Full text: Lübeckische Anzeigen 1809 (1809)

    
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Mittwochs den 23. Auguf 1809. 
  
  
Tas halten Sie vom Branifiädter Brummen? 
Mi diefer Frage find hiefige Arzte Hundertfältig bes 
Rürmer worden, ohne daß der vernünftigere Theil, fol 
bige befriedigend zu beantworten, fich unter fangen hat, 
weil was die Buflandtheile diefes Waffers Lıs dahin 
gänzlich unbekannt waren, Der Herr Dr. GE, in Hams 
burg hat endlich, durch feine genaue dhemifche Unter: 
fuchung des Brasıfiädter  fogenannten Minerals Wafs 
fers, alle desfalfige Zweifel gehoben, indem Er im 
Sgyften Stükfe des Hamburger AddrefsComtoirg bes 
Fannı madjt, wie Er in einem Pfunde diefes Waffers 
nur 2 Gran Saßfäure, Kalk, und Birtererde, nebft 
z Sran Kechfalg vorgefunden; die übrigen 15 Unzen 
47710 Gran waren nichts, als reines Waffer. Ferner 
beweifen 7 OHezifhe Berfuche, daß ı) Feine Lufrfäure, 
2) Fein Eifer und 3) Fein Schwefel darin befindlich fen. 
Hieraus erhellet, daß diefer Brunnen Feineswegs eine 
Mineraiquelle genannt werden darf, fondern vielmehr 
zur Klaffe jener (chwachen Salzquellen gehöre, die man 
in manchen Gegenden fehr häufig antrifft, und die auf 
einem Sandboden überall zum Trinkwarfer benugßt mer; 
den. Wahrfcheiniid) giebt der Mohrgrund zu Brams 
fädt dem dortigen Waffer einen pikanten Seichmad, 
fo daß e$ au nicht einmal zu jenem Zwekke taugs 
lich if. 
Wenn e$ möglich wäre, durch diefes unwirkfame 
Mittel, Krankheiten zu heilen, zu welchen Erwartungen 
berechriget ung dann nicht die weit größere Wirkjamkeit 
des Seewaffers, weiches, nach dem Zeugniffe des Herrn 
Prof. Pfaffs, diefelben Beftandrtheile 40 mal mebr ent; 
hält. Diefer berühmte Chemiker hat in einem Pfunde 
ben Traviminde gefhbpfren Seemwaffers, 56 Gran Kochs 
falz und 30 Gran falzfaure Kalt und Bittererde g6 
fünden. Dr. D, 
  
Nathfel 
Die dırvy Schwefern, 
Dres lm gibt et, fo bimmlifd und (djön, 
Sie (dügen den inneren Frieden ; 
Sie nah’ten uns freundlich von fernen Hdbh'n, 
BE — 
Und weilen noch unmer hienieden ; 
Erhelien fo treu und fo innig gepaart, — 
Vergangenheit, Zukunfz und Gegenwart, 
Die erfie nah’r ung — ein Engel — fo rein 
Und friedlich am Eingang des Lebens, 
Sie lohnt, mir der Eugend im fchönflen Verein, 
Die Mühen des hiheren Sırebens ; 
Uumfadt fie recht innig, dus nie fie entflicht, 
Sonf flieht fie auf immer, zurüct Echrt fie nicht, 
Wer treu bleibr der Erfien, dem führt fe gewiß 
Einf blühend die Zweyte entgegen; 
Die Zweyre, fe lohnt, was die Erfie verbieß : 
Den Himmel im irdifhen Leben; . 
Sie führt ihn, und fünd) er der Dornen aud) viel, 
So fanft, und doch Fraftvoll zum bherrlichften Biel 
Die Erfte und Zwente vermißten noch nie, 
Die himmlifhe Schweißer, die Dritte, 
Bey Freude und Schmerz, da fehk ihr fkets fie, 
Zn des freundlidhen Schweßerpaars Mitte; 
Und fieht fie oft hier die fo Theuren verkannt, 
Führt fie fie zum Ienfeits$ ing beffere Land. 
Iuftizs und Polizen,Sacken, 
Vorladungen, . « 
Heinridh Schnoor if auf die von feiner 
Ehefrau Carolina geb. Schmidt beym geiftlihen Confis 
orial; Gerichte hıefeibft g.gen ihn ın pro. bdslıcher 
Berlaffung erhobene Klage, mirelft der unter heutigem 
dato eriuffenen, bier, zu Hamburg und Copenhagen 
affigirten Edicralium, vorgeiaden worden, binnen einer 
eduppelren füchfifchen Frif, a dato publicationis, hie 
fer zu erfheinen und auf der Zınplorantin Klage zu 
Antworten, widrigenfall$ in coutumaciam Wider ihm 
erfannt werden foll, Yübeek den 3. Yuguft 1809. 
Auf Zmploriren Dni. Lti, Paul Chr.Nic, Lembke 
für Sr. Jacob Zürgen Knoop, befindet fich hiefelbfi, zu 
Yayuenburg und Wismar ein öffentlidhes Droclama ans 
gefchlagen, wodurch alle und jede, welche an Zmplos 
rancen Knoop aus der zwifghen ihm und Sr. Hınr, 
riedr. Brodmana, unter der Firma: Hinr. Friedr, 
rocfmann gemeinfchaftlich beflandenen, nunmehr aufs 
gebobenen und von Sr. Hinr. Friedr. Brokmann cum 
activis et pallivis übernommenen Handlung einige Uns 
  
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