Full text: Lübeckische Anzeigen 1804 (1804)

rer 
  
enbekifche 
Nr. 67. Mittwochs den 22. 
Anzeigen. 
Mugufß 
  
1804 
  
Yuftiz: und Polizenpfachen. 
Vorladung, 
YMuf Jmploriren Dni. Lii. Gorth.Hinr. Meyerfeck 
für den Novarluım Johann Chrifttan Cinshöft ın cura 
MM igdalen. Sophia Senora geo Deitmann, (eel. Hinz 
vidy Nener aunseerbr nachgelafiener 2Sitaue, befuter 
fich hiereibit, zu Laucnoutg und Segeberg cin DacuElis 
ces Pıockauma angefehl gen, wodurch alle und jcDer 
welche au deu N Haß des gedachten mM 19 zUuny d, 
hiefeibft verforbenen Hınridy Neyer als Erden oder 
Gläubiger Unfprüche zu haben vermeinen, oder dem 
delunc/o mit einiger Schuld verhufter find, (huldig ers 
Fanut werden, (pätftens den z Yugult des Fünftigen 
NKahres 15, Erben und Gläubiger ihre Unjprüche um 
Hiefigen NMiedergericht anzugeben und zu rechtfertigen, 
Schuldner aber ihre Schuld bey implorutifhem Anz 
w.lde zu berichtigen, unter der Verwarnung, daß nach 
YHolauf diefer Frift, Erben und Gläudiger, die ich nicht 
angegeben, prächudirt, die ausgeblicbenen Schuldner 
aber mir der Sırafe doppelter Zahlung delegt werden 
füllen, Actum Lübeck den 11. Nuguft 1804. 
  
  
  
Alle diejenigen, welche an die von dem Bauervogt 
Peter Hinrich Nuizau zu Hemmelftorf verkaufte Stelle 
Aus irgend einem Grunde Anfprkche machen wollen, 
werden hiedurd) vorgeladen , fh damit bey Strafe der 
Präclufion binnen fechs Wochen g.hHörig zu melden. 
Hochtü:ftl. Kübekifhes Grosvogten : Gericht den 20. 
Yuguft 1804. 
SS 5 ®. 6. Schnoor , Dr. 
Hochfürfl, Lübeck, Zufßiz Amtnaun, 
Mayn der Erbpächter D, Friederich Leibel 
zu Langeubufch, adelichen Gurg Ajchebera, feine Erbs 
pachtsitelle cum pertinentiis mit Gursherrichafilicher 
Bew.Niguug verkauft, und dem Käufer ein veines Nros 
fefonsprotofoll zu Lefern verfprochen , m thin um Abs 
gebung ein/$ desfalligen Proclauus angefucht hat, und 
diefer B.trte rare gegeben worden ; fo werden hıedurch 
Don G:richtswegen dile und Zede, welche an die ers 
wähute LYangenbulcher Srbpachtsitelle (Gecoch mir Yuss 
nahme der im Schuld: und Prandpre tukoll verficherten 
Pdfte, weshalb es Feiner Angabe bedarf) nd einige 
Korderungen und Anfprüche zu haben vormeinen, hiez 
durch ein: tür allemal, mirbin peremtorifch fub poena 
raecluß et perpetnt fSlentii citirt und besehliget, Eins 
Beim.fde binnen 6, Auswärtige aber innerhalb 12 Wos 
chen, a dato hujus proclamatis, fid) ben dem Kanszleys 
fefrerair Stile zu Plön, als Ikigen Gerichtshalter Dies 
(28 Guts, anzugeben, die etwvanıgen Original Urkunden 
3U produsiren und beglaubte Ybijdhrıften davon ad pro- 
zocollum zu Legen, gu, fo weit es erforderlich if, 
Procuratores ad acta zu beftellen, und demnächit das 
Weitere zu gewärsigen. Gegeben in dem Patrimonials 
Gericht zu Afdjeberg den 31, IUID 1804, Su 
. 
   
Prächifivabfchied, 
Es merden uunınehro, nach Bolfirekung des In 
Proclamate vom 10. 3uln d. X, angedi oberen Nachrheils, 
alle diejenigen, weiche uch mut ıbıen Anıprichen an di 
Verlatieufchart 0.8 zu Dido verltorb 
Bade 10 wenig In dem oM Iren Diefes abgehazlienen 
X quidationd-Zermiy als 018 IpC gemeldet, hiemır ganze 
Lıch adgemwiecren uud Ihach cinemıges Sitllchme.gen aufs 
erlegi , indem dbrigeus defe Angelegenheiw uach der 
Erndte forderfjamft regulirer werden ‚ou. 
Das adgehalcene Eıyulvations- Prorokoll Fann für die 
Gedühr ın Zofchrist mirgerheilt werden, und uk die 
Bekanntmachung diefes Abjehides gehörig verfügt. 
Decretum Ymt Schlagsdorf zu Rakeburg den 17LeR 
Yuguft 1804. : 
Herzogl. Mecklenb, Amt hiefeldf, 
„ Dandmwarth, 
Teftamenfepublication,. 
KRaßeburg,. Zur Erörnnung des von des hies 
figen Gafıwirths Gideon Yangpape nunmehro verfiorbes 
nen Ehefrau Chritiane Elıfaberh geborne Abel bepın 
biegen Stadrgerichte niedergelegten Tefaments ıft ter- 
minus Auf den zoften Sn d. SZ. angefeßet. 
  
  
     
in fidem 
SG. U. Cumme , Secretar, 
Steckbrief, 
Wann der Knecht Johann Giefe, ein Gor 
romwer @urs$ Unterrhan, in der Nacht vom Lıten zum 
a2reu d. MW, mir einem aus der Koppel entwandten, 
dem Wirthiehaftsichreiber Wilken hlefeldit zugehdris 
gen, Pferde heimlıch davon gegangen, und dem hiefigen 
Gerichte daran gelegen if, fowohl deffelben für feıne 
Perfon wı'der habhafı zu werden, als auch das Pferd 
weder zu erhalten: fo werden alle und jede Obrigkeiten, 
unter deren Gerichtsbarkeit er 1uch erma berreten laffen 
mögte, in fublidium juris et fub ubl.tione ad reci- 
proca erfucht, denfelben arretiren, das Pferd anhalten, 
und beide, gegen Erfatzung der Koften , verabrolgen 
zu laffen. Doecret. im adelıchen Patrimonialgerichte 344 
Sorow, bei Rojo, am 13. Auguft 1804. t 
_. € 3. Dolfien, Yetuariuß, 
Signalemenr. 
‚Der Knecht Johann Siefe ift etwa 22 Jahr alt, 
Feiner und unterjekiger Sratur, hat eine etwas aufs 
geinußte Nafe, und bricht bei feinem platten Sprechen 
Uunmer fürs ab, wenn er nach etwas gefragt mırd, wos 
ber er außerdem Fein freimüthıges Anfehen hat, Wahre 
febeinlich hatte er bey feiner Enrmeichhung einen (djwars 
zen Kittel mit meiffen Xndpfen an, Nuzer weichem ein 
blauer Nock und mehrere Zacken angezogen waren. Da 
er bei den Baupferden angefiellt gewefen, fo har er KH 
zu Ddiefemn Wegritt auch feines gewohnten Baufatrels$ 
und Trenfenzaums bedient: erfterer war ein auf englis 
Halt emachter mit fchwarzem Leder bezogener 
umfattel. 
Das Pferd if eine hellbraune Stute, ing 7te Zahr
	        
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