Full text: Lübeckische Anzeigen 1810 (1810)

  
Fonnte iht 3zartes Mutterherz den Verluft ihre& neuges 
bornen Knaben, der einige Tage nad) der Entbindung 
frarb, nichrertragen. Ihın folgte fie, — Mid) und meine 
6 Kinder, die ihren Derlust noch nicht begreifen Fonnen,— 
hat fie verlaffen die Sure! Miele. 
Yın 10, d. M. eatrif uns der Tod unfern geliebs 
ten jüngsten Sohn, Perer Friedrn, Chrif., nach 
einer achträgigen Srufßfranfhet, in einem Alter von 
3 Monaten. Dielen für ung (Hmerzhaften VBerluft zeis 
gen mir unfern Verwandten und Freunden hiemit an. 
. W. Prahl, Conditor, 
GC. D. geb. Kreilenberg, 
Zur Werebelichung find zum erftenmal aufgeboten 
am Sonntag den 8, April: 
in St, Jacobi: 
Zoh. Saptifk Koppens und Maria Elifab, Stein. 
‚Hieron, Hinr Schlur und Anna Marg. Friederica Tode 
vermwitzw., Zornika, 
in St. Negidien 
3oh. Friedr. Schmüdemann und Maria Dorothea verw, 
Behrens ged. Bielefeldt, 
Perfonen, die fich anbieten, 
Em junger Mann, der noch in Mecklenburg in 
einer Aal 8 conditionirt, wünfche bier zu 
Dftern in ähnlichem Sache Engagement zu finden, — 
Nähere Nachricht in der Mühlenfiraße Nr. 755. 
Cine Demoifelle aus dem HanrdverfGen, von 
honetrer Familie und von gefegren Zahren, in der Stadt 
oder auf dem Yande , als Haushälterin; in allen Fädern 
des Aaqusftandes ift Re erfahren, und Fanun Sewsife ihres 
Mohlverhalsens benhringen; glei over 4 Wochen nach 
ODfern kann fie die Condition antıetten. 
Ein Mädchen von gefegten Fahren, dag in der 
Küche Beideid weiß, bey einem Herrn oder einer Dame, 
oder cin Haus aubalten, zu redter Zeit. 
Eine Derfon, die feit einigen Jahren als Hauss 
böirerin ben anfehnlichen Famikıen conditienirt, und 
die Kochkungt in der fürflichen Küche arfındlich erlernt 
bat, in allen weiblidhen Handarbeiten nicht unerfahren 
i#, auch die befien Zeugnifje wegen ihrer Sefjehieklichs 
Reit und ihres Verhaltens vorzeigen kann. Weitere 
Nachricht geben der Kaufmann Herr Perer$ in Güfßrow 
und der Leichenbedienter Schulz hiefelbft. 
Die Bormdlnder einer elternlofen Perfon von 16 
SZahren, von guier Familie, mwünfchen felbige hier bey 
einer Herrfhaft unterzubringen, | €$ wird auf gar Feinen 
Schal, fordern nur auf gute Begegnung gefehen. In 
aller weiblidhen Handarbeit if fie (han ziemlich erfahren. 
in Frauenzimmer von De amilie, das in 
Handarbeiten geübt und in der Wirrhfehaft erfuhren if, 
auch bereitg mehrere beträchtliche Hausbaltungen vors 
geflanden hat und gute Seuaniffe benbringen ann, in 
der Stadt oder in der Nähe derfelben. 
Fine Köchin, mit den beflen Zeugniffen verfehen, 
4 Wochen nach Oßtern. 
Ein Tddchen von guten Yeltern, dag in allen 
‚andarbeiten geübt jfk, bey einer guten Herrichaft als 
Hgugs oder Kindermädchen. 
Perfonen, die verlangt werden, 
Bu Oßernu in einer ClNenhandlung ein Burfche 
von bhonerten biefigen Helteun, weicher gut {Hreiben 
und rechnen ann, die franıdfiihe Sprache fertig (pres 
den muß, auch Bürgihaft leiten Kann. 
Sn einer moblbekannten biefigen Sewärzs und 
Mwrerial Handlung ein Burfhe von guten Weltern, der 
in den gewöhnliden Schulwiffe {| 
De ff HulmiffenfHaften nicht une 
‚Ei Mädchen auf dem Lande nahe ben Lb-, 
das nicht unerfahren in der Xandwirthfchaft 4, aud 
mit Vieh umzugehen meiß gleich zu Oflern, Das Nüs 
bere en Aa Del Rr. Se HM 
ey einer biefigen Schreibfhule ein Buriche. 
Wer Neigung und Zahigkeit dazu haz, melde (N um 
YNodrefhaufe, 
VBırloherne Sachen, 
Um 9. d. M,, zwifchen 6 und 7 Uhr, auf ders 
Wege von der Sedergrube durch den Sit S.ufen, - vern 
Kirchhof, den weiten Kranbuden, dvern Markt, X iys 
genbeig, Müh enfiraßc, wieder fo zuüc, Hurfruße, 
Königfiraße und nuch der Johannisfiraße: ein gewiicher 
Arbeitsbeutel, worin cin blauer Xinderfirumpf, ein Tas 
fehentuch und ein Bund Schlüffel muren,; morar 
der Eigensh“merin befonders fehr gelegen it. Man 
bitter den Finder recht fehr, jelbiges$ gegen cine gute 
Belohnung im weiten Krambitden Nr. 24 abırgeben. 
Bor einiger Zeit ft wgendwo ein grüner tafrener 
Sroffchirm, oben am Knopf gem. K., fehen geslieben. 
Der red.iche Nufvervahrer defeiben wird erfucht, folder 
gegen Erfenntlichfeit in der Wahnfiraße Kr 343. abges 
ben zu (afjen. 
Litterarifche Anzeigen, 
S Kan MUnzelge 
eines vorzüglichen und jeder zu empfehlenden Werkes: 
€ I pi 3 Om 
| . oder 
über meine Fortdauer im Tode. 
3 Theile und 2 Anhänge, 8, 
Danzig und Leipzig, 1803 — 1808, 
Deffentlies Bekeuntniß, 
— (Yus dem Meichs Anzeiger.) 
Bor einigen Jahren 1a$ ich in einer Fiograppiihen 
Sfijze, genannt — Blicke in Kurl Wilhelm Müllers 
Veben -— daß der geheime Ariegsrath Möller zu Leips 
He als er über den od feiner Schwelter ganz untröfts 
ich gewefen, und deehalb feinen Glausen an Unfterbs 
lichfeit mehr, al$ je zu färken gefucht, vicl Beruhts 
gung im EIpizon gefunden „habe. Nuchher la3 ich 
wiever in der Zeitung für die elegante Welt, daß der 
Kreisfteuereinnehmer Weiße in den legten Zeiten feines 
Lebens den EIpizon auch zu feiner Lieblings: Le.türe 
gewählt hare, Ganz Fürziich ward mir von glauowürs 
digen Männern gefchrieben, daß der Domherr von No: 
how ebenfalls am Abend feiner Tage fich noch am € [s 
.pızon, wie an der Poftile von Sintenis , befonders$ 
erquickt habe, Drei rejpectahle Männer, duchte ich bei 
mir, die du wohl NE haftz ihr Urtheilgilt. Angetiies 
ben hierdurch la$ auch ich ven nunmehr vollenderen El 
pizon, und fand ihr Urtheil durd) mein Herz beftürkt, 
Sintenis di jetbft verfertigt, oder nur herausges 
geben Haben—ich glauve das ESiftere-—-fo dunke ihm das 
ür, wer danken Kann, Er hat Unfterbluchteit bewiefen, 
wie fie bemwiefen werden Fann, und jich auch Dadurch anf 
der Erde unfterblich gemacht, Ich fegne ihn für meine 
Bekehrung, aus einem alten harinäckigen Zweifler bin 
id) ein Gläubiger geworden, und mache e$ allen, die 
noch Zweifler find, mie ich cinft war, zu einer heıligen 
Mngelegenheit, den Elyizon zu Cm und — zu fudiren. 
Keinesweges zweifie ich daran, daß es ıhnen dann fo ges 
hen werde, wie nur, Der crfie heil, worm die nienfchs 
liche Sortdauer ım Rode ohne Gott fogar bewiefen wird,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.