Full text: Lübeckische Anzeigen 1801 (1801)

Da 
  
sübenifhe Anzeigen 
  
Nr. 2. 
Zur Nachricht an hiefige Commereirende, 
ermöge Verobnung, d, d. Hannover, den 4. 
Nov. 1800. ik im EChurfirflenthume A 
{weig Länchurg die Ausfuhr dee 8 um 
der Kartoffeln auf der Elbe und Wefer, imgleiz 
hen deren Auf: und Borkäuferen zum wucherlichen 
MWiederverfanuf, verboten wurden, 
Dies Verbot der Wusfuhr zu Walfer it im 
Herzogthume Lauenburg, zufolge Verordnung, 
d, d. Naßeburg, den 22 en Novemb, 1800, auch 
auf alle und jebe Auefuhr erftrectt worden, und 
zwar mit Ynbegrif des Mehls, 
Die Durchfuhr betreffend, Heißt e3 im zten 
Artikel der zuerft genannten Verordnung: 
„Sol auch die Durchfuhr des augländifchen 
WGetreides und der benannten Vroducte — nicht 
anders auf jedesmal von Unferer Landesregierung 
unentgelblidh ertheilte Päffe zugelafen werden, 
und wird in Anfehung diefer Päffe hiemit bes 
fonders feltg:f ht, daß 
1) nur auf folde® fremde Getreide Durchs 
fuhrpäffe follen ertheilt werden, welches fi 
noch wirklich auf feemden Grund und Boden 
befindet, Feines Weges aber auf foldhes, wel: 
es bereits in das Land herein gebracht und 
dafelbft aufgefollert if, 
/ 2) Sollen dergleichen Pffe nur alsdbann er: 
theilt werden, wenn zuförderft von den aug: 
wärtigen Verkäufern des Getreides eidliche 
vor ihrer Dbrigkeit g:fdhehene Berficherungen, 
daß von dem verkauften Getreide nichts in 
den Churhanndverfehen Landen gewacdhfen 
und aufgekauft fen, von den Verfendern 
aber gleichfalls eine eidiiche Verfiherung, daß 
daS zu verfendende Getreide das nemliche fen, 
welches in den eidlichen Virfidherungen der 
DWerkäufer angegeben worden, eingebracht if, 
3) Soll Feinem auswärtigen Kornhändler 
  
   
  
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Mittwoch Den 
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HYanyar 801, 
anders als auf augdrückliche Fnterceffion dere 
jenigen Megierung, aus deren Verritorio das 
Getreide auggeführt wird, ein Durchfuhrpaß 
auf flb’‘ge8 ertheilt werden. 
4) Krin ertheilter Durchfuhrpaß folk Iinger 
ale auf dreny Monate a dato gültig fepn. 
5) Soll an dem [eßten Srenzzoß felbft auf 
die ertheilten Durchfuhrpäfe eine gröffere 
Quantität an Setveide nicht paffirt werden, 
als wovon durch eine Befcheinigung des erfien 
Grenzzolls dargethan if, dap felbige wirklich 
in das Land einpaffirt (ey. 
6) Derjenige, welcher fich Unterfangen follte, 
einen ihm ertheilten GSetreidepaf an einen 
anbern, unter welchem Borwande es feyn 
möge, zum Sebrauche zu überlaffen, fol mit 
einer unabbittliden Geldbuffe von Ein Hunz 
dert Nthl., und falls er foldhe 3u erlegen nicht 
wermögte, mit einer verhältnifmäf‘gen Leis 
heöftrafe angefehen werden, Ciner gleichen 
Strafe foll derjenige unterworfen feyn, der 
fi) unterfangen wird, auf einen ibm nicht 
felbft unmittelbar ertheilten Daß Getreide zu 
verfenden,“/ 
DSuftiz: und Polizenfachen, 
Bekanntmachung. 
Nachdem von dem Guthe Niendorf die dazu ges 
Kr Dbrfer Neck und Nienhufen, die Erbpacht$s 
elle das zwente Bartelsholz fünf Inftenfkclen zu NRiens 
dorf, aud) an den Schenkwirth, den Mi 
Schmidt 50 Tonnen Landes in Srb 
und den Erbpächtern verfprochen worden: daß ihre ers 
auften Grundfüce nur für die Summe der noch rück 
Kändigen Kaufgelder zur Hnpothek dienen, mit anderm 
Schulden aber weder von dem igigen noch Fünftigen Bes 
fißer diefes Suthes beloflet werden follen; fo gefchiebt 
te Namens des en Herren Sefgers die in den 
ıbpachtcontracten verfprocdhne OE Bekanntmas 
ung diefer zwifhen den Fontradenten getrofnen Vers 
CE Niendorf den 2, Zan, 1801, 
. EEE AT Dr. 
P- t, Gericht$vermwalfer zu Niendorf, 
MWorladung. 
E. €. Nath des Srädtgens 
Docdhwolgeborne Herr Senator van Bro ME 
  
  
  
  
  
 
	        
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