Full text: Lübeckische Anzeigen 1810 (1810)

  
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Dagegen bleibt c& ausmwärs 
tigen Partheien bis weiter freigefielit, in-Ihren bier 
anbängigen Proceffen die. Cinaaben dur fremde 
Mdvocaten fertigen zu faffen, falls folde nur durch 
hiefige Procuratoren eingereicht werden, welche nach 
MWorfehrift bes Gemeinen Becheideg vom 12. Yuguft 
1740 für derer SJubalt verantwortlich find. 
Wie nun fämtlidhe hiefige Srrichte über diefe Wer: 
fügung ffrenge zu halten und Niemanden jur AHdvos 
catur zuzulaffen Gaben, welcher dazu nicht bereits 
Tegitimirt iff ober auf die vorgefhrichene Weile fich 
Tegitimiren wird; fo werden zugleich die Procuras 
toren angewiefen, feine von unbefugten Advocaten 
verfaßte Schriften zu prodiuciren. Auch wird die 
Strafverorbnung des Oemeinen DBefheides vom 6. 
Februar 1756, nach welcher Niemand von ibm ver: 
fertigte Eingaben durch einen andern als Concipiernten 
unterfhreiben laffen darf, hierdurch beftätigt und 
auf diejenigen aukgedehnt, welche fih zu dergleichen 
Fällen Unterfchriften hergeben mögten, 
Actum et, publicatum in Senatu Lubecensi 
€. 21. Febr. 1810. 
richten mitgetheilt if, 
  
  
  
   
  
Muszug aus dem in Folge Decreti A, S. de 
50. Sept. 1809 gefaßten Rath=z und Bürz 
gerfchluffe, die Einquarcierung betreffend, 
A ; 
SS. 3 
„„Seder if verpflichtet dag Local feines Hanfes 
„Wohnziumer, Ställe, Memifen) in fo weit er def 
fen nicht felbt nothwendig bedarf, zum Behuf der 
„Einquartierung berzugeben, in fo ferne die Eins 
A quartierungs : Commiffion die DBenußung deffeiben 
„für Nnothmwendig oder 3weChiäßig erachtet, und feine 
„„Berhältuiffe es nicht unumsÄnglich erfordern, ihn 
„von der Natural Einguartierung ganz oder für eine 
„Zeitlang frey zu laffen, Erlaubt eg die Anzahl der 
fremden Zrrppen und bie Lage der Dinge, foif 
„die Natural: Einguartierung nur denen zuzuweifen, 
weiche fie ausdrücklich begebrens ,. So fange die 
„Cinguartierungss Commiffion noch die Yusquartics 
„pung beforgen Fann und will, darf keiner verlangen, 
daß (hm felbft folche Überlaffen werde. Eine Gelds 
„Abfindung mit dem zugemwiefenen Eingquartierten if 
inter allen Umftänden als eine unerlaubte Sands 
hung anzufeben. ; 
S, A ; 
„Wer die Ihm zugewiefene Natural: Einguarties 
„tung fo behandelt, daß darüber gegründete Klagen 
„Entfiehen, denen er abzuhelfen nicht bereit it, darf 
„unbedingt zum Geldbeykrage in Gemäßbheit feines 
zAnfakes angehalten werden; er hat auch Aufferdem 
4 
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„00h die burch Musquartierung ettoa entffandenen 
„größeren Koffen zu tragen, wenn nach dem Urtheile 
„der Einquartiermugs: Commifion wegen der Größe 
„der Oarnifon oder aus andern Urfachen fein‘ Local 
„Micht ohne größeren Aufwand mit keinem andern vers 
„Tau ft werden Fann.“ ? 
EEE DE 
Nach der jekt befichenden Einrichtung bepiz 
Einauartierungewefen müffen diejenigen, welche mehr 
tragen, als fie nach {rem Anfaße zu Teiffen haben, 
fo wie diejenigen, welche Einquartierung für Geld 
übernehmen, die ihnen beykommende Dezahlung für 
die mit dem Sonntage aufangende und mit dem 
Somnabende zu Ende gehende SZahlungswoche nach 
dem von der Einquartierungss Commiffion angenom=z 
menen Maaffiabe wichentlig Non tags VBorz 
mittags von 8 bis 11 Uhr ben dem Bürger, 
welcher in ihrem DYuartiere die MNebencaffe ihres 
Diftrictes führt, mittelft BVorzeigung der Einquars 
tierungs sBillette, abholen. Dahingegen wird bey 
allen, welche an die Einquartierungs-Commiffion zu 
bezahlen Haben, das ®cld auch Fünftig auf die bı8s 
herige Weife abgefordert werden, 
Wenn nun zwar die angekündigten fremden Trups 
pen febon heute in die Stadt rücken, fo tann do 
am nächften Montage den 26, d, M, Noch Feine Zahs 
Tung gefhehen, fondern e8 wird diesmal noch bey 
allen Beytragspflichtigen das volle Wochgeld für die 
Woche vom 18. bis 24. Febr. abgefordert und erft 
am Montage den 5, März für den heutigen ag 
mit abgerechnet und bezahlt werden. 
Lübeck den 24. Febr. 1810, 
Einquartierungs: Commifjton, 
Iuftizs und PolizensSachen, 
Bekanntmachung, 
& Wird hiemit jeder Bürger und Einwohner an den 
5ten und I5ten 5. der von E, Hochm. Nathe unterm 
17: Septbt. 1398 emanirten revidirten Safflenordnung 
des Laurg erinnert: 
$. 5. Schiree und Eis darf nicht auf die Saffe geworfen 
noch in Hügeln aufgefdhaufelt werden, will jemand 
fo!ces aus feinen Dachrinnen der Hof räumen, fo 
muß er es {ogieich auf feine eigne often wegfahren 
1a Ne , im Contraventionsfalle aber 2 Mark Strafe 
zahlen. 
S. 15. Sind die Straßen mit Glatteife belegt, fo müßen 
K bei pe Strafe vom Sigenthümer, 
ewohner oder tethemann der Antiegenden Ges 
bäude, vor demfelben fo weit, als c8 
Jänglid breiten Zußmwege erforderlich 
fhüttung mit Sand oder Ace 
werden, 
IS welche Festere Borfchrift hei jedem Glattfegn der 
Saffen bei Vermeidung der Angedroheten Strafe zu 
en CnM Saflenordnungs-Departement zu Lüber, 
den 17, Fedr, 1810, . 
EIN 
  
3u einem bins 
if, durch Bes 
gefahrlos gemacht 
 
	        
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