Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

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Wöchentlich 13mal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgeus) erschetnend. Bezugs⸗ 
oreis für das Vierteljohr 3,80 Mark einschließlich 
Bringgeld in Lübeck. Durch die Post bezogen ohne 
Besiellgeld 330 Mark. Einzelnummern 10 Pfg. 
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Anzeigenpreis (Ausgabe A und B) für die 5gejp. 
Zeile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeitsmarkt usw.) 
1s Pig., fůr Auswartige 80 Pfg., s. Geschäftl. Mit- 
eilungen 1Mk. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Satz den Anforderungen entsprechend höher. o 0 
Beilagen: Vaterstadtische Blätter. — Der Fymihensreund 
Amtsblatt der freien und hanfestadt Lübed 61. Jahrgan Naqynrichten für das herzogtum Lauenburg, die 
—öA en i De gFürstentümer Ratzeburg. Luͤbecl und das angren⸗ 
ůιιασαασαα ασσσιαοειασεσασασσεσασασααο — ee zende meclenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drud und Verlag: Gebrüder Borcwers G.m. b. H. in Lũbed. — Feschäfissieile Abreß haus (Köniastr. 48). Ferniptecher 9000 u. 9001. 
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GGroße Ansgabe) Sonntag, den 26. März 19u. 
Morgen⸗Blatt Ur. 156. 
Erstes Blatt. hierzu 2. u. 3. Blatt 
sowie „Vaterstädtische Blatter“ Nr. 13. 
Umfang der heutigen Rummer 12 Seiten. 
richtamtlicher Teil. 
Maße zugewandt. Als bedeutende Konsumenten hätten sie 
hierzu gewiß manche Veranlassung. Daß die Normierung 
ester Verkaufspreise in vielen Fällen eine Berech— 
igung hat, soll nicht bestritten werden. Leider werden hierbei 
ber nur zu oft Maßnahmen getroffen, die zum Protest her⸗ 
usfordern. Ein Beispiel möge das beleuchten. Kürzlich be— 
immte das Soda-Syndikat den Mindestpreis für Soda in 
zamburg mit 3 Mepro 100 kg. In Bremen kaufte man 
agegen die gleiche Ware zu 554 M. Der Unterschied zu un⸗ 
unsten Hamburgs betrug also 75 Pfg. pro 100 kg. Dafür 
uun, daß Hamburg schlechter gestellt war, lag wohl faum 
ne Berechtigung vor. Dieses Beispiel ließe sich noch durch 
nanche anderen ergänzen. Man vergegenwärtige sich nur die 
zreispolitik des Stahlwerksverbandes und anderer syndi— 
erter Großindustriellen. Sollten die Reedereien hier nicht 
uch die Macht besitzen, eine Gesundung dieser Zustände herbei— 
uführen? 
Aber noch auf anderen Gebieten des Reedereiwesens könnte 
er Zentralverein Deutscher Reeder eingreifen und seinen Ein⸗ 
luß geltend machen, ur? modernen Maßnahmen Geltung zu 
erschaffen. Um hier 1.. einen Punkt herauszugreifen, sei 
uf das Versicherungswesen hingewiesen. Während die 
eutschen Assekuradeure durch die Organisationen die Prämien— 
öhe und Versicherungsbedingungen bestimmen lassen, stehen 
ie interessierten Reedereien tatenlos beiseite. Es soll nun 
icht behauptet werden, daß man den Schiffahrtsgesellschaften 
lets einseitig diktierte Verpflichtungen auferlegt. Aber man 
arf auch nicht übersehen, daß einige Reedereien dazu überge— 
angen sind, ihre Risiken im Auslande zu decken. Ließe sich 
ieser Schritt nicht im Interesse unseres Nationalvermögens, 
ielleicht durch Vermittlung des „Zentralvereins“ vermeiden? 
rine Versicherung der Schiffe auf Gegenseitigkeit durch die 
deeder, wie sie von einigen Trampdampfergesellschaften der 
bestküste Englands befürwortet und angestrebt wird, bleibs 
orläufig wohl nur ein frommer Wunsch der beteiligten Kreise. 
)agegen wäre die Vereinigung der Reeder sicher in der Lage, 
u gegebener Zeit ein ernstes Wort zugunsten ihrer Mitglieder 
n die Wage zu werfen und das sollte geschehen. — Der „Schutz⸗ 
»erein Deutscher Reeder“ greift bekanntlich nur in Rechtsfragen 
in, außerdem stehen ihm unsere großen Linienreedereien fern. 
Zier gilt deshalb mehr als irgendwo das Moltkewort: „Ge⸗— 
trennt marschieren — Vereint schlagen“. 
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Jschließen. Die Gefahr beschränke sich auf einen eventuellen na— 
tionalen Streil der englischen Seeleute für die Monate Juni und 
Juli. (Oobg. Correspondent.) 
Ueber die Aufgaben des Reichstages, 
die noch nach Ostern ihrer Lösung harren, äußern sich die Berl. 
Pol. Nachr. wie folgt: 
Wie sich die Reichstagssitzung nach Ojtern gestalten wird, 
ist nicht sicher. Gewiß ist nur, daß die Zeit zwischen Ostern 
and Pfingsten nicht ausreichen wird, um die jetzt bereits dem 
Reichsstage vorliegenden Entwürfe zur Erledigung zu bringen. 
Dazu kommt, daß sich voraussichtlich noch einzelne 
dedeutsame Vorlagen nach Ouctern zu den vor— 
jandenen zugesellen werden. Dazu gehört in erster Reihe der 
Entwurf über die Privatbeamtenversicherung, der 
zegenwärtig dem Bundesrate zur Beschlußfassung vorliegt. 
Schon die Erörterung dieses Entwurfs würde im Reichstage 
eine ganz beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen. Sodann 
st immer noch Aussicht vorhanden, daß die nuen Handels⸗ 
verträge mit Schweden und Japan zustande kommen. 
Der alte Vertrag mit Schweden läust am 30. November 
d. J., derjenige mit Japan Mitte Juli d. J. ab. Sollen 
also, vorausgesetzt, daß die Regierungen sich über die neuen 
Verträge einigen, geregelte Handelsbeziehungen zu den beiden 
Staaten nach den genannten Terminen ohne Unterbrechung 
weiter bestehen bleiben, so ist dafür die Erledigung entsprechender 
Handelsverträge durch den Reichssstag vo r den Terminen Vor— 
aussetzung. Es ist also gegenwärtig immerhin damit zu 
rechnen, daß dem Reichsstage auch noch handelspo— 
litisches Material nach Otbern zur Erledigung 
zugestellt werden wird. Taß dadurch für den Reichs— 
tag die Geschäftslage zwischen Ostern und Pfingsten noch drücken— 
der wird, liegt auf der Hand. Es wird deshalb also wohl 
schon bald ein Entschluß über die Gestaltung der Reichstags- 
tagung nach Ostern gefaßt werden müssen. 
Inland und Ausland. 
Deutsches Roech. 
Beileidstelegramm des Kaisers. Der Kaiser hat an die 
Witwe von Reinhard Kekule v. Stradonitz folgendes Tele— 
zramm gesandt: 
Mit herzlicher Teilnahme habe Ich Ihre Meldung von 
dem Hinscheiden Ihres Gatten empfangen und spreche Ich 
Ihnen zu dem so schweren Verlust Mein wärmstes Beileid 
aus. Die freundliche Aufnahme, die Ich in Ihrem trauten 
Heim in Bonn seinerzeit gefunden, und der persönliche Ver— 
lehr mit dem tresflichen Gelehrten, dessen feines Verständnis 
für die Schönheiten des klassischen Alterrums Ich bewundern 
durste, gehören zu den angenehmsten Erinnerungen Melner 
Bonner Studentenzeit. Eine besondere Freude war es Mir, 
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Kleine Nachrichten. Der Universität Breslau wurde 
zur Hundertjahrfeier von dem Rittergutsbesitzer Dr. Paul 
Schottländer eine Viertelmillion Mufür eine 
Stiftung überwiesen, deren Zinsen zur Heranbildung von 
Forschungsreisenden aus der Reite der Studierenden und 
Assistenten der Breslauer Universität dienen sollen. — In 
Rotterdam soll eine Stiftung zum Gedächtnis van 
BHoffs errichtet werden. — In Köln ist jetzt die 
ünstlerische Ausgestaltung des Hansa-⸗Platzes durch eine 
Stiftung von 200000 Mi ermöglicht worden, die Geh. 
dommerzienrat Andreage gemacht hat. Die Ausgestaltung 
oll durch Anlage eines Monumentalbrunnens erfolgen, zu 
dem Prof. Adolf v. Sildebrand in München die Ent— 
vürfe liefern wird. — Geh.eRat Arnhold in Berlin, 
iber dessen Stiftung für Künstler in Rom wir kürzlich 
ussührlich berichteten, ist dafür zum CEhrenmitglied der 
ßerliner Akademie der Künste gewählt und bestätigt 
vorden. — Dem Verein Berliner Künstler wurde 
sie Erlaubnis erteilt, aus Anlaß der diesjährigen Großen 
zerliner Kunstausstellung eine ösffentliche Verlosung 
rusgestellter Kunstwerke und von Steindrucken zu veran— 
talten und die Lose in der ganzen Monarchie zu vertreiben. 
— Kaiser Franz Josef eröffnete in Wien die Früh— 
rahrsausstellung der Künstlergenossenschaft, welche aus 
Anlaß des 50jährigen Bestehens der Genossenschaft eine 
Jubtläumsausstellung darstellt. — Die UniversitätkKiel 
egehtt im Jahre 1915 das Fest ihres 260jährigen Bestehens. 
Ddie Worbereitungen fsür diese Feier lind bereits einge— 
eitet. Der Provinziallandtag bewilligte 5000 Mu zur 
derstellung einer Matrikel vom Jahre der Gründung 1665 
zis zur Trennung der Personalunion zwischen Schleswig⸗ 
dolstein und Dänemark 1864. 
Kleine Mitteilungen. Pierpont Morgan hat die 
zerühmte Uhrensammlung Marfels in Rom für den 
Bbetrag von 50000 Pfund Sterling (1000 000 M) gekauft. 
— Aus Paris wird gemeldet: Die erste grobe Versteigerung 
ꝛieses Jahres war die der Sammlung Seillidres, die 
ür Bilder und Bronzen innerhalb drei Stunden weit 
iber eine Million Franken erzielte. Eine venetianische 
Bronzebüste aus dem 16. Jahrhundert erstand der Kunst—⸗ 
ändler Seligmann für 185 000 Franken 
Neue 
Aufgaben der Reederei⸗Organisationen. 
O0 Lübeck, 26. März. 
Auf dem zu Anfang dieser Woche tagenden deutschen 
Schiffahrtstage sind in Anwesenheit zahlreicher Ver— 
treter der Reichsbehörden eine ganze Reihe von praktischen 
ind theoretischen Fragen der Schiffahrt eingehend behandelt 
vorden, über die wir bereits ausführlich berichtet haben. Man 
lann nun über den Wert dieser in Berlin geführten Verhand⸗ 
ungen zwar geteilter Meinung sein, aber man wird nicht be— 
treiten können, daß besonders durch die Verbreitung der De— 
hatten in der Oeffentlichkeit das Interesse wesentlich angeregt 
vorden ist, und daß man manche Wege zu Besserungen in 
oen Referaten gewiesen hat. Wir wollen nun im folgenden 
auf einige Punkte eingehen, die sicher auch dem Interesse der 
weiteren beteiligten Kreise begegnen dürften, und für welche 
wir die Anregungen ebensalls aus den Debatten des Deut— 
schen Schiffahrtstages empfangen haben. 
Der Zusammenschluß alier Interessenten in Industrie, 
Hewerbe und auch in der Schiffahrt ist eine Folge der modernen 
Arbeiterbewegung. Ueber die wirtschaftliche Bedeutung der 
yon den Reedereien geschaffenen Organisationen dürfte jedoch 
ioch vielfach Unklarheit herrschen. Die Reedereien besitzen jetzt 
n dem „Zentralverein Deutscher Reeder“ eine Or— 
ganisation, die in erster Reihe der Regelung von Lohn⸗ und 
Arbeiterfragen der Seeleute und der im Hafenbetriebe be— 
chäftigten Arbeiter dient. In dieser Hinsicht sind auch schon 
zute Erfolge erzielt worden. Recht bemerkenswert sind auch 
die in neuerer Zeit getroffenen internationalen Abmachungen, 
die in der Gründung der „International Shipping Federation“ 
um add gekommen sind. Aber der „Zentralver— 
»in“ könnte sich noch ein weiteres Arbeitsfelder— 
chließen. 
Betrachtet man nämlich die Tätigkeit der Industrieverbände, 
o ist hier zu beobachten, daß diese sich keineswegs nur auf den 
Schutz bei sozialen Kämpfen beschränken, sondern vielmehr auch 
zurch Festlegung von Mindestverkaufspreisen auch die wirt— 
chaftliche Lage ihrer Mitglieder zu heben suchen. Man sollte 
iun annehmen, daß diesem Vorgehen folgend auch die Gegen— 
eite wenigstens ein gewisses Aufsichtsrecht erstrebte. Dieser 
Frage haben die Reedereien sich bisher noch nicht im genügenden 
Das Scheitern des Weltstreiks der Seeleute. 
In der Angelegenheit des internationalen Seemannsstreiks 
tellt das offizielle Organ der Antwerpener Schiffsreeder fest, 
zaß die Gefahr eines internationalen Streikes der Seeleute nun—⸗ 
nehr als beseitigt gelten kann, dank der würdigen Haltung 
er deutschen und belgischen Seeleute, die sich entschieden geweigert 
hätten, sich einem internationalen solidarischen Vorgehen anzu— 
Theater, Kunst und Wissenschaft. 
Das hallische Stadtchrater kündigt für das Frühijiahr 
drei Festspiele an. Am 31. März findet, wie bereits ge— 
neldet, eine Ausfsührung des „Rosenkavaliers“ statt. Für 
die Hauptrollen ist das Solopersonal der Dresdener Hosoper 
verpflichte worden. Am 23. April wird „Tristan und 
Jsolde“ gegeben werden, vornehmlich mit Kräften der 
Muünchener Hofoper. Als Dirigent wird Arthur Nikisch 
wirken. Am 7. Mai findet als Auftakt zum hallischen 
Musikfest, das im Zeichen Beethovens steht, eine Auf— 
führung des „Fidelio“ statt. 
Beim. 2. Leipriger Bachsest, das vom 20. bis 22. Mai 
1911 stattsindet, werden neben der Johannispassion folgende 
auf einem Bachsest bisher noch nicht gehörte) Chorwerke 
ur Aussührung gelangen: „Trauerode“, „Der Himmel lacht“, 
„Himmelsahrtsoratorium“, „Sie werden aus Saba alle 
ommen“. 
Künstlernachrichten. Als Oberregisseur der Leipziger Oper 
wurde sür den nach Hamburg berusenen Dr. Loewenfeld der 
Dramaturg und Oberregisseur des Stadttheaters zu Freiburg 
Br., Dr. Lert, verpflichtet. — Frel. Elisabeth Schneider 
vom Großherzoglichen Hostheater in Weimar wurde von der 
Leitung des Teutschen Schauspielhauses in Hamburg auf meh—⸗ 
ere Jahre verpflichtet. 
Aus dem Reich des Todes. In Lüttich ist der Direklor 
»es Konservatoriums Theodor Radour im Alter von 76 
Jahren gestorben. Er war schon 1855 Lehrer an der An—⸗ 
talt, deren Leitung ihm 1872 zufiel. 
Neues Stadttheater in Heilbronn. Nach den Entwürfen 
von Professor Theodor Fischer in Munchen soll, wie die städti— 
schen Körperschaften jetzt beschlossen haben, das Stadttheater 
un Heilbronn mit einem Aufwand von 575 000 Muer⸗ 
eichtet werden. — 
Das diesjährige schweizerische Tonkünstlerfest sindet in 
Veveny vom 19. bis 21. März statt. Es sind funf Konzerté 
orgesehen. 
Ein Porträt Leo Tolstois, das die Tochter des Dichters, 
Frau Tatjana Ssuchotin, im März 1910 gezeichnet hat,; 
wird, wie man aus Petersburg berichtet, in der russischen ⸗ 
reilung der Römischen internationalen Kunstausstellung zum 
rsten Male öfsentlich ausgestellt sein. Tas Porträt zeigt 
Folstoi am Schreibtisch sitzend und eifrig schreibend. Von 
iner Moskauer Firma hergestellte Reproduktionen dieses Bildes 
derden in Rußland in den Handel gebracht werden. Der Rein—⸗ 
rtrag soll zur Bildung eines Fonds dienen zur Errichtung 
nes Krankenhauses in Jassnaja Poljana. 
O.K. Hautverpslanzung im Großen. Ein neuer Triumph 
er medizinischen Wissenschaft ist die, Uebertragung von 32 
Wadratzoll Haut von dem Körper eines Patienten nach 
ünf Tagen auf den Arm eines anderen, die im Samaritan 
z„ospital von Philadelphia gelungen ist. Bisher glaubte man, 
ie Haut müsse sogleich von dem alten Körper auf den neuen 
bertragen werden, nun aber hat sich dies als nicht notwendig 
erausgestellt. Es wird also jetzt für jedes Krankenhaus 
nöglich sein, sich einen Vorrat Haut auf Eis zu khalten, so 
aß bei notwendigen Fällen die Haut zur Vornalsme der 
Transplantation bereits vorhanden ist. 
Auf der diesjährigen Großen Kunstausstellung wird außer 
dem Standbild des Kaisers noch ein anderes Reiterstandbild 
ur Ausstellung gelangen. Es handelt sich um das Bremer 
zismarckDenkmal von Adolf Hildebrandt. Als eine 
esonders interessante Abteilung der Ausstellung dürfte die 
eschlossene Ausstellung elsässischer und lothringischer Kunst 
rscheinen, auf der die hervorragendsten Künstler der Reichs— 
ande mit ihren besten Werken vertreten sein werden. Es 
vird dadurch zum ersten Male die elsässisch-lothringische 
Zunst repräsentativ in Berlin gezeigt werden. 
Der bekannte Hildesheimer Silbersund wird von der 
eutschen Regierung in einer Nachahmung auf die 
rchäologische Jubiläumsausstellung in Rom gesandt 
verden. Der SBildesheimer Silberfund wurde bekanntlich 
m 17. Oktober 18680 bei Anlage der Schießstände am 
ßalgenberge von einem Soldaten gemacht. Er besteht aus 
hßeräten. Prunkschalen, Standgefähen, Trinkgeschirren, Speise⸗ 
ind Kochgeschirren usw., etwa 74 Gegenständen. Der Fund 
gurde nach Berlin in die königlichen Museen geschafft, im 
zildesheimer Römer⸗-Mufeum befinden sich nur Gipsabgüsse, 
sisenabgüsse und Phofographien der gefundenen Gegenstände
	        
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