Full text: Lübeckische Anzeigen 1826 (1826)

  
Neife, Gelegenheit, 
Am Donrag den ı. Januar fährt eine Fenflerz 
Ebhaife nach Hambura, Näheres ben 
€ Devenin, Zobhannisfrafe Nr. 7. 
Um Mostag oder Dienftag fährt eın bequemer 
Wiener Wagen nach Hamburg. Wer fıch diefer Gele: 
genheit bedienen mıll, melde ich beym Mıcthkurfcher 
Dh, Wahmfraße, 
Anqgekommene Fremde. 
Vom 23. bi 26. Dechr. : Herr Walte, Deconom, von 
Goldenfee; die Herren Schreider, Holt, Sorg und 
Saba, von Hamburg, Herr Neuhoff, von Elber feldtz 
Hr. Paulo, v. Altena, Kaufieute, 108. ins Thürmen, 
Den 27fen: Herr Klog, Kaufmann, von Kiel, log. in 
St. Hamburg. Herr Bahlemann, von Travenrhal; 
Hr. Hausler, von Bremen, Hr. Müller, aus Halfein, 
Kaufleute, log. in 5 Tbhlrmen. Hr Thıelen, Decos 
nom, von Mecdow, Herr Zander, von Rageburg: 
129. in Sr. Yondon. Herr Kovek, v. Hamourg, Hr. 
Koch aus Weitphalen, Herr Holm, von Stodholm, 
Kaufleute, 103, ım fhmwarsen Adler, 
Den 2380en: Herr Sobert, Gursbefiger, aus Holflein; 
Herr TZomann, Parıtchlier, von Kdnigebeig; log. im 
fhmwarzen Adler. Herr Baumeifier Prüß und Herr 
Saftwirth Nagel, von Neufiadt, log. in St. London, 
Herr Brandes , Lehrer, von Kiel; Herr KYenffen, v, 
Reuftadt; Herr Kreßner, von Hamburg, log. in fünf 
Tbürmen. Herr Baron von LorTom und Herr Ser 
cretair Kofegarzen, von Siersdorr; Herr Lpotheker 
von Santen, von Hamburg; Herr HNotrath Dablı 
mann und Herr Bufch, Kaufmann, v, Wismar; Hr, 
Baumeifer Haffeldek, von Berlin, 109, in Sıadt 
Hamburg. 
Den zofien: Herr Zuftizrath Sponagel, von Rageburg, 
log. in St. Hamburg. 
Qusmwärtige Morladungen 20. 
(Dritte und legte Berannrmadung.) 
Mann auf Anhaletn eines Ereditors, Über die 
fämmtlichen Haabe und Guter des Halbhufners Hans 
Sürgen Hinrıd) Rohden in Schmsdorff, salvis tamen 
exceptionibus creditorum, Concurg erfannt worden : 
fo werden alle und jede, welche aus irgend «inem Grunde 
Anfprüche und Forderungen zu haben vermeinen, Pidnz 
der von ihm befigen , oder ihm fhuldig find, mir Aug: 
nahme der protocollirten Forderungen, wenn deshalb 
Feine Sinfen reftiren, hiedurch aufgetordert und befebligt, 
sub poena praeclusi, amissionis pignoris et dapli, 
bipnen zwölf Wochen, vom age der legten Bekannt: 
machung diefes Proclam$ an gerechnet, unter Befellung 
gebdriaer Procuratur zu den Acten für die Auswärtiz 
gen, fidh auf der Königlichen Amtfiube zu NMethwilch 
zu melden, die in Händen habenden Documiente origi- 
naliter zu produciren, und beglaubigte Ubfchriften das 
von beim Profeffions:Protocolle zurkck zu laffen, 
Die halbe Hufe von 39 Steuertonnen mit Zubehör 
wird am 5. Februar 1827, als cm Montage nad) dem 
sten Epiphanıns:Sonutage , des Bormirtages zı Ubhry 
unter Zugrundelegung der 14 Tage ante terminum 
auf der Rethwifcher Amtfiube einzufehenden Bedingune 
gen, an Ort und Stelle, dffenılıch höchftbietend ver: 
Eauft werden. 
Gegeben auf dem Königliden Amthaufe zu Nethwifd) 
den aten December 1326, 7 
N. Nielfen; 
aegr. Dom, Praef. 
In f£dem U. Nielfern. 
  
(Dritte und legte Bekanntmachung, ) 
MWenn des Gropkäthners und Pracelufien, auch vors 
maligen Unırsvogts Mary Naht zu Dahme, Amts:Ci8s 
mar, Ebetrau Catharına Elıjabeth, geborne Grimm, am 
23ßen ESceptbr. d, X. und gedachter Mary Nabhlf am 
J6ten v. N, ohne Leibes:Erben verfiorben fınd, und 
Bebuf der Negulirung der Berlafenfchaften, die Erlafe 
fung eines Yroclams erforderlich ift, fo werden mıcht 
nur alie diejenigen, welche an die Verlaffenichaften der 
Berftorbenen irgend einıge Aufprüche als Gläubiger, oder 
au einem Erbrechte , zu haden vermeinen, namentlich 
Unna Schröder, geb. Nablff, welche die Tochter eines 
vor üRarr Mahl verflorbenen Bruders, Yamens Kos 
chim Nabif fl, und die fh in Neval aufhalten fol, 
fondern auch Siejenigen, welche den dekuncıis (duldig 
find, Yfänder oder Sachen von ihnen in HAnden habeny 
hiedurch aufgefordert, durd) die von ihnen zu beficllenz 
den prucuralores ad acta, unfer Produciruna der ihren 
Unfprüchen zum Grunde liegenden Documente, sub poena 
perpetui silentii eı praeclusi, dupli et amissi juris 
pignoris innerhalb ı2 Wochen, vom Tage der lektemw 
Bekanntmachung diejes Droclams an; auf der Cismarer 
YUmefube fi verordnungsmcfig anzugeben, 
Kdnigl, Ynitbaus zu Cismar den 30. Novbr. 1826, 
v. Kardorff. 
Pro copia 
Neimers, 
Kunfimerfwürdigkeit. 
Das MWachsfigurenfkabiner der Herren Gebrüder van 
Dinter ans UAmfierdam bietet dem VBeijchauer mehr 
YUusgezeichneres dar, als er vielleicht davon erwartet, 
Die Prinzeffin Charlorre von England mit dem 
Kinde, in dem Angenblie nach ihrem Hinfbeiden im 
Kindberte, it ein (ehr gelungenes Bild; nicht weniger 
giebt die Abbildung der Leiche Aleranders I., Kaifer 
von Mußland, wie auch das Gelicht Friederichs 
des Großen, und der fo föne Kopf der hochfeeltz 
gen Königin von Preußen (Lonife, Prinzeffin von 
Mecklenb’ıra) einen fehr Interefanten Anbliet; eben 
fo, das lebende Bild des jungen Herzogs von Meich- 
fädt (Napoleons Sohn) u, a, m., — aber ganz bes 
fonders zieht das in Wachs gebildete Präparat eineg 
weiblichen Körpers in ganzer Tiqur die 
QAufmerffanfeit des Befchauers an, da fich wohl mit 
allen Recht behaupten läßt, daß die hHöchfte Kunft in 
demfelben erfeböpft ik. — Taufenden von Menden 
if der innere Ban Ihrer felbft vollig unbekannt, und 
N haben Fam eine entfernte Ahnung von dem, wag 
n ihrem Innern vorgeht, und wie alle Theile geres 
gelt und geordnet find, um der ganzen Mafchine Lee 
ben und Zbhärigfeir zu geben, fe zu erhalten ımd auf 
neue Sefchlechrer zu Hbertragen, — Dem Künftler, 
mit der Anatomie innigk vertraut, muß e8 unend- 
lichen Fleiß und Jahre lange Anstrengung gefoftet baz 
ben, jedes Gefäß, jede Ader, jeden Nerv, jede Muskel 
jedes Käferchen in feiner natürlichen Geftalt, in feiner 
Merbindung und Wirkung mit dem Ganzen, dem 
Auge, auch des Laien, begreiflich darzufellen, — 
Der Raum diefes Blattes erlaubt e& nicht, hier 
mehr als diefe Furzen Andeutungen zu geben; bey 
der Anficht des Präparaks felbft wird aber gewiß ein 
Seder zur höchften Bewunderung hingerifen; — auch 
Krauenzimmer Fonnen ungefcheut hingutreten, indem 
die ©irtfamfkeit, fo wie das weibliche Zartgefühl durch: 
aug Fein Erröthen zu befürchren hat,“ L 
CHiezu die gemeinnüßige Benlage-No, 6,) 
  
Gedruckt und verlegt in der Borchersihen Buchdrucerey,
	        
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