Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Wochentlich 13mal (Wochentags morgens und 
pends, Sonntags morgens) erscheinend. Bezugs⸗ 
reis für das Vierteljahr 330 Mark einschließlich 
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Satz bden Anforderungen entiprechend höher. o 0 
Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübog 161. Jahrgang Nachrichten für das Herzogtum Lauenburg, die 
heiblatt: Gesetz⸗ und verordnungsblatt wezrmntnnnwv den. nmer n eeeandnc gürstentümer Ratzeburg, Lübeclk und das angren⸗ 
—————— — ————— να jende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drud und Verlag: Sebr ader Borchers G. mk 6. in Lũbed. — Gelchäftsstelle Adretß baus Kdniastr. 46). Ferniprecher —X u. — 
(Große Ausgabe) Dienstag, den 3. Januar 1011. 
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Ausgahe 
Morgen⸗Blatt Nr. 3. 
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nlatt 
—C—CDNREPEEEG 
Krone und Ministerium in Sachsen. 
d-Lübed, 3. Jan. 
Bischof Dr. Schäfer hat durch die Köln. Volksgtgs. 
rklären lalssen, daß die vielerörterte Bekanntmachung in der 
Weihnachtsnummer des Dresdner Journals nicht von ihm ver— 
aht, sondern einem „Wunsche des Königs“ entsprungen sei. 
diese Mitteilung des rheinischen Zentrumsblattes wird in höchst 
emerkenswerter Weise durch den im gestrigen Abendblatt 
biedergegebenen Bericht bestätigt und ergänzt, den die Neue 
zreeie Presse über die Unterredung ihres Dresdner Ver—⸗ 
reters mit Bischof Dr. Schäfer veröffentlicht. Hält sich jene 
Mitteilung des rheinischen Zentrumsblattes noch einigermaßen 
in den Grenzen der gegenüber dem Träger der Krone gebotenen 
Zurüdhaltung, so hat Bischof Dr. Schäfer vor dem Vertreter 
des Wiener Blattes von solcher Zurückhaltung schlechter dings 
zich!'s beobachtet. Vielmehr zog der Bischof den König Friedrich 
lugust so rücksichtslos in die Debatte, daß die Absicht, den 
dönig vorzuschieben und hinter ibm Deduna 
u suchen, klar am Tage liegt. 
Als Grund für die Haltung des Könias gibt Bischof Dr. 
Schaefer dessen Wunsch an, über das Verhältnis des Prinzen 
HYtax zur katholischen Kirche im sächsischen Volle leine falschen 
Anschauungen Plat greifen zu lassen. Hiernach ist es zweifel⸗ 
os, dah König Friedrich August die persönliche Ange⸗ 
egenheit des Prinzen zu einer ffentlichen glaubte machen 
u sollen. Indem der König dies tat, stellte er sich im un⸗— 
nittelbaren Gegensatz zu der öffentlich oertretenen Auf- 
assung des sächsischen Ministeriums; hatte letzteres 
»och im Dresdner Journal amtlich erklärt, die sächsische Re— 
zierung werde von der Privatangelegenheit des Prinzen Max 
nekeiner Weise berührt. Dieser Standpunkt war so selbstver- 
tändlich. daß seine öffentliche Verlautbarung damals mit Recht 
krstaunen hervorries. Heute läht sich aus dem Gange der Dinge 
zer Schluß ziehen, daß das Ministerium durch jene Veröffent- 
ichung einer anderen Behandlung der Angelegenheit des Prinzen 
Max vorzubeugen versucht hat. Diese von der natürlichen 
NRudsicht auf das Staatsinteresse eingegebenen Bemühungen 
zlieben erfolglos, weil der Träger der Krone die Angelegenheit 
es Prinzen Max nicht als König, sondern aus— 
chließlich als Katholik behandelte. An dem 
kriumph des Vatikans hat also die sächsische Krone im Gegen- 
atz zu den Intentionen des sächsischen Ministeriums ein vollqge- 
ütteltes Maß beigetragen. 
Der Gegenfsak zwischen Krone und Minise— 
ꝰCꝰCl 
Erstes Blatt. * 
Um fang der heu 
Hichtawis vner Teil. 
rium ist aber hiermit noch nicht erschöpft. Bischof Dr. Schaefer 
orgte dafür, daß auch in Sachen des Monsignore Baronzede 
Ruthies aller Welt bekannt werde, welche Kluft der Träger 
er sächsischen Krone von seinem Ministerium trennt. Dr. 
zchaefet hat nämlich berichtet, daß König Friedrich August 
oollständig zufrieden“ mit dem Ausdruck des Bedauerns war, 
as der paäpstliche Wurdenträger einer hochgestellten, mit dem 
resdner Hofe in Beziehungen stehenden Persönlichkeit ausge⸗ 
rochen hatte. Offenbar hält das lächsische Ministerium es 
ar möglich, sich mit einer so abgeschwächten Entschul— 
igung zufrieden zu geben: es hat im Dresdner Journal den 
atikan daran erinnert, daß dieset die ffentliche Ab— 
itte seines Monsignore gusicherte. Der gute Bischof Dr. 
schaefer, dem es „gar nicht opportun“ dünkt, wenn der Herr 
‚aron den „so schwer gekräntten König“ persönlich unn Ver— 
eihung bittet, „fürchtet“ jetzt, daß der Vatikan mit der geheimen 
und indirekten Abbitte seines Monsignore sich nicht zufrieden 
eben werde. Diese Befürchtung des sächsischen Hirten gestattet 
n Zusammenhange mit der energischen Note des Dresdner 
ournals die Annahme, daß das Minisierium wenigstens in 
zachen Mathies dem ltaatlichen Standpunkte Geltung ver— 
chaffen kann. 
So erfreulich das an sich ist, so beklagenswert bleibt es, 
sen König Friedrich August auch hier zUunächst als Katho— 
lken und nicht als Köntg dem Klerikalismus gegenübertreten 
u sehen. Ob das lächsische Ministerium im Amte verblieben 
väre. falls es in Sachen Mathies leine Aufforderung nicht 
urchgesetzt hätte, darüber kann man nur Vermutungen haben. 
Im Interesse der sächsischen Krone selbst jedoch muß wenigstens 
er Wiederholung von Veröffenclichungen, wie die Weihnachts- 
ummer des Dresduer Journals sie enthielt, unbedingt vor—⸗ 
ebeugt werden. Wird auch für die Zukunft die Bloßstellung 
er Autorität von Staat und Krene durch kirchliche Einflüsse 
erhindert, so bleibt doch mit den eben erlebten Vorgängen 
twas Dauerndes verknüpft. Und zwar beiteht dieses Dauernde 
n der beklagenswerten Tatsache, daß die Stellung des 
dönigs Friedrich August im sächsischen und im 
eutschen Volke eine wesentlich andere als bis— 
sergeworden ist. Ein Monarch, der in Sachen des Prinzen 
Yax und des Barons de Mathies dem Katholiken den Vorrang 
»or dem Könige gab, muß den Eindruck erwecken, er sei nach 
Kanossa“ gegangen, um beim Vatikan seinen Widerspruch 
zegen die Borromäus Enzyklika in Vergessenheit zu bringen. 
Die Privatbeamtenversicherung und ihre 
Laften für den Handel. 
O Lübeck, 3. Jan. 
Im Laufe des Jahres 1910 ist also doch nicht die Vorlage 
vetreffend die Privatbeamtenversicherung zur Beratung an den 
Reichstag gegangen. Niele Angelstellte mögen darob enttäuscht 
Frist für die Einreichung der Bewerbungen um die Direktion 
äuft Ende März 1911 ab. Bis jekt liedgen bereits 16 
zffizielle Bewerbungen vor. 
78Ein Theaterverein hat sich in Kiel gegründet, der, 
eranlaht durch das Vorgehen des Prinzen Heinrich, die Zukunsit 
»es Kieler Stadttheaters nach Kräften fördern will. 
Gegen den geplanten Bau eines Wagner⸗Theaters in Sche⸗ 
eningen scheint ein anderes Opernunternehmen ausgespielt zu 
derden. Wie das Haagsche Tageblatt meldet, hat sich dort 
ne Gesellschaft gebildet, die auf einem der schönsten Plätze 
‚er Residenz den Bau eines Opernhauses betreibt, in dem 
eutsche Opern und deutsche Operetten in deutscher Sprache 
urch e ritklassige Kraäfte aufgeführt werden sollen. 
Eine Lotterie zum Theaterbau. In Kopenhagen sind mit 
Interstützung des Justizministers Bülow Bestrebungen im Gang, 
ie auf die Veranstaltung einer Lotterie abzielen, deren Ertrag 
um Neubau eines „Intimen Schauspielhauses“ ver- 
dendet werden soll. Das jetzige Königliche Theater dient der 
)per und dem grohen Schauspiel. Das moderne Konversations- 
ück hat dagegen keine Pflegestätte. Es belteht daher schon 
ange der Wunsch, dem Königlichen Theater ein Schauspielhaus 
ür moderne Konversationsstücee anzugliedern. Durch die 
dotterie hofft man, den hierfür orforderlichen Betrag von 
iiner Mill. Kr. aufzubringen. 
Ur⸗ und Grstauffichrungen. Inm Münchener Hofthe⸗ 
uter fand die Neueinstudierung der Oper „Der Cid“ von 
beter Cornelius starken Beifall, der in erster Linie den 
Hesangsleistungen der Herren Feinhals und Bender und des 
Fräulein Faßbender sowis der vortrefflichen Orchesterleitung 
MNottls galt, während die arg pappdeddelnden Heldenposen der 
handlung und die lediglich das Pradikat „sehr anständig“ 
erdienende Musik ziemlich kalt sießen. — Im Berliner Theater 
n Berlin wurde zum ersten Male „Bummelstudenten'““, 
dofse in fünf Bildern von E. Pohl und H. Willken gegeben. 
Die alte Posse, die früher „Auf eigenen Fühßen“ hieß, be— 
vährts fich aufs neue und hielt das Publikum in heiteriter 
ztimmung. — Im Schillertheater Chatlottenburg erzielte ein 
re jaltiger Schwankt Der Himmel auf Erden“ von 
dultus Sorn vinen Boitere iis er lhea — Der Wunschpete 
— F ——— r 
gewesen sein. Auch jetzt weiß man noch nichts über den 
Termin, zu welchem der Bundesrat den Entwurf weitergibt, 
denn die Antwort des Staatssekretärs des Innern auf die 
Interpellation über diesen Gegenstand war durchaus unverbind⸗ 
iich. In gewisser Hinsicht darf man es nun als einen. Vorteil 
zrachten, wenn man dieses Gesetz mit seinen schwerwiegenden 
dasten besonders für den Handel nicht so schnell durchpeitscht. 
Während bis jetzt nämlich vorwiegend die Stimmen der Ange— 
tellten und der Regierung gesprochen haben, ist es einmal an 
»er Zeit, daß auch die Prinzipale ihren Wünschen Geltung 
berschaffen. Ein sehr wichtiger Schritt nach dieser Richtung 
ijt schon vor einigen Monaten durch die Gründung des „Zentral⸗ 
usschusses der Prinzipalverbände in Sachen der Pensions— 
nersicherung der Privatangestellten“ gemacht worden. Insbe— 
ondere wird eine seiner Hauptaufgaben die Prüfung der 
Kostenfrage dieses neuen sozialen Versicherungszweiges sein. 
Gerade hinsichtlich der Söhe der neuen Lasten sowohl für 
die Angestellten selbst als für die Prinzipale hat man nun 
von seiten des Handels große Bedenken getragen; diese Be— 
denken wuchsen, je mehr man von einem Ausbau der schon be— 
tehenden allgemeinen Versicherung absah, und je mehr man 
ver kostspieligeren Sonderkasse das Wort redete. Sandelt es 
ich doch für die Sonderkasse bei der Hälftelung der Beiträge 
chon um 4 bis 5 90 der Gehaltssumme, die jeder Teil zu 
ragen hat. Das sind für Angestellte oft Lasten, die sie nur. 
ehr schwer oder überhaupt nicht aufbringen können. In sehr 
ielen Fällen wird die Folge eine Gehaltserhöhung um den 
janzen Versicherungsbeitrag sein müssen. Das würde aber 
»ine effektive Belastung der Prinzipale mit 8 bis 10 60 der 
zezahlten Gehaltssumme sein. Nicht mit Unrecht hat man 
ferner darauf hingewiesen, daß diese Beträge allein noch nicht 
ausreichen. Es werden sich Fälle häufen, in denen die monat—⸗ 
liche Zulage, die als Ausgleich wirken soll, nach oben abge— 
rundet werden muß. Sagen wir zum Beislpiel: ein Ange— 
tellter mit 2000 MeäGehalt ko umt um eine Gehaltserhöhung 
ein, weil er 400, d. h. 80 M, für die neue Versicherung aul! 
bringen muß, dann würde man wohl meist nicht die monat— 
iche Zulage auf 6,66 M, sondern auf 10 Mubemelsen. Das 
würde für den einzelnen Fall statt 80 Mesogar 120 Mals 
Mehrausgabe bedeuten. 
Man hat nun insbesondere hervorgehoben, daß der Handel 
noraussichtlich erheblich stärker von der neuen Last betrofsen 
vird als das Gewerbe und die Industrie, weil gerade er im 
VBerhältnis zum Umsatz das meiste versicherungspflichtige 
Personal beschäftigt. Diese Gefahr der stärkeren Belastung 
des Handels besteht nun ganz besonders für den Detail— 
yandel. Denn hier werden relativ die meisten Angestellten 
beschäftigt. Wie hier die neuen sozialen Lasten zu wirlken 
zermögen, soll das folgende praltische Beispiel einmal kurz 
Jeigen: Es handelt sich um ein Manufaltur- und Konfellions— 
2274*fmit einene Umsak von 250000 M, Gehaltssumme 
EXCEXEEXEEAILAI 
und das Glädsglasmännlein“, ein Märchenspiel von 
P. Diedicke, das eine geschickte Dramatisierung von Hauffs 
Märchen „Das kalte Herz“ darstellt, wurde in Braunschweig 
bei der Uraufführung im BSoftheater mit wärmstem Beifall 
aufgenommen. 
Neue Bühnenwerke. So'n Windhund“ ist der Titel 
eines neuen Schwankes in drei Alten von Curt Kraatz und 
Arthur Hoffmann, der seine Uraufführung an Stadttheater in 
danau in nächster Zeit erleben wird. — Der beliebte Berliner 
zumorist Willi Prager hat in Gemainschaft mit dem 
Wiener Komponisten Dr. Ralph Venatzky ein musikalisches Lust⸗ 
spiel vollendet, das den Titel führt „Liebe im Schnee“. 
Geh.⸗Rat Prof. De. Paul Ehrlicht der weltberühmte Leiter 
des Instttutes für experimentelle Pathologie in Frankfurt 
a. Me, ist vor kurzem zum auswärtigen Mitgliede der medt 
inischen Klasse in der Alademie der Wissenschaften zu Stod⸗- 
jolhm ernannt worden. Die Berliner Akademie der Wissen⸗ 
chaften belitzt keine eigentliche medizinische, sondern nur eine 
ehysikalisch/ mathematische Klasse; sie hat aber trotzdem stets 
Platz gehabt für großze Anatomen, Physiologen, Pathologen 
ind fur Biologen. Weshalb Paul Ehrlich bisher noch nicht 
zum korrespondierenden auswärtigen Mitgliede der Berliner 
Akademie der Wissenschaften ernannt murde das entzaieht sich 
naturlich dem Laienurteile. 
Ein wichtiger Erlaß sirr Referendare. Die preußischen 
Juristenfakultäten sind vom Kultusminister durch Vermittlung 
der Universitäts kuratoren von einer wichtigen Veränderung 
benachrichtigt worden, die in Zukunft bei der Uebernahme von 
Neferendaren in die allgemeine Verwaltung erfolgen soll. Die 
Minister des Innern und der Finanzen haben nämlich die 
Regierungspraͤsidenten a ngewiesen, diejenigen Bewerber bei der 
Annahme als Regierungsreserendare zu bevorzugen, die in der 
Zage sind, den Nachweis eines ausreichenden Studiums auf 
dem Gebiete des Staats- und Verwaltungsrechtes sowie der 
Volkswirtschaftslehre zu erbringen. 
Auffindung eines Römerlagers. Wie der B. L.A. aus 
Munchen meldet, wurde in der Nahe von Jaheim ein Roͤmer⸗ 
lbager von a ußergewöhnlichem Umfange entdedt. Die Nach⸗ 
grabungen sind unker Leitimo des Landes lonservators aufae 
honen worder 
Runst und Wissenschaft. 
Künstltrnachrichten. Frau Andreijewa⸗-Skilondz, 
dus Petersburg, die kürzlich als Urbasin in „Die Hugenotten“ 
im Kgl. Opernhaus in Berlin gastiert hat, ist für diese Bühne 
erpflichtet worden. — Lilly Marberg, die belannte 
cchauspielerin des Wiener Deutschen Volkstheaters, wurde vom 
ommenden April ab dem Burgtheater verpflichtet. — Adele 
dandrod hat die Wiener Kleine Bühne für den Monat 
Jebruar gepachtet und wird mit einem eigenen Ensemble Hof—⸗ 
stannsthals „Glektra“ und ein Schauspiel ihres Bruders 
ort aufführen. — Das Deutsche Theater in Pilsen 
burde für zwei Jahre an Max Jenny, Direktor des Resi—⸗ 
enztheaters in Weimar und des Stadttheaters in Leitmeritz, 
zrgeben. — Der bekannte Schauspieler an der Comédie 
rancçaise Le Bargy wird, wie aus Paris gemeldet wird, 
mm Anfang Januar endgültig seine Bühnenlaufbahn aufgeben. 
Dem Kantor und Organisten an der St. Paulskirche in 
Drresden, Komponisten Otto Thomas, wurde der Titel 
dirchenmusikdirektor verliehen. 
Fin Sangerschicksal. Im Spital der Barmherzigen Brüder 
t, wie ein Telegramm aus Wien meldet, der ehemalige 
dofopernfsänger Adolf Peschier, der vor einigen 
kagen obdachlos und durch Hunger herabgekommen der An⸗ 
alt überwiesen wurde, gestorben. Peschier war unter der 
direktion Jahn im Hofoperntheater ein beliebter Baritonist, 
rer dann wegen persönlicher Differenzen mit der Direktion 
zus dem Hofoperntheater ausschied und nach Amerika ging. 
Jin Laufe der Jahre verlor er seine Stimme und verarmte 
änalich. 
Von den Bühnen. Das unter Leitung des Direktors 
—O gastierte in Ger o⸗ 
zingen mit Puccinis „Tosca“ mit glanzendem Erfolge. 
Im Mai veranstaltet das Ensemble Wagner⸗-⸗Festspiele 
m Haag und in Amsterdam. — Anfang Februar findet 
n Budanpest ein einmaliges Gastspiel des Wiener Hofburg⸗ 
heaters mit „Torquato Tasso“ zu wohltätigem Zwed statt. 
—Der Deutsche Theaterverein in Prag hat desinltiv die 
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