Full text: Lübeckische Anzeigen 1806 (1806)

AARAU NE ANZ ERTL EEEEN 
  
A 
eübedifwe 
Anzeigen. 
  
Nr, 18, Sonnabends den 1, März 1806, 
  
Bemerkungen über die Bürgerfhule zu St, Cathı, 
a (Fortfeguung.) 
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Meiteen, Wwelchen die Ersichung ihrer Kinder ganz am 
dei werden es nicht misbiligen, fonderu mit 
auf erkennen, wenn Ddiefe In der unterfcu KXlaffe eine 
DE Zeit wie andere aufgehaften werden, weil fie 
Ardeder Menige nazürliche Aıllagen befügen, oder e$ ihs 
nen an auhatrendem Fieiß zum Fortkfommen fehlt. Ses 
enheit ihre Aıkoegierde zu befricdisen, finden Kılas 
m in jeder Kaffe der Bürgerfehule, Nach) und nach 
geht man in dem Gebiete der Wiffenfchafzen immer weis 
ter fort, Doc hänge alles wie an einer Nette au einanz 
der, und eine einzige verfäumte Stunde macht dft cıne 
voße. Yücke im dem Kopfe des Yernenden,. €$ wäre 
(don in diefer Hinficht allein zu wünfhen, daß ein 
freugeres Gefer für foldhe, die ohne Bedenken die Ybh4 
igen. die Lehrüunden verfäumen Iafjen, {att finder 
Eönnte, STD wird man vielleicht bejorgen, daß dies 
g in einer öffentlidhen Schule manche Schwierigkeiten 
nden, und die Zahl der Zögliuge mehr vermindern als 
dermtichren möchte. ı Doch gewiffenhafte Weltern werden 
gerne Diefen Fiemen Zwang genehmigen , und um defto 
Bien YAchrng für eine Öffentlide Ersiehungsanftalt 
  
UN 0LG (fs Ale Lehnt Bet Gr ger KDule Daten 
MH 4 7 u 14 
“Die MeeumDfchafeliche 
1 ng. getroffen, 
 Miden Schäler, der enzweder eine . 
Schulfiunde vers 
ıfit hat, oder verfänmen will, einen frhriftlichen N De 
weig zu verlangen, Den die Melrern felbf 9: 
aben. Memghene Yıhert diefes mehr dafür, daß 
Skiundhe {ich -{chämen , Ihre Kinder ohue dringende Ver; 
Aanlaffung. wegbleiben Ka laffen. Außer dem bereits ges 
nanntei- wljenjhaftlichen Unterrichr, der in allen 4 Kiaf 
en Hefer Schhle’gegeden wird, finden die Schüler ders 
{ben noch etegeuiheit ch im Schreiben und Rechnen, 
im Beichtteit’und a der franzöffchen Sprache unterrichs 
gen zu IMlen  &8 wäre zu wänfchen, wenn noch mehs 
gere Sraumden: für die Kalligraphie und für Xopfs und 
Tafelrechuen befinınr werden Fonnten, Denn für die 
Schüler der stem und 4ten Kiaffe möchten z Stunden, 
je.in jeder Woche für fie zu diefem Unterricht befimmt 
nd, noch wicht hinreichend genug feyn. Der größere 
Theil diefer Muaben denkr fıch eluft den Handlungsges 
 häften 3u widneny Knd für diefe if Schreiben und 
Köchnen- ein mwejen liches Bedürfniß. Auch fin den 
ieligiongunterricht follten menigfens noch einige Stun: 
deu fefigefekt weiden. : Ge/ühi für Sirrlicht 
  
jugend geforgtmw erden, fo müffen fich Neltern und Lehrer 
freundjchaf.lich die Hand bieten und mit SIE 
Kräften ihre Bemühungen fortfegen, Die häusliche 
Erzichung if Ne erfie ud Altere, Bon Ihr hängt ale 
lein das ganze (chwere ud wichtige Sefchäfte ab. Sie 
Fann zur Erleichterung der Schuierziehung fo vieles 
beytragen, fie Fanır aber auch leider derfelden manche 
Hinderniffe in den Weg legen. Man urtheilt fehr eiws 
{eirig, wenn man die Jugendliche Sittenvermwiluc:ung 
allein der Schule zur alt legt. Bey diefeın Urıheil, 
was oft auf Mangel am Selbftkemntniß gegründet if, 
Kellen (id) die meißten Helzern felbjt in & atten bin, 
Deffentliche ER ae fi nur um das fiteli; 
de Berragen ihrer Zöglinge während der Schulzeit bes 
EHımmern, Sebler, die algdann von manden Unaufs 
merEfamen und Yeichrfinnigen.begangen werden, gehören 
nur vor ihren Richrerfiuhl. iges Gefühl'für 
Ehre und Schande dey ih n, bleibt der 
nächfte Zweck aller ihrer, Er Warnungen und 
Beftrafungen. Zur Erreichung guten Ybfidhr- find! 
in jeder Xlaffe der Schule 2 Tafeln wentbehrlich, YAYuf 
der einen müßten die Namen der unaufmerkfamıen und 
unfleißigen, und auf der andern die Namen der unfitrlis 
deu Schüler von jedem Lehrer unpartheiifh und ger 
wiffenhaft bemerkt werden. Kaum habe id) nöthig. zu 
  
  
     
    
  
Erinnern, daß jeder erfahrne Erzieher zu diefen } j 
rungsmirteln nur dapn erft-{eine ZUÄLHE nehmen werde, 
meun. wiederholte‘ min&tidhe War Jedi h 
on ange beöpa Nie Sebrer ver Sürgerlünuie Dielen 
die Ausführung nicht in. ihrer Mache Aknd, + te‘ ES 
fer Borfchlag bald. in ut , umd wollten 
mehrere Bärer alsdann unfre bigmeifen-befuchen, 
fo tönute diefe Sinrichtun das fitzli 
der Zugend einen {ehr N HAGER WIR Sn m 
Fleiß in der Schule aufzumunzern bleidt Pfiche für } 
Den Erzieher, — doch dieß Xod des Fleißes ich © 
a 3u alter REM CB Yale iche m in 
manden mehr al$ vortbhei 
Wahre Ehrbegierde, die zu {hönen edlen Tbede * 
muntert, in der jJugendliden Brufßt zu pdemen, "auffeis 
men und ermwarnıen zu Jaffen, dabin mmetiche 
Vebrer mir vereinigten Xräfzen und unermüderer Ans 
frengung fireben; und wohl ihnen, mern der Sr 
defjen wiürdige Diener zu feyw, fe Ach bemühen, es 6 
nei Dazır nie au Dülfsmitrein und Aufınunterung fehlen 
  
u bffentlidhen Schulen if dag in mancher 
yzichuang, v 
N werer als bey der Bildung weniger Knas 
d ben Winderu zu erregen ift die Hauptfache ben ihrer 
Zn viel 
en, Der Privater zieher fFeht in einer engern vertraus, 
feren Betbindihg atig den YNeltern feiner Zöglinge. Dies 
& ftemwidafaiche Berkäthuiß erleicht 1 
Bemühungen, Iu Feiner (o engen Berbindung leben 
gewöhnlich offeutläse Schüllehrer mit den Weltern if zer 
Schiket, — Sol für die morali{iche Bindung der Shuls 
ert Ihn febr feine; 
  
läßt. 
chfeit und Tus N ; (Der Befchluß folgt). 
Iuftize und Polizeyfachen, 
;  " Bekanntmachung, 
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