebs⸗ und Geschäftskosten zwingen 
a unbedingt, die Verkaufspreise zu erhöhen. Der Handel 
läte es lieber nicht, wenn es aber trotzdem geschieht, so muß 
uso ein sehr dringender Grund vorhanden sein, und das 
st eben der, daß die Einkaufspreise aller Wesne 
m In⸗ und Auslande so gewaltig in die Söhe ge— 
zangen sind, daß die seitherigen Preise beizubehalten ein 
ding der Unmöglichkeit ist. Etwas mußn der Handel doch 
ruch verdienen, denn in der ganzen Welt wird keinem Menschen 
sugemutet, umsonst zu arbeiten und sein Vermögen zu ris⸗ 
ieren. Die seitherige Erhöhung der Verkaufspreise des Han⸗ 
dels stest sogar noch nicht einmal im vichtigen Verhältnis 
u den Einkaufspreisen. Wenn auch der Händler wirklich noch 
inige ältere Bestände im Keller hat, die er billiger eingekauft 
zaben mag, so kann man, wie dies seitens mancher Kon⸗ 
umentenkreise, unter Berusung auf die alten Restbestände, 
seschlehtt, nicht verlangen, daß er diese nun noch zu seitherigem 
Pre“e abgeben soll. Gerade diese Restbestände dienen dem 
dandel, den Konsumenten den Ausschlag der Einkaufspreise nicht 
voltständig fühlen zu lassen und daß der Handel nur in dieser 
Weise die Restbestände verwertet, beweisen die seitherigen Er— 
jöhungen der Verkaufspreise, die ohne Zugrundelegung der Rest⸗ 
bestände noch weit mehr erhöht werden müßten, als dies seither 
eschah. Die seitherigen Erhöhungen der Weinpreise haben sich 
atsäch.ich in iberaus mähigen Grenzen gehalten, deshalb muß 
der Weinhandel aber auch sicher auf wohlwollende Beurteilung 
echnen, wenn er, der Not gehorchend, nicht dem eignen Triebe, 
u einer Preiserhöhung übergeht. Begründet ist sie, wie irgend 
ine andere, und das rechtfertigt auch nach außen hin bei allen 
achuch Denkenden ihre Einführung. 
Der Weinhandel ist tatsächlich zurzeit nicht in der Lage, 
ju den gewohnten alten Preisen zu verkaufen und wenn hier 
and da doch noch solche Angebote auftauchen, so inögen die 
mpfänger sie mit Vorsicht aufnehmen und genau prüfen, was 
e enthalten. Der Handel befindet sich mit der Produktion in 
hwerialster Lage, aber er wird sie überwinden. Tazu bdedarf es 
aber auch, daß er auf die Einsicht der Konsumenten vertrauen kann, 
zie die Notlage des Weinhandels erkennen und damit zugleich 
ie Erhöhung der Preise verstehen. Mangel an Wein hat stets 
ine Verteuerung zur Folge, und daß ein Weinmangel auf der 
anzen Welt vorhanden ist, wird niemand bestreiten, der sich 
ür die Ernteberichte aus den verschiedenen Ländern interessiert 
und sich mit ihnen beschäftigt hat. Bei alledem ilt der Ver—⸗ 
ienst des Handels ohnehin in den letzten Jahren so gering 
ewesen, daß es ganz unmöglich ist, ohne Preiserhöhung zu be—⸗ 
ehen und das Geschäft zu erhalten. 
Wir appellieren nach alledem am Schlusse dieser Abhand- 
ang daln die Einsicht der Regierungen, den hart bedrängten 
Binzern, die geringe Ernte und keine genugenden 
zorräte mehr hatten, zur Seite zu stehen. Wir 
ppellieren aber auch ganz speziell an die Einsicht und 
zernunft aller Konsumenten, die dem Handel die überaus schwie— 
ige Situation einigermaßen dadurch erleichtern können, daß die 
oↄtgedrungen erfolgte Preiserhöhung überall ohne Hindernisse 
ewilligt wird. Nur auf diese Weise kann die Krisis über— 
zunden werden, ohne die Branche in ihren Fundamenten zu 
erschirttern.“ 
In die Standesamtsregister wurden vom 25. bis 31. Dez. 
ingetragen: 29 Geburten (O Knaben und 20 Mädchen), 
15 Aufgebote, 8 Eheschliehungen und 34 Sterbefälle, dar— 
ier 5 Kinder unter 2 Jahren. 
*Ballon Hildebrand“, gesüͤhrt von einem Lübeder, ver⸗ 
nizt! Wir berichteten in einem Telegramm aus Berlin, daß 
»on dem am Donnerstag in Schmargendorf bei Berlin unter 
rührung des Rechtsanwalts Kohrs aufgestiegenen Ballon „Hil⸗ 
ebrand“ bis jetzt jede Nachricht fehle. Auch bis zur Nacht des 
ecrigen Tages waren irgendwelche Mitteilungen äber den Ver— 
leib des Ballons und seiner beiden Insassen nicht eingegangen. 
yzn weitleren Kreisen Lübecks dürfte es interessieren, daß der 
bührer Rechtsanwalt Kohrs ein Sohn unserer Stadt, des 
5nahers W. Kohrs, Friedrich-Wilhelmsir. 89 a, ist. — Herr 
nechtsanwalt Kohrs ist bereits srüher mit cinem Ballon nach 
zußrand verschlagen und dort mehrere Tage festgehalten; 
offentlick wird auch im vorliegenden Falle eine ähnliche Ur⸗ 
iche vorliegen. Der bei der Abfahrt herrichende Südwestwind 
at den Luftschiffer nach der Depesche des Wolffschen Bureaus 
ereits bedenklich gemacht und die Befürchtung aussprechen lassen, 
aß ein Abtreiben zur See möglich sei, er werde dann aber die 
eabsichtigte Dauerfahrt aufgeben. Der Ballon Hildebrand“ 
at nach dem Handbuch für Luftschiffahrt einen Inhalt von 
und 1250 cbm ist also ein verhältnismähig kleiner Ballon. An 
er Fahrt ist außer Herrn Rechtsauwalt Kohrs noch ein Herr 
eteiligt. Hoffentlich trifft die erslserwogene Möglichkeit einer 
andung in Finnland oder Rußland in einer unwirtlichen Gegend 
u und die Luftschiffer haben lediglich Sindernisse in der Heran—⸗ 
chaffung der Ballonhülle an eine bewohnte Gegend und damit 
zuch an das Telegraphennetz der Erde. 
Das Adreßbucht der reten mud Sansestadt Leibech für 
911 ist soeben im Verlag von Max Schmidt erschienen. 
das Adreßbuch weist diesmal verschiedene Neuerungen gegen— 
ber seinen Vorgängern auf; der Text ist übersichtlicher ange⸗ 
rdnet und das Buch selbst vornehm und modern ausgestattet. 
zei einer Einteilung in sieben Abschnitte umfaßt das Buch 
isgesamt 871 Seiten und einen reichhaltigen Inseratenanhang. 
zm dritten Abschnitt, der die Straßen Lübecks, die nach Num—⸗ 
ern geordneten Grundstücke, deren Eigentümer und Bewohner 
ait Berufsangabe behandelt, ist z. B. neu, daß bei den Namen 
er Parteien auch bemerkt ist, wo sie in dem betreffenden 
zause wohnen; man kann sich also vorher überzeugen, ob 
er Gesuchte pt. (Parterre), J. (erster Stoch, H. (Hinterhaus) 
»der K (Untergeschoß) wohnt. Ein übersichtliches Register 
rmöglicht schnelle Orientierung. Dem Adreßbuch ist ein far— 
iger Plan der Stadt Lübeck beigegeben. Auch die Einwohner⸗ 
erzeichnisse der Ortschasten der näheren Umgebung Lübecks 
aben im siebenten Abschnitt Platz gefunden. Während im Vor—⸗ 
ahre 20 Ortschaften aufgeführt waren, sind in diesem Jahre 
38 Ortschafsen im Adrebbuch vorhanden. 
b. Stadttheater. Aus der Theaterkanzlei schreibt man 
ins: Heute (Dienstag), 3 Uhr, wird — Nachmittagspreise — 
»as Weihnachtsmärchen „Dornröschen“ wiederholt. Abends 
8 Uhr) geht die Neuheit „Sankt Elms-Feuer“, Schauspiel von 
Beter Werth, zum ersten Male in Szene. Der Autor wird 
»er Auffnhrung persönlich beiwohnen. Die Inszenierung leitet 
derr Brunow. Mittwoch (8 Uhr) „Der Graf von Luxemburg“. 
b. Stadthallen⸗ Theatar. ANus der Theaterkanzlei schreibt 
nan uns: Donnerstag (8 Uhr) wird „Das Glück im Winkel“ 
wiederholt. 
b. Worein der Musitsreucide. In dem am Mittwoch 
n der Stadthalle abzuhaltenden volkstümlichen Konzert werden 
die Besucher Gelegenkeit hahen, das Vorspiel zu Wagners „Var— 
zwar die Gewinnung von Nervensubstanz (Lecithin) inn großen 
zur allgemeinen Anwendung sehr schwierig, ja unmöglich. 
Seitdem es aber Professor Tr. Habermann und Dr. Ehren⸗ 
eld gelungen ist, ein wirklich physiologisch reines Lecithin 
Nervensubstanz) aus Eidotter noch einem patentamtlich ge— 
chützten Verfahren und zu mäßigem Preise herzustellen, das nur 
ür Biocitin verwendet wird, sind auch alle bisher fehlge— 
chlagenen Versuche mit älteren, wenig geläuterten Lecithin— 
räparaten auf das glänzendste überwunden; die günstigen, 
us den Werkstätten physiologischer Forschung gemeldeten Er—⸗ 
oAge mehren sich in ungeahnter Weise, und jeder hat Gelegen⸗ 
eit, sie an sich nun durch Anwendung mit Biocitin selbst kennen 
u lernen. Die Ergänzung der täglichen Nahrung des körperlich 
der geistig Schwachen durch einige Kaffeelöffel Biocitin be— 
»irtkt bald in den meisten Follen Wiedererlangung bezw. 
steigerung seiner früheren Nervenspannkraft. Energie und 
zesundheit erwecken ihm wieder neue Hoffnung und neue Freude 
in Beruf und Tätigkeit. 
Biocitin ist ein wohlschmeckender, pulverförmiger Extrakt 
uus den leichtest verdaulichen, natürlichen, also chemisch un—⸗ 
eränderten Wertanteilen von Eidotter und Milch (alles schwe— 
er Verdauliche ist daraus entfernt) und enthält von diesen 
a. 10 Prozent solcher phnsiologisch reinen Nervensubitanz 
— Lecithin — nach Professor Dr. Habermann und Dr. Ehren—⸗ 
eld. So bildet Biocitin das vertrauenswerte Nähr- und 
—— 
ioarn sowie die Ouverture zu „Coriolan“ von Beethoen und 
zu „Tell“ von Rossini zu hören. Zwei interessante Nummern fin— 
den sich ferner im Programm: die Tschaikopskysche Serenade für 
Streicher Gier Sätze) und die Ballett⸗Suite Les Millions 
d'Arldqum“ von Drigo (vier Sätze). Dazu sind zur Auffüuh— 
rung eine Reihe weiterer Kompositionen in Aussicht genommen 
und Herr Konzertmeister de Ruyter-Korver, unser vortrefflicher 
Geigensolist, wird eine Solonummer (Introduktion und Rondo 
von Saint⸗Saens) übernehmen. 
b. II. Konzert der Lübeder Kammermusikvereinigung. Am 
Sonnabend, 7. Januar, geben die Herren Hofmeier, de Ruyter— 
Korver und Corbach ihren II. Kammermusikabend. Das Pro—⸗ 
zram umsaßt Beethoven Trio op. 121 (Variationen über das 
Lied „Ich bin der Schneider Kakadu“, Mozart Streich-Trio 
s-·dur und Brahms Klavier-Quartett op. 60. Zur Mitwir— 
kung ist Herr Konzertmeister Stumpf vom Orchester des Ver— 
eins der Musikfreunde gewonnen. 
Sanfestaãdte. 
SHamburg, 3. Jan. Fernbeben. Sonntag vor— 
mittag wurde von den Apparaten der Hauptstation für Erd⸗ 
vebenforschung ein heftiges Fernbeben in 4500 km Entfernung 
registriert. Der Herd des Bebens, dessen Aufzeichnungen um 
11 Uhr 25 Minuten 48 Sekunden begann, dürfte im mittleren 
Asien zu suchen sein. Um 4 Uhr 7 Minuten 18 Sefunden am 
NRachmittag desselben Tages setzte die Registrierung eines 
weiten, weniger starken Bebens ein, dessen Herd ungefähr 4400 
Kilometer von Hamburg entfernt ist und vermutlich innerhalb 
des von dem ersten Beben getroffenen Gebietes liegt. 
(Kleine Nachrichten) Ueberfahren und so— 
fort getötet wurde Montag auf dem Sternschanzen-Bahn⸗ 
hof der Bahnarbeiter Stahmer von einem Vorortszug. — 
Zulebenslänglichem Zuchthaus begnadigt wurde 
her Raubmörder Holste, der wegen Ermordung der Pfand— 
eiherin Merkli vom Sckwurgericht zum Tode verurceilt wor— 
den war. 
Sales wig⸗Holstein. 
Kiel, 3. Jan. Seiübstmord durch Erstechen ver— 
ibte om Neujahrsabend der in der Walsenhofstraße wohnende 
tädtische Polizeisergeant B. Er versetzte sich, wahrscheinlich in 
nervöser Ueberreizung, in seiner Wohnung mit einem soge— 
nannten Genickfänger einen Stich in die Brust, der das Herz 
sraf und den Tod des geschätzten Beamten, der eine Witwe 
mit 5 Kindern zurückläßt, herbeiführte. — Erschossen hat 
lich Sonntag der Arbeiter O. in seiner Wohnung. Die Kugel 
war in die Schläfe gedrungen. 
Neumünster, 3. Jan. Die Eisenbahnhaupt- 
werbstätte beging Montag ihr 50jähriges Bestehen durch eine 
zrohe öffentliche Feier. Eisenbahnpräsident Franke aus Altona 
scaf mit etwa 50 Ehrengästen aus dem Eisenbahnministerium. 
on der Königl. Eisenbahndirektion Aliona und sonstigen Direl— 
ionen hier ein. In den festlich geschmückten Räumen der Eisen⸗ 
bahnhauptwerkstätte fand in Gegenwart des gesamten Magi— 
jsrats, des Stadtverordnetenkollegiums und des gesamten Per— 
onals, mehr als 1000 Personen, der Festakt statt. Eisenbahn⸗ 
räsident Franke hielt eine Ansprache und übermittelte die Glück⸗ 
vümnsche des Ministeriums und der Direktion Aliona. Kal. 
Regierungsbaumeister Wendler gab in der Festrede einen Ueber— 
»lick über die Entwickelung der Hauptwerkstätte. Die Feier 
chloß mit einer Besichtigung des Betriebes. Nachmittags fand 
ein Festessen, abends ein Vergnügen des Personals statt. Mehr 
als 2000 Personen war nachmittags Gelegenheit gegeben, die 
Hauptwerkstätte unentgeltlich zu besichtigen. 
Lauenburg. 
2Mölln, 3. Zan. Kirchliche Statistik. Nach der 
am Neuiahrstage von der Kanzel verkündigten Uebersicht sind 
im verflossenen Jahre in unserer Stadt geboren 48 Knaben und 
36 Mädchen, konfirmiert 4dꝛ Knaben und 40 Mädchen, getraut 
42 Paare, gestorben 50 Personen männlichen und 51 weiblichen 
Geschlechts; kommuniziert haben 1736 Personen. 
Rs. Büchen-Bahnhof, 3. Jan. Verkauft hat 
Glasermeister Ortlepp sein Grundstück mit Geschäft an Glaser— 
meister Kuhn, Mölln, zum 1. April. Ortlepp siedelt nach 
Neuhof⸗Reinfeld über. 
Großhoerzogtümer Meckenburg. 
88 Grevesmühlen, 3. Jan. Die Elektrizitäts—⸗ 
Genossenschaft e. G. m. b. H. hat die Haftsumme für 
jeden Geschäftsanteil auf 3000 Mifestgesetzt. Kein Mitglied 
darf mehr als 50 Geschäftsanteile erwerben. Der Vorsiand 
delteht aus Rechtsanwalt Senator Ihlefeld und Kommerzienrat 
Lönnies, sowie Gutsbesitzer von Brocken auf Poetenitz. — Die 
Ferkelmärkte fallen nach ministerieller Anordnung wegen 
berschiedener in hiesiger Gegend auftretender Tierkrankheiten bis 
auf mweferes dus. 
X 
Gesunde Nerven 
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Kräftigungsmittel für jeden erschöpften Organismus jeder 
Altersstufe in geistiger und körperlicher Hinsicht; es bildet für 
den Schwerkranken ein gein genommenes, leicht ver— 
dauliches. kraftspendendes, überhaupt ideales Mahrungas⸗- 
mittel, schafft eine fundamentale Nährquelle für schwächliche 
und blutarme Personen, kräftigt und fördert den Substanzersatz 
der Nerven allmählich zu gesunder Funktionstätigkeit und ist 
für geistig ermüdete und erschlaffte Zustände von kaum je er— 
hoffter Nukhorkoi⸗ 120 
jeben Arbeitsfreudigkeit, Energie, Erfolge in Beruf und Leben. 
Zeginnen die Nerven zu versagen, so entschwinden Wohlergehen 
ind Wohlbefinden bald, um der Untätigkeit, Sorgen oder 
zar Schlimmerem Platz zu machen. — Auf Schwäche und De— 
iekte der Nerven sind auch die meisten kör perlichen Leiden 
urüdzuführen. Man achte deshalb bei der Körperpflege vor 
illem auf Kräftigung seiner Nerven! Die normale Lebens— 
unktion des Nervensystems wird hervorgerufen durch eine eigen— 
ümliche, in den Nerven enthaltene Substanz: „Lecithin“, oder 
uch direkt „Nervensubstanz“ genannt. In den Nerven der an 
ortschreitender Entkräftigung Leidenden kann man mikrosto— 
zisch auch einen fortschreitenden Schwund dieser Nervensubstanz 
achweisen, und umgekehrt, hat man, sobald Schwachen und Zu— 
ückgebliebenen die fehlende, bezw. geschwundene Nervensub— 
tanz in geeigneter Form zugeführt wurde, stets eine auffallende 
Zesserung des Allgemeinbefindens wahrgenommen, mit der in 
zleichem Maße ein mikroskopisch nachweisbares Anwachsen dieser 
ervensubstanz in den einzelnen Nerven einherging. Kraft und 
Fesundheit der Nerven sind also abhängig von ihrem Reingehalt 
in Nervensubstanz. In der Tat stellt die Ernährung der Rerven 
nit Lecithin bei allen Schwächezuständen einen der glücklichsten 
krfolage der modernen Wissenscheft dar. Längere Zeit schien 
Auer cniet e nes 
geunden Nervenbünbelß. 
Quersconn eines degenerierten 
ver ven dündels; ein große: 
Tell der Nervenfalern iit voll⸗ 
staändir zugrunde genangen durch 
Vo 
zufuhr Greines Lecithin). 
Biocitin ist in allen Apotheken und Drogerien vorrätig. 
In keinem Falle versäume man, sich näher über die Methode 
rationeller Nervenpflege durch eine Broschüre zu orientieren, 
welche von der Biocitin-Fabrik, Berlin 8. 61 Pr., nebst einem 
Geschmadsmuster Biocitin volläammen kostenlos versendet wird
	        
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