Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Ddeh edemn Deee Wecn Eine einfache Antwort des Polizei⸗ 
rasidenten v. Jagow genügte dem Staatssekretär, hier eine 
hnodderige Ancwort zu gehen. 
⸗ eieann e orch rufe Sie wegen dieser ganz un⸗ 
ehörigen Bemerkung zur Ordnung. 
Etnatssekretar ve Hiderlen⸗Waechter: Herr Ledebour hat 
ediglich defragt, ob der Dann ausgewiesen, oder ausgeliefert 
e Darauf 858 geantwortet. (Gr. Unruhe bei den 
Zoz. Zustimmung rechts. 
Abge Gothein (Focischr. Vp.): Die Sache ist sehr ernst. da 
hier das Ansehen des Reiches zu wahren ist. (Gelächter.) Mit 
der Antwort des Staatssekretärs ist die Sache nicht abgetan. 
Abg. Ledebour (Soz.): Es handelt sich hier um eine mas⸗ 
tierte Auslieferunßg. 
Staatsfekretär v. Kiderlen-Waechter: Die Ausweisung er⸗ 
olgte auf Anforderung des Vormundschaftsrichters. Gört, 
jörth). Er schrieb mir, Montag sei ein gemeingefährlicher Mann, 
her sich der Entwaffnung vor dem Gericht entzogen hat. Der 
Kolizeipräsident möge ihn sofort an die Grenze befördern. (Leb⸗ 
jaftes Hört, hört! bei den Soz,) Es blieb nichts übrig, als ihn 
in die Grenze des Landes zu bringen, wo er ndie war. Frei⸗ 
villig wäre der Mann nicht gegangen. (Lebh. Bravo) 
RAbg. Frhr. v. Gamp (Rp.): Nach unserer Meinung ist in 
iesem Fall vollkommen korrelt verfahren worden. 
Abg. Ledebour (Soz.): Daß die Rechte dem Staatssekretär 
zeispringt, ist erklärlich. Es besteht da eben eine sonderbare Auf⸗ 
assung vom parlamentarischen ren 
Vizepräsident Schultz ruft den Redner zur Ordnung. 
Abg. Gothein (Fortschr. Vp.): Hätte der Staatsselretär die 
etzte Auskunft gleich erteilt, hätte die Debatte wesentlich abge⸗ 
ürzt werden können. Die Ausweisung hat zu Recht stattgefun⸗ 
33 x aber die Art der Ausweisung richtig war, bleibe dahin⸗ 
estellt. 
Staatssekretär v. Kiderlen-Waechter: Ich bedaure, daß 
zerr Montag immer noch nicht zur Ruhe gekommen ist. GGroße 
deiterkeit.) Ich glaube, meine erste Antwort war gleich klipp und 
lar. (Zustimmung rechts.) 
Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Dr. v. Savigny 
(Ztr.) wird der Etat des Auswärtigen bewilligt. Es folgt der 
Etat des Innern. 
Abg. Hengsbach (Soz.) begründet eine Resolustion sei— 
jer Partei auf Ergänzung der Bundesratsverordnung betroffend 
en Betrieb der Anlagen der Großeisenindustrie, 
festleaung der Arbeitszeit, Arbeitspausen, Einschränkung der 
eberzeitarbeit, strenge Durchführung der Arbeiterschutzbestim⸗ 
tungen und sanitäre Einrichtung der Arbeitsräume, Errichtung 
on Wasch- und Badeanstalten, AÄnkleide- und Speiseräumen, so— 
ie eine weitere Resolution der Sozialdemokraten betreffend Vor⸗ 
»gung eines Gesetzentwurfs, in dem die Verhältnisse der für die 
adustriellen Werke bestehenden Pensionskassen für das 
anze Reich einheitlich geregelt werden. 
Abg. Frhrev. Gamp (Reichsp.): Die Mehrzahl der Arbeit⸗ 
eber wünscht ein qutes Verhältnis zu den Arbeitern. Wenn die⸗ 
es so oft gestört wird, so liegt dies an der Agitgtion der Sovial⸗ 
emokraten. Daß die Lage der Arbeiter sich in 
en letzten Jahrzehnten wesentlich gebessert hat, kann 
icht bestritten werden. (Sehr richtig! rechts.) Je— 
„er tüchtige Arbeiter findet eine angemessene Stel⸗ 
ung, auf dem Arbeitsmarkt stehen sie viel günstiger da, als der 
lrbeitgeber. Die Wohnungsfürsorge für die Kruppschen Arbei— 
er ist hervorragend. 73 Prozent der Arbeiter haben in den Arbei⸗ 
erhäusern ihre großen, schönen Wohnungen. 
Staatssekretär Dr. Delbrück: In der zweiten Icspng habe 
ch mich über die Frage der Werks-⸗Penstonskassen ein— 
‚ehend ausgelassen und insbesondere darauf aufmerksam gemacht, 
aß es mir unzweckmäßin erscheine, in eine gesetzliche Regelung 
inzutreten, solange wir nicht wissen, welche Gestalt das Geseß 
ber die Versicherung der Privatbeamten aunimmt, das ja zwei— 
ellos auch in die Rechtsverhältnisse der Werks-Pensionskassen 
ingreifen muß. 
Die Umfrage und die Ermittelungen, die ich seinerzeit über die 
Zerhältnisse in der sch»eren Eisenindustrie, namentlich 
ꝛei den Hochofen- und Walzwerken angestellt habe, haben ergeben, 
»aß die Verhältnisse in den einzelnen Werken außerordentlich ver— 
chieden sind. Sie haben vor allen Dingen ergeben, daß die Miß- 
tände, die damals im Reichstage zum Gegenstand von Beschwer— 
en gemacht sind, keineswegs allgemeine Begleiterscheinungen dieser 
industrie sind, sondern daß sie sfich nur in einzelnen Werken unter 
sonderen, Verhältnissen vorfinden. Die Verhältnisse im Ueher— 
chichtenwesen hinsichtlich des Versahrens von Wechselschichten find 
o verschieden. daß es damals beim besten, Willen nicht moöalich ge— 
yesen wäre eine generelle Regelung dieser Frage eintreten zu 
assen. Das gilt insbesondere von den Wechselschichten. Ich habe 
nter diesen Umständen und namentlich mit Rücksicht darauf, daß 
ie Gewerbegaufsichtsbeamten ihrerseits in der Lage find, einzu— 
hreiten, gealaubt, mich auf das beschränken zu müssen, was in ber 
zerordnung vom Dezember 1908 niedergelegt ist. Diese zerfällt in 
wei Teile, der eine bebandelt in wie ich zugebe, elwas elaftischen 
orschriften die Pausen und die Maximalarbeitszeit. Den zwenien 
eil. der die Lohnlisten vorschreibt, halte ich für den wichnigsten. 
luf Grund dieser Ermittlelungen werden wir erst in der Lage 
ein, zu übersehen, wie etwa eine generelle Regelung gestaltet sein 
nauß. Wir haben uns davon überzeugt. daß gegenwärtig die Art 
Zre Buchführung und der Lohnlistenführung auf den verschiedenen 
verken sehr verschieden ist. Deshalb haben wir Vorschriften er— 
afsen. damit es den Werken allmählich gelingt, ihre Lohnlisten⸗ 
iihrung unseren Anforderungen anzupassen. Ich wurde 
s Jür falich halten, wenn wir bei dieser Sachlage heute schon zu 
härseren Vorschriften übergehen würden. Ich bin der Unsicht, 
aß die bestebenden Vorschriften uns im Laufe der Zeit die ünter— 
agen für die zu treffenden Anordnungen geben werden und daß 
ei binreichender Aufmerksamkeit der Gewerbebeamten es sehr 
»ohl möglich sein wird, auf Grund der bestehenden Vorschriften 
ind bei richtiger Handhabung der Beftimmungen Unzuträglich- 
iten gbzuschwächen. Vor allem werden die Vorschriften über die 
ctatistiken und die Lohnlistensũhrung erzieherisch auf die Werksbeam— 
en wirken, Ich halte es für richtig, den Weg zu gehen, den der Ab— 
eordnete Giesberis nachher empfehlen wird. (Henerleiles Ich habe 
a seine Resolution gelesen. den Reichsskanzler zu erfuchen, dem Reichs⸗ 
ag baldmöglichst eine Denkschrift zu unterbreiten über die Wirlkung 
er Bundesratsverordnung für die Großeisenindustrie vom 19. De— 
ember 1908 und eine Erweiterung derseiben im Sinne des Beschlusses 
es Reichstages vorzubereiten. 
Abg. Vogel (natlib.) tritt den Auslassungen des Abgeordneten 
Rngsbach entgegen und meint, die sozialdemotratische Resolution 
nthalte größtenteils Selbstverstaͤndliches. 
„Abg. Fraut (HZentr.) kommt. auf die Beschwerden seines über⸗ 
iegend von Mähren bewohnten Wahlkreises über die Auslegung and 
»andhabung des 8 12 des Vereinsgefehhes zuruck, und verlangt die 
insterene des Sprachenparagrasphen bdes Bereins, 
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Aba, Riederlöhner (kons.)!: Die Bäckereiverordnung 
ollte auf dem platien Lande und in den kleineren Städten nicht so 
harf, gehandhabt werden, namentlich in baupoligeilicher Hinficht 
Aba. Giesberts Gentr.) befürwortet seine Resolution auf Vor⸗ 
gung einer Denkschrift über die Wirkung der Bundesralsberord- 
ung für die Großessenindustrie. 
Abg. Dr. Werner (ODeutsche Riformpartel): Det Bund. der 
Vs dwerker findet bei den Freisinnigen nicht die gewünschte 
—— er fühlt sich bei den Varteien der Rechten desser auf— 
Damit schließt die Diskussion. Nach perfönlichen Bemerkung 
t .Na gen 
nachdem Abg. Graf Kaniseskons zur Geschäfisordnung in 
edauern darüber ausgelprochen hat, daß“er in der dritten Lesung 
ine Resolution betrefsend den Zwischenhandei mit Lebensmitein 
icht habe begrunden, fͤnnen, wind die Hesolution der Soßaldeme 
vgien menNaelehnt. die Resolution Giesberss“ange— 
Bei den allgemeinen Fonds ist von dem Abg. Dr. Arendt 
deichsnartei) mit Unterftuͤhung von arberen Abgerddeten aus 
llen Parteien beantragt, den in zweiter Lesung beschlossenen Pro⸗ 
agandafonds von 100 900,.A zur — von tropi⸗ 
chen un Fubtropischen Kurturen in den deutschen Ko— 
mien auf 200900 A zu erhöhen und den Reservefonds um 100 000 
— gied 000 .A zu vermindern. Die Resolution wird ange⸗ 
— den Auszaben für das Kolonialamt bejür⸗ 
Abg. Wommelsdorff (natlib.) eine Regolutton, eine 
dommission von 14 Mitgliedern einzusetzen zur Prüfung der Frane, 
bie der von Petersen-Möhlhorst Projeltierte Eckernförder 
ranal im Interesse des Reichs am besten zu fördern sei. 
Meinisterialdirektor v. Jonquieres: Ich bitte, von der Einsetzaug 
iner Kommission abzusehen, denn die Durchführung des Proletis 
würde dem Reiche jährlich eine Million Mark kosten. 
Die Resolution wird abgelehnt. Bei den einmaligen Aus— 
gaben für das Statistische Amt kommt in längeren Erörte⸗ 
ungen 
— Dr. Stresemann (natlib.) auf die Rede des Abgeordneten 
Dr. Roöͤside über die Produktionswerte der Industrie und 
Landwirtschaft zurück. 
Abg. Dr. Rösicke (kons.) bleibt bei seinen neulichen Behaup⸗ 
tungen stehen. 
ge weiteren Debatte beteiligen sich die Abgg. Molken- 
buhr (Soz.), Gothein GFortschr. Vp.), Dr. Rosicke (kons.) 
und Dr. Stresemann. .. 
Die Resolution des Grafen Kanitz betreffend den Zwischen⸗ 
handel mit Lebensmitteln wird angenommen, ebenso die 
rel auf die Revisiondes Vereinsgesetzes bezüglichen 
Kefolutionen Ablaß und Brandys. Schließlich gelangt auch die 
uen auf Unterstützung der nationalen Fest— 
spiele in Weimag zur Annahme. 
Nächste Sitzung Dienstag 10 Uhr: Fortsetzung der dritte 
desung des Etals. 
Schluß 88 Uhr. 
PreuBischer Landtag. 
Abgeordnetenhaus. s 
Berlin, den 3. April. 
Am Ministertisch: Dr. Lentzz. 
Präsiden v. Kröcher eröffnet die Sitzung um 124 Uhr. 
Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die erste Beratung 
des Gesetzentwurfs über die 
MReinigung öffentlicher Wege. 
Unterstaatssekretär Frhr. v. Coels v. d. Brügghen: Der 
Mangel allgemeiner Gesenesvorschriften über die Pflicht zur 
olizeimãßigen Reinigung öffentlichec Wege hat vielfach zu recht⸗ 
ichen Streitigkeiten zwischen Hausbesitzern und den Volize:⸗ 
ehörden geführt. Der vorliegende Gesetzentwurf soll recht⸗ 
iche Klarheit schaffen. Ex soll die Möglichkeit geben, die 
es Recht nicht durch die Verwaltungsbehörden, sondern durch die 
Beschlüsse der Selbstverwaltungsbehörden herbeizufiühren Zabt 
eiche Hausbesitzervereine haben Einwendungen gegen den Ent— 
vurf erhoben, welche die Reinigungspflicht auf die Gemeinden 
ibertragen wissen wollen. Die Staatsregierung hat diese 
Bünsche nicht überall berücksichtigen können. Sie hält es für 
weckmäßiger, wenn die steinigungspflich den Hausbe⸗ 
itzern, als wenn sie den Gemeinden obliegt. Das Herren 
zaüs hat der Vorlage zugestimmt. Ich bitte um Ihre Zu— 
timmun 
— Brümer stons.) halt es für bedenklich, wenn die Fest— 
etzung des Umfangs der Reinigunspflicht den Polizeibehörden 
erlassen bleiht und beantragt Ueberweisung der Vorlage au 
die Gemeindekommission. 
Abg. Linz (Zeutr) wendet sich gegen eine Mehrbelastung der 
Bemeinden und Hausbesitzer. — 
Abg. Peltasohn (Vpt) empfiehlt die Aufhebung örtlicher 
Vorschriften und Observanzen. 
Aba. Dr. Liebknecht (Soz.): Bei Streitigkeiten sollten nicht 
zdie Verwaltungsgerichte, sondern die ordentlichen Gerichte ent— 
cheiden. J F 
Vorlage wird der Gemeindekommission über— 
viesen. 
Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfs, betr. 
die Losgesellschaften, — 
die Veräußerung von Ferre ee mit 
Brämien und den Handel mit Lotterielosen. 
Finanzminister Dr. Lentze: Der Gesetzentwurf ist dazu be⸗ 
timmt, um Mißstände zu bekämpfen, die sich durch unlautere 
Nachensshaften bei dem Haudel mit Prämien- und Serien-— 
osen ergeben. Sogenannte „Bankiers“ verleiten durch mark- 
hreierische Ankündigungen das Publikum, Lose zu kaufen, für 
»otterien und Auslosungen, deren Chancen sehr gering sind. 
udem sind die Preise viel höher, als wenn das Vublikum die 
ꝛse erworben hätte. Die hauptsächlichste Form, in der 
diese Ausbeutung des Publikums vetrieben wird, ist die Veran— 
daltung von Prämien⸗ und Serienlosgefelfchaften wobei es 
ich besonders um außerpreußisch und ausländische Lose handelt. 
die Machenschaften dieser ** indelhaften Bankge⸗ 
ch ãfste erstrecken sich auch auf erlaubte, Geldlotterien, auf die 
zreußische Klassenlotterie auf die Rote Kreuz Lotterie und die 
Lotterie zugunsten der Heustärien für Lungenkranke. Deshalb 
balten wir es für endi nene Strafbestimmungen zu erlassen 
zegen die Gründung von solchen Losgesellschaften, wobei unter 
Iuüsnutzung der Splelsucht das Publikum gewerbsmäßig ausge— 
eutet wird. Die reellen Gesellschaften sollen in keiner Waise 
jetroffen werden. Besonders haben wir es für notwendig ge— 
alten, daß der Rückfall unter verschärfte Strafe gestellt und daß 
ie fortgesetzte Handlung, daß lede einzeine Uebertretung bestraft 
vird, Wir hoffen, daß diefe Bestimmungen genügen werden 
—EDRX vor gewissenlysen Täuschungen und vor Schaden 
u bewahren. 
Abg. Frhr. v. Erffan(t.); Wir billigen das Vorachen der 
Kegierung bei dieser Vorlage durchaus. Da der Eutwurf einen 
orwiegend juristischen Charakter hat, so beantragen 
vir Ueberweisung an die verstärkte Justiztkommiffion 
Nach Jurzen Bemerkungen der Abags. Dr. Liebknecht (Soz) 
ind, Dr. Grunenberg (Zentr.) wird der Gefetzentwurf der ver⸗ 
tärlten Justizlommission überwiesen. 
Es solgt die Beratung der Uebersicht über die Verhand⸗ 
ungen des 
Gesanmit⸗Wasferstraßenbeirats 
pührend der ersten Wahlperiode vom 1. Abril 1907 bis Ende 
März 1910. 
Absg. Leinert (Soz.)) Wir sind für das staatliche 
Schleppmonopol, wünschen aber, daß die Lirbeiter, die bei 
)em wrivaten Schleppbetrieb beschäftigt waren, entsprechend ent— 
chädigt werden. Gegen die Heranziehung ausländischer Arbeiter 
u den Kanalbauten erheben wir Einspruch. Die Stadt Hannover 
zat keine Veranlassung, einen Hafen zu banen. an dem sie kein 
Intexesse hat. 
Ein Regierungskummissar: Ausländische Arbeiter werden 
zegenüber den inlaͤndischen nicht bevorzugt. Der Wafsfersiraßen 
zeirat hat den Standpunkt vertreten, daß die Stadt Hannover 
ie moralische Pflicht hat, den Hafen zu bauen. 
Der Bericht über die, Verhandlungen des Gesamt-Wasser⸗ 
traßenbeirats wird durch Kenntnisnahme für erlediat ertirt 
Es sfolgt die Beratung der Uebersicht über die Verteilung 
oon Ergänzungszüschüsfsen an Schulverbände 
mit 25 oder weniger, Schulstellen im Geltungsbereich des Volfs 
chulunterhaltungsgesetzes. Auf Anregung des Abg. Dr. Hiuß 
ma ene 
Vebeimra otzich eine spezialisierte Nebersicht in Aussicht. 
Die Uebersicht wird durch Keuntnisnahme erledigt. Es folgen 
Petitionen. 
.Eine große Anzahl von Petilionen persönlichen Charakters 
vird ohne Debatte nach den Kommissionsanträgen erledigt. Eine 
Zetition des Provinzialvereins rheinischer und wefslfülischer 
— — Gleichlegung der 
rerien der Voltsschulen mit denen der'höheren 
3chulen beantragt die Kommission durch üßhergang zur Tages 
»rdnung zu erledigen. 
Petitionen: 1. von Diwktoren, Rektoren, Lehrern u. a. 
zegen die Verstärkung des weiblichen Einfluffes im 
Rädchenschulwesen und gegen die Zuassung der weibe 
ichen Leitung öffentlicher Mädcheüschulen; 2. des Landesvereins 
reußischer Vollsschullehrerinnen in Berlin, um Ablehnung der 
zetitionen unter Nr. 1, beantragt die Kommission zu 1. duxch 
lebergang zur Tagesordnung zu erledigen, zu 2. durch die Be 
chlußfassung zu 1. für erledigt zu erklären. Der Kommifsions 
mtrag wird nach kurzen Worten des Abg. Leinert aäangenommen 
Die Tagesordnung ist erschöpft. 
Nächste Sitzung: Mittwoch, 11 Uhr: Wahlprifung des Al— 
Ebhlers (Fortschr, Vp.), Pelitionen 
Schluß gegen 4 Uhr
	        
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