Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

———— ——— 
E 6 — 4 — 
—3 —8 5 
18 —2* —A— 
* F * — — 
—XR * 
4 — 
32584 — V⏑ —— 3 
—I8 48 JJ 3 
R—— — — 2 * FAIE3 43836 F 
—54 . 1 * 58 J —5339 — E 
—9 — — ——A 1 6 2134 
—* — — 34— —FR7 JIE36 — —4 
54 J EJ —38 * — —8 3 9 J 9 
R3 —5 2 — h ——— 2 —4 5— 
—— —* 1 * 7 — 
—8 
Wöchentlich 13mal Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erschetnend. Bezu as⸗ 
preis fũr das Vierteljohr 8,30 Mark einschließlich 
Sringgeld in Lübeck. Durch die Post begogen vhne 
Bestelgeld 3330 Marl. Einzelnummern 10 Pig. 
Anzeigenpreis (Ausgabe A und B) für die 8gepp. 
Zeile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeitsmarkt usw.) 
is Pfg., für Auswaärtige 830 Pfg., f. Geichäftl. Mit⸗ 
leilungen 1Mt. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Satz den Anforderungen entsprechend höher. o 0 
misblat der freien und Hansestadt Lũbed 61. Vachrichten für das tzerzogtum Tauenburg, die 
J aibleu: en hund anet — n Fürstentümer Ratzeburg, Lübed und das angren⸗ 
—————— — —AB jende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drud und Verlag: Geb rüa der Borders G.m. b. S. in Lüdec. — Geichäftsstelle Adreß baug (Köniastr. 45). Fernivprecher 9000 u. MVOI. 
Abend⸗Blatt Nr. 177. 
Beilagen: Vaterstãdtische Blätter. — Der Jamilienfreund. 
Ausgabe 
roze Anseabe) 
Donnerstag, den 6. April 1911. 
Rlatt. 
Nichtamtlicher Ceir. 
klsaß⸗ Lothringer »m reußischen herren⸗ 
me. 
D. Lübeck, 6. April. 
Nun ist auch im preußischen Herrenhause der längst an— 
dekündigte konservative Vorstoß gegen Herrn v. Bethmann 
ind seine elsaß⸗lothringische Verfassungsreform erfolgt. Der 
Verlauf dieser neuesten Aktion würde langweilig genannt wer⸗ 
den müssen, wenn allein der konservative Fraktionsredner 
Hraf Wedel⸗Piesdorf gesprochen und der preußilche Minister 
»es Innern v. Dallwitz in Vertretung des abwesenden Reichs— 
'anzlers geantwortet hätte. Denn die Rede des konservativen 
Sprechers wiederholte nur die aus dem preußischen Abgeord⸗ 
netenhause und aus den konservativen Zeitungen bekannten 
kArgumente der Agrar-Konservativen gegen die allzu große 
Nachgiebigkeit Preußens gegenüber demokratischen Parteiwün— 
schen des Zentrums und des Liberalismus. Neu war höchstens 
die Schärfe der Kritik gegen das in Aussicht genommene 
Wahlrecht. Hierbei kam der Urgrund der konservativen Oppo⸗ 
ition, die Besorgnis um das unveränderte Weiterbestehen 
des preußischen Dreiklassenwahlrechtes ungeschickter zum Aus⸗ 
zruck, als man das lsonst auf konservativer Seite ge— 
vöhnt ist. V 
Aber auch Herr v. Dallwitz wußte nichts anderes zu 
angen, als daß sein am Erscheinen verhinderter Chefkollege, 
öerr v. Bethmann⸗Hollweg, so oft und so ausführlich sich 
iber den Streitfall mit den Konservativen geäußert habe, 
»aß er auch heute schwerlich etwas neues würde haben hinzu⸗ 
etzen können. 
Trotzdem erhielten diese Auseinanderletzungen doch noch 
eine eigenartige und reizvolle Note durch die Rede, die der 
ehemalige Staatssekretär von Elsaß-Lothringen, Herr von 
Köller, hielt. Er iste aus seiner Amtsführung sowohl in 
Schleswig-Holstein wie in Elsaß-Lothringen als der Typus 
uines echten konservativen Juners bekannt, der als Mann 
»hne Nerven mit Strenge und Rüclsichtslosigkeit, aber auch 
mit Offenheit und Gradheit vorgeht. So gab er sich auch 
gestern im preußischen Herrenhause. Er betonte wiederholt 
eine Zugehörigkeit zur konservativen Partei, aber auch seine 
warmen Gefühle für die Bevölkerung Elsaß-Lothringens, unter 
der er seine 12 besten Amtsjahre verlebt habe. Und da— 
wwischen gab er in einer breit angelegten Rede eine vor—⸗ 
üügliche Schilderung des Volkscharakters der Elsaß-Lothringer 
und der Parteikonstellation in den Reichslanden. Niemand 
fonnte sich den Eindrücken seiner mahlnorhereifeten Rede 
A 
Erstes Blatt. hierzu 
Umfana de he · 
entziehen, obwohl sie keineswegs auf glatte Unterstützung 
des konservativen Vorstoßes gegen die Reichsregierung und 
die Mehrheitsparteien in der elsaß-lothringischen Verfassungs⸗ 
kommission des Reichstages hinauslief. 
Serr v. Köller beklagte nun weniger den Inhalt der 
Regierungsvorlage und das Zurückweichen der verbündeten 
Regierungen in der Frage der Verleihung von Bundesrats⸗ 
timmen, als vielmehr die Art der ganzen Verhandlung. Ent— 
beder sei, so führte er durchaus logisch aus, die elsakß— 
othringische Bevölkerung jetzt wirklich reif für eine Verfassungs- 
eform und für Zuteilung von Bundesstaatsrechten, und dann 
ätte man füglich den Elsaß-Lothringern selbst die Ausarbeitung 
er entsprechenden Verfassungsreform zugestehen müssen; oder 
ber die Reichslande seien noch nicht für eine so einschneidende 
skeform reif, und dann hätte man überhaupt nicht mit ihr 
ommen dürfen. Die vielbeklagte heftige Kritik der Elsaß⸗ 
dothringer an der Regierungsvorlage entspringe vor allem 
inem gekränkten Ehrgefühl. Der Protest dagegen, daß in 
Zerlin vom Reichstag eine neue Verfassung für Elsaß-Lothringen 
zeschaffen werde, ohne daß die von ihr Betroffenen auch 
iur die Möglichkeit gehabt hätten, vorher den Regierungs— 
ntwurf kennen zu lernen und sachlich zu kritisieren, sei nicht 
inberechtigt. 
Um diesen eigentlichen Kern seiner Rede gruppierte 
zerr v. Köller dann noch sehr interessante Einzelheiten 
iber seine guten Erfahrungen mit dem elsaß⸗lothringischen 
dandesausschuß und mit der deutschen und französischen 
Volkssprache, die nicht minder interessant waren und von 
der landläufigen Beurteilung in konservativen Reden und 
Zeitungen erheblich abstach Teilweise bekräftigten 
»ese Ausführungen direkt die Wraumemnte der 
liberalen Verfassungsfreunde im Reichstaag 
und in der Kommission. 
So waren also die Darlegungen des Berrn v. 
—A 
ragender Sachverständiger gewürdigt werden muß, 
rur äußerlich gegen das Vorgehen der Reichsregierung 
zerichtet, während sie im Grunde, wenn auch unausge— 
prochen, eine sachliche Verteidigung des Reformwerkes ent—⸗ 
jielten. Daß dies nicht stärker in die Erscheinung trat, 
var zweifellos von dem konservativen Redner, der seinen, 
Parteigenossen nicht allzu unbequem werden wollte, be— 
ibsichtigt. Trotzdem werden die Freunde der Vorlage in 
aächster Zeit häufig genug auf diese Rede zurückkommen 
uind ihr ihre besten Argumente entnehmen. Das aber 
wird umso nötiger sein, als zweifellos die agrar-konservative 
Opposition gegen Herrn v. Bethmanns Vorlage noch weiter— 
hin alle Hebel in Bewegung setzen wird, um lie zu 
dernichten. 
A 
der franzoͤsische Kriegsminister und der Ursprung 
des Kriegs von 1870. 
Am 2. d. M. hat in Paris eine Gambetta⸗— 
Fezter stattgefunden, bei der neben anderen Rednern der 
Kriegsminister Berteaux die Verdienste des großen 
ranzösischen Vollsmannes um die Reorganisation der Wehr⸗ 
raft Frankreichs schilderte. Nach dem Bericht des „Temps“ 
hat Kriegsminister Berteaux in seiner Rede u. a. folgendes 
gesagt: 
„Im Morgenrot seines politischen Lebens nährte 
Gambetta, wie viele edle Männer, den Traum einer 
allgemeinen Brüderlichkeit. .. Indessen, eine Unruhe suchte 
ihn heim. Das Kaiserreich, dem Staatsstreich entsprofsen, 
erschien ihm geneigt, in aus wärtigen Ablenkungen 
das Mittel zu suchen, das im Innern eine 
äglich schwankendere, unsicherere Macht be⸗ 
estigen sollte. Er täuschte hich nicht: das 
Verhängnis wollte bald, daß schmerzliche Stunden für 
unser Land schlugen.“ 
Der Ursprung des Krieges von 1870 wird hier rund 
ind nett der französischen Seite zugeschrieben, nämlich 
er Absicht Napoleons, seinen wankenden Thron durch einen 
triegerischen Erfolg zu stützen. Diese Auffassung ist nicht 
eu; Beachtung aber verdient die Tatsache, daß sie vom 
triégsminister Berteaux vorbehaltlos geteilt wird, also von 
znem französischen Staatsmanne, dem man nicht Unrecht 
ut, wenn man eine starke chauvinistische Ader sein eigen 
rzennt. In Deutschland sollten die sozialdemokratisch-welf schen 
Historiker“, die — nach Art des verstorbenen Liebknecht 
— in der Fälschung der Emser Depesche durch Bismarck den 
Ursprung des Krleges erblicken, den Standpunkt Gambettas 
und des Kriegsministers Berteaux zur Berichtigung ihrer 
Ansicht benützen. N 
zur Ausweisung von Frau Dr. Ottosen aus Nord⸗ 
schleswig. 
. Die Meldung von der Ausweisung der Dänin 
Frau Dr. Ottosen aus Nordschleswig erregt nicht nur in Däne⸗ 
nark, sondern in ganz Skandinavien großes Aufsehen. Die 
Tusgewiesene ist die Gattin des bekannten Oberarztes am 
Zanatorium Skodsborg bei Kopenhagen. Sie ist in waeiten 
zreisen, nicht nur in Dänemark, sondern auch in Schweden,. 
sorwegen und Nordamerika um ihrer aufopfernden Täligkleit 
im Dienste der Förderung der Volksgesundheit hoch geschätzt. 
Weder Dr. Ottosen noch seine Gattin haben sich jemals an 
olitischen Agitationen irgend welcher Art beteil'gt. Die Reise 
zer Frau Dr. Ottosen durch Nordschleswig hatte dinziz und 
allein den Zweck, unter der dänischen Bevölkerung daselbst 
opuläre Vorträge über Gesundheitslehre zu 
nalten. wobei sich Frou Dr Ditosen der danischen Syrache be⸗ 
——— 
Ob fie wohl kommen wird? 
Roman von Renata Greverus. 
(24. Fortsetzung.) Machdrud verboten.) 
„Und du? Willst du dir die Gefährtin selbst wählen,; 
oder soll sie zu dir kommen?“ Er lächelte. 
„Ja, Karl, ich möchte wohl! Aber ich muß noch eine 
Weile warten,“ — er lächelte leise und glücllich — ich 
muß erst ganz gewiß wissen, ob sie — die ich meine, — an 
meinem Leben mitziehen, mitarbeiten kann, ob sie sich mit 
mir freuen, ob sie mit leiden will. Ich muß wissen, ob wir 
oöllig eins werden können. Dann, ja dann kommt auch 
das Glück, und wenn noch so viel Not dabei wäre, dann 
lommt die Freude und überwächst alles Leid..“ 
Eine Weile stand er ganz still. Sein schönes, edles Ge— 
sicht nahm einen glücklichen Ausdruc an; er sah sich im 
Zimmer um; es waren dieselben Möbel, fast dieselbe An⸗ 
ordnung derselben, wie in dem Zimmer, in dem er mit Karl 
und Liesbeth Rüder vor Jahren nach dem Abiturienten— 
amen sein Abschiedsfrühstüch gehalten und dann mit ihnen 
zesungen hatte. Wie von der Erinnerung getrieben, setzte er 
iich noch einmal eilig ans Klavier, und troß der Witternacht 
und der Rüchiicht, die er sonst stets auf seine Hausgenossen 
und seine Umgebung zu nehmen pflegte, schlug er beinahe 
bermütig die einleitenden Akkorde zu dem frohen, lieblichen 
Neinigschen Liede an. Und er konnte nicht anbers, er sans 
ich das ganze freudige Lied halb ahnungsvoll, halb sieges— 
eudig wieder vom Herzen wie einstmals 
„O, du klarblauer Himmel, und wie schön bilt du heut. 
Möõcht' ans Herz gleich dich drucen vor Jubel und Freub. 
Aber s geht doch nicht an, denn du bist ja so weit, 
Und mit all meiner Freud, was fang ich doch an? 
O. du lichtgrüne Welt, und wie strahlst du voll Lust, 
Und ich möcht mich gleich werfen dir vor Lieb an die Brust! 
Aber 's geht doch nicht an, und das ist ja mein Leid, 
And mit all meiner Freud, was fang ich doch an? 
Und da sah ich mein Lieb unterm Lindenbaum ehn, 
War so klar wie der Himmel, wie die Erde so schön! 
And wir sangen vor Lust, und wir kuhten uns beid'; 
Und da hab ich gewußt: wohin mit der Freun“ 
Karl unterbrach ihn nicht, obwohl dieser plötzliche Ueber— 
jang in des Freundes Stimmung ihn beängstigte, und obwohl 
r auch wußte, daß seine Mutter noch wach läge und durch 
zie späte Muslik vielleicht beunruhigt würde. Daß Liesbeth 
m Nebenzimmer saß, ahnte er nicht. —“ 
Sie hatte leise die Tür geöffnet; auch über sie kam 
die Trimerung an jenes warme Glücksempfinden, das vor 
Jahren durch ihre junge, unberührte und noch nicht reflek⸗ 
ierende Seele gezogen war. „O, auf einmal alle Bedenken 
ibschütteln zu können,“ dachte sie. War denn Rang und 
Stand und äuberer Glanz das Beste am Leben? 
Es trieb sie vorwärts, um zu hören, ohne gesehen zu 
verden. Die Gedanken, Empfindungen und Wünsche jagten 
ich in ihrem Innern, es war ihr noch vieles dunkel, und 
ie hatte keine andere Leuchte, als das phantastische, däm—⸗ 
nernde Miondlicht und das Glücssehnen, das dies Traumlicht 
'n der augenblicklichen Einsamkeit erzeugte. In ihr war das 
rarme Strahlenlicht der echten Liebe und des Sichentäußerns 
ioch nicht aufgegangen, nicht die Flamme, die hell genug 
st, um auch auf unsicheren Pfaden zu leuchten, und stark 
zenug, um über alle Not hinaus auszuhalten. Aber ein 
üher, wonniger Schauer durchbebte sie, als Gerhard den 
Schlußvers des Liedes sang, der in ihr einen wonnevollen 
Widerhall erwechte: „Und wir sangen vor Lust — und da 
zab ich gewuht, wohin mit der Freud!“ 
Sie war auf die Schwelle der geöffneten Tür getreten, 
»hne daß die Freunde ihr Erscheinen wahrgenommen hätten. 
Mit einem siegesgewissen Lächeln blickte sie auf den Sänger, 
»er mit einem plötzlich hervorbrechenden Ausdruck ahnenden 
Glüdes aufgesprungen war, um dem Freunde beide Hände zu 
teichen. In diesem Augenblicke gewaährten beide Liesbeth. 
War es ein wundervoller Zufall, daß sie gerade jetzt 
eintrat? Oder hatte sie schon länger dort gestanden? Hatte 
ie den Gesprächen der Freunde gar gelauscht? Karl war pein⸗ 
ich überrascht durch ihr Erscheinen gerade in diesem Augen⸗ 
blide des intimsten Empfindungs⸗ und Gedankenaustausches 
wischen ihm und dem Freunde, der sich ihm so rüdhaltslos 
wie nie zuvor aufgeschlossen hatte, und dessen innerste Stim⸗ 
nung und Meinung er so gern ergründet und womöglich auch 
elettet R5 
In Gerhards Augen tam ein Frohloden, wie er sie dastehen 
ah. Er näherte sich ihr aber nicht; er sah nur zu ihr hin mit 
erkennendem, glücklichem Lächeln. Sie stand wie in Erwartung; 
Herhard merkte es nicht, er schien in ihren Anblick ver—⸗ 
iunken zu sein, ohne es selbst zu merken, doch sein Sinnen war 
iach innen gerichtet. Erst als Karl aufstand und Liesbeth 
uisprach, raffte er sich aus seiner Versunkenheit auf, ging 
auf sie zu und hielt ihr mit herzlicher, fast inniger Ge— 
härde die Hand hin. — 
„Warum sind Sie nicht schlafen gegangen, Fräulein Lies— 
ieth?“ fragte er. 
Ich habe noch ein wenig aufgeräumt,“ sagte sie. „und 
— geträumt,“ setzte sie zögernd hinzu. Karl sah unbehaglich 
drein! 
„Ich habe auch geträumt,“ sagte Gerhard, sie ansehend. 
„Singend und spielend?“ fragte sie neckisch. 
„Ja,“ sagte er, und sein Blich schien wieder nach innen 
zerichtet. 
Karl sah erregt zu den beiden hinüber und machte eine 
Bewegung zum Gehen. 
Gerhard faßte plötzlich Liesbelhs beide Hände und salj 
hr tief in die Augen: „Ob sich unsere Träume wohl er—⸗ 
üllen?“ fragte er versonnen. 
Liesbeth war ganz still, als erwarte sie, daß er weiter⸗ 
prechen solle. Aber er schwieg, ohne ihre Hände loszulassen. 
Tann sagte er, indem er tief aufseufzte: .. 8 
„Ich weiß es heute noch nicht, vielleicht wissen wir's 
veide morgen!“ 
Er küßte leise, fastt feierlich ihre Hand; es lag in dieser 
in sich unverfänglichen Gebärde eine unendlich zarte, lkeusche 
oͤuldigung, die Gerhard beinahe unwillkürlich und wohl zum 
xsten Male in seinem Leben darbrachte. Dann nichte er 
»en Geschwistern freundlich grühend zu und war hinaus— 
jegangen. 
In Liesbeths Zügen malte sich nach der frohen Ueber⸗ 
aschung, die sein Tun hervorgerufen hatte, Erstaunen und 
chliekßlich Enttäuschung und Aerger. Sie hatte mit Bestimmt⸗ 
eit einen anderen Abschluß erwartet, nach Gerhards bewegter, 
eierlich befangener Art. Jetzt schämte lie lich einesteils vor 
xem Bruder, dak sie ungerufen hereingekommen war und
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.