Full text: Lübeckische Anzeigen 1810 (1810)

So wie aud am Montag den 19, Febr, mit den 
Zahlungen der in termino Weihnachten fälligen Sins 
fen der Wierten gezwungenen Anleihe an der Stadts 
Caffe angefangen wird. 
Wegen der fortwmährenden auf die Einguartirung 
im Stadt; Sebier fich beziehenden Ausgaben, haben die 
Bewohner deffelben in und außerhald der Landwehr zu 
folcher Koften: Beflreizucg, wiederum vom 1. Februar 
d. SZ. an, Benträge zı. leiten. Bor den Thbreniwerden 
folche alle 3 Wochen gegen Luitung, und in den Ddrs 
fern alle 4 Wochen abgefordert werden, Lübeck den 
29, Zanyar 1810, Einquartirungs: Commifion 
im Stadt, Gebiet, 
Mit der Tontine if e$ nunmehr dahin gediehen, 
daß deren Schluß beflimmt mit dem Ende diefes Monats 
erfolgen wird; wer alto nod) zur Zheilnahme geneigt 
fenn mögte, der melde EN binnen diefer Fett, 
da nachBer Feine weitere Annahme Kart finden darf, 
Mit diefer Unzeige verbinden wir zugleich die Bitte au 
die Herten Subferibenten ,_ welche die Yufgaben der 
Namen und des Alters der Theilnehmenden noch nicht 
eingeliefert haben, folche ebunfall$ binnen den oben an; 
gefesten Terminen zu befehaffen, damit das Ganze In 
feinem weitern Gange nicht gefiört werden mbge. 
Die fimmtichen Unternehmer, 
Zur Bequemlchkeit des Puovlikums find zu jeder 
Zeit geftempelte Fracktbriefe im Yddreßhaufe zu be 
Ffommen. 
Die zwevte für Sterbefälle gefiiftete Sefelichaft 
verfammlet fh am Mittwoch) den 31. Zan. Nachmits 
tags um 4 Uhr zur Wahl eines neuen Borftehers bey 
Herrn Schul vor dem Mühlenthor, Die Verwaltung 
divernimmt Herr Kaven in der Decfergrube bis zum I, 
ril. 
Die Vorfieher der dritten Gefelihaft für Sterbs 
fälle werden fi am Sonnabend den 3. Februar Nachs 
mittags um 4 Uhr bei Herrn Schulz vor dem Mühlens 
thor verfammlen. Heır Zoh. Hinr. Borchers$ in der 
Ködnigfiraße überrämnmt alsdann die Ndminiflration bis 
zum ıfien May, 
Bur bevorfiehenden Nedoute am 9, Februar ckts 
pfehle mich beftens mit Masken Anzügen, Larven und 
andern dahin gehbrisen Sachen, Zugleich zeige hiemit 
an, daß die befie Sorte Romaner Biolin: Saiten neu 
Angefommen if, Martin Rieger, 
Hürfraße Nr, 283. 
Zur Kedoute am 9, Februar find alle Arten Uns 
Age, Domino: Mäntel und Larven , weiche in der 
alımfiraße bey MWwec, Grühn zu haben waren, ben 
3. SF. Grühn auf der Laftadie zu erhalten. Man hat 
für vorzügliche Yınzüge geforst, und wird fich in der 
SRisshe billig Anden Lagen. 
Zu dem bevorfiehenden Bal en masque empfiehlt 
fi®, mir Verfertigung und Anordnung Selchmadvolier 
tbeatralifher Anzüge für Damen 
Mitıwe Bröckelmann, 
oben in der Beckergrube, 
Magqueraden : Sinn werden verfertigt ben 
3.5. Peterfen, im weiten Krambuden, 
Bum Ball Masque empfiehlt man fich beflens mit 
Bermiethung aller Arten Masqueraden » Unzüge für 
‚Herren und Danien, wie auch mit allen Sorten Mass 
Fen und dahin gehörigen Sachen, womit man einen 
jeden nadj Verlangen bedienen Fann. 
Kdnigkrafe Nr, 737, ben der Egidienfraße, 
Da ich nun die Wirthfhaft in dem Haufe daß 
meiße Kreuz genannt, in der Yegidienfraße, angetreten 
habe und vbllıg eingerichtet bin: fo ermangele nicht 
meinen Gönnern und Freunden diefes bekannt zu machen, 
mir der ergebenfien Bitte, mich mir gütigem Zufpruchy 
zu beehren. Id) werde mirs angelegen fenn laffen, jes 
den prompt und reel zu bewirthen. 
BD. DH. Fifhborn, Gafwirth, 
Anzeige an Eltern und Vormünder, 
Eine junge Prediger - Frau in einer Stadt 
im Meckleuburgschen, die vor ihrer Verhey rathung 
Gelegenheit hatte, sich viel mit Kindern zu beschaf- 
zıgen, wünscht auf Ostern d, J. ein paar kleine 
Mädchen, von circa 7 bis g Jahren, gegen ein 
billiges Kostgeld, zu sich in Pension zu nehmen. 
Sie verspricht mütterliche Sorgfalt tür sie zu tragen, 
und darf sich anheischig machen, im Zeichnen, 
in der Mahlerey, und in allen weiblichen 
Jlandarbeiten eine gründliche EEE an 
zu geben, und auch im Französischen un 
Englischen, besonders im Sprechen, etwas mehr 
als das gewöhnliche zu leisten, Ihr Mann wird den 
Unterricht in der Religion, im Deutschen, und 
in den übrigen Schulwissenschaften gernq 
übernchmen. 
Zu musikalischen Uebungen findet sich in 
jeuer Stadt eine vorzüglich gute Gelegenheit. Nä- 
ere Nachricht giebt J.D.Souchay in Lübeck, 
und die T’rau Professorin Trendelenburg 
daselbst. 
Edle Menfhenfreundinnen werden dringend et 
fucht, einer braven Frau für ihre zwey Tbchrer, etliche 
Mühnrbesten, etwa Hemder, Tücher u. dgl. zu N 
alın dieve beyden Mädchen durch das Verfertigen der fel« 
ben für ibre Fünftige Beßtimmung zu vervollklommnen. 
Der innige Dank der Mutter wird den Geberinnen fchde 
nen Lohn gewähren. — Die Arbeiten werden in einer 
guten Schule gemacht. — Nühercs im Addreßhaufe. 
Die Frau Siegeler im hellen Srünengange wünfcht 
ein Kind gleich auf die Brufß. zu haben, 
Auf einem Hofe nahe bey Lübet Ednnen bey 
freyer Wohnung und annehmlichen Bedingungen zwen 
Tagelöhner angeflellg werden; nur muß ihre Familie 
nicht zu groß fenn, Näheres am Kohlmarkt im Kdnige 
von Dännemark, ______——————————— . 
Da fid) zeither mehrere Sonntage Abende nachs 
einander, fo mwie_auch andere Tage in der Woche bei 
nachtichlafender Zeit, verfchiedene junge und andere 
{chlechtdenkende Leure c1dreifiet, fich vor nieinem Haufe 
frevelhaft und fchlecht aufzuführen, fo wird folchen, fo 
wie jeden andern gemwarner, fd) dersleıchen Unfug nicht 
wieder zu unrerfichen, im widrigen Fall ıch folche (dlechts 
Hehnnte Menfchen, welchen ich bereits fchon nahe auf 
der Spur bin, zu erhafchen juchen, ımd an die Bes 
hörde abliefern werde, mozu auch bereits alle Verfüs 
4 getroffen, wornach diejenigen, denen c$ angehetz 
ich zu richten und vor Schaden zu hüten haben. 
Lübeck den 30, Kan, 1810, Zerrenner, 
Sollte wider Bermuthen jemand an meine feel. 
Fratı oder mich einige Forderung haben , fo erfuche, ich 
AÄnnerhalb 14 Tagen zu melden, Imgleichen, wer an 
ich zu zahlen hat, folches zu entrichten, Zugleich ers 
uche ohne haare Bezahlung auf meinen Namen nichts 
verabfolgen zu (affen, meil ich Feine Bezahlung leisten 
Werde, Den 30, Zan. 1810, Hans Hinr. Filcher, 
in der Dankwärssgrube Wr, 524. 
 
	        
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