Full text: Lübeckische Anzeigen 1810 (1810)

  
  
  
   
  
Anden! — fo halten fie die 
der Schule zurück, unter d De: fie müßren 
ihacu fcehon ctwas Geld m jenen, 3, S. durch 
‚Holzfammein, Kinderwarten, Arbeiten auf dem Felde; 
nder der Lehrer fen zu feharf, und fchlage fe; oder fe 
Fönnren wegen cigner Gefchäffre nicht darauf achten, 
u. dgl. m. Sie hefirafen die eigenmächtigen DBerfäuts 
mungen der Schulen nicht; handeln durch Reden und 
DVorwiufe den Lehrern gradehin entgegen, und bedeits 
fen nicht, welchen Schaden Ne dadurch fir das ganze 
Leben der Kinder Aiften. Die Kinder reiben den gay: 
zen Tag auf der Straße herum, lernen nur Unarten, 
gewöhnen ich an Müfiggang, miffen fich nicht zu be: 
{chäfftigen — und mas wird am Ende aus ihnen? Leis 
der! träge und verdorbene Menfehen, Wer fich in (eis 
Ren VBerhäfeniffen mit der Jugend aus Ddiefen Bott 
Haffen befchäfftigen muß, und mit ihrer Bildung einis 
Bermaßen bekannt ift, wird diefe Klagen nicht Übertries 
ben finden, Die Kindır und Nelrern find froh, wenn 
zene nur aus dem Haufe find; und c$ Fömmt ihnen 
nicht in den Sinn, wie nüglichh, nothwendig und 
wohlthätig frühe Sewöhnung an Befchäfftigung und Ars 
beit if, befo $ für alle diejenigen, welche fich doch 
größzentheit$ ihren Unterhaft durch ihren Fleiß und 
Händearbeir cr werben follen, 
(Die Zurtfegung folgt.) 
NOTIFICATION. 
Wenn Ein Hood weifer Rath mit der Ehrl, 
Dürgerfehaft Ubereingekommen if, Kaß zur möglichen 
Defreyung des Sfentlihen aerarii von ferneren zur 
Unterbaltung der Straßen; DBeleuchtung bisher ges 
Teifteten Zufüffen, das Leuchtengeld, als die zur 
Deckung des damit verbundenen Koften = Aufwandes 
verfaßungsmäßig angewiefene Einnahme  erhöhet, 
Yolches auch von Perfonen, die bey andern einwohnen, 
‚erhoben werde; als wird Fiedurch folgendes verords 
net und zur.allgemeinen Wiffenfhaft gebracht: 
1) baß vierteljäh: ig von jedem Siebhelhaufe 2 m&, 
infoferne foldhe aber von Handwerkern oder Eins 
wohnern beivohnt werden I m&; von den au 
ben Straßen belegenen Buden 6 f&, von Sälen 
4f und von Buden in @Angen 3. zum Leuchs 
Feigelde-bengetragen werden müffe, und ; 
2) alle diejenigen, welde in einzelnen Zimmern 
oder. Etagen bey andern einwohnen, gleichviel 
ob zur Micthe oder in Folge anderweitiger Bers 
bindungen 1md Berhältniffe, die Hälfte deds 
jenigen, was bie Haus: Sigenthämer zum vollen 
30 crlegen haben, vierteljährig als Leuchtengeld 
au entrichten verpflichtet feyn, 
Herren und Bürger des Banhofes werden von bevors 
frehendenı MichaclissQuartal an diefes erhshete Lenchs 
tengeld durch die dazu beftellten Samnler einheben 
Taffen und wider die Sdumigen dur Mequifition 
Iur gar zu cft aus 
= 
  
. Pfänder von ihm in Händen haben, fchuldig erkanınt 
frandes nachgefucht haben, al$ werden alle und jede, 
N 
ber Herren des Serichts mit erecuttvifdhen Zwanatı 
mitteln verführen, auch angewandt feyu, daß jadrs 
lich eine Zaselle über die Vage und Stunden der 
Saffen Erleuchtung, woben iknen jedoch in fpeciellen 
Fällen anders zu verfügen vorbehalten bleibt, publi: 
Cirt werde, 3 
Gegeben LübeeE in der Mathsverfammlung den 
3. Auguft 1810, (L. S.) 
  
  
Suftize und Polizey; Sachen, 
DBorkadungen. 
x Huf Smpforiren Dni: Lt, Chrift, Nic, Carfiens 
in cura bonorum Johann Hinrich Schröder befindet 
fi® hiefelbf£, zu Hamburg und Bremen ein öffentliches 
Proclama angefchlagen , wodurch alle Gläubiger ge: 
nannten Zohan Hinrid) Schröder, elde 
Au die Concursmaffe Aufprüche. zu macjen gemeint find, 
wie auch alle Schuldner deffelben uud diejenigen, die 
werden, fpätftens den 11. Sept, des £, I, 1811, die 
Gläubiger fich Cub PraniiO racclufi an biefiger 
Serichtsfiube anzugeben , die Schuldner und Pfand 
inbaber bey impforantifdem_Dno. curatore bonorum 
relp, fub poena dupli Ihre Schuld zu berichtigen und 
ben Verluft des Pfandrechts von ihren Pfändern Yıir 
zeige zu machen, Actum Lirbeck den 28. Zuly 1810, 
“Muf Ta Dni, Adolph Ieinrich Voeg 
für Dni, Lt. Sriedrich Gottlieb Ramny, als executorem 
teltamenti ‚defunerae Anna Maria ged. Schulen, weil, 
Christian Friedrich Köppen hinterlaffenen Wittwe, bes 
findet fich hiefelbit , zu Hamburg und Grevesmühlen 
ein dffentliches Yrocklama angefchlagen , wodurch alle, 
welche an den Nachlaß der genannıcn defunctae Ynna 
Maria vermitıneren Köppen, geb. Schulk, ex 
capite debiti Arnforüche zu haben vermeiäen, fahuldig 
ertannt werden, {ich damir jpätfiens den 2. Nov, d. Sı 
füub pracjudielis praeclufi ct perpetui flenti bo 
implorantifdjem Dno. execntors tefllamenti gegen @ms 
pfang eines Armeldungsfheins, im Fall eines Wider, 
fpruch$ aber im hiefigen Nicdergericht anzugeben, 
Acium übe den 4, Auguf 1810, 
. MufSmpforiren Dni, Lti, Gotth.Hinr.Meyerfieck 
Mn Sr. Johann Friedrich Fick und feel, Zacob Sottl. 
eyland Wirtwe, cum curatore Sr, Carl Suftav 
Müller, befinder ich hiefelbft, A Hamburg und Stettin 
ein Öffentliches Proclania angefchlagen, wodurch alle, 
welche an die von Imploranten Sie umd der Mits 
SHmplorantin feel. Ehemann Zacob Sottlieb Wenfand 
unter der Firma von Fleck & Weykand hiefelbft ges 
führte und nunmehro aufgehodene Handlung ex capite 
debiti einige Unfprüche zu haben vermeinen, fohuldig 
erkannt werden, 19 damir fpätfiens den 2. Nov. d, 3. 
bey Imploranten, im Fall eines Widerfpruchs aber im 
biefigen Niedergeridht fub praejudiciis De et 
perpetui Glentii anzugeben, Actum übe den 4, Yugr 
13104 
Wenn Markus Kock und deffen Ehefrau Catrina 
Dorothea geb. Heffen, zu Fadenburg, ohne Hinterlal 
fungseln legten Willensverordnung verfiorben, und 
ie den Kindern beficlten Vormünder um Srlaffung 
eine$ Proclamatis zur Erforfchung des Vermdgens: Zus 
welche an den verflorbenen Marcus Kock oder defen 
  
I
	        
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