Full text: Lübeckische Anzeigen 1866 (1866)

  
Beilage zum amtlichen Zeil der Qübeeifchen Anzeigen vom 18, Dechr. 1866, 
Zoll: Gefeß. 
CBublicirt am 18. December 1866.) 
Da in Folge vielfacher in den Berkehrsverbältnifen und in der Gejeßgebung des Lübekifchen 
FreiftanteS eingetretener MNenderungen eine Umgeftaltung der Berordnung über den Eingangs 
zoll vom 24. Mai 1545 für zwecmäßig erachtet worden, hat der Senat, im Einvernehmen 
mit der Bürgerfchaft, befchloffen, und verfündet die nachfolgenden Anordnungen, welche mit 
dem 1. Januar 1867 in Wirfjamfeit treten werden, hiemittelit als Gefeß: 
I. AWUgemeine Bestimmungen, 
Art. 1. 
Für alle einfommende Güter, welche nicht Speditionsgüter find (vgl. 
Art. 25.), it ein Eingangszoll nad) den Anfägen des diefem Gefehe in der Anlage A. beige: 
fügten Tarif zU entrichten. Die foldem Eingangszoll ausnahm&weife nicht unterworfenen 
Gegeuftände find in dem Tarif und in den näberen Beftimmungen zu demfelben aufgeführt. 
Die ZoNpflichtigkeit tritt mit dent Befehreiten der Gränzen des Lübekijchen Freiftaates 
ein, abgefehen von den in Holftein, in Lauenburg und in Meclendurg - Strelip enclavirten 
Qandestheilen. 
Die zoNlamtliche Behandlung gefchicht nur in der Stadt Lüben, E68 müfen deshalb 
alle einfommenden zodpflichtigen Güter, fofern nicht durch diefes Gefeß Cval. Ab{ch. VIL) oder 
durch eine im Hauptbüreau des Zoldepartemeint$ einzuholende Srlaubniß eine Ausnahme 
hievon zugelaffen if, in die Stadt Lübek gebracht werden. 
Art. 2. 
Der Eingangszoll nach dem Werthe ift zu entrichten vom vollen BWerthe 
der Güter am Abfendungs orte CFacturamerth). Nur für ‚Holkzwaaren3 (vgl.Eden Tarip 
und für folde Güter, deren voller Werth am Abfendungsorte hei der Declaration nicht 
zu erweifen ift, muß der Eingangszoßl nach dem hHiefigen Werthe erflegt werden. 
Der Regel nach fol als hiefiger Werth der Fachuras oder Einfaufspreis der zu 
verzollenden Güter, unter Hinzurenung der Fracht, gelten, Weifet jedoch der Declaration&s 
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