Full text: Lübeckische Anzeigen 1831 (1831)

umd dinaliche auch yerfönlidhe Forderungen und Ans 
fornüche aus (racnd einem Grunde zu haben vermeinen, 
hfedurch aufgefordert und defehligt, (ch damit innerhalb 
13 Wechen, dam Tage der lepten Bekanntmachung dies 
jes Droclams angerechnet, und zwar die Auswärtigen 
Heft Hung biefher Actenprocuratur, bei Strafe 
des Ausıchl- Teß und wien St’ Ujchmeigens, aut hrefigem 
AUmte zu nulden, die In Handen habenden Origınale 
Documente au produciren und beglaubigte Abichriften 
davon ber dem Angabeprotocoll zurück zu laffen , und 
weitere rechtl.che Verfügungen zu gewärtigen. 
  
  
ferner ein voNlfandiges Meierelgeräth an Büttert, Külen, 
Eimern, 9 VBolksbetten uns Bettfiellen, Tildye, Stühle, 
allerleı Hausgeräth, melches fämmtlich zum Nachlafe 
des verflorbenen Hulländers Claffen gehört, meifdietend 
verkauft werden. 
Die Kaufliebbaber Fönnen fich am 28. April d. I, 
SUN 10 Uhr, in der Holländerei zu Haffelbürg 
en, 
ne ulaniaf des Gutes Haffelburg. Neuftadt den 3oflen 
v3 1831. 
€. Nomundt, 
  
Schwartau, den 11. Ypril 1831. 
cs roßdersogl. Dldendurg, Amt Kalt 7 
(L. S.) np Sıarkiof. 
Alle diejentgen, weiche an den in Concurs gera* 
thenen Hattbutner und Frachttukrmann Hang Hinrich 
Benthın zu Caftorf und die von ıdm bewirthichaftere 
Haldhufnerficlle , Forderungen und Anfprüche haben, 
find durch Edıctalladung vom heutigen Tage , bei 
Strafe des, mit Ablaut des Termung von feib® eins 
tretenden, Ausfchlumes von diejem Concurfe, vorges 
AbRl am Sreitage den 6. Mai d, F., 
Morgens II Ubr, ihre desfallisen Anfprüche vor dem 
unterzeichneten Yußitiar zu NRageburg beflimmt anzus 
melden und zu befcheinıgen. 
MNuemärtige haben einen Procurator zu den Ycten zu 
Mi Scericht Caforff den 25. März 1831 
dell eri| 0 . . 
B. 6. CE. Sponagel. 
% 
  
Teftaments Publikation, 
Zur Publication eines von der unldnaft dahier 
yerfiorbenen Wıttme de8 mwailand Zummermeiftes$ Mdl: 
ler, gebornen Engel Maoß, beim hrefigen Zu iz: Anıte 
Ddeponirten Teflaments ıft ein Termin auf 
den 29. € M. Aprıl x 
arberabmt worden, moıu demnach Alle, die ein Ynters 
effe dabeı zu haben plauben, hiermit verablader werden, 
Decretum Schönberg den 8. März 1831. 
(L.S.)  Suftiz, Amt der Landvooren des Fürfens 
thums$ Rageburg,. 
Neinhold, 
  
MHugwärtiger Verkauf. 
Wenn der untern sten d. M. auf das dem hies 
figen Bürger und SHuftermeifter Claus Hınrih Roftod 
bigber zufändige Wohnhaus c. p. erfolgte Bott, von 
einem protscollirten Gläubiger nicht genehmigt, und 
auf die Anberaumung eines abermaligen gerichtlichen 
Subbaftatione:Tcrming angetragen, dıefem petito aud) 
deferirt worden; als wırd folches hierdurch zur öffent: 
lien Kunde gebracht, und zum abermaligen Verkaufe 
des gedachten Haufes c. p. terminus auf Sonnabend, 
den 30. April d. X, Vormittans ı1 Ubr, anderahmet, 
Kunfliebhaber werden diefemnach erfucht, am gedach: 
ten Tage auf dem hiefigen Mathhaufe fıdh einzufinden, 
und den Handel zu verfuchen. 
Lütjenburg, den 22, März 1831. 
Bürgermeifter und Nath. 
Um 28flen April d, 5., al Donnerftag nach dent 
Sonntage Jubilate, follen in der HNoländerei des Gute 
Haffelburg : \ 
3ı Stück Schweine, 
30 Stück Kerkel von refp- 3 und ı0 Wochen alt, 
2 Pferde, 
Ertl ärung. 
„Die unterzeichnete Theaterdirection fah fich an 13ten 
Mpril genöthigt, die an diefem Lage angekündigte Vorftel: 
lung: „Belifar“, Tragordie von Eduard, Freiherrn von 
CSchenf, nicht zur Aufführung zu bringen, Indem die Un: 
Fojten des Abends Faum bis zu dem vierten Zbeil durch die 
Caffeneinnahme gedeett wurden. Den wenigen anıwefenden 
Bufchauern war die Einfellung der Vorstellung Feinesweas 
genehm und fie Kiesen ihren Unwillen darüber auf der Stel 
laut werden. Die Direction ficht ich demnach gendthiat, 
3u Ihrer NRechtfertiaung nachftehende Erklärung abzugeben, 
Indem fie die fefte Meberzeugung heat, daß ein gechrtes Mu: 
Dlifum ihre jeßige Xage berücfichtiaen und unpartheiifo 
entfebeiden werde, A 
‚Schon feit einiger Zeit — die fogleih nach dem Saft: 
fpiele des Herrn Ubrich eintrat — waren die Caffeneinnal- + 
men der Art, dak faßt an Feinem Abend auch nur die 
gewöhnlichen Tagesunkogten durch felbige gedeckt wurden. 
Denuohnacachtet ließ es {ich die Divecrion angelegen fein, 
nach Kräften, die freilich durch den geringen Theaterbefud 
dußerft befchränft wurden, das Befte der Bühne au befchaf: 
fen und Infonderheit die neueren Erzeugniffe der deuts 
fehen dramatifchen vitteratur dem Pullikum vorzuführen, 
Daß diefe, weniaftens theilweife, mir allgemeinem Bei: 
falle des in geringer Anzahl anwefenden Publikums aufge: 
führt wurden, glaubt die Direckion behaupten zu Fönnen, 
Gs Fann demnach der Grund des geringen Schaufpielbefuches$ 
von Billiqdenkenden und die VerhältninFe Berückjichtigenden 
nicht in der Yeitung von Seiten der Unterzeichneten cefudt 
werden. Chen fo wenig aber Fann es ihr, die, was die 
finanziellen Angelegenheiten der Entreprife betrifft, ganz 
Afolirt (teht, verdacht werden, wenn fie Ihr Privatinterele 
etwas In Erwägung zieht und eben, unter Berückfichtigun 
diefes, fich auch bewogen fand, die Vorftellung: „Belifar, 
unter den obigen Verhältnien, abkündigen zu kaffen, Dal 
diefe Tragoedie auf den erfkten Bühnen mir Beifall geaes 
ben wurde, if gewiß. Day fie auf hiefiger Bühne nidt 
in der Vollendung gegeken werden Fonnte, wie auf Bü: 
nen erftcn Manges, die einen Cflair, Mott und andere 
Heroen der Tragoedie zu Mitgliedern zählen und die in 
f.enifeber Hinficht das VBollkommenfte Nefern Können, if 
freilich eben fo gewiß; aber jedenfalls würde Belifar In 
möglicher Vollendung gegeben fein, Wenn daher die 
Direcrion In den Augen dee Publikums einen Mißgri 
that, diefe Tragoedie überhaupt zur Aufführung zu Erin 
fo fann ihr diefes aus dem Grunde nicht zur Laft ge WM 
werden, weil fie dabei lediglich dag Vergnügen des Publi- 
Hung, das fie freilich wiederum nur nach Kräften berücs 
fichtigen Konnte, vor Augen hatte, Indeß an diefem Ybend 
war die Cafeneinnahme fo gar unbedeutend, daß die Die 
rection weniajtens (iebenzig Mark aus eigenen Mittel 
hatte zahlen nüffen, wenn die Vorstellung des „Belifat, 
Härte jtattfinden follen; ein Umftand, der den Unpartheil- 
{eben gewiß beftimmen wird, nachfichtig über die Mid 
Aufführung zw urtheilen, — — — — 
Die Direstion des Stadttheater. 
   
  
  
 
	        
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