Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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eilungen 1Mk. d. Zeile. Tabeilen⸗ u. schwieriger 
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weilagen: Vaterstädtische Blätter. — 
Amtsblatt der freien und hansestadt Lübeck 
Beiblatt: Gesetz⸗ und Verordnungsblatt 88 
— 
et amili⸗ 
α 
Naqhrichten für das Herzogtum Lauenburg, die 
Fürstentümer Ratzeburg, Lübeck und das angren 
zende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drudk und Verlaa: Gebrüder Borsssers G.m. b. S. in Lübec. — Geschäfisstelle Adret haus (Koniaitr. 46). Ferniprecher 90600 u. 9001 
Ausgabe Große Ausgabe) Donnerstag, den J. Juni 1911. 
——— — — 
Erstes Blatt. Hierzu 2. Blatt. 
— EZcccöVVVÜVöV V—,⏑“,——————,—,—,—2———————————————————————— ——————————7*7 
Umfang der heutigen Nummer 8 Seiten. 
—WRöWWMVVäoVeoesUUMUMWMWAWXjsü——— XXX 
Nichtamtlicher Ceil. 
Dem Reichstag zum Abschied. 
WVon unlerem parlamentarischen Mitarbeiter.) 
Lübeck, J. Juni. 
Nun sind es nur wenige Tage, und dann wird dieser 
Keichstag auseinandergehen. Er wird der wohlverdienten Ruhe 
»flegen können bis um die Mitte des Monats Oktober, bis 
eine Herbsttagung anhebt, um dann noch eñinige Gesetze zu 
verabschieden. 
Obwohl wir jetzt am Schlusse der jetzigen Legislatur— 
periode stehen, befindet sich der Reichssstag doch erst in der 
zweiten Session. Der sogenannte Blockreichstag von 1907 ist 
zweimal vertagt und im Sommer 1009 geschlossen worden. 
Beim Schluß war er kein Blockreichsstag mehr. Die soge— 
nannte Reichsfinanzreform hatte inzwischen den Blockreichssstag 
gesprengt. Die alte Mehrheit aus der Rechten und dem 
Zentrum war wieder zur Herrschaft gelangt und bestimmte im 
großen und ganzen wieder Richtung und Ziel der inneren 
Polilik. Aeußerlich wurde der Wech'el der Parteikonstellation 
nekennzeichnet durch den Schluß der Session. Seitdem befinden 
vir uns in der zweiten. Session, da im Jahre 1910 der 
Reichstag vertagt werden mußte, um die großen Geletzent— 
würfe der Strafprozeßordnung und der Reichsversicherungs— 
ordnung nicht unter den Tisch fallen zu lassen. Diese Ent— 
würfe wurden im vorigen Sommer in zwei besonderen Kom— 
missionen vorberaten. Der eine Entwurf, die Reichsversiche— 
rungsordnung, ist inzwischen nach langwierigen Verhandlungen 
im Reichstage durchgebracht worden. Damit nun der andere, 
die Strafprozeßordnung, ebenfalls noch zur Erledaͤgung kom— 
nen kann, muß der Reichsstag wiederum vertaqgt werden. bis 
um 10. Oktober. 
Die Parteßkonstellation, die am Anfang dieser 
Session bestand, hat nicht vorgehalten für alle Ver— 
hältnisse. Sie ging am auffälligsten in die Brüche bei 
der Beratung der elsässischen Verfassung. Dabei 
sonderte sich das Zentrum von den Konservativen ab 
und ging mit den Nationalliberalen und der gesamten Linken 
zusammen. Bei der Beratung der Reichsversicherunasordnung 
sonderten sich wiederum die Nationalliberalen durchweg von 
der ihnen sonst näherstehenden Forischrättlichen Volkspartei ab 
und gingen mit der Rechten und dem Zentrum. 
Aber auch bei anderen Gelegenheiten zeigte sich ein bunter 
Wechsel in der Parteikonstellation: wiederholt stimmten die 
alten Kartellyvarteien zusanemen, näm'ich die Nationalliberalen 
und die Parteien der Rechten, während auf der Gegenseite 
Zentrum, Fortschritt und Sozialdemokratie standen. Zuwrilen 
isah man sogar äußerste Rechte und äußerste Linke in unfrei— 
willigem Bunde, Eine feste Regierungsmehrheit gibt es im 
Reichstage nicht; Herr von Bethmann arbeitet mit wechseln—⸗ 
den Mehrheiten wie Fürst Rismardk im letzten Jahrzehnt leiner 
Morgen⸗Blatt Nr. 273. 
— — n — — — — B——— — 
amtlichen Tätigkeit. Nur ging Fürst Bismarcdk über die national— iti 
liiberale Grenze nie hinaus, er regierte bald mit einer kon— delcasse als Gegner der Cruppischen Marokkopolitik 
ervativ⸗nationalliberalen, bald mit einer konserva!iv-klerikalen Telegramm.) 
Mehrheit. Freisinnige oder gar Sozialdemokraten zog er nie In der letzten Sitzung des Ministerrats, die nach dem Un⸗ 
n sein Kalkül ein; unter Eugen Richter und Liebknecht hätten all des Ministerpräsidenten stattfand, tadelte dem Figaro zufolge 
is sich auch niemals von Bismarck einbeziehen lassen. Agringrinine 8 de ee de Jergern Surr aen 
Serr v. Bethmann steht wie Caprivi den Parteien der ind erhob geasn ihn den Bormurt, et habe dem Ansuchen des 
inken unbefangen gegenüber, er verfügt darum über eine rescr Anenten. der r eee eeeree d 
rößere parlamentarische Operationsbasis und kann sich auf er an e, nie nachgege 8 ee ahe e hinzu, d 1 
ieser Grundlage Erfolge sichern, selbst gegen den Widerstand —— i ee en en gnnd n 
J * 4 3 
eben e e —S—— em Streit erlas der Marineminister den Bericht. des Kommandanten des 
*5 — —2 5. reuzers „Du Chayla“, dessen anfängliche Wirkung jedoch stark 
d ia Ann bann dem Veiche qors deim lufse dieses Taaunas · erabgemindert wurde, als ein neben Delcasss sitzender Minister 
bschnittes das Zeuanis nicht vorenthalten, daßz * fleißig ge⸗ pahrnahm, daß Delcassé den Absatz wegließ, in dem der Schiffs— 
ellet hat. sowohl in. den Ausschüssen. — den Vou⸗ ommandant sich beklagte, daß er infolge des Mangels einer 
ersammlungen. Auch die Qualität seiner Leistungen ist nicht irellen Verbinpung an Fer don ben Vergangenn dis 
A. unterschätzen, soviele Mangel auch noch estzustellen sein okko nichts wisse und dem Minister deshalb nur aus unsicherer 
ndgen gn dan i ht wedgelheg d deg ale scnehe Berine suheteteee pet t 
as mangels engz festen geschlossenen Mehrheit nur Zom⸗ ʒeiter, Delcasse suche jede Gelegenheit zu benutzen, um die ma— 
— otlanische Politit des Minifleriuas u behindern weil er fuͤrhhte, 
chwieriger, je größere Meinunosverschiedenheiten innerhalb der aß diese zu Verhandlungen mit Spanien führen fönne, die 
inzelnen Parteien selbst zu überwinden sind. Daun wird von nit einem Schlag die von ihm begangenen Fehler in hrer ga zen 
Zartei zu. Partei verhandelt, dann mit der „Regierung“ in ßröße zeigen würden Sie wuͤrden auch die geheinen Ab— 
Feral des gerrn Denee —— 8 nachungen an den Tag bringen, die er unglaublicherweise als 
ekretärs, der wiederum abhängig — ist vom B un desrat, A Ninister des Aeußern mit Spamen getroffen, zu einer Zeit, 
em es zuweilen auch soviele Meinungen wie Köpfe gibt. ils er mit derselben Leichtfertigkeit, die er heute an den Tag lege, 
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erfreuliches Ergebnis erzielt wird, kann nicht verwundern. che Verwickelungen vorbereitet und das franzoͤsische Parlament 
Außer der Reichsversicherungsordnung und der elsaß— loßgestellt habe, ohne ihm irgendwelche Aufslärungen zu geben. 
othringischen Verfassung hat der Reichztag das nicht minder Er habe eine Abmachung unterzeichnet, die den schwersten Fehler 
chwierige Werk der Neichswertzuwachssteuer zustande gebracht, bedeute, den ein französischer Minislser begehen lönne. Ganz 
us der zugleich die Mittel für die erweiterte Veteranen⸗ mnglaublich sei es, daß nur zwei spanische Versönlichkesten den 
ütsorge gewonnen werden sollen. Das Reichsbesteuerungsgesetz virllichen Wortlaut des geheimen französisch-spanischen Marokko— 
obird den Gemeinden, in denen sich industrielle Reichsbetriebe Abkommens kennen; von den französischen Politikern kenne ihn 
efinden, zu statten kommen. Dem Reichstag Ut es gelungen, fteiner. 
»en Etat bei eingehendster Beratung fast rechtzeitig fertig— 
ustellen. Das Gesetz betreffend die Erhöhung der Friedens— 
hrähenzstärke ist mit großer Mehrheit glatt angenommen worden. 
Kiele kleinere Entwürfe sind erledigt: die Lebensmittelteuerung, 
die Winzernot, die schwierige Lage der Zinnwaren- und Tabak— 
ndustrie und ihrer Arbeiter sind ausgiebig aus Anlaß von 
Interpellationen und auch bei den Etatsheratungen besprochen 
vorden. 
Freilich bleibt dem Reichstag noch vieles für den Herbst 
»orbehalten. So die zweite Lesung der Strafprozeßordnung, 
die dritte Lesung des Arbeitskammergesetzes und die kleine 
Strafgesetznovelle (mit der aus Versehen durchgegangenen lex 
Wagner gegen die Presse), ferner die zweite Lesung des 
hausarbeitsgesetzeßz, der Fernsprechgebührenordnung und der 
Entwürfe, die sich noch in den Kommissionen befinden, wie 
die betreffend die Erhebung von Schiffahrtsabgaben und be— 
kreffend die Mißstände im Heilgewerbe. Dazu kommt noch 
dos Privatbeamtenversicherungsgesetz. 
So ist denn dem Reichstage eine gute Erholung zu 
wünschen, damit er bis zum Ablauf der Legislaturperiode 
die ihm noch vorbehaltene große Arbeitslast bewältigen kann 
Die Geburtenabnahme in Stadt und Land 
m Verhältnis zur Zahl der im Alter von 15 bis 45 ZJahren 
tehenden Frauen wird zum erstenmal in einer Zusammenstellung 
des preußischen Kultusministeriums dargetan. Es ergibt sich 
daraus, daß in den Jahrsfünften von 1876 bis 1905 die 
Fruchtbarkeitsziffer auf 1000 gebärsähige Frauen in Preußen 
ortgesetzt zurückgegangen ist, und zwar nacheinander von 174,6 
ꝛuf 165,36, 163,97, 161,85 und 154,83. Der Rücdgang ent— 
ällt aber vollständig auf die Städte. Auf dem Lande 
»lieb die Fruchtbarkeit ungefähr dieselbe. Sie betrug in 
)enselben Jahrfünften 182,93, 179,10, 181,85, 183,00 und 
78,72. In den Städten zeigt sich dagegen folgender Nück— 
zang: 160,64, 145,17, 140,65, 136,59 und 129, 12. Am 
zrößten ist die Abnahme im Stadtkreise Berlin. Hier betrug 
ie schon 1876-1880 weniger als der Landesdurchschnitt von 
»er ersten Hälfte des letzten Jahrzehnts, nämlich 149,21. 
Zeitdem fiel sie auf 119,59, 106,23, 96,73 und 88,78. Auch 
»os Land zeigt in der Provinz Brandenburg einen erheblichen 
Kücgang von 174,87 auf 137,61, weniger in Pommern, 
Sachsen. Hessen-Maisan Anloem?- Gasstein uUnd Hannover Die 
Iniversität an der pazifischen Küste zur Erinnerung an Harri— 
man bestimmt. Das Karäital ist so bedeutend, daß diese neue 
Iniversität größer werden wird als die Havard- Yale- und 
rolumbiauniversität. 
Alkademische Nachrichten. Der o. Professor des Straf— 
echts, Strafprozesses und Staatsrechts an der Universität 
deipzig, Exzellenz Dr. Karl Binding (aus der Frankfurter 
ramilbie dieses Namens) feiert am 4. Juni seinen 70. Geburistag. 
— Im chemischen Institut der Universität Wien sollen, wie die 
deue Freie Presse berichtet, derartige Mißstände in den Arbeits- 
äumen herrschen, daß die Hörer sich ehrenwörtlich verpflichtet 
jaben, im Falle einer Einigung in den Streik einzutreten. 
Hegenwärtig arbeiten 151 Chemiker in dem Institut, während 
Snur für 40 berechnet war. — Der a. o. Professor für 
Nervenkrankheiten und Elektrotherapie an der Aniversität Ber— 
in. Dr. E. Remak ist, 62 Jahre alt, in Wiesbaden gestorben. 
Ein vergessenes Miniaturporträt von Holbein. Pierpont 
Morgan hat, wie die Times berichtet, seiner Sammlung ein 
bisher unbekanntes Miniaturbild von Holbein, ein Porträt 
es Thomas Cromwell, Grafen von Essex, das aus einer pri· 
»aten Quelle stammt, hinzugefügt. Es ist ein kreisrundes 
Zildchen, dessen Malerei sich von einem blauen Grunde abhebt 
und den Staatsmann in schwarzem Mantel mit Pelzkragen 
ind schwarzer Tuchmütze in reichem Ordensschmuck darstellt. 
ẽks mißt nur zwei Zoll und ist mit dem Dedel einer Elfenbein— 
chachtel verbunden, der es einmal als Schmuck gedient hat. 
Ddie Miniatur war bisher auf keiner Ausstellung zu sehen. 
zisher sind nur zwei Porträts des Staatsmannes vbekannt, 
ie Miniatur von Holbein im Besitz des Grafen von Caledon 
m Tyttenhanger Park, und die Medaille im Britischen Museum, 
ie beide etwa aus derselben Zeit, 133738, stammen. Das 
jeuentdedte Mintaturbild weist kleine Unterschiede auf; an 
einer Echtheit ist jedoch nicht zu zweifeln. x. 
Theater, Kunst und Wissenschaft. 
Ein Heim für Schausptelerkinder. Wir erhalten den fol— 
genden Aufruf, dem wir gern Aufnahme gewähren: Im 
März 1910 fand in Berlin eine Nachtversammlung der Schau— 
spielerinnen statt, die nicht nur in der Hauptitadt des Reiches, 
sondern überall ein großes Interesse fand. Es handelte sich 
in dieser Versammlung darum, die soziale Lage der 
Schauspielerinnen darzulegen. Ergreifende Bilder aus 
dem Leben der strebenden Künstlerinnen traten wohl zum ersten 
Male vor die Augen des Publikums, dem sonst immer nur das 
Hlänzende und Schimmernde der Kunst entagegenzutreien pflegt. 
Die Folge dieser Versammlung. war die Bildung eines 
Frauenkomitees, das seitdem eifrig gearbeitet hat, um 
jelfend und fördernd auf die Verbe' serung der sozialen Lage 
der Schauspielerinnen einzuwirken. Tas Eindringen in die 
ozialen Verhältnisse der Schauspielerinnen ergab, daß in erster 
Linie an deren Kinder gedacht werden mußte. Von vielen 
Seiten traten Gesuche an das Frauenkomitee heran, hier zuerst 
tatkräftig einzusetzen. Gerade die Kinder der Bühnenkünstler 
ind von den größten Gefahren bedroht. Bei dem meist un⸗ 
tättoen Leben der Eltern, bei deren aufreibender Ar—⸗ 
zeit, bei dem Mangel an Zeit, sich den Kindern zu widmen, 
nüssen diese oft sorglosen und fremden Händen überlassen 
bleiben. Diesen Kindern die freudlose Jugend glückllicher zu 
gestalten, sie durch eine geregelte Erziehung zu vollwertigen 
Menschen zu machen, soll die Aufgabe eines zu errichtenden 
Kinderheims sein. Das Heim wird sich in der Haupt⸗ 
jache selbst erhalten, da die Eltern der jetzt schon zahlreich 
angemeldeten Kinder gern und freudig nach besten Kräften 
ru den Erziehungskosten beitragen wollen. Nur ein Ga⸗ 
rantiefonds soll gegründet werden! Nicht allein um Wohl— 
ätigkeit handelt es sich, sondern um eine Wohlfahrtseinrichtung, 
die auch zum Segen für die Allgemeinheit werden wird, 
»enn Kinder sind das höchste und heiligste Gut der Nation 
das zu hegen und zu pflegen die Pflicht aller ist. Die— 
Schauspielerinnen sind noch nie an die Oeffentlichkeit getreten, 
im für sich selbst etwas zu fordern. Für die Erziehung 
hrer Kinder wagen sie es. Wir bitten herzlich, uns zu helfen, 
ei einem Werke von so hoher kultureller und sozialer Be— 
»eutung! Die Adresse für Sendungen ist: Kinderheim des 
zrauenkomiees, Berlin 8W., Charloitenstrahe 88. Das Frauen— 
omilee der Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger: Elise 
Zachow-Vallentin, Charlotte Maren, Jenny Borse-Marba, 
Unna Rubner, Angelila Frey, Helene Riechers. 
Theaterchronäͤlk. Polnische Wirtsschaft“, das Re— 
ertoirestück des Thalia-Theaters, siedelt für einige Tage in 
as Neue königliche Operntheater GKrolh) über. — 
Im Nürnberger Apollotheater erzielte die dreiaktige Ope— 
ette „Die Hexe“, Text und Musik von Richard Jäger, 
ei ihrer Uraufführung einen durchschlagenden Erfolg. Die 
hattin des Komponisten, Frau Jäger vom Magdeburqer Stadt- 
heater, spielte die Titelrolle. 
Ein Denkmal für Cook. Aber nicht etwa für den be— 
ühmten Cook, der den Nordpol nicht entdedt hat, sondern 
ür den viel bescheideneren Weltumsegler Captain Cook. Ein 
domitee, das sich zu diesem Zweck gebildet hat, hat die Aus— 
ührung des Denkmals Ser Thomas Bod übertragen, 
er soeben das grotze Denkmal für die Königin Viktoria voll— 
ndet hat und gegenwärtig an dem äindischen Denkmal für 
dönig Eduard VII. in Delhi arbeitet. Bisher wurde das An—⸗ 
enken an den berühmten Forschungsreisenden nur durch einen 
Obelisken wachgehalten, der an der Stelle errichtet wurde, 
vo Cook im Jahre 1797 auf den Sandwichinseln von den 
kingeborenen erschlagen wurde; außerdem gibt es eine Büste 
on ihm in Greenwich. 
Taͤe Umiversität des Eisenbahnkönigs. Die Witwe des 
erstorbenen amerikanischen Eisenbahnkönigs Harriman hat 
en größten Teil ihres Vermögens für die Gründung einer
	        
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