Full text: Lübeckische Anzeigen 1801 (1801)

eübedifhe Anzeigen 
  
Me, 57. Sonnabends den 18. Iulg 1801, 
  
Empfindungen 
% beim frühen Tode 
des Herru 
Levin Nicolaus Drevfen. 
Capmer fanft im fillen Fühlen Grabe, 
Bis der Yuferftehung frohber Morgen lacht, 
Du, dem Bieles ih zu danken habe; 
Denn mit Liebe hafı Du für mein Wohl gewacht, 
SZene befre Welt, Du Suter, mich mit Dir ! 
Denn, in Deinen Arm gefunken, weine 
. Zeh der bangen Sehnfucht Thränen nicht, wie hier, 
*4* 
; 
| Einf, wenn Gottes Stimme ruft, vereine 
  
  
Einige Witterungsregeln , von einem erfahrenen 
# und aufmerffamen Landmanne gefammelt, 
Wenn im Frühjahre bereits ein Gewitter gewefen 
% fo Fommen Feine Nachtfröfte mehr, 
2) Wenn im Frübjahre viele Nebel find, fo tömmt 
im Comtt viel Wegen; ‚find im Herbfte viele Nebel, 
fo Fömmt im Winter viel Schnee, 
3) Wenn im Srümahıe Neberfchmemmungen find und 
das Srundmafler haufig Men rrritt , fo Fomme -im fols 
Sm Sommer eine außerordentliche DHiye und eine 
jefer. a + 
EN O ecbft und Winter viele farke Winde 
find, fo. pflegen die Dbfbäume 
3u tragen. 
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i reich! dte zur fenn. 
SON Die N EEE bey mel er ein Mondwe 
Hefchieht, oder. melde Deu Dritten Tag nad) dem neuen 
oder vollen Sonß erfolgt, pflegt gewöhnlich bis sum 
nächften Mondwechfel forrsudauern, 
7) Wenn Shdoftwind weher, die Wolken aber von 
Shöwel über ‚3tehen, fo hält diefer Wind Lange au 
und endigt fh mle Regen, } 
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anfängt. 
9) Senn fich bey „warıner Luft ein Wind aufmadıt, 
fo. & ol8t bald Regen. * r ; 
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enn‘ die Sonne “des Morgens Mar und ohne 
ungewöhnliche Farbe. aufgeht, „oder bald ım 
A 
Zu warmer Regen ) mt, fo; pflegt in demfelben 
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das Fünftıge Zahr beffer_ 
Miuter viel Schnee fallt, der März" 
4 trodfen, der April feuchte, der May Fühl ft, und im: 
hfel 
Sturnwind, welcher in der Nacht anfängt, 
icht fo heftig und, anhaltend, als einer der ben Tage ? 
„Ahrens, 
MHufgange die Wolken vor fi her treibt, oder ga 
Feine Wolken gegen fh über im See bat, fo Dice 
€$ denfelben Tag gutes Wetter, 
11) Wenn die Sonne Ybends Far und ohne unges 
wöhnliche Sarbe Untergeht, fo ift den andern Tag ges 
wiß gutes Werrer, befjonders wenn eine (qhone Abends 
en er (Stu theiFup(erfarh 
ı2) Wenn die Abendröthe Eupferfarbig if, fo Fömmt 
fchlechres Werter; fonft at jeigt die bendrörhe an, 
daß den folgenden Tag jchones helles Werter, und die 
DES EEEEE daß Wind vder Megen erfolgen werde, 
12) Wenn die Sonne hinter dien Wolken, über 
welche fie ihre Srralen ausbreitet, oder mit einer duns 
Fein rorhen Farbe auf: oder untergeht, fo erfolgt bald 
Wind oder Si ® 
14) Wenn fıdh die Wolfen am Tage Kark um die 
Sonne häufen, oder Ad unter derfelven zufamımens 
ziehen, fo enzfieht ungeflümes Wetser, 
15) Wenn es Vormittags heiter ik, Nachmittags 
aber ein Sf fomuur, oder fchwarze Wo.ken von 
Norden aufffeigen und den Himmel bedecken, aber wies 
der fortgeführt werden, ehe die Sonne untergeht: fo 
webher den folgenden Tag Nordwind, 
16) Wenn des Morgens ein Nebel entfeht, und ders 
felbe bald wieder füllt, fo wird gegen Mittag (dönes 
Werter; Keigt der Nebel aber in die Hdhe, fo wird es 
Hans nn es ee SUR ur : 
17) Wenn es den Tag hindurch wolligt gewefen, d 
Mbends aber an einer Srelle des Himmels ii be hene 
Defuung zeigt, weldje offen bleibr, fo Fommt den {ol- 
genden Tag der Wind von. der Seite her, gehr aber 
Diefe Defnung nad) einiger Zeit wieder zu, fo bläfr der 
Wind gegen Ddiefelbe Seite, 
18) Wenn: fih Morgens viele Meine weiße Wolkew 
haufenweife gene haben oder da find, weiche 
man den Schäfer nennt, fo wird es (dbnes Wetter, 
‘19) Wenn der Sonne ASEERÜiEr ein beller Schein 
am Himmel, wie der Fuß ewes Regenbogens, gefehen 
wird, weldh:$ man eine Windgalle nennt, fo erfolgt 
bald Sea je wi f (ße 
29) Die Wolken, welche wie große weiße Berge od 
Sihndehaufen ‚ausfjeben, verfündigen helles ft 
die fhmarzen und blenfarbigen, bejonders wenn fie nier 
en, Srurm. 
drig ehen, und die fegerrot 
21) Die (dmwarzen’ oder weiß und lichrgrauen Gemit: 
terwolfen find’nichr fo gefährlich, al$ die rothen und 
BEA a 20geidh bey den erflen Der Donner färker zu 
enn pflegt, Y 
22): Bein Die Sterne’ dunkel fcheinen und die Feinen 
gät nicht, gefehen werden Fönnen, obgleich Feine Wolken 
am Diyunel MD, Co wirt srhbes Werrer, : 
23) €) Se uin die Somne oder ‚den Mond verfüns 
Mi ‚trütes Wetter oder Negen, und Der Regen if defto 
a DA nern a er Au fngT, X 
21) Die ertjehne oder Nebenwinde zeige anhal> 
tehdes ungeflümes Wester an, Sera 
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