Full text: Lübeckische Anzeigen 1838 (1838)

  
     
Sonnabend den 7. April 1838. 
Bekanntmachung, 
die Charfreitags: Collecte für das St, Annen 
Armen: und Werkhaus betreffend, 
Ein Hochedler Math brinat hiedurch zur Sffentlichen 
‚Kunde, das Derfelbe, beftehender Uebereinkunit mit 
der Ehrliebenden Bürgerfehaft gemäß, dem St. Annen 
Armen: und Werkhaufe, auf gefchehenı$ Anfuchen 
und in Betracht, das diefe UAnftalt, zur Erfüllung ihrer 
umfalfenden und heilfumen Zwede, fortwährend der auferz 
ordentlichen Beihülie in nicht geringen Grade bedürftig 
ift, auch Im gegenwärtigen SZahre eine, dem bewährten 
Aoblthatigfeitafinne der Bewohner hiefiger Stadt verz 
trauensvoll hiemit empfohlene, Collecte am bevorftes 
henden Charfreitage bewilliger hat, daß mirhin an jez 
nein Tage In fömmt!ichen Kirchen der Stadr und vor den 
Thören, wie gewöhnlich, die Boden ausge tele feyn werden. 
Gegeben Yübeet, in der Rarhsverfammlung den 28, März 
X 2, DH. Kindler, 
Secretarius, 
  
  
  
Audienz: Verhandlungen, 
In öffentlicher Audienz des Obergerichtes am ten 
d. Mon, hat Agneta Carharina Magdalena geb. 
Klev, des weil. Johann Jacob Lehmann Wirtwe, 
jeßt des Johann Gottfried Theodor Chlert Chez 
frau, im Beiftande des Lesteren, und zwar übereinftimz 
mend mit einer von ihr, annoch vor ihrer Statt gehabten 
MBerheirathung mit demfelben, unter Beitritt ihres damas 
[igen Curators Gottfried Ludwig Weidemann, am 
27. vor, Mon. vor des im Oberaerichte praefidirenden 
Herr Bürgermeifters Magnificenz abgegebenen Erklärung, 
anzeigen lafen, daß von dem, ihrem genannten nunmehris 
gen EChemanne Johann Gottfried Theodor Chlert 
urdy fie zugebrachten Vermögen die Summe von Zwey 
Taufend Mark Courant von der ehelichen Suütergemeins 
{haft, fo wie von der Verwaltung des Chemannes, ausges 
fchloffen und ihr alg Spillgeld refervirt bleiben folle; 
wiewohl unbefhadet der eventuellen Unfprüche ihres Ehez 
ımannes auf die atutariiche Portion von ihrem gefammz 
ten dereinftigen Nachlaffe, 
Worauf das Obergericht foldhe Anzeige zu Protocoll ie 
nehmen, den; Niedern Stadtbuche einzuverleiben und hies 
durch zur Öffentlichen Kunde zu bringen verordnet hat, 
In öffentlicher Audiens des Obergerichtes am Sten 
d. Mon. find producirer, eröffnet und verlefen ; 
4) des weil, biefigen Bürgers und Schwarz: und Schönz 
—\. 
  
  
  
> - 
färberg Chrißfian Augußt Strenge am 24, Zul 
1532 errichseres Teitament; und 
2) des weil. hiefigen Bürgers und Kellermeisters Yoz 
bann Conrad Deuerlein am 24, Nov, 1831 erz 
richretes Zertament ; 
und it die Verfügung ergangen, folche leßte Willeneverords 
nungen an der Kanzlev aufzubewahren, und den Veitoms 
menden, auf desfalliigen Antrag, davon Cinficht zu geftatz 
ten oder Abfhrift zu ertheilen. 
  
Bekanntmacdung, 
Daß Fünftig nur diejenigen, für Rechnung der Et, 
Metri: Kirche ausgefteliten Nultungen, welche von einen 
der Herren Vormkeher diefer Kirche, nach der an ihn ges 
machten Zahlung, eigenhändig unterfchrieben find, Ouülrigs 
Feit haben; und dap nur folche Forderungen an die St, 
SPerri:Kirche, welche (ich auf Beftelungen und Anordnunz 
gen eines der Herren Voriteher diefer Kirche gründen, als 
rechtmäBig anerfannt und berichtigr werden Fönnen, wird 
hiedurch zur öffentlichen Kunde gebracht, . 
Lüber d, 7, April 1838, 
Dber: und Vorfteher der St, Petri: Kirche, 
  
ZBekanntmadHung, 
Benn in neuerer Zeit wiederholr wahrgenommen if, 
das Knaben auf den Etraßen mit Würfeln fogar um 
Geld fielen, fo fehen Herren der Wette fh veranlast, die 
Eltern, Bormünder und fonftige Vorgefeßte unmündiger 
Knaben, dringend aufzufordern, Ihre Söhne oder Pfegz 
befohlenen durch ernite MWeifungen und Arengere Auflicht 
von dem verbotenen Würfelfpiel um Geld und Geldeswerth 
zurüc zu halten, re 
‚Herren der Wette werden den beim Würfelfpiel betroffez 
nen Knaben nicht nur die Würfel und die Gegenitände des 
Spiels wegnehmen laffen, fordern fie au, den Umfiänden 
nach, anderweitig beftrafen, 
Lüber, an der Wette, den 27, März 1838. 
In fdem 3.9. Den, Dr. 
Ct, 
  
Bekannemadung, 
wider die Benachtheiligung der hiefigen 
SPachtfilchereien, 
Yn Beranlaflung der von den hiefigen Fildern ans 
ebrachfen Befehwerden über Beeinträchtigungen ihrer Fi 
Bere auf ders Krähen: und Mühlenteiche, im großen und 
Fleinen Stadtgraben, auf der Srenig und Te UM durch 
Vernichtung der Brut, durd Wegfangen der Filde mit 
Angeln, Ketfehern und fonftigen Gerdtofhaften, nament» 
 
	        
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