Full text: Lübeckische Anzeigen 1911 (1911)

Tin Blick auf das moderne Rom. 
Von unserem Korrespondenten. 
Rom, Anfang März. 
nge. Ani 17. März feierte das geeiniate Italien seinen fünf⸗ 
igsten Geburtstag. 
In der Geschichte eines Landes, dessen Ueberlieferung 
nach Jahrtausenden rechnet, bedeuten fünfzig Jahre wenig. Und 
doch drängt sich, wenn man durch das heutige Rom wandert, 
das Erstaunen auf, was in dieser kurzen Zeit geleistet, wie 
unermüdlich gearbeitet worden ist, um die Mißwirtschaft von 
Jahrhunderten zu überwinden. 
Steht man auf der Höhe des Janiculum, neben dem hohen 
Neiterssandbild Garibaldis — das die pathetischen Worte: 
„Rom oder der Tod“ am Sockel trägt — und sieht auf das 
»eutige Rom hinmunter, wie es lich mit breiten Straßen, 
massigen Geschästshäusern, Fabrikschornsteinen, eisernen Brücken 
ind Bahnen, mit dem Flugplatze, über dem Aeroplane schwe— 
»en, zwischen den zahllosen Kirchenkuppeln des Mittelalters 
und den malerischen Trümmern der Koiserzeit in die ernste 
Campagna streckt, so begreift man, daß, obgleich Jahrtausende 
nichts am Rade der Zeit bedeuten, doch nur der Augenblick 
zilt und der Lebende recht hat. Rom ist heute eine ganz mo— 
»derne Großstadt. Es ist nicht mehr das Rom, das Goethe 
iebte und das alle Deutschen durchaus wiederfinden wollen. 
Man hat unendlich viel geklagt, daß Rom durch die mo— 
dernen Bauten für immer zerstört sei. Man vergißt aber dabei, 
daß diese junge Hauptstadt nicht nur den berechtigten Wunsch, 
sondern auch die Pflicht hat, denselben Kulturgrad zu er— 
reichen, wie jede andere. Rom brauchte gesunde Straßen, 
gesunde Plätze und gesunde Häuser. Die elenden Reinlichkeits— 
und Sicherheitsverhältnisse mußten verbessert werden. Und es 
gelang. Heute kann Rom, vom Standpunkte der Hygiene aus, 
in mancher Beziehung mustergültig genannt werden, und um 
die Sicherheit in und vor seinen Mauern ist es nicht schlechter 
als anderswo bestellt.. —————— 
Diese günstigen Ergebnisse waren nicht ohne Opfer zu er— 
reichen. Enge Gassen und Winkel — und leider auch manches un— 
ersetzliche Denkmal mußte fallen. 
So wird es immer ein berilagenswerter Verlust bleiben, 
daß die Villa Ludovisi Mietshäusern weichen mußte, das man 
jeute daran geht, auch das Grundilück der Villa Albani zu 
darzellieren und daß man die herrlichen Tibergeslsade um— 
nauert hat. Man hat dadurch auerdings den Ueberschwem— 
nungen Einhalt getan. Warum aber verwirklichte man nicht 
den Gedanken, den Garibaldi einst ersann? Er wollte den 
Tiber ablenken, um erst einmal all die Kunstschätze und Reich— 
lümer, die im Laufe der Jahrhunderte bei den Plünderungen 
Roms in den Strom geworfen wurden und von denen man 
oei jedem Brückenbau die kostbarsten Beweise fand, zu heben, 
vann den Tiber wieder in sein altes Bett lenken und den Ab— 
leitungskanal für die Hochflut frei lassen. Leider kam dieser 
geniale Plan nicht zur Ausführung. 
Hat man Rom hier Schaden zugesügt, so hat man anderer— 
seits da, wo es irgend anging, die Reste der großen Ver— 
zangenheit doppelt gestützt, indem man sie zum Staatseigentum 
nachte und die schönsten erhaltbaren Stadtteile auf das sorg— 
sältigste schonte. Auch darf man nicht außer Acht laoassen, 
daß Rom gerade in diesen Jahren neuzeitlichen Aufbaus an 
alten Kunstwerken außerordentlich bereichert wurde. Der Staat 
cheute keine Kossen — man denke nur an den Ankauf der be— 
lannten griechischen Statue „Das Mädchen von Anzio““, deren 
Erwerbung allein den Preis von 450000 Lire beanspruchte. 
Und ein dem Werte nach unberechenbares Geschenk erhielt 
das neue Rom von dem Senalor Barracci in der Gestalt eines 
leinen antiken Museums, dessen Zusammenstellung für künftige 
Museen vorbildlich sein wird. F 
Ueber die neuen Riesenbauten, das Nationaldenkmal und 
den Justizpalast, wird viel gestritten. Sie verlangten einen 
Millionenaufwand, sie beherrschen das ganze Stadtbild und 
ordern daher natürlich die öffentliche Meinung heraus. Dem 
— noch unfertigen — 65 Meter hohen, auf Säulen von 
16 Meter Höhe gestützten Nationaldenkmal, das, ganz aus 
karrarischem Marmor, im Umterbau die Königsgräber bergen 
soll, fehlt wohl äußerlich die große traditionelle Linie Roms 
nicht, dessen ästhetische Größe wird es aber nicht im ge— 
tingsten erreichen. Viel besser gelungen ist der gewaltige 
Justizpalast aus Travertiner Tuff, demselben schönen Material, 
rus dem schon das Kolosseum erbaut wurde; er ist trotz aller 
Mängel ein Werk, das in seiner Art wohl nur in dem 
zrachtvollen Justizpalast zu Brüssel seinesgleichen findet. 
Die Hauptleistung der letzten Jahre ist aber, vom künst— 
erischen Standpunkte aus die großartige Anlage der ,Passeggiata 
ircheologiea“ — des „archäologischen Spazierganges““. Nach— 
y»em das Forum Romanum und der daran anschließende Palatin 
veinahe vollkommen freigelegt sind, beginnt man jetzt, den 
zirkus Maximus auszugraben. Die Gasanstalt darauf wurde 
niedergerissen. Ferner übernahm der Stadt sehr bedeutende 
Kosten, indem er die riesige Fläche zwischen den Hügeln des 
alten Rom, am Kolosseum vorbei, bis zum alten Tor der 
Via Appia erwarb. Diese ganz weite Fläche darf nicht bebaut 
verden, wird für den „archäologischen Spaziergang“ freige— 
jalten und ausgegraben werden. Die Teile, wo man weder 
Ruinen, noch andere Denkmalsreste finden wird, sollen mit 
dorbeer, Pinien und ZIypressen bepflanzt werden. 
So wird das Wunder geschehen, daß auf Grund der jüngsten 
Ergebnisse der Wisserschaft das alte Rom neben der modernen 
SGroßstadt aus dem Boden auferstehen wird. 
„Es ist ein verdrießliches Geschäft, sich das alte Rom aus 
dem neuen zu klauben,“ schrieb Goethe. Diese Worte treffen 
schon nicht mehr zu, und wean das in Angriff genomniene 
Werk erst vollendet ist, wird die Welt begreifen, wie viel 
Gutes und Nützliches der leidenschaftliche Tatendrang der heuti— 
gen römischen Generation uwene gebracht haf 
). 
euisches Erxzeusnis, 
Am 21. April dieses Jubeliahres sollen drei zuvor mit 
Preisen gekrönte lateinische Gedichte zum Lobe Roms auf dem 
Kapitol von ihren Dichtern, gleichdiel welcher Nation, öffentlich 
oerlesen werden. 
Es wäre keine Schande, wenn eines dieser Gedichte dem 
modernen Rom das Lob sanre 
Herwischtes. 
C.x. Darbende Millionäre. Nicht jedem gereichen Millionen 
zum Glücke; das lehrt die Geschichte eines englischen Multimillionärs 
und Sonderlings, der kürzlich in Lochlen Hall starb. Seit nahezu 
0 Jahren führte Mr. Dering, Besitzer reicher Güter und einer 
ährlichen Rente von einer halben Million, das Leben eines Ein— 
iedlers. Als er kürzlich starb, fand man im Hause des Verjtorbenen 
ie herrlichsien Kunstchätze im Zustand der Verwahrlosung. Kostbare 
Hemälde; Werke von Holbein, Fra Bartolomeo und anderen alten 
Neistern, sand man an die Wand gelehnt, die gemalte Fläche der 
rapete zugekehrt, dichte Staubschichten halten lich auf den Gemälden 
elammelt und bezeugten, daß sie seit vielen Jahrzehnten so gestanden 
atten. In den Ställen waren die prächtigen Equipagen vom Holz- 
yurm zernagt, der Eingang zum Hause war dicht umsponnen von 
inem Efeugerank, das sich bis zum Wappenschild emporgewunden 
atte und jedem Fremden den Eingang versperrte. Kein Geräusch 
urfle den Besitzer zu Lebzeiten stören, sogar die Schafherden mußten 
ibgeschafft werden. Und in diesem verwahrlosten Hause, von keinem 
Henschen gesehen, starb der Multimillionär. Das erinnert an einen 
nglischen Lord, der vor wenigen Jahren in einer armseligen Hütte 
ahe bei der Walerloo Bridge starb. Er, der über ein Einkommen 
on jährlich 600 000 M. verfügte, bewohnte eine kleine dunkle Stube, 
in den Wänden fand man als einzigen Schmuck die Jllustrationen 
on Zeitschriften; der wunderliche Millionär verließ bei Tageslicht 
siiemals diese Behausung; nur hin und wieder schlich er sich des 
achts auf die Straßen, um planlos umherzuwandeln. Kein Menich 
zurfte je seine Stube betreten, seine karge Mablzeit mußte ihm au 
zie Schwelle gestellt werden, und erst wenn der Speiseträger wieder 
ort war, holte der Sonderling sein Mahl herein. Während Sir 
Zroughton so sein Leben verbrachte, wanderte ein noch viel reicheret 
Mann als Bettler verkleidet durch die Straßen von Petersburg, rief 
ie Mildtätigkeit der Passanten an und schleppte dann die Ausbeute 
»es Tages in das Armenviertel der Stadt. wo er in einer baufälligen 
zütte kümmerlich sein Dasein frütete. Er litt im Winter die Qualen 
»er Kälte, weil er zu geizig war, um heizen zu lassen, er hockte des 
lbends im Dunkeln; um die Ausgabe einer Kerze zu waren. Zwanzig 
Jahre trug er denselden erbärmlichen Anzug, der mit Flicken besät 
dar und nicht mehr erkennen ließ, aus welchem Stoffe er ursprünglich 
zestand. Und doch war dieser Bettler und Einsiedler einer der reichsten 
Hroßgrundbesitzer und Eisenbahnmagnaten von ganz Rußland. Er 
interließ ein Vermögen von 100 Millionen Rubel. Ein anderer 
Millionär, der ein armseliges Leben führte, war M. Colasson, der 
or wenigen Jahren noch als einer der reichsten Mönner von Paris 
zalt. Im Jahre 1874 verlor er bei einem Brandunglück seinen 
zelieblen Neffen und schwor nun alle Eitelkeit der Welt ab. Er blieb 
war in seinem prächtigen, palastartigen Hotel in der Rue Galilee 
wber er selbst bewohnte nur zwei Räume, die er nie mehr verließ 
ind die auch niemand betreten durfte, den alien Diener ausgenommen, 
ver ihm täglich seine Mahlzeiten brachte. So lebte der Millionär 
ahbrelang in völliger Einsamkeit und ernährte sich ausschließlich von 
Zrot, Eiern und Wasser. In St. Louis lebt noch heute ein vieliacher 
Millionär in der größten „Armut“. Vor einigen Jahren faßte Eads 
zow plötzlich den Entschluß, sein prächtiges Heim in Si. Louis zr 
erlassen und verurteilte sich selbst zur größten Armut. Im Armen 
ziertel der Stadt dezog er in einer alten Hüite ein dunkles Zimmer 
ind hier haust der Exkrösus noch heute, locht sich selbst sein Essen, 
egt die Stube und macht das Beit, ja wenn er in einer Woche mehr 
us sechs oder acht Mark ausgibt, macht er sich Vorwürfe, extravagant 
zu leben... 
Der Hosenro. Wie der B. L.A. aus Straßburg i. E. 
berichtet, zeigte sihh dort eine Dame im Hosenrock auf 
»er Straße. Sie wurde vom Pöbel verfolgt und belästigt. 
— Ein besseres Debüt absolvierten in Graz zwei Hosen— 
odträgerinnen. Das Publikum verhielt sich der neuen Modt 
segenüber sehr sympathisch. Zu Demonstrationen iüst es nich! 
ekommen. 
Tobsuchtsanfall eines russijichen Millionärs. Im Konzert⸗ 
immer des Hoöotels Metropol in Moskau spielte lich 
Freitag eine erregte Szene ab. Der Millionär und Naphta— 
önig Mantaschew hatte, wie das B. T. meldet, mil 
inigen Freunden in einem Privatzimmer des Hotels ein 
Felage veranstaltet, bei dem der Sekt in »Strömen floß. 
3lötzlich stürzte der Millionär von einem Tobsuchtsanfall 
rgriffen in den Konzertsaal des Hotels, entriß einem 
»ort sitzenden Offizier den Säbel und begann damit 
wild in der Luft herumzuschlagen. Das Publikum war in 
en ersten Augenblicken starr vor Entsetzen, bis schließlich 
inige beherzte Leute auf den Rasenden eindrangen und 
hn sesselten. Ein Kellner erlitt eine leichte Verletzung 
Der observierte Kriminallommisjar. In einer aufsehen 
rregenden Affäre, in deren Mittelpunkt ein Berliner Bank 
birekltor und ein bekannter Kommissar der Berliner Kriminal— 
olizei stehen, fanden Montag vormittag Massendurch— 
uchungen in mehreren Stadtteilen Groß-Berlins statt. Auf 
krsuchen der Staatsanwaltschaft und auf Beschluß des Land— 
zerichts Berlin T wurden Haussuchungen abgehalten: in den 
ßeschäftsräumen der Bank für Grundbesitz und Handel A.G.; 
näder Privatwohnung des Direktors dieser Bank, Karl Det— 
ef von Winterfelds; in der Wohnung von dessen Vater; bei 
»em Kaufmann Heinrich Wolf; bei dem Privatdetektiv Her— 
nann Langner; bei der Frau des Briefträgers Gleiniger und 
zei einer Reihe von Privatdetektiven, die in den Diensten 
dangners stehen. Die Haussuchungen hatten den Zweck, Schrift⸗ 
tücke und Notizen zu beschlagnahmen, aus denen hervor—⸗ 
jeht, daß die Detektive im Auftrage des Bankdirektors oder 
eines Vertrauensmannes, des Kaufmannes Heinrich Wolf, 
»en Kriminalkommissar in der Ausübung seines Amtes so— 
vohl wie privatim ständig beobachteten, ihn und seine Gattin 
zelästigten und verleumderische Beleidigungen über ihn ver— 
hreiteten 
—B 2*k ,— 
bgcgerte, dus beinzten champrrnerveinen 
4630 
Telegraphische Kurs- und Marktberichte. 
W. Berlin, 22. Marz. Schlusskurse. 
Ultimo-Kurse. 21. 22. Vltimo-Kurse. 21. 22. 
Lubeck· Buchen. Pis. 1I8383.- — -BNRbs. Am.· Packett. 142. 25 142. 25 
ombardon 19.75 20. - Nordôdeutseh. Lloyd 103. - 103. - 
ʒerlin. Handelsges. 174— 174 — Laurahstte 176.12 175.75 
deutseho Bank 270. - 270.37 Bochumer 233. 50 234. - 
)resdener Bink 163. 87 164.- Dortmund. Unio —. — — .— 
DdiscontoCommand. 198. 62 198.50 Dynamit-Trust 186.550 186.8 
Destr. Kreditbank 209.75 210.50 Prirat-Diskont: 362 
Sehluss: Rubig. 
Kursnotlerungen im Auftrage der Sachrerständigen Kommisslor 
für den Bflektenhaudel. 
Uamhburger Ahendhörse am 22. März. 
Rreditaktien —. Baltimore 103. 25 
Deutsche Bank —. -CGOanada 221.90 
Disconto⸗Commandit 198.50 Pennsylvania —.- 
Berliner Handels-Gesollach. -. - Dynamit-Trust —— 
)resdnor Bank —. Bochumer Gussstabl —. ⸗ 
zchaatthausen — — Jelsenkirchen —. — 
Jamburg- Amerik. Packetf. 142. 40 Jarpener — 
Jorddeutschor Lloyd 193. 15 tavi — . 
Lombardon 19.95 Ver. Laurahütte — — 
Staatebahn — Sehuckort —.— 
S8chantunę ——-Aug. Plectr.Gosellschaft —. - 
Strascenbahn —. — enden⸗: —A 
Schiffahrt. 
Angekommene Schiffe. 
Travemünde, 21. März. 
Zeit Reisedauer Pas. 54 
9330 M 63 1 Finland. Carlion,. 
Den 22. März. 
WArania, Landergren, Kalmar 
Ludwig Kollberg, Paälsson, Malmö 
Thora Maria, Meislabn, Neusltadt 
Aurora, Schlöpcke. Neustadt 
Thor II, Jöorgensen, Nakslon 
Schwan, Melchert. Burgstaken 
Ascania, Brinckmann, Koldine 
Abgegangene Schiffe. 
Travemüunde 21. März nach 
Welsikusten, Larsson, Kovenhagen 
Expreß, Davidien Flensburs 
Den 22. Müärz. 
Baltic, Sundapovist, Hangd 
Seeadler. WMews. Wismar 
Seeberichte. 
Läübeck, 22 März. 
C(LC. Possehl K. Co.) D. „Ostsee“, Kapt. R Eiggert, ijt heute 
vormittag von Furillen nach Herrenwyk abgegangen. 
Elbe⸗Trave⸗Ranalschiffahrt. 
Lauenburg, 22. März. Die Schleuse passierten: 
Nr. 768, Neumann, von Harburg nach Güster, leer. 
Nr. 872, Jung, von Harburg nach Güster, leer. 
Nr. 247, Donaths, von Harburg nach Güster, leer. 
or. 5994, Buch, von Harburg nach Güster, leer. 
r. 2088, Leinweber, von Harburg nach Güster, leer. 
vr. 500, Mendau, von Güster nach Harburg, 416 6 Kies. 
r. 2083, Bremer, von Güster nach Harburg, 423 6 Kies. 
Ner. 657, Wiek, von Güster nach Harburg, 422 t Kies. 
str. 1105, Weilandt, von Güster vach Hamburg, 2266 Kies. 
Ar. 790, Forte, von Güster nach Hamburg, 2316 Kies. 
Nr. 214, Stüvpv, von Mölln nach Lauenburg, 936 Brennhols. 
Nr. 933, Kloppisch, von Lübech nach Dresden, 53416 Eisen. 
Ar. 94, Hoffert, von Hamburg nach Mölln, leer. 
itr. 230. Stolte, von Hamburg nach Lübecdh leer. 
Nr. 1106, Luithard, von Lübeck nach Hamburg, leer. 
Nr. 399, Hintz, von Hanmmer nach Hamburg, 174 6 Mauersteine 
Nr. 290, Müller, von Pretzin nach Lübeck, 307 b Steinschlag. 
Nr. 385, Sauer, von Pretzin nach Lübeck, 303 b Steinschlag. 
Nr. 2016, Gielau, von Magdeburg wach Lübeck, 169 6 Stüdgut. 
Nr. 288, Echoff. von Lauenburg nach Güster, leer. 
Wafferstands⸗Nachrichten. 
Travemünde. 22 März. vorm Udr: — 16. 
nachm. 8 Uhr: — 20. 
Wind in Tran minde 
Torm. 9 Uhr; O. 3. Kälte — Grad. 
—X 
Aussicht für die Witterung am 23. März. 
Ziemlich mild. Wolkia. Schwachwindig. Keine oder geringt 
Niederschlüge. 
5ẽfliche Mitteilun⸗⸗ 
7—hnGeer 
Mundwasser 
2792 
Mit der Herqusgahe der Preisliste 1911 für Gardinen, Möbel, 
stoffe, Teppiche. Möbel verbindet die Firma Rudolph Sertzog⸗ 
Gerlin, eine Ausstellung von modernen Fensterbetleidungen. Decken 
uind Sticereien, deren Besuch ebenno zu empfehlen ist, wie das 
Studium des uns vorliegenden Kataloges. Aus der umfangreichen 
Auswahl seien hervorgehoben Dekorations- und Wöbelstoffe. Leinen⸗ 
tofie, kleingemusterte Phantasiestojise, Posamenten. Spitzen und 
Hobelinmuiter, Tischdecken, die aus Tuch mit Gobelinstoffen, aus 
Brokat mit Velvet und mit, antiken Melallposamenten zusammen⸗ 
zesetzt sind, Orientstickereien. Decken und, Vorhänge. In Teppichen 
jt die orientolische Abteilung durch große Bestände bedeutend er—⸗ 
)eitert und auch die sonstigen inländischen, französischen und englischen 
zrzeugnisse nehmen durch die schöne Wirkung ihrer modernen 
Zeichnungen, unter denen wir den Verduregeschmach und die Stil⸗ 
nuster der Rupunoans bemerten, die Aufmerksamkeit in Anspruch. 
Für Politik, Handelsteil sowie den allgemeinen redattionellen 
Inhait (mit Ausnahme des Tagesbericht- Teiles) verantwortlich; 
Hr. NM Bansen, sür Tagesbericht. Luͤheck und Nahbbargehiete: 
G. Wulff für den Insetalenseil: E. Echüder. lämtlich in Lübeck. 
—2 
DrqIVα. 
K 
hepectelte Farte. 
Deinbhereo & co. (GOBlentx.
	        
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