Full text: Lübeckische Anzeigen 1802 (1802)

  
mit einem braunen, Zleffen gezeichnet, vermift oder 
verloffen. Diefe Hündin ifkfehr Leicht Fenntlich, indem 
ihr dag rechte Ohr ausgebiffen und das linke "braune 
Dhr mit einem Saum von weiffen Haaren eingefaßt if, 
Sollte diefe Hündin irgendwo angelaufen und In Ber; 
mahrung aufbehalten id) befinden), fo wird höflichft ers 
fuchr es gegen eine angemeflene Erfeunslichteit im Yds 
dreßhaufe anzuzeigen, 
Beftohlen : 
Qn der Nacht vom 7ren auf den ren Zuny find 
dem Hausmwirthe Stamer zu Schmielau 2 Pferde von 
der Koppel enttommen und wahrfheinlicher Weife ent 
wandt worden. Das eine if eine Jährige greife Stute 
won mitt!crer Große und ohne alles Abteichen, _ Das 
andere in cin beträchtlich größerer sıähriger Fuchs: 
Wallach, der außer einem am rechten Hinterfuße unter 
der Krone befindlichen ermwa 2 Zoll breisen meilen Kreise 
nicht das geringfte Abzeichen hat. 
Alle Ort$ Obrigteiten werden in fubhdium juris et 
füb oblatione ad recipruca gesiemend erfucht , auf ge: 
dachte Pferde achten zu lafen, falls jic aber betroffen 
werden follten , fie Tat dem verdächtigen Befiger ders 
jelven anzuhalten, und dem hieligen Amte gefällige 
nieige Davon zu hun, Rageburg den 11. Zumy 1802, 
Kdugl. Churfürfl, Yınız, 
N. Braun, Y%. Vogt. 
Qillerley. 
Bekanntmachung. 
Kuf dem Poficomptoir der Hamburger fahrenden 
Stradtpoft befinder üch ein Sachen in Matten, Angn, 
HS, laut Frachtbrief an Herrn X. Fr. Schwan, wovon 
bıs dahin der Empfänger nıcht zu erfragen gewefen if, 
Wer fc dazu gehörig legirimiren Fann, wird erfucht, 
fid dald zu melden, 
Die in einem befondern Plan und in diefen Bläts 
tern angeFündigte Zeichnen; Akademie wird am 
Sonnabend , den 26ßen Zunius, in den auf dem Plan 
bemerften Zimmern, eröfnet werden. Diejenigen El 
tern, Erzieher, oder Diletranten, welche noch zu un: 
Terieidhnen münfchen , belieben fıch desualb bei den 
Den Sebrüdern Pererfen zu melden. Diefe werden 
5 auch baldigft die beffimmte Erklärung (Ammrlicher 
Theilnehmenden darüber erbirten, ob die Scunden Fünf’ 
tig von 2:4 Uhr, oder von 3:5 Uhr Nachmittags ges 
halten werden follen, 
  
Die Schwimmibungen haben bereits in den feß, 
gefeßten Stunden ihren Anfang genommen, Willkoms 
men find der Anfalt ındbefondere die Kuaben, welche 
einft Berufsgefchäfte am oder auf dem Waller haben, 
Al8, die Lehrlinge der Schiffer, Fifcher, Bleicher, Gars 
ber u.a. Da der große Gewinn der Schwimmfertigs 
Feit zur Lebengrettung ohne Widerrede am Tage liegt, 
fo werden Eltern und Herrfchaften pflidemäßig. fie zu 
Empfehlen wıllfährich feon müffen, Zugleich wird die 
Warnung wiederholt, daß Fein Unbefugrer, um fch zu 
  
baden, ing Hy A möge, weil ihm 
Al 
gar leicht, aus i 
Stwachte N EUER TEWNDE der ertiefe, Xebensgefahr 
; Heolsharfe. 
Berann Die Heolsharfe it in Deutfchland noch fehr wenig 
„clan, Der Name felbf bezeichnet fchon ihre Befims 
mung, denn Fein Anderes DHülfsmistel als der bloße 
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BWindfirom erregt ihre Saiten, und macht fe erHingen, 
Das Infrument wird an einem halbgedfneten Fenfter 
dem Winde ausgefent, fo daß der Wind die Saiten von 
der Seite befireicht, zwifchen dem Fenfterrahm und der 
Yicolsharfe muß ein zwijchenraum von zweg oder dren 
Zoll bleiben, um den WWınd Durchzug zu fchafen; aud 
mird die Thür des Zummers oder ein gegenüber febens 
des Feniter gedfner, weil fonıt das Inkrument bey leifem 
Winde nur fhwach rdnt. Sobald ich nun der Wind 
hebt, tönen die tefiten Kfänge zuerft im Unisonoz 
aber mit anmachfendem SGinde , entwictelr üch eine 
Mannigfaltigleit entzücender Melodien, die alle 
Befchreibung übertrift; man hört nach und yad alle 
Tbne der narürlichen Tonkeiter nad) ihrer arirhmetijchen 
Fortichreisung 1, 2,3, 4,5,6; 778 u. f.f. auf und 
abfreigen, oft au mehrere zugleich die harmonifchten 
MNEkorde bilden, KA 
Es if ndıbig die Saiten im Einklang und nicht 3u 
hoc) zu fkimmen, meil jonft, da eine jede nebit ihrem 
Grundron aud) die harmonifhen Nedentdne bis in 
die chromatifchen und enharmonifchen Verhältniffe der 
halben und Bierteltdne hören 1äßt, eine fo harte 
und widrige Tonmifchung entfiehen würde, daß fe 
dem ungebildetften Ohre zuwider fenn müßte; der 
Umfang der vernehmbaren Klänge if berrächtlich, indem 
cr die ganze TonsGScala einer Saite von ihrem 
Grundton I bis 64, alfo fechs Ocraven umfaßt, Die 
Harfe bringt mit dem Fühnfen Flug der freyen Fantalie 
alle Tonfolgen und Modulationen der NRatursScala 
Kuf eine reißende, aber regellofe Weife hervar. Der 
unferbliche Thomfon fagt folgendes darüber: 
5! welche Hand entlockt fold) zarte Siänge? 
Durchfliegt der Scala mannigfache Tire | 
Bald kangfam, fchneller jegr, dann webmuthsvoll, 
Dem innern Seißt fRrdmg der Sefang Entzückung zu, 
Sept mwect er Liebe, fngt den zarten Schmerz, 
Haucht in die Seele Ahndung füßer Ruh — 
Nun fchallen hohe Gut geweihte Hymnen, 
Wie fe des Serapbs Hand entlodt — 
Dies alles if Fein Werk der Kun, Narur 
Allein wırke hier im frenen regellofen Spiel, 
Das Sri Eofler poftfren 7 mE, und Fann im Auguft 
geliefert werden, Man wender fh mit Befellungen 
an S, $. 3. Nömbild, 
Da idy mid) nach einem Manne fehnen müfen, 
der fähig wäre, meine mir obliegenden Arbeiten mis 
mir 3u theilen, und fich dazu ganz meinen Wünfchen 
und Bedürfuiffen gemäß Herr Zohannes Wefphalen 
HE gefunden; fo made ich foldhes allen Gönnen 
und Freunden meiner Schule und meiner übrigen Art 
beiten hiemit bekannt, und empfehle Denenfelben Shi 
und mich ergeben. Sam. Hinr, Yenfchau, 
Lehrer der Doms ;SHule, 
Herr Carl Johann Wedenberg erfuchen wir, einer 
ben uns eingegangenen Brief entgegen zu nehmen. 
Sildher & Goedede. 
Es wird am Frentag den 18. Zann ben mir in 
Schwochel nad) der Cent gefchoffen, N 
SE, D, Beutbien, 
Nachdem wir das vom Herrn Friedr. Wichmann 
& Comp, in Berlin in Commiffion gehabte Mobiliens 
Jager, gewiffer Urfache wegen, frenwilig aufgekündiget 
und daraus zuvor den beflen, für ung nüglidhen Theil 
behalten, die Hbrigen aber für uns durchaus nicht brauch: 
 
	        
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